Die Heiler aus der Tiefe: Wissenschaftliche Erkenntnisse belegen die Behauptung antiker Sagen, daß der Delphin dem Menschen ebenbürtig ist – vielleicht sogar überlegen.
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- Teil 3:

Die Heiler aus der Tiefe: vermögen wahre Wunder zu vollbringen, wenn es gilt, psychisch kranke Menschen zu heilen.
Die Heiler aus der Tiefe: Kein Wesen, das bisher erschaffen wurde, ist göttlicher als die Delphine ... (Oppian vor ca. 2000 Jahren)

Die Heiler aus der Tiefe (Teil 3/3)

Dobbs ist Wissenschafter, ihm geht es nicht in erster Linie um Spaß und einzigartige Erlebnisse. Er will herausfinden, wie man psychisch kranken Menschen am besten mit der Delphin–Energie helfen kann, wie er sich ausdrückt. Deshalb hat er überhaupt kein Verständnis für Delphinarien, wo man gegen eine Handvoll Dollars für einige Minuten auf einem Delphin reiten kann. Alleine die vier Delphinarien in den USA verdienen damit jedes Jahr 2,2 Millionen Dollar.
"Ich bin ganz und gar dagegen, daß Delphine in Gefangenschaft gehalten werden. Egal, unter welchen Umständen und zu welchem Zweck. Meist geht es ja sowieso nur ums Vergnügen und ums Geld." Der Grund für die kompromißlose Haltung des Delphin–Meisters liegt im cerebralen Cortex, dem Gehirn der Delphine. "Nur der Mensch hat ein ähnlich großes Gehirn wie die Delphine. Unser Cortex gibt uns hohe Fähigkeiten für ästhetische Erfahrungen wie Musik, Kunst und Kultur. Die Delphine haben diese feineren Dinge des Lebens nicht. Ich glaube, sie nutzen ihre hohe Entwicklung, um sich zu freuen, wie die Sonne scheint und die Wellen rollen, sie erfreuen sich an den verschiedenen Geräuschen im Meer, der ständig wechselnden Wassertemperatur und des vielfältigen Lebens darin. Sie leben ganz im Augenblick.
Ich glaube auch, daß ein so komplexes Gehirn nicht nur besondere Fähigkeiten, sondern auch besonders hohe Bedürfnisse hat. So müssen wir Menschen uns mit kulturellen Dingen umgeben.
Auch der Delphin hat ein solches Bedürfnis. Bei ihm jedoch ist es ein Bedürfnis nach Freiheit, uneingeschränkter Freiheit.
Die Natur ist ein Prinzip der Integration und der Vielfältigkeit, sie liebt die Variation. In einem Pool versagt man den Delphinen jegliche Stimulation und Reize, die sie im offenen Meer erhalten würden. Sie sind gefangen in einem kleinen Nichts. Auch eine abgesperrte Meeresbucht wie in Eilat am Roten Meer bleibt ein Gefängnis. Für Tiere, die in Freiheit von einem Pol zum anderen schwimmen, wie dies die Wale tun, ist eine solche Gefangenschaft wie eine jahrelange Folter in einer Dunkelzelle."
Und wenn Delphine zum Wohl des Menschen gefangen gehalten werden? Schließlich weiß man von Fällen, wo autistische und sogar mongoloide Kinder wundersame Wandlungen durch Delphine in Gefangenschaft erlebten.
