Von Dr. Hans U. Hertel
Die Wälder sind unsere bedeutendsten Wasserspender.
Sie sind keine Wasserverbraucher, sondern Wasserzeuger
und Wasserregulierer.
Kein Baum nimmt vom Boden Wasser auf. Die Annahme,
daß Pflanzen überhaupt Wasser vom Boden aufnehmen,
ist nur das Resultat des naturfremden Denkens unserer
heutigen Wissenschaft. In Unkenntnis der Gesetzmäßigkeiten
der Natur sind eben die Kreisläufe nicht zu erklären,
weder des Wassers noch des Blutes. Der Wald kann buchstäblich
im Wasser stehen und dennoch verdursten, wenn er geschädigt
ist; oder umgekehrt, wenn er gesund ist, während einer
heißen Trockenzeit besonders gut gedeihen und zusätzlich
noch dafür sorgen, daß das Grundwasser aufsteigt.
Der Baum erzeugt tatsächlich das gesamte Wasser selber,
von dem er lebt, das er verdunstet und das später
wieder ausregnet. Dazu ist er aber auf intakte Kreisläufe
des Wassers in der Atmosphäre und im Boden angewiesen.
Die Natur funktioniert als eine Ganzheit. Wird nur
ein Teil verändert, ändert sich das Ganze. Heute sind
die Kreisläufe überall in der Natur gestört.
Die Folge ist unter anderem ein kranker Wald und je
weiter hinauf, desto ausgeprägter. Als erste verlieren
die Nadelbäume ihre Lebenskraft. In den Stämmen bilden
sich Staunässe und Markfäule, sie lichten aus, zeigen
Spitzendürre und lassen ihre Äste hängen, die Rinde
springt und blutet; die Bäume sterben nach einem längeren
Überlebenskampf oft unerwartet schnell. Die Wälder
sind bereits in einem derart schlechten Zustand, daß
es möglicherweise schon in wenigen Jahren im Wallis
keine Nadelbäume, vor allem keine Föhren und Fichten
mehr geben wird, wenn nicht jetzt richtig gehandelt
wird.
Es steht außer Frage, daß namentlich in Berggebieten
unsere Wälder an einem angeblich mysteriösen Siechtum
kranken, dessen Ursachen jedoch genau bekannt sind.
Das rapide Sterben der Nadelwälder ist heute in allen
Alpentälern zu beobachten. Dieses Sterben ist fast
ausschließlich auf eine gemeinsame Ursache zurückzuführen,
nämlich die widernatürliche technische Strahlung als
Konkurrenz zum Sonnenlicht. Noch gibt es Laubbäume
und Lärchen, die jedes Jahr neue Blätter bringen.
Sie bilden heute vorwiegend das Grün in den Wäldern,
gedeihen aber vor allem in den unteren Waldlagen und
können den Platz der Fichten, Föhren und Arven nicht
einnehmen, welche die heutige Waldgrenze nach oben
bilden. Mit dem Sterben der Bannwälder werden die
Hänge zunehmend offen für die Einstrahlung der natürlichen
und künstlichen Strahlung und damit immer anfälliger
für Sturmfluten, Lawinen und Erdrutsche. Dies wird
die Bewohnbarkeit ganzer Talschaften, Ferien- und
Kurorte im gesamten Alpengebiet schon bald ernsthaft
in Frage stellen.>br>
Ein Thema, über das man nicht spricht
Obschon die wahre Ursache des Waldsterbens längst
bekannt ist, rätseln Förster und Waldexperten immer
noch. Sie kennen zwar die Ursache, aber keiner getraut
sich darüber zu reden, weil, wenn sie es tun würden,
es möglicherweise für sie berufliche oder zumindest
wirtschaftliche Konsequenzen nach sich ziehen könnte.
Es ist deshalb tabu, über dieses Thema zu reden. Die
Wissenschaft ist sich einig, daß die Ursachen nicht
Überalterung, Wassermangel, Borkenkäfer, Pilze und
andere Mikroorganismen sind. Auch Gifte aus Kaminschloten
der heutigen Industrien und Autos können nicht direkte
Ursache des heutigen rapiden Sterbens sein, auch wenn
diese selbstverständlich dem Leben nicht gerade förderlich
sind.
