Von
J. Harmening und Gabriela Haas
Viele Wissenschaftler und Forscher werden Ihnen sagen, daß Ihr
Körper einer ständigen Belagerung ausgesetzt ist und daß sich
der Feind als Freund tarnt. Wie beim Trojanischen Pferd verbergen
sich viele gefährliche Invasoren in Ihren Körperpflegeprodukten
und dringen unbemerkt in die Festung Ihres Körpers ein. Mit
jedem Duschbad, jeder Haarwäsche, jedem Eincremen und bei jeder
Verwendung von Lippenstift und Kosmetik sowie von Toilettenartikeln
und Haushaltsprodukten wie Feuchthaltetüchern und Reinigungsmitteln
gelangen schädliche Stoffe über die Haut in unseren Körper und
schädigen diesen über kurz oder lang.

Der Arzt und Forscher Prof.
Dr. Samuel Epstein, Vorsitzender der ‚Cancer Prevention Coalition'
(CPC - auf Deutsch: Vereinigung zur Krebsverhütung) und Autor
von Lehrbüchern wie z.B. The Safe Shopper's Bible (Die Bibel
für gefahrloses Einkaufen), sagte: "Die giftigen Inhaltsstoffe
in den Konsumgütern stehen auf der Liste der vermeidbaren Risikofaktoren
ganz weit oben". Trotz der Gefahren, die von diesen Inhaltsstoffen
ausgehen, werden sie weiterhin zur Herstellung von Körperpflegeprodukten
und Haushaltsprodukten verwendet. Während einer Diskussionsrunde
zum FDA-Reform-Gesetz erklärte der Senator von Massachusetts,
Edward M. Kennedy am 10. September 1997:
"Die Kosmetikindustrie hat sich ein paar Bausteine aus dem Spielzeugkasten
der Tabakindustrie ausgeliehen und zieht ihren Profit der öffentlichen
Gesundheit vor." Kennedy sagte weiter: "Eine von dem angesehenen,
unparteiischen ‚General Accounting Office' durchgeführte Untersuchung
hat ergeben, daß mehr als 125 der zur Herstellung von Kosmetika
verwendeten Inhaltsstoffe im Verdacht stehen, krebsfördernde
Eigenschaften zu besitzen. Andere Kosmetika können sich nachteilig
auf das Nervensystem auswirken und Schüttelkrämpfe hervorrufen.
Andere Inhaltsstoffe wiederum werden als Grund für angeborene
Schäden verantwortlich gemacht. Eine sorgfältig überwachte Studie
hat ergeben, daß jede 60. Kosmetik-Benutzerin eine durch Kosmetikartikel
ausgelöste Schädigung davongetragen hat, die von einem Arzt
als solche diagnostiziert wurde."
Warum werden diese schädlichen Inhaltsstoffe trotz dieser bekannten
und schockierenden Untersuchungsergebnisse verwendet? Zum einen,
weil sie relativ billig sind und die Illusion eines gesundheitsfördernden
Produktes vermitteln. Ein weiterer Grund ist die Tatsache, daß
die Genehmigung mancher Inhaltsstoffe noch aus einer Zeit stammt,
als viele die Haut als eine sichere Barriere betrachteten, durch
die giftige Stoffe nicht in den Körper gelangen können. Daß
dies ein großer Irrtum war, kann jeder durch einen einfachen
Versuch nachvollziehen: Binden Sie zerriebenen Knoblauch für
eine halbe Stunde unter Ihre Fußsolen, und Sie werden aus dem
Mund riechen, als hätten Sie einen ganzen Eimer davon gegessen!
"Die US-Regierung verabschiedete 1938 den ‚Federal Food, Drug
and Cosmetic Act' (etwa: Bundesgesetz über Ernährung, Arzneimittel
und Kosmetika), in welchem eine legale Definition für Kosmetikartikel
festgelegt wurde. Kosmetika sind demnach Artikel, die "zur Reinigung,
Verschönerung, Aufwertung der Attraktivität oder Veränderung
des äußeren Erscheinungsbildes" dienen. In dieser Definition
wird ein Kosmetikartikel "im Hinblick auf dessen beabsichtigten
Zweck und nicht im Hinblick auf dessen Inhaltsstoffe, aus denen
er sich zusammensetzt" definiert.
