Von Benjamin Seiler
Das amerikanische Volk ist mit der Wiederwahl von Präsident
Bush so zerrissen wie selten zuvor in seiner Geschichte. Ebenso
gespalten ist das Bild der USA im Rest der Welt. Die Solidarität
und mitfühlende Freundschaft, welche die internationale Völkergemeinschaft
Amerika im Nachhall des 11. Septembers entgegenbrachte, sind
bis auf wenige Ausnahmen verpufft. Wo die westliche Welt einst
geeint hinter den USA stand, haben sich Bestürzung, Unverständnis
und Zorn breitgemacht. Schuld daran sind unter anderem zwei
Kriege, welche die mächtigste Nation auf Erden unter Vorspiegelung
falscher Beweggründe vom Zaun gerissen hat.
Blutiges Öl
Der Krieg in Afghanistan war angeblich die Antwort auf
den 11. September. Das Taliban-Regime, welches die Terrorgruppe
Al-Kaida beschützte, sollte ausgeschaltet und der Kopf von Osama
bin Laden Präsident Bush vor die Füße gelegt werden. Angeblich.
Tatsache ist jedoch, daß am 11. Juli 2001 hohe Beamte
des
US-Außenministeriums in Berlin mit Geheimdienstleuten aus Rußland
und Pakistan zusammentrafen, und diese über einen für den Oktober
2001 geplanten US-Militärschlag in Afghanistan informierten
- zwei Monate vor dem 11. September! Begründet wurde
die geplante Invasion denn auch nicht mit dem ‚Krieg gegen den
Terror', sondern mit dem Wunsch, das Taliban-Regime gegen eine
Regierung auszuwechseln. In den Neunziger Jahren hatten die
Taliban nämlich mit Unocal Oil Company einen Vertrag unterzeichnet,
der den Bau einer Ölpipeline von Kasachstan durch Afghanistan
und Pakistan zum Indischen Ozean vorsah. Doch obwohl die Taliban
amerikanisches Geld gerne angenommen hatten - Außenminister
Colin Powell ließ den Mullahs noch am 8. Mai 2001 43 Millionen
Dollar zukommen - widersetzten sie sich wiederholt der geplanten
Pipeline. Afghanistans neuer Präsident Karzai, ehemaliger Angestellter
einer amerikanischen Ölfirma, war dann noch kein Tag im Amt,
als er auch schon den Bau der Pipeline in Auftrag gab.
Der Krieg im Irak wurde nicht wegen vermeintlicher Massenvernichtungswaffen
geführt, oder weil Saddam (nicht zu beweisende) Verbindungen
zur Al-Kaida gehabt hätte. Das weiß die Welt inzwischen. Paul
O'Neill, der von Bush gefeuerte Finanzminister, behauptet in
seinem Buch ‚Der Preis der Loyalität' (The Price of Loyalty),
die neokonservative Kabale, welche die Außenpolitik des Weißen
Hauses bestimmt, habe schon zehn Tage nach der Wahl von Präsident
Bush damit begonnen, einen Angriffskrieg gegen den Irak zu planen.
Dabei hätten sie nur auf einen Vorwand gewartet, um sich die
riesigen irakischen Ölfelder unter den Nagel zu reißen.
Ausserdem war Saddam Hussein der israelischen Regierung schon
immer ein Dorn im Auge gewesen. Beobachter in Washington betonen,
daß die ‚Sicherheit Israels' eine mindestens ebenso hohe Priorität
für den Angriffskrieg der USA gehabt habe wie die amerikanischen
Ölinteressen.
