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Haschisch das Ende der Legende der Harmlosigkeit (Teil 1/2)
Während die Länder Westeuropas darangehen, Haschisch und Marihuana zu legalisieren, gibt es Tausende von Studien, die absolut schockierende Wirkungen von Cannabis belegen. Am unglaublichsten daran ist, daß diese in der Öffentlichkeit (fast völlig) verschwiegen werden.
Der 'liederliche Dämon' so nannte ihn der französische Dichter Baudelaire hat sich in vielen Häusern eingenistet. Rund 600'000 Schweizer, mindestens vier Millionen Deutsche leisten sich 'kleine Fluchten' vom Alltag, indem sie den 'liederlichen Dämon' zu sich einladen. Weltweit, so hat es die WHO (Weltgesundheitsorganisation) berechnet, gibt es mehr als 140 Millionen Männer und Frauen, die gern mal eins 'kiffen' sprich Haschisch oder Marihuana konsumieren. Das Kraut ist dabei, sich nach Tabak und Alkohol zur dritten Kulturdroge" zu entwickeln, wie es 1995 der Frankfurter Oberstaatsanwalt Harald Hans Körner ausdrückte.
Nachdem Richter Wolfgang Neskovic am Lübecker Landgericht im Februar 1992 verkündet hatte, wie Essen, Trinken und Sex gehöre auch der Rausch zu den fundamentalen Bedürfnissen des Menschen, und er sich deshalb weigerte, eine der Weitergabe von 1,12 Gramm Haschisch angeklagte Frau zu verurteilen, pflichteten ihm die obersten deutschen Richter teilweise bei. Es gäbe wohl kein generelles Recht auf Rausch, meinten die Karlsruher Richter, aber dennoch solle man beim Drogenkonsum 'die Verhältnismäßigkeit' wahren. Der entschiedene Sowohl-als-auch-Spruch der Verfassungsrichter führte rasch zur De-facto-Straffreiheit für die Dopejünger", schrieb das Schweizer Nachrichtenmagazin Facts dazu (41/1996).
Auch das Schweizer Bundesgericht hatte 1991 entschieden, der Konsum von Cannabis verursache selten eine körperliche Abhängigkeit, worauf einige Schweizer Gerichte daran gingen, den Besitz von bis zu 300 Gramm Marihuana nicht mehr zu bestrafen.
In Deutschland erlebt der Cannabis seit dem 94er Urteilsspruch eine regelrechte Renaissance und ist, laut den Erfahrungen der Fachleute, die am häufigsten gebrauchte Droge (NZZ vom 2. März 1999). In der Schweiz, wo bereits 27 Prozent aller 15jährigen (gemäß einer Umfrage der Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme) schon Haschisch oder Marihuana konsumiert haben, will man nun im neuen Betäubungsmittelgesetz den Eigengebrauch und den Cannabis-'Kleinhandel' legalisieren. Die Eidgenössische Kommission für Drogenfragen stützt sich auf die Einsicht, daß sich angesichts der veränderten gesellschaftlichen Situation eine Neubewertung von Cannabis als Genußmittel aufdrängt", schreibt die Neue Zürcher Zeitung am 24. April 1999. Die Freizeitdroge werde von einem wesentlichen Teil der Bevölkerung ohne Unrechtbewußtsein und weit entfernt vom Bereich der sogenannten harten Drogen konsumiert."
Na so was! Das bedeutet also nichts anderes, als daß wir wohl demnächst mit der Legalisierung des Ladendiebstahls rechnen dürfen, wenn nur genügend Menschen ihn verüben und dabei kein Unrechtbewußtsein glaubhaft machen können! (Sie werden's nicht glauben: In Deutschland spricht man ganz genau über das: Ladendiebstähle unter hundert Mark nicht mehr zu ahnden, da sie sozusagen gesellschaftsüblich geworden sind!!!).
Nun also soll der Cannabis auf Schulhöfen, in Discos und an der Straßenecke endlich legal an unsere Kinder verkauft werden können, ohne daß diese fürchten müssen, Eltern, Lehrer oder gar die Polizei würden sie von ihrer kleinen Alltagsflucht abhalten wollen. Warum denn nicht? rufen die Befürworter laut und geben als Begründung an: Marihuana und Haschisch (Grammpreis: um zehn Mark, ausreichend für vier Joints) machen weder körperlich süchtig, noch zerstören sie (wie Alkohol) die Gehirnfunktionen und Intelligenz." So zu lesen im Spiegel 5/1996, der allerdings noch den Ansatz anfügte: Jedoch kann es zur psychischen Abhängigkeit kommen." Wenn es weiter nichts ist?!? Damit werden wir ja wohl leben können!