2 Obwohl die ‚Food & Drug Administration' Kosmetikartikel
zwar klassifiziert, werden diese von ihr jedoch unglaublicherweise
nicht reguliert. Wie in einem Dokument auf der Homepage dieser
Behörde (http:/vm.cfsan.fda.gov/~dms/cos-hdb1.htlm) nachgelesen
werden kann, "darf ein Kosmetikhersteller jeden beliebigen Inhaltsstoff
oder jedes beliebige Rohmaterial verwenden und das Endprodukt
ohne Zustimmung der Regierung auf den Markt bringen und vertreiben".
3 Nicht zuletzt trägt auch die mangelhafte Aufklärung
der Verbraucher dazu bei, daß man heutzutage in fast allen im
Handel erhältlichen Körperpflegeprodukten gesundheitsgefährliche
Inhaltsstoffe findet, Inhaltsstoffe, die teilweise aus Behältern
stammen, vollgepflastert mit Warnetiketten und ‚Totenkopf-Symbolen'
(nachzulesen in vielen Ausgaben des ‚ÖKO-TEST-Magazins'). Wer
kennt sich schon so gut in Chemie oder Biochemie aus, daß er
die Liste der Inhaltsstoffe auf seinen Körperpflegeprodukten
richtig versteht? Edward M. Kennedy führte dazu aus: "Und doch
verlangt diese habgierige Industrie, daß der Kongreß verhindert,
daß das amerikanische Volk von diesem Tatbestand erfährt. Jede
Frau, die Gesichtscreme, Haarspray, Lippenstift, Shampoo, Wimperntusche
oder Puder benutzt, sollte verlangen, daß dieses überhebliche
und unverantwortliche, von der Industrie inszenierte Machtgerangel
unterbunden wird."
4 Diese Tatsachen gelten leider weltweit. Selbst bei
Pflegeprodukten für Kinder und Babys schreckt man nicht vor
der Verwendung von aggressiven und potentiell gesundheitsgefährdenden
Stoffen zurück. In Pflegetüchern befinden sich zum Beispiel
Stoffe wie Paraffinum Liquidum,
die aus Erdöl gewonnen werden. Dieser Inhaltsstoff legt sich
wie ein Film über die Haut und behindert den normalen Regulationsmechanismus.
Über die Haut dringt er teilweise in den Körper ein und kann
sich in Leber, Niere und Lymphknoten anreichern.
Wie verhält es sich beispielsweise mit dem Inhaltsstoff Tetrasodium
Edta? Es ist ein Feuchthaltemittel, verhindert das
Verderben der Tücher und ist als Konservierungsmittel nicht
erlaubt. Die Windeldermatitis, eine bekannte Hautreizung im
Windelbereich, ist eine Folge dieses Stoffes.
Schlagzeilen machen mittlerweile auch die in den meisten Zahncremes
verwendeten Fluoride, nachdem
durchsickerte, daß in mehreren Versuchen deren krebserregendes
Potential nachgewiesen wurde.
5 Daraufhin wurden in Belgien sämtliche Fluorid beinhaltenden
Zahnpasten aus dem Verkehr gezogen und verboten. Dr. John R.
Lee, ehemaliger Vorsitzender des ‚Environmental Health Committee'
(etwa: Ausschuß zu Umweltfragen) des regionalen Medizinverbandes
von Marin County, Kalifornien, erklärt zu diesem Thema: "[Fluorid]
ist ein giftiges, von unterschiedlichen Industriezweigen erzeugtes
Abfallprodukt; zum Beispiel entsteht es bei der Herstellung
von Glas, von Phosphatdüngern und bei vielen anderen Produktionsvorgängen.
Die Industrie sah sich vollkommen außerstande, all diese Tonnen
von Fluorid-Abfall zu entsorgen - jedenfalls solange es keine
zweckmäßige Verwendung für dieses Produkt gab. Also hat sich
jemand dieses Märchen einfallen lassen, daß Fluorid gut und
gesund für die Zähne sein soll. Auf diese Weise schicken sie
das Zeug auf die Reise durch den menschlichen Körper, der es
schließlich ausscheidet; somit gelangt es in die Abwässer"
6 Dr. Burk vom NCI erklärt: "Zusammenfassend läßt
sich feststellen, daß es so scheint, als ob künstliche Fluorierung
- nach fünfzehn- bis zwanzigjähriger Anwendung - die Ursache
von ca. zwanzig bis dreissig zusätzlichen Krebstoten pro 100.000
Menschen jährlich ist."