Diese sind inzwischen mehr als gesichert. Bevor der amerikanische
Zivilverwalter Paul Bremer Ende Juni 2004 die Macht an die Iraker
zurückgab, erließ er die als "100 Bremer orders" bezeichneten
Gesetze, welche den Ausverkauf der irakischen Wirtschaft garantieren
sollen: 200 Staatskonzerne müssen privatisiert werden und dürfen
zu 100 Prozent in ausländische - sprich amerikanische - Hände
gelangen. Staatsbanken dürfen zur Hälfte von ausländischen Investoren
übernommen werden. Ausländische Firmen können sämtlichen Profit
aus dem Irak abziehen, müssen also nicht im Land investieren.
Mit einem Wort: modernes Raubrittertum. Wie stark der im Ölgeschäft
reich gewordene Bush-Clan die Staatspolitik mit den Interessen
gewisser Wirtschaftskreise vermischt, zeigt sich nicht nur an
den Milliardenaufträgen, die Halliburton, Vizepräsident Cheneys
ehemalige Firma, ohne öffentliche Ausschreibungen vom Pentagon
zugeschanzt erhielt. Spätestens seit Michael Moores Dokumentarfilm
Fahrenheit 9/11 weiß die Welt außerdem um die einstmals engen
Geschäftsbeziehungen der Bush-Familie zum saudischen Bin Laden-Clan.
Und wie Bush senior über Carlyle direkt am Krieg mitverdient.
Der Titel von Moores erfolgreichem Dokumentarfilm erinnert an
den 1953 publizierten Science Fiction Klassiker Fahrenheit 451
des amerikanischen Autors Ray Bradbury. Er entwirft einen zukünftigen,
totalitären Staat, wo die Feuerwehr nicht Brände löschen, sondern
Bücher aller Art verbrennen muß. Das Lesen ist nämlich in diesem
Land verboten.
Der ‚patriotische' Polizeistaat
Von der Fiktion zur Realität im heutigen Amerika. Episoden,
die sich so und ähnlich seit dem 11. September immer häufiger
in den USA ereignet haben: Jemandes Freund mit arabischem Namen
wird verhaftet und verschwindet für Wochen, ohne vor ein Gericht
gestellt zu werden. Jemand anders kennt eine Lehrerin, welche
im Unterricht die Verfassung der Vereinigten Staaten besprach
- und zensuriert wurde. Ein Schüler erhält aufgrund seiner im
Klassenzimmer geäußerten politischen Ansichten Besuch vom FBI.
Möglich macht's der Patriot Act, jenes infame, 350 Seiten
dicke Regelwerk, das nur 45 Tage nach dem elften September durch
den Kongreß gepeitscht wurde. Gelesen hatte es praktisch keiner
der Abgeordneten.
Der Patriot Act II zog die Schlinge noch enger zu. Im Paragraph
403 wird dort der Begriff ‚Massenvernichtungswaffen' wie folgt
definiert: "Jegliche Handlung, welche den amerikanischen Binnenhandel
oder Export stört " - Damit könnte das Engagement für Greenpeace
zu einer terroristischen Handlung werden…
Der amerikanische Kongreßabgeordnete Ron Paul schrieb im August
2004 in einer Kolumne: "Nur eine totalitäre Gesellschaft würde
die absolute Sicherheit als erstrebenswertes Ideal bezeichnen,
denn das würde die absolute Kontrolle über das Leben ihrer Bürger
bedeuten. Freiheit lässt sich nicht über Sicherheit definieren.
Freiheit mißt sich daran, wie gut die Bürger ohne Einmischung
der Regierung ihr Leben führen können."
Wenn Präsident Bush protestierende Kriegsgegner als unpatriotisch
diffamiert, sollte er sich zu Herzen nehmen, was sein Vorgänger
Dwight D. Eisenhower einst sagte: "Ohne langwierige und gar
hitzige Debatten über Ideen und politische Programme würde eine
freie Regierung dahinwelken. Aber wenn wir uns erlauben, jede
Person oder politische Partei, die unseren Überzeugungen widerspricht,
automatisch für böse oder hinterhältig zu halten, dann nähern
wir uns wirklich mit Riesenschritten dem Ende auf der Strasse
der Freiheit."