Zugegeben: Was der Alkohol im Menschen anrichtet, ist auch nicht harmlos. Und es mag durchaus sein, daß heutzutage viele 'Kids' direkt vom Schnaps zum Heroin gelangen. Dennoch: Cannabis, bzw. seine beiden Rauschprodukte Marihuana (die gehackten Blätter und Stengel) und Haschisch (das Harz der Cannabis-, bzw. Hanf-Pflanze) sind alles andere als harmlos. Per 'Zufall' stoße ich bei meinen Recherchen auf ein Buch, das schon 1987 erstmals in Deutschland erschienen ist und heute in 11. Auflage (!) als Fischer-Taschenbuch vorliegt: Peggy Mann: Hasch Zerstörung einer Legende. Selten habe ich ein Buch so atemlos gelesen. Was die amerikanische Journalistin an absolut seriösen, wissenschaftlichen Forschungsergebnissen aus den USA und aus Kanada zusammentrug, läßt den Atem stocken. Gehirn, Lunge, die Zellen, das Immunsystem werden ganz offensichtlich von Marihuana und Haschisch in einer Art und Weise geschädigt, wie wir es niemals erwarten würden weil keiner uns darüber aufklärt.
Wir empfehlen allen Eltern und Lehrern dringend, das Taschenbuch im t-Buchmarkt zu bestellen. Aus Platzgründen ist es uns hier nicht möglich, die genauen wissenschaftlichen Rahmenbedingungen sämtlicher Experimente mit Haschisch und Marihuana zu beschreiben. Wir beschränken uns hier darauf, kurz anzugeben, mit welchen Wissenschaftlern Peggy Mann persönlich Interviews führte: Dr. Carlton Turner, Universität von Mississippi; Dr. Robert Heath, New Orleans/Louisiana; Dr. Susan Dalterio, San Antonio/Texas; Dr. Carol Grace Smith, Bethesda/Maryland; Dr. Harries Rosenkrantz, Worcester/Massachusetts; Dr. Marietta Issidores, Woods Hole/Massachusetts; Dr. Donald Tashkin, Los Angeles/Kalifornien; Dr. Forest Tennant jr., West Covina/Kalifornien; Dr. Akira Morishima, New York City; Dr. Gabriel Nahas, New York City.
Das gesamte Buch von Peggy Mann enthält nicht einen Satz Anti-Dope-Ideologie, sondern gründet sich ausschließlich auf empirisch wissenschaftlich erforschte Fakten. Dennoch ist es jeden Laien verständlich geschrieben. Weil die Faktenlage so dramatisch ist, möchten wir hier die wichtigsten Erkenntnisse in Sachen Cannabis publizieren.
Haschisch macht gleichgültig, aber das ist mir egal." (Witz aus der Kiffer-Szene)
Haschisch ist die komplizierteste Droge der Welt. Im Alkohol ist ein chemischer Stoff enthalten, im Kokain ebenso. Bis Ende der 80er Jahre hatten die Forscher des RIPS (Research Institute of Pharmaceutical Sciences = Forschungsinstitut für pharmazeutische Wissenschaften) bei Oxford, Mississippi, 228 verschiedene Cannabis-Sorten aus 61 Ländern untersucht. Sie fanden im Cannabis 421 verschiedene chemische Stoffe, die zu 18 verschiedenen chemischen Kategorien gehören. Unter anderem 50 verschiedene Typen von wachsartigen Kohlenwasserstoffen, die den Teer im 'Pot' (der amerikanische Slang-Ausdruck für Haschisch; kommt vom spanischen Wort für die Hanfpflanze: Potagua ya) mit aufbauen. Im weiteren 103 verschiedene Terpine, von denen die meisten die Lunge erheblich reizen. Ferner 12 Fettsäuren, 11 Steroide, 20 Stickstoffverbindungen und toxische Komponenten einschließlich Kohlenmonoxid, Ammoniak, Azeton und Benzol. Cannabis enthält auch krebserregende Substanzen u.a. Benzanthren und Benzpyren und man fand diese Stoffe im Hasch-Rauch in Mengen, die teilweise doppelt so hoch waren wie im Tabakrauch.
