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Haschisch ­ das Ende
der Legende der Harmlosigkeit
(Teil 2/2)


 
 

Haschischrauchen schädigt die Lunge schlimmer, als es Tabak tut.
(Dr. Harries Rosenkrantz)

Dr. Rosenkrantz, Direktor der Abteilung für biochemische Pharmakologie des EG & G Mason Forschungsinstituts von Worcester, Massachusetts, untersuchte die Wirkungen, die Marihuana auf die Lungen hat. Fazit: Seine Versuchsratten wiesen in den ersten zwei Monaten des Haschischrauchens keine Lungenschäden auf. „Nach drei Monaten begannen wir jedoch ziemlich verblüffende Veränderungen festzustellen, und die Veränderungen wurde immer schlimmer, je länger die Raucheinwirkung gedauert hatte. Es lagen starke Lungenentzündungen vor, und die inneren Luftwege waren durch Gewebe-Detritus (Gewebetrümmer) verstopft ­ ein bedrohlicher Zustand, der zu vollständigem Lungenversagen führen kann, nicht nur bei der Ratte, sondern auch beim Menschen." Ein Monat im Leben einer Ratte entspricht übrigens zwei Jahren in einem Menschenleben.
Rosenkrantz: „Wir kamen zu dem Ergebnis, daß die Lungenschäden durch Potrauch schneller verursacht wurden und schlimmer waren als die Schäden durch Tabakrauch."
Dr. Dietrich Hoffmann von der American Health Foundation hatte denn auch herausgefunden, daß die Menge der Karzinogene (also der krebserzeugenden Stoffe) 'Benzanthren' und 'Benzpyren' im Marihuana 50 bis 100 Prozent höher war als im Rauch der filterlosen, stark teerhaltigen Zigaretten!
Marihuana und Haschisch haben auch eine verheerende Wirkung auf den Strömungswiderstand der Luft in den Lungen. Dieser Wert bestimmt, wie gut man Sauerstoff in den Körper aufnehmen kann und wie gut man das Kohlenmonoxid wieder ausatmet. Eine Studie zeigte, daß ein einziger Joint einen weit größeren Strömungswiderstand bewirkte als sechzehn Tabakzigaretten! Gegenüber Personen, die Nichtraucher sind, hat ein Potraucher einen um 25 Prozent erhöhten Strömungswiderstand ­ was laut den Wissenschaftlern eine sehr bedeutsame Steigerung darstellt, die zu schleimartigen Absonderungen und Verstopfungen, Reizungen und Entzündungen der größeren Luftwege führen kann. Besonders für Asthmatiker kann Haschischrauchen verheerende Wirkungen haben ­ entgegen dem, was gewisse Ärzte erzählen.
Dr. Forest S. Tennant, leitender Direktor des größten Drogenbehandlungsprogramms westlich des Mississippis, hatte 1968 in Würzburg (wo er stationiert war) mit seinem Pot-Forschungsprogramm begonnen. Mit der Aussicht auf Sonderurlaub schaffte er es, daß nicht nur Hasch-Raucher an seinem Forschungsprogramm mitmachten, sondern auch Nichtraucher, die er natürlich als Vergleichsgruppe brauchte. Die Untersuchung von kleinen Gewebescheibchen aus der Lunge zeigte, daß keiner der Nichtraucher irgendwelche Krankheitssymptome aufwies; daß ein Drittel der Nur-Zigaretten-Raucher chronischen Husten, atypische Zellen und squamöse Metaplasie-Zellen hatte. (Letzteres ist ein Vor-Krebsstadium. Der nächste Schritt können wilde Zellen sein ­ Krebszellen. Es mag Jahre dauern, bis dies geschieht. Squamöse Metaplasie ist jedoch ein sehr gefährlicher Zustand.)
Die Nur-Haschisch-Raucher wiesen zu 14 Prozent squamöse Metaplasie auf. Bei den Haschisch-plus-Zigarettenrauchern waren es, sage und schreibe, 91 Prozent! Die getesteten Soldaten waren im Durchschnitt 20 Jahre alt und fühlten sich gesund. Ganz offensichtlich aber waren ihre Lungen nicht stark genug, um dem Doppelangriff von Tabak und Haschisch oder Marihuana standzuhalten. Vom Untersuchungsergebnis waren sie allesamt entsetzt. Alle versicherten, nun das Haschischrauchen aufzugeben, und die meisten wollten auch mit den Zigaretten aufhören.
Dr. Tennant: „Wenn heute ein Kind mit vierzehn, fünfzehn Jahren beginnt, täglich Haschisch und Zigaretten zu rauchen, und das weiterhin tut, so wird er oder sie meiner Erfahrung nach im Alter von 25 bis 35 Jahren in großer Gefahr sein, Lungenkrebs zu bekommen. Beim starken Nur-Tabak-Raucher tritt dieses Risiko im Alter von 45 bis 55 Jahren auf."