Genau das wollen immer mehr Amerikaner verhindern. Ende August
2004 hatten bereits über 250 Gemeinden und Bezirke (darunter
die Stadt Philadelphia) in 28 Bundesstaaten - sowie zwei ganze
Gliedstaaten - Resolutionen verfaßt, worin sie den Patriot Act
als verfassungswidrig bezeichnen oder den lokalen Strafverfolgungsbehörden
sogar explizit verbieten, mit den Bundesbehörden zusammenzuarbeiten.
Dennoch wurde Präsident Bush wiedergewählt - zum Schrecken großer
Teile der restlichen Welt. 85 Prozent der Briten hätten Bush
zurück nach Texas geschickt, und das Schweizer Nachrichtenmagazin
Facts umschrieb die Befindlichkeit der alten Welt nach dem 3.
November 2004 auf dem Titelblatt mit den Worten: "Europas Alptraum".
Angst zerfrißt die Seele
Das können viele Amerikaner nicht verstehen. Denn sie leben
tatsächlich in einer anderen Welt. In einer Welt voller Angst.
In der Ausgabe vom 5. November 2004 des deutschen Magazins Der
Spiegel schrieb Jody Biehl über ihre Landsleute: "Es sieht so
aus, als sei sich zu fürchten das einzige, was die Amerikaner
in diesen Tagen wollen. Sie saugen die Angst auf wie Muttermilch,
klammern sich an die Religion und suchen Zuflucht im Aberglauben.
Sie wollen hören, daß Osama Bin Laden in den Büschen lauert,
um sich unvermittelt auf sie zu stürzen und daß Iran der nächste
Irak wird." Daß sich die Angst im Herzen der einst großartigsten
Nation auf Erden breitmacht, kommt nicht von ungefähr.
Die USA weisen die höchste Rate von mit Handfeuerwaffen verübten
Verbrechen auf. Schuld daran nicht etwa die Waffenvernarrtheit
der Amerikaner, wie sogar Dokumentarfilmer Michael Moore mit
seinem Film Bowling for Columbine erkennen mußte. Kanadas
Verbrechensstatistiken sind nämlich weit tiefer, obwohl die
Kanadier pro Kopf mehr Schußwaffen besitzen. Sie fühlen sich
im Gegensatz zu den Amerikanern sicher - weil sie kein amerikanisches
Fernsehen schauen. Moore kommt zum Schluß, daß die von sensationslüsternen
Gewaltdarstellungen besessenen US-Medien das amerikanische Volk
tagtäglich mit einem weltweit einzigartigen Cocktail berieseln,
der Angst und Paranoia auslöst. Und wer Angst hat, greift bekanntlich
schneller zur Waffe.
Diese unterschwellige Angst kommt Bush in seinem ‚Krieg gegen
den Terror' sehr gelegen. Denn wer sich fürchtet, sehnt sich
nach einer starken, schützenden Hand. Mit ihren - oft widersprüchlichen
- Terrorwarnungen von ‚Code Red', Code Orange' und dergleichen
spielte die US-Regierung gerade auch im Wahlkampf auf der emotionalen
Klaviatur eines verunsicherten Volkes. Daß Bin Ladens Videobotschaft
vom "blutigen Terror auf US-Boden, der den 11. September weit
in den Schatten stellen wird", nur vier Tage vor der Präsidentenwahl
publik wurde, paßt ins Bild.
Spiegel-Autorin Jody Biehl brachte es auf den Punkt: "Bushs
Regierung - und die amerikanische Medien - haben diese Angst
gemästet wie einen Truthahn zu Thanksgiving. So etwas gibt es
nicht in Europa - obwohl es auch von terroristischen Bombenanschlägen
und Entführungen betroffen war."