Damit nicht genug. Wenn Marihuana geraucht wird, verwandeln sich die 421 Substanzen in noch weitere, nämlich in über 2'000! Und wenn diese 2'000 chemischen Substanzen metabolisiert werden also so zerlegt, daß der Körper sie wieder abbauen kann dann werden viele hundert weitere Substanzen dabei erzeugt!
Von den speziellen Cannabis-Wirkstoffen, Cannabinoide genannt, wurden bis zur Erscheinung des Buches 61 entdeckt. Das berühmteste ist das Delta 9-THC (Tetrahydrocannabinol), kurz THC genannt jener Stoff, der die Hauptverantwortung für den Rausch trägt.
Nur ein sehr geringer Prozentsatz des THC eines einzigen Joints überwindet über die Blutbahn die Hirnbarriere und erzeugt den Rausch. Daran sieht man, was für ein stark wirksamer Stoff das THC ist", erklärte Institutsleiter Dr. Carlton Turner der Autorin. Der Rest des THC wirkt auf Lunge, Geschlechtsorgane, andere Organe ja, auf jede Zelle des Körpers ein.
Übrigens: Von den übrigen 60 Cannabinoiden hatte man erst vier weitere untersucht. Alle anderen waren noch ein 'Buch mit sieben Siegeln'.
Kein einziger Bericht bescheinigt Cannabis, ungefährlich zu sein." (Dr. Carlton Turner über 6'500 wissenschaftliche Cannabis-Untersuchungen)
Jene Länder, in denen Cannabis seit Jahrhunderten geraucht wird, haben die härtesten Gesetze gegen seinen Konsum und das Dealen damit. Offensichtlich hatten jene Länder lange vor unseren Drogen-Liberalisierern erkannt, wie Cannabis auf die Bevölkerung wirkte. So bestrafen Taiwan, Iran, Algerien oder die Türkei Schmuggel oder Handel mit Marihuana oder Haschisch mit bis zu 30 Jahren Gefängnis. In Burma, Bolivien, Irak, Kenia, der Türkei und anderen Ländern wandert man für zwei bis zehn Jahre ins Gefängnis, wenn man das Zeug raucht oder es zu Hause in seinem Besitz hat. Warum sollte man solche Gesetze erlassen, wenn die Droge so harmlos wäre?" fragt Dr. Carlton Turner, wahrscheinlich der Cannabis-Experte der USA.
Turner verfügt an seinem Institut über eine Sammlung von 6'500 wissenschaftlichen Schriften über Cannabis aus den USA, England, Kanada, Israel, Indien, Holland und Skandinavien; ferner Veröffentlichungen in japanischer, französischer, spanischer, holländischer, schwedischer und anderen Sprachen, die ins Englische übersetzt wurden. Kein einziger dieser Berichte attestiert Cannabis Ungefährlichkeit. Es ist sonderbar", kommentierte Turner die Schriften. Wenn sich unsere Studien mit Masern, Schweinegrippe oder Nahrungszusätzen befaßten also mit irgend etwas anderem als Marihuana würden die Menschen den aufsehenerregenden Ergebnissen, die die Forscher vorlegen, Aufmerksamkeit schenken. Sie würden Schlagzeilen machen. Aber Potraucher haben ein sonderbares Symptom, das ein 12jähriger folgendermaßen ausdrückt: 'Ich mag meine Droge, und ich will nichts Schlechtes darüber hören!' Eine Möglichkeit, nichts Schlechtes darüber zu hören, besteht natürlich darin, dieses als 'Unwahrheiten' abzutun , und diese Geschichte mit der 'gleichen Anzahl von Studien, die die Harmlosigkeit beweisen', ist eine Unwahrheit. Wenn man all diese sogenannten 'harmlosen Studien' liest, sieht man, daß selbst diese einige Warnungen enthalten. Die meisten Studien, die so oft von Potrauchern zitiert werden, sind Ende der 60er/Anfang der 70er Jahre erstellt worden, als das gängige Pot sehr mild war. Aber obwohl für die damaligen Studienzwecke sehr schwaches Pot verwendet wurde, haben zum großen Teil sogar sie gezeigt, daß es sich um eine schädigende Droge handelt. Bis vor kurzem jedoch scheint man diese Fakten vor der Öffentlichkeit verborgen zu haben wie ein militärisches Geheimnis, doch nicht nur vor der Öffentlichkeit, sondern sogar vor den Fachleuten. So rief mich z.B. der Pressesprecher einer wichtigen staatlichen Einrichtung an. Er klang sehr beunruhigt, als er mich fragte: 'Stimmt es, daß Marihuana in der Muttermilch deponiert wird?' Ich antwortete ihm, daß Cannabinoide aus Marihuana tatsächlich in der Muttermilch blieben und beim Stillen an das Baby weitergegeben würden. Und es stimmte nicht nur, sondern diese Tatsache war bereits seit 1974 bekannt! Er schien erstaunt. 'Eine so wichtige Entdeckung' sagte er, 'und ich habe noch nie irgendwo etwas darüber gelesen.'"