Das Fortpflanzungssystem wird mehr als jedes andere System des Körpers durch Marihuana geschädigt. (Dr. Carol Grace Smith)

Dr. Ethel Sassenrath von der Universität Kalifornien fand heraus, daß Marihuana-Konsum jede Schwangerschaft zu einer Risikoschwangerschaft macht. Bei den Affen verlieren normalerweise 10 bis 12 Prozent der trächtigen Äffinnen ihre Frucht vorzeitig. Unter Haschisch-Einfluß waren es 44 Prozent! Sämtliche Suchtbabies waren ebenfalls süchtig beim Zeitpunkt der Geburt, und die Liste ihrer körperlichen Abnormitäten und Schwächen betrifft alle Organe. THC-Babies zeigten auffallende Ähnlichkeiten im Verhalten mit sogenannt hyperaktiven Kindern. Das Zentrum der amerikanischen Bundesregierung zur Überwachung von Krankheiten untersuchte menschliche Babies mit Geburtsfehlern und stellte ein dramatisches Auftreten von Herzabnormitäten bei Neugeborenen fest. Die Behörde stellte fest, daß die Steigerungsrate dieser Abnormität in verschiedenen Teilen des Landes exakt mit der Anwachsrate des Marihuana-Konsums übereinstimmte.
Dr. Carol Grace Smith, Pharmakologin auf dem Gebiet Fortpflanzung, gehört zu jenen Forschern, die am stärksten die Auswirkung von Marihuana und anderen Drogen auf das Fortpflanzungssystem untersuchten. Sie faßt ihre Bedenken hinsichtlich des Cannabis wie folgt zusammen: „Es gibt immer mehr Beweise dafür, daß das Fortpflanzungssystem mehr als jedes andere System des Körpers durch Marihuana geschädigt wird. Das Fortpflanzungssystem ist einzigartig, da es so viele verschiedene Kontrollmechanismen beinhaltet. Diese Schädigung ist ein lebenslanger, schleichender Prozeß. Erst wenn wir ein Baby haben wollen, stellen wir fest, daß dieses System Schaden genommen hat. Es kann einem das Herz brechen, wenn man die Chance versäumt hat, Mutter zu werden, weil man zuviel Hasch geraucht hat."
Die Auswirkungen auf die männliche Fruchtbarkeit sind mindestens ebenso gravierend. Dr. Issidores fand heraus, daß Cannabis offensichtlich die Reifung der Spermien beeinträchtigt. Dr. Wylie Hembree vom Columbia Presbyterian Medical Center ermittelte in einer Untersuchung, daß sich während der Hasch-Rauchperiode die Anzahl der Spermien in jedem Ejakulat um 40 Prozent verminderte, und daß die Spermien um 20 Prozent weniger beweglich waren. Alle anderen waren völlig passiv. Zudem war ein leichtes prozentuales Ansteigen abnormer Formen der Spermien feststellbar. Nachdem die Testpersonen das Haschrauchen eingestellt hatten, stellten sich nur sehr zögernd Normalisierungen wieder ein. Selbst nach drei Monaten waren sie in mancher Hinsicht noch immer anomal. Dr. Hembree: „Je geringer der Prozentsatz an normalen Spermien, desto wahrscheinlicher ist die Unfruchtbarkeit des Mannes, da die meisten mißgestalteten Spermien keine Eizellen befruchten."
Dr. Susan Dalterio, eine der maßgeblichen Marihuana-Forscher der USA, stellte fest, daß der Cannabis-Stoff THC die Testosteronmenge in den Föten herabsetzt. Die Folge könnte sein, daß männliche Abkömmlinge, wenn sie geboren werden, wie Mädchen aussehen und sich auch eher wie Mädchen verhalten als wie Jungen.
Versuchsmäuse, die selbst niemals THC bekommen hatten, außer durch ihre Mütter, bzw. die Muttermilch, zeigten ein sexuell völlig abnormes Verhalten. Anders als ihre Artgenossen waren die THC-Tiere sehr passiv, und die Hälfte von ihnen war überhaupt nicht in der Lage, die weiblichen Tiere zu begatten. In den nachfolgenden Versuchen zeigte sich, daß sich die Chromosomen in den Hoden der Mäuse nicht auf normale Weise teilten. Die Jungen dieser 'Hasch-Mäuse', die selbst niemals THC bekommen hatten, erzeugten zu mehr als 25 % niemals eine normale Schwangerschaft. Dalterio: „Wir untersuchten auch die Hoden dieser Mäuse, und auch sie hatten Chromosomen-Abnormitäten ­ die genauso schlimm waren wie die ihrer Väter!"
Die Wissenschaftlerin war von den Ergebnissen dermaßen überrascht, daß sie den Versuch ein zweites Mal durchführte ­ mit denselben Resultaten! Bei der zweiten Versuchsreihe kam jedoch hinzu, daß zwei der Söhne Nachkommen mit schweren Hirnschäden hatten ­ und sie hatten überhaupt keinen Schädel. Eine dieser Mäuse hatte außerdem einen offenen Rücken, und das Gedärm befand sich außerhalb des Körpers. Bei den vielen Tausenden von Föten, die die Forscherin während zehn Jahren untersucht hatte ­ Mäuse, die Alkohol und anderen Drogen ausgesetzt worden waren ­ hatte sie niemals so ernste Hirnschäden beobachtet. „Hier fand ich gleich zwei in einer einzigen Woche ­ bei Mäusen, die den Cannabinoiden nur durch ihre Großväter ausgesetzt gewesen waren!"