"Auch dann nicht. Der Preis ist zu hoch. Die wahre Delphin–Erfahrung ist, zu wissen, daß die Delphine nicht da sein können. Und wenn sie doch da sind, ist es, weil sie es so wollen – und nicht wir. Das lehrt einen Demut, die wir Menschen so leicht vergessen.
Jeder einzelne Delphin in Gefangenschaft ist ein Delphin zuviel. Sie sind individuelle Wesen wie wir." Genau da liegt vermutlich ein Geheimnis ihrer Heilkraft verborgen: Delphine nehmen jeden Menschen als eigenständige Persönlichkeit wahr und geben ihm damit das Gefühl, etwas Spezielles und Wertvolles zu sein. Depressive Menschen jedoch sind genau daran erkrankt, denn sie halten sich für wertlos und überflüssig.
"Die Delphine lehren uns, glücklich zu sein und das Leben zu genießen. Alles, was man tut, sollte man mit Freude machen", verkündet Dobbs an seinen Workshops, die er konsequent nur noch 'Playshops' nennt.
"Man muß überhaupt nichts besitzen, um glücklich zu sein. Das haben mich die Delphine gelehrt. Im Gegenteil, je mehr man besitzt, desto schwieriger scheint es, glücklich zu bleiben. Menschen, die sehr viel besitzen, werden besessen von ihren Reichtümern.
Wer nichts besitzt, kann nichts verlieren. Wettstreit kann nicht entstehen. Delphine kennen keinen Wettkampf untereinander. Vielleicht hat es Donald deshalb soviel Spaß bereitet, die Segelregattas durcheinander zu bringen.
Auch wenn die Delphine keine Reichtümer ihr eigen nennen, besitzen sie etwas weit Kostbareres – ihre Freiheit. Delphine sind die Boten jener allumfassenden Freiheit, die wir durch unseren Wohlstand Stück um Stück verlieren."
Die Menschen verlieren auch ihre geistige Freiheit. Alleine in England sind etwa fünf Millionen Menschen psychisch krank. Das sind fünf Millionen Patienten, die eine Sprechstunde bei 'Doktor Flipper' dringend nötig hätten. Doch das geht nicht. "Also überlegte ich mir, ob es irgend eine Möglichkeit gibt, die Essenz von Delphine 'in Flaschen abzufüllen', damit alle Menschen mit ihrer Energie in Kontakt kommen können." Der Delphin–Meister lächelt.
Dabei geholfen haben ihm die Ureinwohner Australiens. Sie leben in einer anderen Welt als wir. Sie leben im Traumland, dem Reich der Delphine. Jeder Aborigines trägt einen Totem, den er wie seinen Bruder achtet und liebt. Viele tragen den Delphin. Auf dem Didgeridoo, jenem urtümlichen Instrument der Aborigines, kleiden sie ihre Gefühle in Melodien, die sie stundenlang für ihr Totem spielen.
Mit diesem Wissen hat Dobbs diese Melodien aufgezeichnet und zusammen mit Delphinstimmen auf ein spezielles Tape gespielt, das "Dolphin Dreamtime"–Tape. Selbst Dobbs war von der Wirkung dieser Musik überrascht: Viele, die ihr zuhören, schlafen in wenigen Minuten ein oder werden in einen anderen Bewußtseinsstand versetzt. Und alle haben sie wunderschöne Erlebnisse mit Delphinen. Wenn sie zurückkehren und die Augen öffnen, sind sie entspannt, frei von Angst und – glücklich.

