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Marxismus und Zionismus prägten einst Israel
Marxismus und Zionismus - Abgelöst durch ultraorthodoxe Strömungen
Israel war früher ein Land, das durch den Marxismus und Zionismus
geprägt war (dies die Einschätzung von Jack Bernstein, einem
amerikanischen Juden, der nach Israel auswanderte und es nach einigen
Jahren vorzog, wieder in die USA zu emigrieren) Die Macht der religiösen
und der ultraorthodoxen Juden nimmt jedoch in Israel stetig zu. "In
Jerusalem sind heute schon fast 30 Prozent der Bevölkerung religiös
bis ultraorthodox, und dank der höheren Geburtenraten werden sie
in wenigen Jahrzehnten zur Durchsetzung ihrer Wünsche und Forderungen
keine Demonstrationen mehr abhalten müssen. Der Gang zur Wahlurne
reicht dann aus", schrieb Jacques Ungar, Israel-Korrespondent des
St. Galler Tagblatts. Überhaupt scheint es notwendig, dem westlichen
Leser näherzubringen, wie das Selbstverständnis des Staates
Israel aussieht. Nur so lassen sich gewisse, scheinbar sinnlose oder brutale
Handlungen verstehen.
Marxismus: weitere Informationen
Israel ist ein Glaubens-Staat
Israel ist kein Land wie alle anderen. Seine Existenz ist fest an den
jüdischen Glauben gebunden. Eine Partei, die am Prinzip des jüdischen
Staates' rütteln wollte, darf an den Parlamentswahlen nicht teilnehmen.
Israel gehört den Menschen jüdischen Glaubens. Alle anderen
haben, so Professor Schahak, offiziell einen tieferen Status inne. Allen
Nichtjuden ist es verboten, von diesem Land zu profitieren. (Das Verbot
gilt selbst für Araber, die in der Armee dienten und hohe Ränge
einnahmen). Der Fall der peruanischen Konvertiten hat sich tatsächlich
vor einigen Jahren ereignet. Die neugeschaffenen Juden wurden in der Westbank,
nahe Nablus, angesiedelt, auf einem Land, von welchem Nichtjuden (beispielsweise
Palästinenser) offiziell ausgeschlossen sind." Schahak gibt
dazu noch den Kommentar ab: "Ich vermute, die Juden der Vereinigten
Staaten oder Großbritanniens würden es als antisemitisch betrachten,
wenn Christen propagieren würden, daß die USA oder Britannien
Christliche Staaten' werden sollten welche nur Bürgern gehören,
die offiziell als Christen definiert sind."
Man ersieht daraus den weltweit einzigartigen Sonderstatus des Staates
Israel. Die Balfour-Deklaration hatte zwar noch eine andere Skizze für
die künftige Heimstatt der Juden entworfen Hier der Wortlaut des
Schreibens, das der britische Führer der Konservativen Partei am
2. November 1917 verfaßt hatte: "Lieber Lord Rothschild! Es
ist mir ein großes Vergnügen, Ihnen namens Seiner Majestät
Regierung die folgende Sympathieerklärung mit den jüdisch-zionistischen
Bestrebungen zu übermitteln, die dem Kabinett unterbreitet und von
ihm gebilligt worden ist.
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