„Es sieht ganz so aus, daß Cannabinoide mutagen sind ­ d.h., daß Abnormitäten über Generationen weitervererbt werden." (Dr. Susan Dalterio, Marihuana-Forscherin)

Viele Ehe- und Sexberater erlebten, daß männliche Patienten, die viel Haschisch rauchten, sich nichts mehr aus Sex machten. Ein 20jähriger drückte es so aus: „Was soll das ganze Theater, wenn man durch einen Joint eine viel größere Befriedigung erhält?"
Dr. Robert Kolodny vom Forschungsinstitut für Fortpflanzungsbiologie in St. Louis hatte 500 Pot rauchende Männer zu ihrem Sexualverhalten befragt. „Generell verhielt es sich so, daß mit steigendem Konsum die sexuelle Aktivität sowie die Häufigkeit des Orgasmus nachließ." Eine indische Studie mit 1'238 männlichen Cannabis-Konsumenten hatte ähnliche Resultate ergeben. Dr. Smith stellte fest, daß der Cannabis-Rauschstoff THC die Produktion von Testosteron und anderen Hormonen, die die Geschlechtsorgane stimulieren, erheblich vermindert. Ja, er senkt sie „auf das Niveau eines kastrierten Tieres".
„Von allen Drogen", so Dr. Smith, „die wir untersucht haben, hatte keine so starke und langanhaltende Wirkungen auf diese Hormone wie THC."

 

 


Sprungbrett in die Tiefe?

Von Cannabis-Freunden wird vehement bestritten, daß Haschisch/Marihuana Einstiegsdrogen für 'härteres Geschütz' wie Heroin, Kokain oder LSD seien. Dr. Forest S. Tennant jr., renommierter US-Drogenforscher, bestätigt, daß keine Droge chemische Eigenschaften hätte, welche zu anderen Drogen verführten. „Doch beim Potkonsum (Marihuana/Haschischkonsum, die Red.)", schränkte er ein, „wie bei allen den Willen beeinträchtigenden Drogen, wächst die Toleranz: Das heißt, je länger man raucht, desto mehr und/oder stärkere Joints braucht man, um die gleiche Wirkung zu erreichen wie am Anfang. (...) Dazu kommt: Wenn man erst einmal mit Leuten zusammen ist, die Marihuana rauchen, wird einem ständig eine ganze Anzahl anderer Drogen angeboten. Wenn man nur vom Pot 'high' ist, wird das Urteilsvermögen beeinträchtigt, und man ist eher bereit, andere illegale Drogen auszuprobieren."