Wir Europäer sind betroffen von der Einseitigkeit der US-Medien,
die oft an Manipulation grenzt. Murdochs regierungstreuer TV-Sender
Fox News ist das beste Beispiel. Über vieles und wichtiges,
was in der Welt vor sich geht, weiß der Durchschnittsamerikaner
nicht Bescheid, weil es ihm nicht gesagt wird.
Katherine Graham, die verstorbene, ehemalige Herausgeberin der
Washington Post, bemerkte einst: "Wir leben in einer schmutzigen
und gefährlichen Welt. Es gibt einige Dinge, welche die Öffentlichkeit
nicht wissen muss, und auch nicht wissen soll. Ich glaube, daß
die Demokratie aufblüht, wenn die Regierung legitime Schritte
unternehmen kann, um ihre Geheimnisse zu wahren, und wenn die
Presse entscheiden kann, ob sie auch publizieren will, was sie
weiss."
Präsident Bush applaudiert und nimmt dabei gerne in Kauf, daß
seine Landsleute nicht informiert sind. Noch kurz vor der Wahl
glaubten nämlich 40 Prozent der befragten Amerikaner, es gäbe
nachgewiesene Verbindungen zwischen Al Kaida und dem Irak. Jeder
dritte war noch immer überzeugt, Saddam Hussein hätte den elften
September persönlich geplant. Eine Umfrage, welche die Universität
von Maryland just vor den Wahlen unter Bush-Anhängern durchführte,
ergab, daß fast drei Viertel bekräftigen, der Irak habe Massenvernichtungsmittel
besessen...
Gottes Wort in Bushs Ohr
Trotz mangelnder Informationsvermittlung durch die US-Presse
scheint wenigstens die Kommunikation zwischen dem amerikanischen
Präsidenten und dem Allmächtigen ungestört. Am 26. Juni 2003
zitierte die israelische Zeitung Ha'aretz Bush mit den Worten:
"Gott befahl mir, Al Kaida anzugreifen, und ich griff sie an.
Dann befahl er mir, Saddam anzugreifen, was ich tat, und jetzt
will ich das Problem im Nahen Osten lösen."
George Bush wurde auch wiedergewählt, weil ihm 70 Millionen
fundamentalistische Christen ihre Stimme liehen. Wie sie ist
er ein ‚wiedergeborener Christ'. Deshalb vertrauen sie ihrem
Präsidenten, sagte er doch vier Monate vor der Wahl während
einer Veranstaltung vor Amish Farmern: "Ich glaube, daß Gott
durch mich spricht."
Damit befindet sich George Bush übrigens in guter Gesellschaft
mit unzähligen islamistischen Fundamentalisten, die Brandreden
gegen das "dekadente Amerika" halten. Und die Welt findet sich
so am Abgrund eines von Internationalisten vielbeschworenen
‚Kampfes der Kulturen' wieder. Der bekehrte, ehemalige Alkoholiker
George Bush hatte schon seinen Vater in den Präsidentensessel
gehievt, weil er die christlichen Fundamentalisten aus dem amerikanischen
‚Bibelgürtel' hinter sich hatte. Er selbst schaffte es nun erstmals
auch ohne die Hilfe des Obersten Gerichtshofes.
Diese strenggläubigen Christen glauben an die göttliche Mission
von George Bush. Dummerweise glauben sie auch an Armageddon,
jenen apokalyptischen Weltenbrand, der dem Zweiten Kommen von
Jesus Christus vorangehen soll. Entfacht werden muß Armageddon
in Israel - aber erst, nachdem der Tempel Salomos wieder anstelle
der Al Aksa-Moschee auf dem Jerusalemer Tempelberg errichtet
worden ist. Deshalb unterstützen diese Christen den Staat Israel
vorbehaltlos.
Das wiederum nützen die kriegstreibenden, zionistischen Lehnstuhlfalken
in der Bush-Regierung schamlos aus (Paul Wolfowitz, Douglas
Feith etc.), ebenso wie die in den USA beinahe allmächtige Israellobby.