Die Hauptursache des heutigen Waldsterbens, der
Gefährdung jeden Lebens überhaupt, ist die technische,
von Menschen gemachte Mikrowelle.
Die Mikrowellen-Technologie schließt Kurzwellen, Fernsehen,
Mobilfunk, Radar und militärische Abwehr- und Überwachungssysteme
mit ein. Diese Technologie ist tödlich, langsam oder
schnell, je nach Wunsch jener, die sie anwenden. Sie
ist tödlich für Mensch und Natur und vor allem für
standortgebundene Wälder. Die Schädlichkeit der Mikrowelle
ist eine unwiderlegbare Tatsache und wissenschaftlich
zweifelsfrei belegt. Es ist deshalb auch Augenwischerei,
Mobilfunkantennen wegen ihrer Schädlichkeit aus Siedlungsgebieten
herauszunehmen und in die Wälder hinaus zu versetzen.
Das ist keine Lösung, denn der Wald stirbt auch.
Die technische Mikrowelle ist eine giftige und
dominante Konkurrenz zur Leben steuernden Sonnenstrahlung.
Die Sonnenstrahlung bringt Leben hervor, erhält und
fördert es. Die technisch widernatürliche Mikrowellenstrahlung
ist aber krankhaft und übertönt zudem die natürliche,
gesunde Strahlung der Sonne um das Millionenfache.
Sie wirkt somit dominant und verändert die Sonnenstrahlung
induktiv in einen krankhaften Zustand. Die technische
Mikrowelle kann kein Leben hervorbringen: Sie zerstört
es. Sie übertönt und stört die elektromagnetischen
Verhältnisse in der Natur, wodurch die Harmonie (Polarität,
Säuregrad) auseinander fällt. Es entsteht Zerfall
des Lebens, bzw. Krankheit und Krebs.
Das Sterben der Wälder, insbesondere der Bannwälder,
wird für die Dörfer und Städte unterhalb solcher Wälder
schwerwiegende Konsequenzen haben.
Die heraufkommende Gefahr ist erschreckend und bereits
viel weiter fortgeschritten, als es an der Oberfläche
noch den Anschein macht. Zudem erzeugen Sendetürme
von Fernsehen und Mobilfunk in Verbindung zueinander
resonante Effekte, deren Ausmaße unvorstellbar verheerend
sein können.
Das außerordentliche Waldsterben ist, neben dem Fernsehen,
maßgeblich auf den Mobilfunk zurückzuführen. Dies
ist auch im oberen Goms der Fall. Die Region ist relativ
schwach besiedelt und weitgehend ohne Industrie. Beim
genauen Hinsehen findet man im Wald auf der linken
Talseite zwischen Brig und Münster zahlreiche Mobilfunkmasten,
die infolge matt dunkelgrüner Bemalung schlecht sichtbar
sind. Mobilfunksender sind auch an Starkstrommasten
montiert. Auch Visp, Gamsen und Baltschieder sind
heute akut gefährdet. Die Wälder, insbesondere die
Fichten und Föhren beidseits des Tales sind bereits
in einem bedrohlichen Zustand. Gleiche und ähnliche
tragische Situationen sind im Wallis praktisch überall,
bis in die hintersten Täler anzutreffen.
Es ist unglaublich, wie unwissend und gleichgültig
die Menschen gegenüber der Katastrophe sind, die sich
oberhalb ihrer Dörfer und Täler anbahnt, und die jetzt
noch abgewendet werden könnte, wenn man wollte.
Die Wälder an den Berghängen sind mehr gefährdet als
jene im Flachland. Die Einstrahlung ist hier nicht
nur eine Dauerstrahlung, ihre Intensität wird auch
vervielfacht durch die außerordentliche Dichte der
Sendemasten, durch den steilen Auffallwinkel an den
Hängen, durch den Resonierungseffekt der Strahlungen
an den Hängen, durch die Hin- und Her-Reflektierung
zwischen den beiden Talseiten, durch die langen Winterbedingungen
mit Schnee, welcher die Strahlung noch wesentlich
verstärkt, und durch die nach oben zunehmende UV-Strahlung.