Jugend ohne Drogen - JA
Die Schweizer wollten keine 'Jugend ohne Drogen': 1997 sagten über zwei Drittel 'Nein' zu einer entsprechenden Volksinitiative.
Der Forscher fährt fort: „Eine Untersuchung aus dem Jahr 1981 erhärtet die Sprungbrettheorie, daß Pot dazu führt, andere Drogen zu nehmen. Weniger als ein Prozent derjenigen, die nie Marihuana rauchten, haben je Kokain oder Heroin genommen. Doch fast Dreiviertel derjenigen, die Pot wenigstens 1000mal konsumiert hatten, gingen zu Kokain über und ein Drittel zu Heroin." Von Drogenfachleuten wird allgemein gesagt, daß 'nur' etwa fünf Prozent der Cannabis-Konsumenten je heroinsüchtig würden. In der Schweiz gibt es laut dem Nachrichtenmagazin Facts rund 600'000 Menschen, die in ihrem Leben schon sporadisch oder regelmäßig Haschisch geraucht haben. Fünf Prozent wären also 30'000 Heroinsüchtige. Rund 32'000 Heroinabhängige gibt die Drogenstatistik für die Schweiz an! Zugegeben: Die 'Milchmädchenrechnung' mag zu stark vereinfachen ­ aber nur Zufall sind die Zahlen auch nicht.


„Haschisch schädigt das Immunsystem. 53 % der T-Lymphozyten waren nach 'Pot' außer Gefecht."
(Dr. Gabriel Nahas)