7 Dieser Artikel soll Ihnen daher helfen, sich im Dschungel
der Inhaltsstoffe zurechtzufinden und Alternativen kennen zu
lernen, so daß Sie danach die wichtigsten bedenklichen oder
gesundheitsschädlichen Inhaltsstoffe erkennen und meiden können.
Hier einige Produktkategorien, in denen die nachfolgend aufgeführten,
potentiell gesundheitsgefährdenden Inhaltsstoffe enthalten sein
können: Mundwasser, Zahnpasta, Shampoo, Conditioner, Rasierschaum/
-gel, Deodorant, Duschgel, Seife, Hautcreme, Getönte Tagescreme
und Make Up. Einige Beispiele für potentiell gesundheitsgefährdende
Inhaltsstoffe sind:
a-Hydroxysäure
Dabei handelt es sich um eine organische Säure, die durch anaerobe
Atmung entsteht. Hautpflegeprodukte mit a-Hydroxysäure greifen
nicht nur die Hautzellen an, sondern auch den Schutzmantel der
Haut. Langfristige Hautschäden können die Folge sein.
Aluminium
(z.B. Aluminium Chlorohydrate). Ein metallisches Element, welches
als Bestandteil von schweißhemmenden Mitteln (z.B. Deodorants),
säurewidrigen Mitteln und Antiseptika verwendet wird. Auf die
Haut aufgebracht, verschließt Aluminium die Poren und unterbindet
so die Schweißbildung. Die natürliche Entgiftung der Haut wird
verhindert. Aluminium dringt über die Haut in den Blutkreislauf.
Aluminium wird mit der Alzheimer-Krankheit und mit Brustkrebs
in Verbindung gebracht.
Collagen
Ein unlösliches Faserprotein, das wegen seiner Größe nicht in
die Haut eindringen kann. Das Collagen, das man in den meisten
Hautpflegeprodukten findet, wird aus Tierhäuten und zermahlenen
Hühnerfüßen gewonnen. Die Substanz legt sich wie ein Film über
die Haut und kann sie dadurch ersticken.
Diethanolamine (DEA)
Auch: Cocamide (Cocamid) DEA, Lauramide (Lauramid) DEA). Ein
farbloser oder kristalliner Alkohol, welcher in Lösungsmitteln,
Emulgatoren und Reinigungsmitteln Anwendung findet. DEA wirkt
als Weichmacher in Körperlotionen oder als Feuchthaltemittel
in Hautpflegeprodukten. Falls diese DEA´s zusammen mit Nitraten
verarbeitet werden, reagieren diese chemisch miteinander und
führen möglicherweise zu krebserzeugenden Nitrosaminen. Neueste
Studien zeigen krebserzeugendes Potential, auch ohne Nitratverbindungen.
8 DEA´s sind unter anderem auch Haut-und Schleimhautreizend.
Dem DEA sehr ähnlich sind noch andere, häufig verwendete Ethanolamine,
wie Triethanolamine (TEA) und Monoethanolamine (MEA).
Diethylphthalat
Wird zur Vergällung von Alkohol eingesetzt. Es wird von der
Haut aufgenommen und beeinflußt ihren Schutzmechanismus. Phthalate
stehen im Verdacht, Leber, Nieren und Fortpflanzungsorgane zu
schädigen und außerdem wie ein Hormon zu wirken. 9
Elastin mit hoher relativer
Molekülmasse
Ein ähnliches Protein wie das Collagen und Hauptbestandteil
elastischer Fasern. Elastin wird auch aus Tierteilen gewonnen.
Die Wirkung auf die Haut ist vergleichbar mit der des Collagens.
