Judenverfolgung: Wieviele litten unter dem Holocaust

Judenverfolgung: Wurden die Opfer gerecht entschädigt?

Die Judenverfolgung wäre ansich schon schlimm genug gewesen, doch werden die Holocaust-Überlebenden, von denen heute viele in Armut leben, von großen jüdischen Organisationen betrogen. Fakten, welche diesen Skandal belegen, werden ignoriert. Norman Finkelstein durchbricht endlich das Schweigen. "Ich lege jedermann nahe, dieses Buch zu lesen, um die wahre Geschichte unseres Leidens zu erfahren", empfiehlt Gizella Weisshaus, Holocaust-Überlebende und Sammelklägerin; sie hat ähnliche Erfahrungen gemacht: "Ich reichte die erste Klage für eine Holocaust-Entschädigung gegen die Schweizer Banken ein. Die Wahrheit über diese Entschädigungsgelder muß ausgesprochen werden."

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Doch diese Gelder sind meist nicht direkt zu den Opfern des Holocaust geflossen, bemängelt Finkelstein, sondern zuerst in die Taschen jüdischer Organisationen. Während die Deutschen in den 50er Jahren bei den Verhandlungen mit der Jewish Claims Conference darauf bestanden hätten, daß die Gelder wirklich nur an Überlebende ausgezahlt würden, wurden die Gelder später nicht für jüdische Opfer, sondern für jüdische Gemeinden und allerlei schwer nachvollziehbare Projekte ausgegeben. Laut deutschen Angaben haben nur etwa 15 Prozent der Gelder die Überlebenden erreicht. Die Erklärung hierfür lieferte Norman Finkelstein in einem Interview der Publikation Salon: "Wissen Sie, warum die jüdischen Organisationen nicht alles Geld den Überlebenden zukommen ließen? Weil sie sagten, es gäbe keine weiteren Überlebenden mehr. Man hätte all ihre Bedürfnisse bereits gedeckt. Das ist wirkliche Ironie: In den 50er Jahren wurden die Gelder veruntreut, weil es angeblich nicht mehr genug Opfer gab. Heute behauptet man, all diese bedürftigen Holocaust-Überlebenden seien während all den Jahren in Armut dahingesiecht, weil ihnen die Deutschen kein Geld gaben. Ich finde das erheiternd."

Im Gespräch sagte Finkelstein weiter, alle Überlebenden, mit denen er gesprochen habe, hätten stets gefordert, daß Deutschland die Entschädigungsgelder direkt an sie und nicht an jüdische Organisationen richte. "Meiner Meinung nach wirft das ein äußerst entlarvendes Licht auf die Holocaust-Industrie: Die Opfer der Nazi-Verfolgung vertrauen dem deutschen Staat mehr als den jüdischen Organisationen."

Ihrem Anwalt Ed Fagan hat sie das Mandat entzogen. Dessen Gesamtrechnung beläuft sich auf 4 Millionen Dollar. Und Finkelstein zitiert die New Yorker Jewish Week: "Jüdische Gruppen und Überlebende ziehen nun die Samthandschuhe aus, um einen Teil der 1,25 Milliarden Dollar Entschädigung der Schweizer in die Finger zu bekommen."

In seinem Buch zitiert Norman Finkelstein Gregg Rickman, den juristischen Berater von Senator D'Amato mit den Worten: "Wir haben die Schweizer Banken in den Gerichtssaal der öffentlichen Meinung gezwungen, wo wir die Zielsetzung bestimmten. Die Bankiers waren auf unserem Spielfeld, und wir wa- ren praktischerweise Richter, Schöffen und Henker zugleich."

 

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