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| Dieser Artikel wurde der ZeitenSchrift Nr. 23 entnommen. |
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Eindrückliches, aber auch zweideutiges Titelbild vom Nachrichtenmagazin 'Der Spiegel'. Haschisch, ein Grundrecht fürs Volk oder ein Mittel zu dessen Verblödung?
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Keine andere Droge wird vom Menschen gebraucht oder mißbraucht, die so lange im Körper verbleibt wie Cannabis. Und es gibt keine andere legale oder illegale Droge, die jedes wichtige Organ des Körpers angreift. Und jedes System im Körper. Und jede einzelne Zelle im Körper." (Dr. Carlton Turner)
Der Grund dafür: Die 61 Substanzen, die nur in der Cannabis-Pflanze vorkommen, sind fettlöslich. Sie lösen sich also weder im Urin noch im Blut auf und können daher nicht so leicht aus dem Körper ausgeschwemmt werden. Bevorzugt nisten sie sich in zwei besonders fettigen Organen ein: Dem Gehirn und den Geschlechtsorganen. Doch die Cannabinoide bleiben auch in den fetthaltigen Teilen jeder Zelle des Körpers hängen!
Die andere Substanz, die ebenso lange im Körper verbleibt, das Insektenvertilgungsmittel DDT, wurde aus genau diesem Grunde verboten. Nach drei Tagen bis einer Woche ist erst die Hälfte des Cannabinoids eines einzigen Joints aus dem Körper verschwunden. Es braucht einen ganzen Monat, bis alles abgebaut ist!
Das Gehirn wird ganz besonders in Mitleidenschaft gezogen. Dr. Austin Fitzjarrell, ein Spezialist für Zellbiologie in New Orleans, fand heraus, daß der Cannabis-Rauschstoff THC die Hirnzellen schädigt und daß diese Schädigung mit dem vermehrten Konsum zunimmt. Es zeigte sich, daß besonders jene Teile im Gehirn angegriffen werden, die für die Kreativität und die höheren Denkvorgänge verantwortlich sind. Die schlimmsten Schäden zeigten sich jedoch im limbischen System, tief im Zentrum des Hirns. Dort waren von den Tausenden von Hirnzellen, die man einer Untersuchung unterzog, alle angegriffen. Man fand Hirnstromabnormitäten vor allem im limbischen System, das für unsere Stimmungen, für Sex, Hunger, Aggressionen, Instinkt etc. zuständig ist. Die untersuchten Hirne zeigten Veränderungen, wie sie sonst bei alten Menschen mit Senilitäts-Symptomen zu beobachten sind. Hier muß erwähnt werden, daß diese Ergebnisse in Tierversuchen mit Rhesus-Affen zustande kamen. Es ist nicht möglich, tief in die Gehirne von Menschen vorzudringen, ohne diese zu schädigen. Obwohl wir Tierversuche ethisch ablehnen (was auch die Autorin des Haschischbuches tut), und obwohl wir schon warnten, daß man für Medikamententests nicht von Tieren auf Menschen schließen soll, so kann man ganz bestimmt von den organischen Reaktionen eines Affen auch auf die organischen Reaktionen von Menschen schließen.