Dr. Gabriel Nahas, ein führender Medizin-Wissenschaftler Amerikas, hatte 307 wissenschaftliche Arbeiten verfaßt und stand mit einer langen Liste von Titeln und Eintragungen in den Büchern Wer ist wer in Amerika und Wer ist wer in der Welt. Er gehörte also durchaus zum Establishment. So war es für ihn eine ganz neue Erfahrung, Morddrohungen zu erhalten und von Presse und Fernsehen weitestgehend boykottiert zu werden, als er begann, die Auswirkungen von Haschisch/Marihuana auf das Immunsystem zu erforschen. Er fand heraus, daß sich die T-Lymphozyten, die 70 Prozent des Immunsystems ausmachen, nach Potrauch überraschend träge teilten. Ihr 'Kampfsystem' besteht aber gerade darin, daß sie sich angesichts eines in den Körper eindringenden Feindes mit großer Geschwindigkeit teilen. Die T-Lymphozyten von Haschrauchern waren zu 44 Prozent weniger in der Lage, fremde Substanzen zu bekämpfen als die T-Lymphozyten der Nicht-Potraucher mittleren Alters. Die Potraucher (durchschnittlich 22 Jahre alt) hatten so schwache, müde T-Lymphozyten wie alte Männer.
Doch auch die zweite Komponente des Immunsystems, B-Lymphozyten genannt, nahm unter dem Haschisch Schaden: Ihre Produktion wurde ganz erheblich herabgesetzt. Selbst fünf Wochen, nachdem die Versuchspersonen das Haschisch abgesetzt hatten, war die Antikörperproduktion noch immer genauso ausgeschaltet...
Den dritten Zelltyp des menschlichen Immunsystems nennt man neutrophile Leukozyten. Die Untersuchungen zeigten, daß keine dieser neutrophilen Leukozyten von Haschrauchern in Ordnung waren.
Das Ergebnis der Forschungen von Nahas und Issidores sagt also nicht weniger aus, als daß Haschisch/Marihuana nicht nur die Fähigkeit des menschlichen Immunsystems beeinträchtigt, einen körperfremden Eindringling zu erkennen, sondern daß der Körper auch nicht mehr in der Lage ist, den Eindringling zu bekämpfen ­ selbst wenn dieser aufgespürt worden ist.
Alle Marihuana-Studien des Immunsystems haben schädigende Wirkungen ergeben. Das bestätigt auch Dr. Heath, welcher Rhesusaffen drei bis fünf Monate lang mehrmals wöchentlich die Äquivalentmenge an Hasch-Rauch gab. Danach war ihre Abwehrkraft um 50 Prozent geringer als die der Kontrollaffen, die keinem Hasch-Rauch ausgesetzt worden waren. Kaninchen, Ratten, Meerschweinchen, Hunde ­ bei allen trat nach menschlichen Äquivalentmengen an Marihuana eine eindeutige Schädigung des Immunsystems auf. Andere Forscher injizierten eintausend Mäusen verschiedene Arten des Herpes Simplex Virus Typ 2 (der sogenannte 'Geschlechts-Typ' des Herpes). Eine Gruppe der Mäuse erhielt außerdem THC, während den Kontrolltieren natürlich nur das Herpes-Virus eingespritzt wurde. Das Ergebnis: Die Widerstandskraft des Immunsystems gegen Herpes war bei den THC-Mäusen im Verhältnis zu den Kontrollmäusen 100fach reduziert!
Als Peggy Mann Ende der Siebziger, anfangs der Achtziger Jahre für ihr Buch Hasch ­ Zerstörung einer Legende recherchierte, war die Immunschwächekrankheit AIDS noch unbekannt...
Zu den Legenden des Haschisch gehört, daß er die Gesundheit kaum beeinträchtige. Wie hatte das Schweizer Bundesgericht es 1991 ausgedrückt? „Cannabis kann nach dem derzeitigen Stand der Erkenntnisse auch in großen Mengen die Gesundheit vieler Menschen nicht in Gefahr bringen." Nun, die Erkenntnisse, die wir hier publizieren, lagen 1991 alle schon längst vor. Sie sind absolut wissenschaftlich gewonnen worden. Kaum jemand jedoch publiziert sie in den Medien. Zufall oder Absicht? Was von der angeblichen Harmlosigkeit des Haschisch auf die Gesundheit zu halten ist, belegt auch die Untersuchung von Dr. Donald McDonald, Präsident der Vereinigung der Kinderärzte Floridas. Er befragte 104 Jungen und Mädchen zwischen 12 und 18 Jahren von STRAIGHT, einem Rehabilitationszentrum für Drogenbefreite in St. Petersburg, Florida. Alle waren starke Marihuana- oder Haschischraucher gewesen, hatten aber 'kaum', wenn überhaupt, andere Drogen genommen. Bevor sie zu STRAIGHT kamen, hatten 85 Prozent der Jugendlichen Husten, 75 Prozent hatten gelegentlich Brustschmerzen. Andere waren wegen Kopfschmerzen, Beschwerden der Nasennebenhöhlen, Halsschmerzen, Laryngitis (Kehlkopfentzündung), und ständiger Müdigkeit häufige Gäste in den Arztpraxen. Die Ärzte hatten alle möglichen Behandlungen mit ihnen durchgeführt ­ ohne Erfolg. Als Dr. McDonald seine Befragung durchführte, waren alle Jugendlichen zwischen vier und zwölf Monaten drogenfrei, hatten aber ansonsten keinerlei Medikamente für ihre Beschwerden bekommen. Peggy Mann: „Einige von ihnen hatten noch immer Husten (besonders die Jugendlichen, die weiterhin Zigaretten rauchten), doch davon abgesehen waren alle anderen Krankheitszeichen verschwunden. 94 Prozent gaben an, daß sie sich gesundheitlich erheblich besser fühlten. Ein 12jähriger Junge meinte: 'Ich fühle mich durch und durch sauberer. Ich hab immer gedacht, Gras zu rauchen sei harmlos. Jetzt hab' ich das Gefühl, daß ich der Angeschmierte war."

Regelmässiger Haschisch-Konsum reduziert die Zahl der Chromosomen in den Zellen. (Dr. Akira Morishima)

