Von Benjamin Seiler
Selamat Gajun, liebe Leser! Das ist Sirianisch und heißt
"Seid eins". Selamat Gajun! Selamat Kasijaram - Seid
eins und seid gesegnet in Liebe und Freude!
Ja, ich habe einen Abendkurs an der Volkshochschule besucht
und eine Fremdsprache erlernt, die vielleicht bald das Englische
als Weltsprache ablösen wird. Dann nämlich, wenn unsere galaktischen
Brüder ihre millionenstarke Raumflotte sichtbar machen und auf
Erden den "Ersten Kontakt" und damit das "Zweite Kommen" einleiten
werden. Das Kommando führen die Pleijadier und die Sirianer
- ergo mein Fremdsprachenkurs.
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Astrale
Schattenelt:
Zwielicht herrscht, lockend und abstossend zugleich.
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Weit mehr Mühe bereitet mir indes der in der ganzen Galaxie
verbreitete Maya-Kalender. Ein kleines Beispiel, und Sie verstehen
vielleicht, was ich meine: 11 Cimi, 9 Zip, 1 Caban -
welches Datum ist das? Doch tatsächlich der 13. September 2005!
An diesem Tag nämlich hatte die "Galaktische Föderation" eine
ihrer zahlreichen Channeling-Botschaften an die bedürftige Menschheit
gegeben - auch an mich. Dabei mußte ich erst noch verdauen,
was die Raum-kommandanten mir am 4 Cauac, 2 Zip, 1 Caban
(dem 6. September 2005) enthüllten: Selamit Jarin! sagten
sie, seid gegrüßt! Und dann offenbarten sie mir die nahe Zukunft
der Erde. Jetzt weiß ich, wie sich Johannes auf Patmos gefühlt
haben muß. Apokalypsen sind eben schwer zu verdauen - vor allem,
wenn man sie wie ich auf nüchternen Magen genießt. So soll der
Durchmesser unseres Planeten um knapp 200 Kilometer schrumpfen,
was gewaltige Lava-Ausflüsse zur Folge habe (Mutti, du hattest
recht:
Abmagerungskuren sind gefährlich!). Dafür würden sich die versunkenen
Kontinente Atlantis und Lemuria wieder aus ihrem nassen Grab
erheben - das übrigens ein interessanter Hinweis für weitsichtige
Grundstücksmakler. Dummerweise werden die Polkappen schmelzen
und längst ausgestorbene Tierarten wieder die Erdoberfläche
bevölkern (weil mehr Sauerstoff in der Atmosphäre sein wird
und die Erde sich schneller dreht). Unbedarfte Spaziergänge
in der freien Natur sind dann wohl kaum anzuraten - wer weiß,
vielleicht begegnet man hinter dem nächsten Maisfeld plötzlich
einem hungrigen Tyrannosaurus Rex.
Selbst die Aussicht auf ein globales, angenehm subtropisches
Klima hilft mir jetzt nicht mehr, zu entspannen. Meine armen
Nerven verlangen nach etwas anderem - nach einem Whiskey, um
genau zu sein. Ah, brennt das Zeug!
Vergessen wir Europa. Vergessen wir Amerika. Vergessen wir Asien.
Wir werden das Antlitz dieser Kontinente nicht mehr erkennen
- obwohl, es soll ja angeblich ganz schön werden. Faszinierendes
Neuland für Reisebüros, würde ich sagen. Den Mond übrigens,
den wird's auch nicht mehr geben. Überflüssig geworden ist er,
hat sein Pensionsalter längst überschritten. Aus, fertig. Ein
Kick in die unendlichen Weiten des Universums, und weg ist er.
Mittlerweile ist mein Whiskeyglas ebenso leer wie die künftige
Mondumlaufbahn und ich überlege mir ernsthaft den Ausstieg.