Dr. Robert Heath, der 32 Jahre den Lehrstuhl für Psychiatrie und Neurologie an der Medizinischen Hochschule von Tulane innegehabt hatte, erklärte zu den Affen-Versuchen: Unsere THC-Affen saßen tagaus, tagein nur da und taten überhaupt nichts. Man weiß, daß das Zentrum der Freude bei Tieren und Menschen in direkter Beziehung zur Motivation steht. Nun, unsere THC-Affen waren die unmotivierteste Gesellschaft, die Sie sich vorstellen können. Natürlich wollten wir wissen, warum das so war, und als die Affen geopfert wurden, bekamen wir viele plausible Antworten darauf", erzählt der Professor. Ein Grund war der, daß die Zellen des Zentrums für Freude/Motivation zerstört waren. Zuerst hatte das THC als körperfremdes Agens die Zellen des Freude-Zentrums nur durch Reizung belastet. Bei den Menschen ist das die Zeitspanne der angenehmen, kichernden, euphorischen Stimmung während der Wirkung. Den Jugendlichen, die mit Pot anfangen, ist nicht klar, daß diese äußerst angenehme Wirkung nicht anhält. Unsere Zellstudien machen deutlich, warum das so ist: Nach fortgesetztem schwerem Pot-Rauchen werden die Zellen des Freude-Zentrums zerstört das ist der Zeitpunkt, wenn der apathische Blick und die unmotivierte Lebensweise ihren Anfang nehmen."
Dr. Avram Goldstein von der Addiction Research Foundation entdeckte obendrein, daß das Gehirn normalerweise eine spezielle Sorte von natürlichen Freude-Stoffen produziert die 'Endorphine'. Sie erzeugen ein natürliches Hochgefühl dasselbe Hochgefühl nämlich, das man nach dem Haschischrauchen erleben kann. Die Endorphine werden jedoch nur durch natürliche Dinge stimuliert. Beim einen mag das ein schöner Sonnenuntergang sein, beim anderen ein tolles Essen, Musikgenuß oder Jogging. Diese natürlichen Endorphine aktivieren ebenfalls die Neurotransmitterstoffe, so daß die 'Freudennachricht' von einer Zelle zur nächsten weitergegeben werden kann. Das THC, welches im Haschisch enthalten ist, setzt nun diese natürlichen Hochgefühl-Substanzen außer Kraft.
Das Resultat: Jugendliche, die keine Drogen nehmen, können Hochgefühle und Euphorien erleben ein erhöhtes Bewußtsein.
Haschisch-Konsumenten jedoch fügen ihrer Fähigkeit, ein natürliches Hochgefühl zu erleben, Schaden zu. ( Dr. Avram Goldstein)
Professor Heath fügt an: Das Zentrum für Freude das Septum ist im Verhältnis zum übrigen Gehirn sehr klein. Es ist durchaus möglich, daß ein stark rauchender Jugendlicher schließlich viele der Zellen des Freude-Zentrums so schädigt, daß er oder sie nicht mehr in der Lage ist, natürliche Freude zu empfinden."
Haschischraucher setzen dem entgegen, daß der Joint ihnen im Gegenteil sogar ermögliche, völlig alltägliche Erlebnisse wie zum Beispiel das Zähneputzen als eine euphorisierende, bewußtseinserweiternde Erfahrung zu erleben. Dies stellt jedoch laut Forschern wie Dr. Heath keine wirkliche Bewußtseinserweiterung dar, sondern vielmehr einen Rückfall in eine Art Baby-Wahrnehmung! Heath: Eine wichtige Funktion der Neuronen ist die Unterdrückung, d.h. sie überprüfen und sortieren die ankommenden Informationen und leiten dann viele unnütze nicht weiter. Sie müssen bedenken, daß eine einzige Nervenzelle des Gehirns weit komplizierter ist als ein ausgeklügelter Computer. Die Zelle kann 10'000 verschiedene Nachrichten aufnehmen zur gleichen Zeit! Die Neuronen müssen entscheiden, welche Nachrichten nicht weitergeleitet werden sollen andernfalls würde man sich ständig in einem Zustand unglaublicher Verwirrung befinden." Genau diese Unterdrückung unwichtiger Informationen finde beim berauschten Zähneputzer nicht mehr statt. Er versetzt sich damit ins allerfrüheste Babyalter zurück, wo diese Unterdrückerfunktionen ebenfalls noch nicht entwickelt sind und jedes kleinste Detail als ein Wunder wahrgenommen wird. Heath: Unsere Studien vermitteln uns einige interessante Einsichten. Betrachtet man die geschädigten Gehirnzellen eines starken Potrauchers, könnte man annehmen, daß sie von einem Kleinkind oder von einem senilen Menschen stammen."