Am 25. Januar 1974 gaben Dr. Gabriel Nahas und Dr. Akira Morishima einen Pressebericht heraus. Am nächsten Morgen war ihr Büro belagert von Zeitungs-, Rundfunk- und Fernsehreportern. Was hatte sie alle auf den Plan gerufen? Dr. Nahas bemühte sich, den Journalisten, die zumeist wissenschaftliche Laien waren, die Sache gut verständlich zu erklären: „Jede Zelle im Körper hat einen Kern (Nukleus). Mit Ausnahme der Fortpflanzungszellen ­ Spermien und Eier ­ hat jeder Kern im menschlichen Körper 46 Chromosomen ­ oder sollte sie jedenfalls haben." Dr. Morishima fuhrt fort: „Ich sah mir viele tausend Zellen an, und ich zählte alle ihre Chromosomen. Die Zellen stammten von gesunden jungen männlichen Potrauchern, die keine anderen Drogen konsumierten. Wir haben das sehr sorgfältig anhand von Blut- und Urintests überprüft, bevor wir sie für die Studie akzeptierten. Sie hatten durchschnittlich vier Jahre lang Pot geraucht, und der Konsum schwankte zwischen 2 Joints pro Woche bis zu l Joint pro Tag. Die Ergebnisse all meiner Zählerei? Wir stellten fest, daß durchschnittlich ein Drittel der Zellen weniger als die normale Chromosomenzahl hatte."
Er nahm ein Stück Kreide und schrieb die Zahl '46' an die Tafel. „Wie wir schon sagten, dieses ist die normale Chromosomenzahl beim Menschen. Einfache Bakterien haben 1 Chromosom, Mais hat 20, Frösche 26."
Dann schrieb er mit Kreide '20-30' an die Tafel. „Ein Drittel der Zellen der Wochenend-Potraucher hatten diese Chromosomenzahl ­ etwa so viele wie man sie bei Fröschen vorfindet."
„Wie sah es nun bei denen aus, die täglich einen Joint rauchten?" Morishima schrieb zwei weitere Zahlen an die Tafel: '12-5'.
Er wandte sich wieder an die Reporter. „Hier steigt die Anzahl der abnormen Zellen weiter an ­ einschließlich der, die nur 12 bis 5 Chromosomen enthalten." Dann fügte er hinzu: „Das bedeutet natürlich, daß ihre Zellen weit weniger als die normale Menge an DNS und RNS enthielten, und, wie es ein Zellbiologe ausdrückte, 'diese kleinen Buchstaben überwachen alle Lebensvorgänge'."
Morishima: „In den 20 Jahren, in denen ich menschliche Zellen untersucht habe, habe ich niemals irgend eine andere Droge erlebt, einschließlich Heroin, die ähnlich schlimme DNS-Schäden hervorgerufen hat wie Marihuana."
An jenem Abend hörten die beiden Wissenschafter die Nachrichten im Fernsehen an ­ ihre DNS-Entdeckungen wurden nicht erwähnt. Einige Zeitungen brachten die Geschichte winzig klein auf der letzten Seite. Die Berichte waren so verfaßt, daß der normale Leser wohl kaum die Bedeutung der Studien erkennen konnte.
„Es sieht so aus", meinte Nahas zu Morishima, „daß die Marihuana-Geschichte, die eigentlich Schlagzeilen machen müßte, noch immer als 'Top Secret' behandelt wird."
Heute, fünfundzwanzig Jahre nach diesen erschütternden wissenschaftlichen Entdeckungen, werden diese als Schnee von gestern abgetan und immer mehr Länder tolerieren stillschweigend, daß ein Teil der Bevölkerung Haschisch konsumiert. In der Schweiz beispielsweise nahm der Haschischkonsum unter Leuten zwischen 15 und 39 Jahren in den Jahren 1992 bis 1997 markant zu. 1992 gaben 16,3 Prozent der Bevölkerung in jener Altersklasse an, schon Haschisch konsumiert zu haben ­ 1997 waren es bereits 26,7 Prozent! Demnächst soll Haschisch nicht nur in der Schweiz legalisiert werden. Alle Forschungen, die bezeugen, wie immens schädlich es auf den Körper wirkt ­ und nicht nur auf den eigenen, sondern auch auf das Erbgut der Kinder und Kindeskinder ­ werden seltsamerweise totgeschwiegen.
Könnte es sein, daß diese Droge manchen Leuten unheimlich gut ins Konzept paßt? Weil sie bei stetem Konsum erstens den Willen lähmt, zweitens lethargisch und antriebslos macht, drittens die Fortpflanzungsfähigkeit drastisch reduziert, viertens das Immunsystem lahmlegt und so viel anfälliger für Krankheit und frühen Tod (z.B. Krebs, Aids?) macht ­ und, nebenbei, auch die Chromosomenzahl eines großen Teils der Zellen auf das Niveau von Fröschen und noch tiefer reduziert?
Wie sagte einmal ein Heroinabhängiger zum Drogenforscher Olaf Koob? „Der Unterschied zwischen Heroin und Haschisch ist der: Der Heroinabhängige merkt seinen Zustand noch, der Haschisch Rauchende bald nicht mehr."

Willkommen, schöne neue Welt! *

- Teil 1:




- Teil 2:
 

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