Epilepsie - Eine neue Volkskrankheit?

Immer mehr Menschen, gerade auch Kinder, leiden an Epilepsie. Die Medizin kann sie nicht heilen, sondern nur die Symptome unterdrücken - manchmal mit verheerenden langfristigen Folgen. Auf dem sanften Weg der Homöopathie jedoch ist vieles möglich - sogar echte Heilung!
Von: Dr.-Ing. Joachim F. Grätz

Bis vor ein paar Jahren hatte ich noch keine richtige Vorstellung davon, was Epilepsie eigentlich ist und wie sie sich genau äußert. Noch während meiner Ausbildung zum Homöopathen dachte ich nicht, daß ich mit einer solchen Krankheit je in Berührung kommen würde. Ich hielt sie für etwas ganz Seltenes, denn ich hatte noch nie jemanden mit epileptischen Anfällen getroffen. Doch jetzt, nach fast 20 Jahren Berufserfahrung, ist die Epilepsie zu einem zentralen Thema in meiner Praxis geworden. Ich bin inzwischen zur Überzeugung gelangt, daß sie weit häufiger verbreitet ist, als die meisten Menschen ahnen. Vor allem aber verhält es sich mit ihr wie mit all den anderen schweren Erkrankungen unserer Zeit: Immer mehr Menschen leiden darunter!

Konventionelle Therapie

Epilepsie: Eine Folge der Impfung?

Impfschaden: In fast allen Epilepsie-Fällen, die der Homöopath Grätz in seiner Praxis behandelt, zeigt sich ein Zusammenhang mit vorangegangenen Impfungen.

Laut klinischen Wörterbüchern handelt es sich bei der Epilepsie um die sogenannte Fallsucht. Das Krankheitsbild ist durch das wiederholte Auftreten von Anfällen charakterisiert, die mit allgemeinen oder begrenzten Krämpfen oder mit Krämpfen von nur kurzer Dauer einhergehen. Die Krampfanfälle sind meist durch Bewußtlosigkeit, sowie tonische und/oder klonische[1] Zuckungen der Extremitäten gekennzeichnet.

Die herkömmliche Therapie der Epilepsie soll dazu dienen, „die Anfälle unter Kontrolle zu halten“. Ausbrüche werden zurückgedrängt bzw. unterdrückt, so daß von einem Heilungsbestreben nicht die Rede sein kann! Nach der chirurgischen Entfernung eines Herdes im Gehirn (sofern per Kernspin- oder Computer-Tomogramm eine „faßbare Hirnerkrankung“ nachgewiesen werden kann), ist gewöhnlich eine Langzeittherapie mit Antiepileptika erforderlich. Teilweise verabreicht man dem Patienten mehrere Medikamente, welche das ganze Leben lang eingenommen werden müssen.

Man betrachtet die Epilepsie folglich als eine gefährliche Funktionsstörung des Gehirns. Angeblich werden bei jedem Krampfanfall Tausende von Hirn- und Nervenzellen geschädigt, welche teilweise sogar absterben – genau deshalb soll jeglicher Anfall medikamentös unterdrückt werden. Doch bislang hat noch nie jemand beobachtet, daß tatsächlich Hirn- und Nervenzellen in kleinen oder großen Mengen absterben! Dies nachzuweisen ist nämlich überhaupt nicht möglich.

In der herkömmlichen Therapie wählt man schwere, chemisch wirkende Medikamente, welche laut Beipackzettel und Apothekerbuch sehr viele Nebenwirkungen haben. Bei Kleinkindern kann das fatal sein, weil dadurch oft die biologisch normale Entwicklung auf der Strecke bleibt. Man spricht dann von Entwicklungsstörungen oder Wachstumshemmungen und merkt nicht, daß diese gar nicht von der Epilepsie selber, sondern von den massiven Nebenwirkungen der konventionellen Behandlung kommen.

Hauptsächliche Ursachen für Epilepsie

Bei der Entwicklung von Kleinkindern führen in der Regel Impfstoffe zu einer Unterbrechung des Myelinisierungsprozesses – die Ummantelung der Gehirnnervenfasern – (man spricht dann von einer postvaccinalen Encephalopathie, einer diffusen Gehirnentzündung nach einer Impfung). Das trifft besonders auf Kinder unter drei Jahren zu, da die Hirnreifung erst gegen Ende des dritten Lebensjahres weitgehend abgeschlossen ist. Im fortgeschrittenen Alter kommt es allenfalls zu einer Entmarkung einzelner Hirnbereiche, wo die isolierenden Nervenwände (Myelinscheiden) zerstört werden. Dies entspricht meiner Erfahrung aus der homöopathischen Praxis.