Dr. Robert Heath, der in seiner langen wissenschaftlichen Laufbahn 365 Studien zur Psychiatrie und Neurologie verfaßte, hatte sich über zehn Jahre der Erforschung der Wirkungen, die Marihuana/Haschisch im Gehirn hinterläßt, gewidmet. Zu den übrigen Wirkungen, die Pot in den Konsumenten hinterläßt, bemerkt er: Um es wissenschaftlich zu formulieren: da haben wir den paraventrikulären Thalamus (Teil des Zwischenhirns, über den alle Sinnesempfindungen zum Großhirn geleitet werden), und andere Bereiche, die in speziellem Zusammenhang mit den typischen Potsymptomen Apathie und Gleichgültigkeit (Antriebslosigkeit) stehen. Gleichzeitig sehr zur Verwirrung und Qual ihrer Eltern und Lehrer haben diese 'antriebslosen' Jugendlichen oft grundlos übermäßige Wutausbrüche.
Wenn man jedoch die Zellen ansieht, kennt man den Grund: Man findet erhebliche Schädigungen im Stirnlappen, und zwar in den Bereichen für Aggression und Angst. Wie Sie wissen, sind Angstgefühle und Verfolgungswahn für starke Potraucher besonders typisch."
Interessant ist in diesem Zusammenhang auch eine Studie des Mannheimer Zentralinstituts für Seelische Gesundheit, deren Ergebnis der Spiegel im Sommer 1996 publizierte. Unter 232 Patienten mit einer ersten schizophrenen Episode waren solche mit einer Drogenvergangenheit doppelt so häufig zu finden wie in einer alters- und geschlechtsparallelisierten Kontrollgruppe. Die Studie kam daher zum Schluß, es spreche viel für eine kausale Beziehung zwischen Schizophrenie und dem Mißbrauch von Cannabis und Psychostimulanzien".
Dr. Heath: Ich würde behaupten, daß ich keine andere Droge kenne, einschließlich Alkohol, die so viele verschiedene Hirnzellschäden bewirkt, wie wir sie bei unseren stark 'berauchten' Affen festgestellt haben. Die Affen haben eine Dosis erhalten, die zwei Joints pro Tag bei Menschen entspricht, und das an fünf Wochentagen."
Auch das Handbuch über Drogenmißbrauch des Amerikanischen Ärztebundes (The American Medical Association's Drug Abuse Guide for the Primary Care Physician) kommt zum gleichen Schluß: Zahllose Untersuchungen haben ergeben, daß bleibende psychische Schäden von starkem Konsum herrühren. Große Mengen von Delta-9-THC können zu Halluzinationen, Wahnvorstellungen und Verfolgungswahn führen. Das Denken wird verwirrt und desorientiert, während der Verlust der Persönlichkeit und ein verändertes Zeitgefühl zutage treten. Euphorie geht über in Angst und erreicht panische Ausmasse. Bei genügend großen Mengen an THC haben wir klinisch das Bild einer toxischen Psychose mit Halluzinationen, Persönlichkeitsverlust und dem Verlust jeglicher Einsicht."
Besonders gravierend an den Wirkungen des Cannabis auf die Hirnzellen ist, daß zerstörte Hirnzellen vom Körper nicht ersetzt werden.Kaputt ist kaputt, fürs ganze Leben! Dr. Heath hat denn auch eine Reihe von erwachsenen Patienten, die jahrelang starke Marihuana-Raucher waren. Als sie damit aufhörten, erholten sie sich zwar, aber sie sagten Dr. Heath, sie seien noch nicht wieder 'die alten'. Ihr Gedächtnis ist auch nach Jahren noch gestört, und sie sind mit dem Denken nicht mehr so schnell wie früher, bevor sie Pot rauchten. Heath: Außerdem sind die meisten von ihnen sehr böse." Wie denn das? Sie seien böse, antwortete der Professor, weil man sie immer in dem Glauben gelassen hat, Pot-Rauchen sei harmlos! Nun müssen sie leiden aufgrund falscher Informationen, die man ihnen gegeben hat."
Fortsetzung des Artikels
© ZeitenSchrift, CH-6343 Rotkreuz
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| Cannabis-Staude, deren getrocknete Pflanzenteile (Marihuana) und deren Harz (Haschisch) geraucht werden. |
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