Ich meine einen richtig globalen Ausstieg, wie ihn nur die NASA
bieten kann. Warum bewerbe ich mich nicht einfach für die Besiedelung
einer Marskolonie? So könnte ich die apokalyptischen Veränderungen
auf Erden in sicherer Entfernung an mir vorüberziehen lassen,
während ich die rote Marserde harke. Obwohl - eines ärgert mich
bei diesem Gedanken maßlos: Daß ich im Abendkurs die falsche
galaktische Fremdsprache gelernt habe! Selamat Gajun! Selamat
Kasijaram! - Fürwahr!
Der Wolf im Schafspelz
Im Ernst: Channeling-Medien schießen wie Pilze aus dem Sumpf
einer manchmal arg vernebelten Esoterikszene. Was einige von
sich geben, bringt Leute mit gesundem Menschenverstand oft zum
Lachen. Und das ist gut. Nicht etwa, weil man über andere Menschen
lachen sollte, sondern weil die Schatten der Astralwelt nichts
so sehr hassen, als wenn sie nicht ernst genommen werden. Ein
Schatten ist ein Nichts. Deshalb muß er sich mit Blendwerk umgeben,
wenn er Aufmerksamkeit will. Wir Menschen kaufen uns im Internet
billige Doktorwürden oder bei Konsul Weyer teure Adelstitel.
Mangels irdischem Bakschisch schmückt sich ein Bewohner der
astralen Schattenreiche eben mit himmlischen Titeln. Das klingt
dann etwa so: Licht sei mit dir - ICH BIN Erzengel Michael -
ich bin Commander Kroton von der Galaktischen Föderation - ich
bin Ela vom Arkturus… und ich bin Benjamin vom Planeten Terra!
Gut, ich geb's ja zu. Letzteres klingt nicht ganz so erhaben
wie Ashtar Sheran oder Sananda. Ich müßte noch etwas an meiner
persönlichen Corporate Identity feilen. Wie wär's mit
Sri Benjaminanda - nee, das klingt irgendwie zu indisch.
Wohlklingende Namen, wir wissen es längst, sagen nichts über
den Charakter eines Menschen aus, besonders dann, wenn sie gar
nicht echt sind. In den trüben Tümpeln der feinstofflichen Astralwelt
gibt es weder ein galaktisches Gesetz, das die Benutzung unrechtmäßiger
Namen verbietet, noch ein himmlisches Amt, welches Verstöße
dagegen mit Bußgeld belegt.
Solange sich die ahnungslosen Menschen hinters Licht führen
lassen, werden sich Schatten immer wieder als Lichtwesen ausgeben.
Dem unter Umständen hellsichtigen Channeling-Medium mögen sie
tatsächlich als ein solches erscheinen, weil auch die Schatten
jede Erscheinungsform annehmen können - der berühmte Wolf im
Schafspelz eben. Astrale Schatten sind zwar durchaus in der
Lage, dem Hellsichtigen die feinstoffliche Illusion eines "Aufgestiegenen
Meisters Saint Germain" zu projizieren - eines können sie indes
nicht: ihre Schwingung verändern. Der echte Saint Germain ist
ein so hoch entwickeltes Wesen voller Liebe (und Autorität!),
daß seine Gegenwart immer von einer ganz bestimmten, herrlichen
Energie begleitet wird. Diese Schwingungsqualität kann von niemandem
imitiert werden, und ein als "Saint Germain" getarnter astraler
Schatten bleibt so nichts weiter als eine hohle Maske.
Die Marienerscheinungen von Fatima und anderswo haben gezeigt,
daß die Menschen durchaus in der Lage sind, die unglaubliche
geistige Strahlkraft eines "himmlischen Boten" zu empfinden:
Man sinkt unwillkürlich in Demut auf die Knie, beginnt vielleicht
vor Ergriffenheit zu weinen - ganz bestimmt aber hat in Fatima
niemand eine hitzige Diskussion mit Mutter Maria begonnen. So
etwas wäre undenkbar, weil die Energie eines aufgestiegenen
Wesens von solcher Kraft ist, daß sich unser kleines menschliches
Ego lieber verkriecht.