Fluoride
Fluorid ist ein biologisch nicht abbaubares Umweltgift und ein
industriell erzeugtes Abfallprodukt, das von der amerikanischen
Environmental Protection Agency (etwa: Amt für Umweltschutz)
offiziell als Giftstoff klassifiziert worden ist. Dr. Dean Burk
vom National Cancer Institut (Nationalen Krebsinstitut) sagt:
"Fluorid verursacht häufiger und schneller Krebs beim Menschen
als jede andere chemische Substanz." 10 In Belgien wurden
alle Fluorid enthaltenen Zahncremes verboten!
Formaldehyd/ -abspalter
z.B. Bronidox, Bronopol, Diazolidinyl-Harnstoff, Diazolidinyl-Urea,
DMDM Hydantoin, Imidazolidinyl-Harnstoff, Imidazolidinyl-Urea,
2-Bromo-2-Nitropropane-1,3-Diol, 2,4-Imiazolidinedione, 5-Bromo-5-Nitro1,3-Dioxane).
Ein farbloses, giftiges Gas - ein Reizstoff und Krebserreger.
In Kombination mit Wasser findet Formaldehyd als Desinfektionsmittel,
als Fixierungsmittel oder Konservierungsmittel Verwendung. Formaldehyd
ist in vielen kosmetischen Produkten und vor allem in herkömmlichen
Nagelpflegesystemen enthalten. Schon in geringen Mengen reizt
dieser krebsverdächtige Stoff Schleimhäute und kann Allergien
auslösen. Zudem läßt er die Haut altern. 11
Kaolin Ein feiner
weißer Ton, der zur Porzellanherstellung verwendet wird. Ähnlich
wie Bentonit erstickt und schwächt Kaolin die Haut.
Lanolin Eine aus
Wolle gewonnene fettige Substanz, als Sensibilisator bekannt,
die häufig Bestandteil von Kosmetika und Lotionen ist. Die Haut
kann manchmal allergisch auf Lanolin reagieren, z.B. mit Hautausschlägen.
1988 stieß man bei Untersuchungen von Lanolin-Proben auf an
die 16 Pestizide. 12
Mineralöl
Paraffinöl - z.B.: Paraffinum Liquidum).
Ein Rohöl- (Petroleum-) Derivat, das industriell als Schneidflüssigkeit
und Schmieröl genutzt wird. Mineralöl bildet einen öligen Film
auf der Haut. So werden Feuchtigkeit, Toxine und Abfallstoffe
eingeschlossen und die normale Hautatmung unterbunden, weil
der Sauerstoff nicht in die Haut eindringen kann.
Oxybenzon Verbirgt
sich auch hinter dem Namen Benzophenone-3. Lichtschutzfilter,
der als starker Allergieauslöser bekannt ist. 13
Parfüm - meist Nitro- und
Polyzyklonische Moschusverbindungen
Diese synthetischen Parfümstoffe haben sich teilweise in Tierversuchen
als krebserregend oder erbgutverändernd erwiesen. Diese Stoffe
reichern sich in der Umwelt und im Körper an und können sogar
in der Muttermilch nachgewiesen werden. 14
PEG (Polyethylenglykol) /
PEG-Derivate
z.B. Copolyol, Polyglykol, Polysorbate, das sind Stoffe, die
"PEG" oder die Buchstaben "eth" in Verbindung mit einer Zahl
enthalten, z.B. Ceteareth-33) Polyethylenglykole und deren Abkömmlinge
können die Haut durchlässiger machen und Schadstoffe in den
Körper einschleusen. Zur Herstellung wird Ethylenoxid eingesetzt;
Ethylenoxid ist ein sehr reaktiver Stoff und potentiell krebserregend.
15
Petrolatum (Vaseline)
Ein Fett auf Petroleumbasis, industriell als Schmiermittel genutzt.
Die meisten der möglicherweise schädlichen Eigenschaften von
Petrolatum decken sich mit denen des Mineralöls.
Propylenglycol
(Propylene Glykol). Eine kosmetische Form des Mineralöls, die
man aber auch in automatischer Brems- und Hydraulikflüssigkeit
sowie in industriellen Frostschutzmitteln findet. In Haut- und
Haarpflegeprodukten wirkt Propylenglykol als Feuchthaltemittel,
d.h. der Feuchtigkeitsgehalt von Haut oder kosmetischen Produkten
bleibt aufrechterhalten, weil Propylenglykol das Entweichen
von Feuchtigkeit oder Wasser verhindert. Werkstoff-Sicherheitsdatenblätter
warnen die Benutzer vor Hautkontakt mit Propylenglykol, da es
die Haut stark reizt (Kotaktdermatitis) und zu Leberanomalien
und Nierenschäden führen kann. 16
Sodium Fluoride
Wurden als potentiell krebserregend identifiziert.