Eine Delphin–Mutter und ihr Kind kümmern sich um eine depressive Frau.


Nebenbei stellte sich heraus, daß sich das Tape auch hervorragend für gebärende Mütter eignet. So hat Horace Dobbs bereits eine Anhängerschaft unter den Hebammen vieler Länder gefunden. Die Kunde von Horace, dem Delphin–Meister, ist nun auch an die Ohren der Psychologieprofessoren von Cambridge gedrungen, die sich ernsthaft für dieses Tape interessieren.
"Viele Menschen waren schon in Verbindung mit dem globalen Delphinbewußtsein, nur wagten sie bis heute nicht, darüber zu sprechen." Davon ist Horace Dobbs überzeugt.
"Viele träumen von Delphinen, vor allem Frauen. Eine sah in ihrem Traum jenen getupften Delphin und wusste nicht einmal, daß es ein Delphin war – bis sie ihm auf den Bahamas in die Augen sah."
Wie ist das möglich? Das kann doch wohl nur Einbildung sein! "Nun, Delphine sind dem Menschen sehr ähnlich. Wir unterscheiden uns von ihnen nur durch unsere Fähigkeit, technische Hilfsmittel zu fertigen. Während wir mit der Technik versuchen, die Natur zu kontrollieren, haben sie genau das Gegenteil gemacht: Sie haben sich in vollkommener Harmonie an ihre Umgebung angepaßt. Und deshalb glaube ich, daß die spirituellen Fähigkeiten der Delphine weit über den unseren liegen. Weshalb sollte es ihnen da nicht möglich sein, mit uns zu kommunizieren? Wir müssen uns für solche Gedanken öffnen."
Das dürfte vielen Menschen schwerfallen. Dennoch: Eine Frau hatte viele Jahre schlimme Schmerzen in ihrem Knie, so stark, daß sie sich kaum mehr setzen konnte. Während einer Meditation bat sie die Delphine um Hilfe. Plötzlich sah sie vor ihrem inneren Auge, wie zwei winzige Delphine in ihrem Knie herum schwammen. Nach einer gewissen Zeit schwammen sie langsam den Körper hoch und verließen ihn durch den Scheitel. Seither spürt die Frau keine Knieschmerzen mehr – und heute tanzt sie sogar wieder.
Eine Zürcher Kleinkinder–Betreuerin hatte ebenfalls gesundheitliche Probleme und wollte sich von den Delphinen heilen lassen. Da erschien plötzlich ein Delphin vor ihr, der sich von ihr heilen lassen wollte. Sie tat es in Gedanken und spürt seither, wenn der Delphin zurückkommt und ihr über die Schulter guckt. Manchmal soll er sie auch in die Kinderkrippe begleiten. Dann beginnen alle Babies zu lachen, sobald sie die kleinen auf den Arm nimmt, denn der Delphin lacht ihnen von der Schulter herab zu.
Eine Japanerin erzählt, wie ein asthmakranker Junge durch den bloßen Anblick eines Delphinbildes von einem schweren Anfall und später sogar von der Krankheit selbst befreit worden war.
Die Japaner wissen viel über solche spirituellen Dinge. Der japanische Heiler und Lehrer Masato Nakagawa glaubt, daß Delphine und Wale Quellen der universalen Lebenskraft Chi sind und darum so wichtig für die Menschen und den ganzen Planeten. Ach Japan, warum hörst du nicht auf deinen Sohn und schlachtest diese herrlichen Wesen noch immer ab?
Aus seinen Tausenden von Schülern hat Nakagawa die zwei fähigsten ausgewählt, damit sie in Kontakt treten mit der hohen Geistesebene der Delphine.
Die Botschaften aus dem Reich der Delphine lassen sogar die Skepsis von Horace Dobbs zerbröckeln, Belehrungen und Versprechungen scheinen sich zu bewahrheiten. "Nach und nach öffnet sich sogar das Bewußtsein eines abgeklärten Akademikers solchen unwahrscheinlichen und doch realen Situationen – langsam, Mikrometer um Mikrometer." Horace Dobbs lächelt wie ein Delphin.
Vielleicht hatte Oppian doch recht, als er vor bald 2000 Jahren schrieb: "Kein Wesen, das bisher erschaffen wurde, ist göttlicher als die Delphine; denn sie waren einstmals Menschen und lebten zusammen mit den anderen Sterblichen in den Städten, bis sie auf den Rat des Dionysos das Land mit der See vertauschten und die Gestalt von Fischen annahmen."