Auch unterdrückende Maßnahmen durch grobstoffliche Medikamente, wie die Anwendung von Antibiotika oder Cortison, können epileptische Krampfanfälle auslösen. Ebenso treten solche Anfälle nach schweren Schädel-Hirn-Traumata und postoperativen Vernarbungen im Gehirn auf. Darüber hinaus können auch anhaltende Angst- und Panikattacken sowie sehr schwere Geburten oder Frühgeburten Epilepsie auslösen, wobei die Krämpfe hier aber schneller wieder abklingen und sich kaum häufig wiederholen.

Die zwei Phasen jeder Krankheit

Im Krankheitsfall schaltet der Organismus von der gesunden vegetativen Innervierung, also dem natürlichen Rhythmus und stetigem Wechsel zwischen sympathischem und parasympathischem (vagotonem) Anteil des Nervensystems auf die sogenannte Dauer-Sympatikotonie um.[2] Die Nerven befinden sich im Dauerstreß, und es kommt zu keiner vagotonen Erholungsphase mehr. Nach ihrer Lösung wird diese erste vegetative Dauerstreßphase durch die zweite Phase der Krankheit, die Dauervagotonie, abgelöst. Diese ist das Reparationsstadium bzw. die tatsächliche Heilungsphase der Erkrankung. Herkömmlich hält man sie jedoch für die eigentliche Krankheit. Während dieser Phase mit all ihren bekannten Symptomen wie Fieber, Müdigkeit, Schlappheit, Auftreten von Mikroben etc. wird das Gewebe, welches in der ersten Phase in Mitleidenschaft gezogen wurde, wieder schrittweise restauriert. Dieser entwicklungsgeschichtlich bedingte Prozeß läuft bereits seit Millionen von Jahren so ab.

Während des Dauerstreß’ in der ersten Krankheitsphase kommt es zu einer lokalen Entmarkung des Gehirns. In der vagotonen Heilungsphase füllt sich dieser Hirnbereich dann mit heilsamem Ödem, schwillt auf und wird im Computer-Tomogramm sichtbar. Der Sinn dieses hirnorganischen, biologisch völlig normalen Prozesses ist die Neubildung von Hirnbindegewebe, damit die betroffenen Nerven der Hirnzonen, welche unter „Kurzschluß“ standen, wieder isoliert werden.

Auf dem Höhepunkt der vagotonen Heilungsphase, welcher mit der maximalen Ausprägung des Hirnödems identisch ist, versucht sich der Organismus von Teilen seines Hirnödems zu befreien und langsam zur Normalität zurückzukehren. Genau dieser Umschlagpunkt während der größten Ausdehnung des Hirnödems führt bei der Epilepsie zum epileptischen Krampfanfall.

Somit gehört die Epilepsie zum Heilungsverlauf einer Erkrankung und stellt den Höhepunkt eines Not- und Sonderprogramms der Natur dar, um Dinge wieder in Ordnung zu bringen. Epilepsie ist also keine eigenständige Krankheit, sondern nur Ausdruck und Symptomatik extremer Druckverhältnisse im Gehirn, hervorgerufen durch ein außergewöhnlich stark angestautes Ödem, welches auf das motorische Zentrum in der Großhirnrinde drückt.

Demzufolge muß sie grundsätzlich anders verstanden werden: Die Epilepsie gehört nach schweren hirnorganischen Schädigungen zu einem groß angelegten Reparationsprogramm der Natur. Trotz dieser neuen Sichtweise darf man die Epilepsie weder unterschätzen noch bagatellisieren. Sie ist auch bei einer homöopathischen Therapie sehr ernst zu nehmen. Und dennoch gilt: Es sterben keinerlei Hirnzellen ab, und man kann wieder ganz gesund werden! Vorausgesetzt, es wurde nicht allzu viel medizinisch manipuliert und keine Operation durchgeführt.

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Quellenangaben
  •  [1] Tonische Krämpfe: Krämpfe von starker Intensität und langer Dauer. Klonische Krämpfe: rasch aufeinanderfolgende, kurzdauernde Zuckungen gegenwirkender Muskeln.
  • [2] Zwei Regulatoren bestimmen unser vegetatives Nervensystem: der Sympatikus und der Parasympatikus. Dominiert der Sympatikus, sind wir aktiviert oder gar in einem „Alarmzustand“ („Sympatikotonie“ genannt). Wenn wir zur Ruhe kommen, dominiert der Parasympatikus („Vagotonie“).