Sodium-lauryl-sulfat
(auf Deutsch: Natriumlaurylsulfat). Scharfes Reinigungs- und
Netzmittel, das in Garagenbodenreinigern, Maschinenentfettern
und Produkten zur Autowäsche vorkommt. Es wird in nahezu allen
Reinigungsprodukten als Schaumbildner eingesetzt. Sodium-lauryl-sulfat
gilt unter Wissenschaftlern als häufiges Hautallergen. Es wird
schnell von Augen, Gehirn, Herz und Leber absorbiert und dort
angelagert, was zu Langzeitschäden führen kann. Allgemein kann
Sodium-lauryl-sulfat Heilungsprozesse verzögern, bei Erwachsenen
grauen Star verursachen und bei Kindern dazu führen, daß sich
die Augen nicht richtig entwickeln. 17
Sodium-laureth-sulfat
(auf Deutsch: Natriumlaurylethersulfat). Sodium-laureth-sulfat
ist die alkoholische (ethoxylierte) Form des Sodium-lauryl-sulfats.
Während des Ethoxylierungs-Prozesses entsteht die äußerst schädliche
Verbindung 1,4-Dioxan. 1,4-Dioxan war einer der Hauptbestandteile
des chemischen Entlaubungsmittels "Agent Orange", welches während
des Vietnamkrieges eingesetzt worden war. 1,4-Dioxan ist eine
Substanz, die den Hormonhaushalt stört; zudem steht sie in dem
Verdacht, Hauptauslöser zahlreicher Krebserkrankungen zu sein.
Ebenso ist diese Substanz dem Hormon Östrogen sehr ähnlich und
man vermutet, daß es die Wahrscheinlichkeit für Brustkrebs und
Endometriumkarzinom, streßbedingte Erkrankungen und für eine
reduzierte Spermienproduktion erhöht. 18
Sonnenschutzfilter
z.B.: 4-MBC (4-Methylbenzylidencampher), OMC (Octyl-methoxycinnamat),
Bp-3 (Benzophenon-3). Bp-3 ist in den Verdacht geraten, wie
das weibliche Hormon Östrogen zu wirken. UV-Filter sind inzwischen
in menschlicher Muttermilch und im Körper von Fischen nachweisbar.
In Testreihen wuchsen Brustkrebszellen, auf die fünf verschiedene
UV-Filter aufgebracht wurden (Untersuchungen des Instituts für
Pharmakologie und Toxikologie der Universität Zürich). 19
Talc (Talk)
Ein weicher, gräulich grüner Mineralstoff. Das Einatmen von
Talk kann schädlich sein, da diese Substanz als schwerer Krebserreger
bekannt ist. Talk gilt weitgehend als Hauptauslöser für Eierstockkrebs.
20
Tierfett (Talg)
Eine bestimmte Art Tiergewebe, bestehend aus ölhaltigen Feststoffen
oder Halbfeststoffen. Diese sind wasserunlösliche Ester von
Glycerol und Fettsäuren. Tierfett und Lauge sind die Hauptbestandteile
eines Seifenstücks, einem Reinigungs- und Emulgationsmittel,
das wahrscheinlich beste Brutbedingungen für Bakterien bietet.
Da die meisten unter uns seit Jahren Pflegeprodukte und Kosmetik
mit diesen potentiell gesundheitsgefährdenden Inhaltsstoffen
verwenden und sich nur wenige darüber beklagen, stellt sich
die Frage: Sind diese Inhaltstoffe wirklich so gefährlich, und
wie schnell wirken sie? Die Antwort fällt je nach Inhaltsstoff
und verwendeter Menge ebenso unterschiedlich aus, wie bei jedem
einzelnen Menschen, da jeder Mensch anders ist und dementsprechend
anders reagieren kann. Bei manchem empfindlichen Menschen können
schon bei einmaligem Hautkontakt allergische Reaktionen auftreten.