Wale: Die Hüter der Weisheit


"1991 hatte ich die Gelegenheit, mit Wally und Trish Franklin auf ihrem Segelschiff ins Meer zu stechen, um Buckelwale zu beobachten. Seit zehn Jahren erforschen die Franklins mit ihrem alten Dreimaster 'Schwan' diese Giganten der Ozeane.
Am dritten Tag näherte sich uns ein Wal. Ehrfürchtig beobachtete ich ihn. Dank einer Sondergenehmigung durfte ich ins Wasser steigen um in die Nähe des Wales zu schwimmen, was ich auch tat. Während ich schwamm, tauchte unter mir eine schwarze Silhouette auf, so groß wie ein U-Boot, und ich schaute auf einen gigantischen Wal hinunter. Es war, als befände ich mich plötzlich in der Gegenwart der mächtigsten Eiche, die in einem Wald steht.
Mit einem einzigen Schlag seiner Flossen hätte er mich wie eine Fliege durch die Luft schleudern können - doch er schaute mich nur an.
Zutiefst friedvoll war der Blick aus diesem kleinen starren Auge. Ich fühlte, als ob ich durch ein Guckloch in eine riesige dämmrige Höhle der Weisheit und Traurigkeit blickte.
Kein von Menschen erdachter Vertrag könnte je dieses Angebot zur Versöhnung ausdrücken, wie ich es im Auge jenes Wales erblickte. Ich sah es nur kurz, doch ich sah es. Es pflanzte ein Bild in meinen Kopf und war verschwunden. Der massive Körper schob sich lautlos an mir vorbei, dunkel und scheinbar endlos. Dann folgte der Schwanz, so weit wie ein Tennisplatz. Eine langsame Wellenbewegung und der Gigant entschwand in die dunkle Tiefe.
Dann hörte ich es - einen Ton, der tief unter den Fluten aufstieg, ein langer klagender Schrei. Das Lied des Buckelwals war überall um mich. Ich fühlte es in mir drin wo es einen tiefen Urinstikt weckte. Ich hörte diesem Lied nicht nur zu - ich war ein Teil davon. Der Wal sang zu mir und ich war das Lied. Ich vergaß mich in der Traumzeit...
In jener Nacht erwachte ich vom Gesang der Wale. Ich preßte mein Ohr an die Holzplanke neben meinem Kopfkissen und lauschte dem Walkonzert. Meine Gedächtniszellen waren erfüllt von ihren Stimmen.
Die Aborigines glauben, daß große Geister die Welt ins Leben gesungen haben. Ich wurde fortgetragen in die Traumzeit, mit den Walen tanzend, als sie durch die Nacht schwammen in einem phosphoreszierenden Funkenregen sprühenden Wassers. Mein Geist vereinigte sich mit ihnen, als sie vorbeizogen.
Wally Franklin sieht die Delphine als Boten, die Wale hingegen sind für ihn die Hüter der Weisheit. Für mich ist das Schwimmen mit Delphinen wie ein Fliegen mit den Engeln. Doch meine Erlebnisse mit den Walen waren wie Begegnungen mit den Göttern."

Horace Dobbs


1978, vier Jahre nach seiner ersten Begegnung mit einem wilden Delphin, gründete Dr. Horace Dobbs International Dolphin Watch, eine Non-Profit-Organisation, die sich für den "Schutz und das Verstehen der Delphine" einsetzt. Mit seiner Operation Sunflower will Horace Dobbs Therapiezentren eröffnen, deren Kernstück ein Pool ist, wo psychisch Kranke in die Delphin-Energie eingetaucht werden. Versuche laufen mit einer isotonischen Salzlösung auf Körpertemperatur aufgeheizt. In die Lösung werden Bilder von Delphinen projiziert und Unterwasser-Lautsprecher füllen das Becken mit dem Gesang der Delphine. Erste Therapiezentren sind geplant in Australien und Japan. Ein allfälliger Gewinn dieser Zentren soll für den Schutz der Delphine verwendet werden.
Detaillierte Informationen sind erhältlich bei:

International Dolphin Watch, Parklands, North Ferriby, Humberside HU14 3ET, England.

 

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