Dazu kommt, daß Nadelbäume auf künstliche und giftige
Strahlung besonders empfindlich reagieren.
Wie kann der Wald überleben und gesunden?
Aus den Darlegungen, so knapp sie sein mögen, um den
fortschreitenden Zerfall zu stoppen. Die wichtigsten
Maßnahmen sind: Fernseh- und Mobilfunk sind dringend
auf ihre Notwendigkeit zu überprüfen. Sind sie überhaupt
nötig? Sind sie nötiger als die Wälder? Ist es notwendig,
daß man in Wallis um die 37 Fernsehkanäle empfangen
kann, oder kann das Fernsehen auf einige wenige Kanäle
reduziert werden? Kann zu Gunsten des Lebens wenigstens
so lange auf den heutigen Mobilfunk verzichtet werden,
bis ein technisches System vorliegt, das keinen Schaden
anrichtet? Das Wissen darüber liegt grundsätzlich
vor und ist in beschränktem Masse bereits Praxis.
Eine solche neue, naturgemäße Möglichkeit steht und
fällt jedoch mit dem Willen der Politik, es zuzulassen
und der Wirtschaft, es tun zu wollen. Durch einen
behördlich angeordneten Verzicht auf das heutige technische
System, könnte die Einführung einer neuen, unschädlichen,
naturgemäßen Technik beschleunigt werden. Eine bloße
Reduktion der Grenzwerte innerhalb der technischen
Möglichkeiten bringt keine Vorteile, weil unter Dauerbestrahlung
das Sterben ungebremst weitergeht. Bei technischer
Strahlung gibt es keine Grenzwerte, die niedrig genug
sind, nicht schädlich zu sein. Ein Kompromiß ist hier
nicht möglich. Die technische Strahlung wird erst
beim Grenzwert Null unschädlich. Die heutigen, aus
politischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten festgesetzten
Grenzwerte sind völlig unakzeptabel. Sie sind ein
Betrug.
Eine Aufgabe für Generationen
Wenn dem Leben und der Wahrheit Vorrang vor dem Mammon
und der Lüge gegeben werden soll, dann muß der Mobilfunk
auf dieser Stufe der Technik stillgelegt werden. Damit
kann der Wald eine Chance erhalten sich zu erholen,
soweit das sein heutiger Zustand überhaupt noch zuläßt.
Nur so wird auch die Möglichkeit geschaffen, wieder
einen gesunden Jungwuchs hochzuziehen. Unter den heute
herrschenden Bedingungen hat ein Jungwuchs keine Chance
mehr, gesund heranzuwachsen. Zudem ist für einen neuen
und deckenden Unterwuchs zu sorgen.
Mit dem Aufhören der technischen Einstrahlung in die Hänge wird
sich auch das Erdreich mit der Zeit wieder regenerieren, polar
werden und die natürliche Zusammenhaltskraft zurückgewinnen. Der
auseinandergefallene pH (Säurewert), Alkalose (alkalisch) in der
Wasserphase der Kronen und Azidose (sauer) im Wurzelbereich wird
sich mit der Wiedereinfindung der Polarität ebenfalls normalisieren.
Der Boden beginnt damit wieder zu funktionieren, und die Baumwurzeln
entwickeln wieder ihre Wurzelhaare. Man wird die Beobachtung machen
können, daß bereits tot geglaubte Bäume wieder zum Leben erwachen.
Also beim Roden Vorsicht walten lassen. Durch die Polarisierung
des Erdreichs und die Schattenwirkung der Bäume wird auch die
Erdrutschgefahr abnehmen und das Wasser wieder in den Boden eindringen.
Damit nimmt das oberflächlich abfließende Wasser ab und damit
auch die gefürchteten Hochwasser. Das Gesunden des noch bestehenden
Waldes und das Aufforsten bereits todkranker und waldloser Stellen
wird viel Zeit in Anspruch nehmen.
Es ist eine Aufgabe für Generationen.