Was, liebe Leser, halten Sie also von einem "Lord Buddha", der
mit dem Channeling-Medium Candace Frieze heftig über die Protestbewegung
der Blumenkinder debattiert und als angeblicher "Herr der Welt"
und "Kopf der Geistigen Hierarchie" lamentiert, daß die Menschen
viel zu wenig demonstrieren würden? (Nebenbei bemerkt: Die Position
des Herrn der Welt ist das höchste kosmische Amt für diesen
Planeten, und repräsentiert den ersten Strahl des Willens Gottes.
Das Amt des Buddha hingegen repräsentiert die erhabenste Stellung
für den zweiten Strahl der Weisheit/Erleuchtung Gottes - ein
Buddha kann also niemals gleichzeitig Herr der Welt sein.) Nun,
die diskussionsfreudige Candace Frieze sieht sich eben auf (beinahe)
gleicher Stufe mit "Lord Buddha", und hält mit ihrer hohen Meinung
von sich selbst nicht zurück: "ICH BIN ein Aufgestiegener Meister
von meinem Heimatplaneten Myrua von Alcyone [den Pleijaden]
und eine Christusseele."
Glücklicherweise hat Gott jeden Menschen in weiser Voraussicht
nicht nur mit einem empfindenden Herzen ausgestattet, sondern
auch mit einem gesunden Menschenverstand (der manchen Zeitgenossen
zeitweilig auf dem Weg abhanden gekommen scheint). Benutzen
wir also beides, um die Fallstricke der astralen Maya (Sanskrit
für: Illusion) zu meiden. Glauben wir denn nicht, daß die Gegenwart
eines himmlischen Wesens uns - wie vor zwei Jahrtausenden die
Hirten auf einem Feld in Palästina - mit solch echter und natürlicher
Ehrfurcht erfüllen würde, daß nichts uns ferner läge, als beispielsweise
den Aufgestiegenen Meister Saint Germain keck mit "unser Lavendelbursche"
zu titulieren, wie das eines seiner diversen angeblichen "Sprachrohre"
unlängst getan hat.
Ganz besonders für die Welt der Medien und Hellseher gilt: Es
ist nicht alles Gold, was glänzt. Hellsichtige Menschen, die
sich bloß auf ihr Drittes Auge verlassen, können deshalb manchmal
leichter getäuscht werden als jemand ohne "übersinnliche" Fähigkeiten
- gerade, weil sie vom astralen Blendwerk, das sie wahrzunehmen
vermögen, so abgelenkt werden, daß sie die im Grunde üble Schwingung
gar nicht mehr bemerken.
Von Himmel und Hölle
Alles Gute kommt von oben, sagt man. Und alles Schlechte? Von
unten? In gewisser Weise schon. Wenn wir unter dem Begriff "oben"
die höheren himmlischen Sphären verstehen, so steht "unten"
für die niedrig(er) schwingenden feinstofflichen Ebenen. Der
echte "Himmel" umfaßt die ätherischen Sphären der jenseitigen
Welt. Sie sind nicht nur die Heimat der echten Aufgestiegenen
Meister und jener "Götter", welche die Geistige Hierarchie dieses
Planeten bilden, sondern auch aller Menschen, die nicht länger
an das Rad der physischen Wiedergeburt gebunden sind, weil sie
die Lektionen auf Erden gelernt haben - oder wie es in der Bibel
steht: "Wer überwindet, den werde ich im Tempel meines Gottes
zu einer Säule machen, und er wird nie mehr hinausgehen"
(Offenbarung 3:12).
