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Kommunismus und Judaismus
Kommunismus: Israel hat keine Bollwerk Funktion
Jack Bernstein schreibt, es seine Irreführung der Medien, die die
Welt glauben mache, Israel sei ein Bollwerk gegen den Kommunismus. Wahr
sei vielmehr, daß Israel das einzige Land im Nahen Osten sei, welches
kommunistische Parteien erlaube; es gibt mehrere davon. Gerade die arabischen
Länder verböten hingegen kommunistischen Parteien, politisch
tätig zu sein (mit Ausnahme von Nordjemen). Etwa ein Drittel der
Knesset, also des israelischen Parlaments, gehöre zu einer von Israels
kommunistischen, sozialistischen oder anderen marxistisch orientierten
Parteien.
Die Verbindungen Israel-Rußland sind nur schon durch die Einwanderung
eng geknüpft. Bernstein und Schahak schreiben beide, daß die
überwiegende Mehrheit aller in Israel ansässigen Juden aus Polens
Ostgebieten, Weißrußland, der Ukraine und anderen russischen
Teilstaaten eingewandert ist. Selbst als die Sowjetunion noch kommunistische
Diktatur war, erlaubten ihre Führer Hunderttausenden von Juden (manche
sprechen gar von einer Million), nach Israel auszureisen, während
keine andere Bevölkerungsgruppe dieses Recht genoß. Auch jetzt,
nach dem Zusammenbruch des altenSowjetregimes, stellen die Russen das
größte Kontingent an Einwanderern. Sie sind so stark, daß
ihr Anführer Natan Scharanski eine Partei gründen konnte, die
Israel B'Alija, die sich als reine Sachwalterin der neu zugewanderten
Russen sieht und die auf Anhieb sieben Sitze in der Knesset gewann.
Kommunismus: weitere Informationen
Die neu zuziehenden russischen Juden sind materialistisch und überhaupt
nicht fromm. Viele von ihnen scheren sich keinen Deut um den Sabbat, und
ihre Metzger verkaufen zum Teil auch Schweinefleisch. "Israel ist
ihr gelobtes Land, nicht weil es das Land ihrer Väter ist, sondern
weil man dort gut leben kann", kommentiert der Spiegel.
Wenn der orthodox-religiöse Rabbi Benni Elon fordert, die Palästinenser
müßten freiwillig auf das Land verzichten, auf dem sie seit
Jahrhunderten lebten, und der Spiegel' ihn dann kritisch fragt, wie er
darauf komme, daß sie ihre angestammte Heimat einfach verlassen
sollten, antwortet Elon:
"Die entscheidende Frage ist doch: Wer hat die tieferen Wurzeln in
diesem Land, die Araber oder wir?" Eingedenk dessen, daß 80
bis 90 Prozent der israelischen Juden Aschkenasim sind, deren Vorfahren
niemals im Lande Palästina lebten und das Judentum, wie Bernstein
sagt, erst viele Jahrhunderte nach biblischer Zeit aus politischen Erwägungen
annahmen - dann erstaunt eigentlich, daß er, der gelehrte Rabbi,
sagen kann, "Ich kenne die Antwort auf diese Frage (nach den älteren
Wurzeln im Lande Palästina) auch nicht."
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