Der unabhängige Präsidentschaftskandidat Ralph Nader sagte während
einer Washingtoner Wahlveranstaltung vom 29. Juni 2004: "Die
Tage, an denen der oberste Puppenspieler aus Israel [Ariel Sharon]
die Vereinigten Staaten besucht, um mit der Marionette im Weißen
Haus zusammenzutreffen und mit den Hunderten von anderen Marionetten
auf Capitol Hill, sollten ersetzt werden. Das ganze Washingtoner
Puppentheater sollte ausgewechselt werden."
Wen wundert's, daß die zionistische Anti-Diffamierungs-Liga
Nader dafür öffentlich als üblen Antisemiten brandmarkte.
Wer Israel kritisiert, so die Begründung, kann gar nichts anderes
sein als ein Judenhasser.
Da gab sich ‚der mächtigste Mann der Welt' einen Monat zuvor
weit staatsmännischer, auch wenn er dabei das Pferd vom Schwanz
aufzäumte: Im Mai 2004 sprach Präsident Bush der mächtigsten
zionistischen Lobby-Organisation ein dickes Lob aus, als er
öffentlich verkündete, das American Israel Public Affairs
Committee >AIPAC würde "der Sache Amerikas dienen".
Nation der Nationen
Dienen ist ein Schlüsselwort dieses neuen Zeitalters, in welchem
Amerika eine führende Rolle spielen wird und auch soll. Amerikas
Erbe ist so reich wie kein zweites - es trägt die ganze Welt
in sich. Aus allen vier Himmelsrichtungen strömten die Menschen
früher herbei, ihr Herz voller Hoffnung auf ein neues, freies
Leben. Lady Liberty, das Symbol der Freiheit vor dem New Yorker
Hafen überstrahlte einst einen ganzen Kontinent. Sie steht noch
immer da, die Fackel in Händen, auch wenn viele ihrer Kinder
die Vision aus den Augen verloren. Amerika ist eine Nation der
Nationen, einzigartig und groß. Eine Nation, die dabei ist,
die Ideale der Freiheit mit Füssen zu treten - ganz egal, welch
wohlklingende Worte ihre Führer auch in den Mund nehmen mögen.
Dennoch hat die amerikanische Seele Kraft genug, um diesen fremden
Einfluß abzuschütteln, weil das Herz des durchschnittlichen
Amerikaners offen und gut ist - aller eingeimpften Angst und
natürlichen Naivität zum Trotz.
Und das hat paradoxerweise sogar die Bestätigung von Präsident
Bush im Präsidentenamt gezeigt: Die Menschen wählten Werte,
keine Phrasen. Sie sehnen sich nach Moral und glauben, daß der
bodenständige Bush diese besser verkörpert als der intellektuelle
Großstädter Kerry. Die Ankündigung des Präsidenten, die gleichgeschlechtliche
Ehe verbieten lassen zu wollen, hatte konservative Wähler in
dieser Überzeugung bestärkt. Und das ist grundsätzlich kein
schlechtes Zeichen.
Gerade weil Amerika seiner Vision zu entgleiten droht, ist es
die Aufgabe von uns Menschen im Rest der Welt, das Gute im amerikanischen
Volk zu sehen, und es nicht mit der gegenwärtigen Regierung
gleichzusetzen. Bestärken wir Amerika darin, sein wahres, inneres
Potential endlich zu entwickeln - damit wir der Bruderschaft
aller Menschen einen Schritt näher kommen!
Noch immer ruft uns Präsident John F. Kennedy über Generationen
hinweg zu: "Und so, meine amerikanischen Mitbürger: Fragt nicht,
was euer Land für euch tun kann; fragt, was ihr für euer Land
tun könnt… Meine Mitbürger in der ganzen Welt: Fragt nicht,
was Amerika für euch tun wird, sondern was wir GEMEINSAM für
die Freiheit der Menschen tun können."