Mensch und Erde sind sich in vielen Dingen ähnlich - auch was
ihre Körper betrifft. Sie beide besitzen sieben Körper oder
Sphären, welche auf verschiedenen Schwingungsebenen pulsieren
und sich gegenseitig durchdringen. Die niedrigste Sphäre der
Erde ist ihr grobstofflicher Planetenkörper. Doch es gibt weitere
(unsichtbare) Sphären, die - Zwiebelringen gleich - zum Einflußgebiet
dieses Planeten gehören, beispielsweise die erwähnten "himmlischen"
Sphären der ätherischen Welt. Da ist aber auch die Astralsphäre,
welche nur ein Wimpernschlag über der physischen Ebene pulsiert.
Sie ist die Welt der Engel und Naturgeister, und als solche
so nah an unserer irdischen Ebene wie keine Sphäre sonst. Das
macht Sinn, muß der Mensch doch lernen, wieder "Hand in Hand"
mit den Engeln und den Naturwesen zu gehen. Weil die Daseinsebene
der Engel und Naturwesen fast identisch schwingt wie unsere
grobstoffliche Welt, ist es relativ leicht, aus dem Menschenreich
in ihre Welt hineinzureichen. Deshalb sind unsere Märchen voll
von Zwergen, Elfen, Feen, Kobolden und anderem "kleinem Volk".
Deshalb auch haben viele kleine Kinder eine nach Meinung der
Eltern "zu rege Fantasie" und sehen diese putzigen und zierlichen
Wesen.
Im Klartext: Bereits geringste "mediale" Fähigkeiten reichen
aus, um sich in die Astralwelt einzuklinken. Die Tatsache, daß
jemand medial veranlagt ist, sagt deshalb überhaupt nichts über
den geistigen Entwicklungsgrad aus. Es kann einfach sein, daß
man sich in früheren Leben intensiv um mediale Fähigkeiten bemüht
hat, weil das einem sehr wichtig war. Und so hat man eben diese
Veranlagung genährt. Manchmal sogar kommen Medien zu ihrem Job
wie die sprichwörtliche Jungfrau zum Kind: Ein bekanntes Medium
wurde beispielsweise zum "himmlischen Sprachrohr" erweckt, nachdem
es vom Pferd auf den Kopf gefallen war. Heftige Stürze oder
auch schlimme emotionale Schocks können nämlich das feinstoffliche
Äthergewebe eines sensiblen Menschen zerreißen und somit eine
offene Tür für die Astralwelt schaffen. Doch davon später mehr.
Dieser leichte Zugang zur Astralsphäre stellt heute ein großes
Problem dar. Einst unvorstellbar schön, ist sie in weiten Teilen
zu einer üblen und gefährlichen Kloake verkommen. Alle unvollkommen
Gedanken- und Gefühlsmuster, welche die Menschen Tag für Tag
freisetzen, sind unerlöste Energie, die sich ihrer niederen
Schwingung wegen im Astralreich ansammeln. Dort "stinkt's" heute
wie in einem Becken voller Klärschlamm. Um den Planeten Erde
wabert buchstäblich eine feinstoffliche Brühe übelster Couleur.
Wenn nun also ein medial veranlagter Mensch sich einfach den
feinstofflichen Welten öffnet - gleichsam den Stöpsel aus der
Wanne zieht - was fließt dann am leichtesten in sein Bewußtsein?
Genau - die astrale Kloake. Dies verhindern kann nur, wer sich
zu schützen weiß, und sein Wesen ausreichend geistig verfeinert
hat.
(…)
Der vollständige Artikel erklärt ausführlich, was es mit Diskarnierten,
der Kommunikation mit ‚Verstorbenen' und Entitäten auf sich
hat, und woran man sie erkennen kann. Das Phänomen der Besessenheit
oder ‚Schizoprenie' wird ebenso erklärt wie das sogenannte NESARA-Projekt
genau unter die Lupe genommen - und Fakt von Fiktion getrennt.
Sie finden diesen Artikel in der gedruckten Ausgabe
Nr. 48 (bitte hier klicken).