Die Folgen von anderen gesundheitsschädlichen Inhaltsstoffen
sind hingegen erst nach vielen Jahren nachweisbar. Im ‚Öko-Test'
(Nr. 06/01)war daher bezüglich Shampoos die Empfehlung zu lesen:
"Wer zu Hause Shampoo hat, das Krebs erregende oder -verdächtige
Bestandteile hat, sollte es wegwerfen. Enthält es allergisierende
Stoffe, kann das Produkt aufgebraucht werden, doch besteht die
Gefahr, daß die Toleranzschwelle für solche Substanzen überschritten
wird". Bei anderen Körperpflegeprodukten (inklusive Kosmetik)
sowie Haushaltreinigungsprodukten kann die gleiche Empfehlung
gegeben werden. Führende Toxikologen, wie der Nobelpreisträger
Dr. Samuel Epstein, wiesen dies in unzähligen Versuchen nach.
Leider verpflichtet der Gesetzgeber die Produzenten von Haushaltreinigungsprodukten
nicht, die Inhaltsstoffe auszuweisen. Daher tappen die Verbraucher
bei diesen Produkten völlig im Dunklen.
Aus diesem Grund listen wir für Sie hier nochmals die potentiell
krebserregenden oder - verdächtigen Inhaltsstoffe auf:
· Aluminium (Deodorants!),
· Diethanolamine (DEA) (Körperlotions, Hautpflegeprodukte),
· Fluoride (Zahnpasten),
· Formaldehyd/ -abspalter (beispielsweise Bronidox, Bronopol,
Diazolidinyl-Harnstoff, Diazolidinyl-Urea, DMDM Hydantoin, Imidazolidinyl-Harnstoff,
Imidazolidinyl-Urea, 2-Bromo-2-Nitropropane-1,3-Diol, 2,4-Imiazolidinedione,
5-Bromo-5-Nitro1,3-Dioxane) in Nagelpflegemitteln,
· Parfüm - meist Nitro- und Polyzyklonische Moschusverbindungen,
· PEG (Polyethylenglykol)/PEG-Derivate (z.B. Copolyol, Polyglykol,
Polysorbate, das sind Stoffe, die "PEG" oder die Buchstaben
"eth" in Verbindung mit einer Zahl enthalten, z.B. Ceteareth-33),
· Sodium Fluoride,
· Sodium-laureth-sulfat (auf Deutsch: Natriumlaurylethersulfat),
· Sonnenschutzfilter,
· Talc (Talk)
Doch es geht auch anders. Lesen
Sie hier, welche Hersteller von Körperpflege-Produkten auf all
diese schädlichen Inhaltsstoffe verzichten.
Quellen: 1 Phillip Day : Krebs, Stahl, Strahl, Chemo
& Co: Vom langen Ende eines Schauermärchens, Credence Publications,
Seite 108
2 Samuel S. Epstein und Richard D. Grundy : Consumer
Health and Product Hazards/Cosmetic Drugs, Pestizides, Food
Additives, Band 2 der Legislation of Product Safety,
MIT Press, 1974.
3 wie 1, Phillip Day...
4 Die Dienststelle von Senator Kennedy zitiert diese
Erklärung unter http:/www.senate.gov/~kennedy/statements/970910fda.htlm.
5 National Toxicology Program 1990, National Cancer
Institute, HHS Fluoride Report 2/91
6 http://www.thewinds.org
7 wie 6
8 Epstein, Samuel S.: The Politics of Cancer Revisited,
9 Öko-Test, Heft 06/2001
10 d'Raye, Tonita und National Toxicology Program 1990,
National Cancer Institute, HHS Fluoride Report 2/91.
11 Öko-Test, Heft 06/01
12 Veröffentlichung der National Academy of Sciences,
NRC, 1993, Seite 313.
13 Öko-Test, Heft 06/2001
14 Öko-Test, Heft 04/97
15 Öko-Test, Heft 06/01
16 Judi Vance: "Beauty to Die For"
17 Öko-Test, Heft 06/01
18 Steinman, D. & Samuel S. Epstein: The Safe Shopper's
Bible
19Natur & Kosmos Juni 2001
20Steinman, D. & Samuel S. Epstein: The Safe Shopper's
Bible, Seite 259.