Leichte
Zigarette, Leichtbier, Leichtmargarine bis zu Leichtkosmetika.
Alle Light-Produkte sind Imitate, denn ein traditioneller
Lebensmittelbestandteil wie Fett, Milcheiweiß oder
Zucker wird durch etwas Neues, meist durch Luft, Wasser,
minderwertige Rohstoffe und Chemie ersetzt.
Mit Imitaten versucht die moderne Lebensmitteltechnologie
(Food Design), Nahrungsmittel wie Butter, Milch und
Milchprodukte, Fleisch, u.a. nachzuahmen (zu imitieren).
Die Hersteller dieser Nahrungsmittel profitieren nicht
nur von der aktuellen Gesundheitswelle, sondern auch
von der europaweiten Rechtsangleichung des Lebensmittelrechts
innerhalb der EU. Es gelten nämlich für ein Produkt
im gesamten EU Raum die jeweils lockersten Qualitätsbestimmungen
und Vorschriften eines Mitgliedslandes. Ist zum Beispiel
in einem Mitgliedsland ein gesundheitlich bedenklicher
Zusatzstoff erlaubt, so wird er in allen anderen Mitgliedsstaaten
erlaubt, auch wenn er dort verboten war (z.B. Propionsäure).
Dies nennt man "Harmonisierung''.
In Deutschland ist z.B. der EU-Rechtsangleichung das
Reinheitsgebot für Bier und das Imitatverbot für Milch-
und Milchprodukte zum Opfer gefallen. Seither dürfen
Biere - aus Maiskleber oder Reis gebraut - verkauft
werden. Auch Butter darf mit dem billigen Sojaöl (in
Frankreich, England, Irland seit Jahren üblich) vermischt
werden. Der Begriff "light" ist lebensmittelrechtlich
nicht geschützt und bedeutet auch nicht, dass es sich
um ein kalorienarmes Produkt handelt.
Milchimitate
Milchimitate sind Erzeugnisse, bei denen das natürliche
Milchfett oder Milcheiweiß, ganz oder teilweise durch
milchfremde Zusätze ersetzt werden. Jedes Milchfett
hat bereits sein Imitat. Gerade bei den Streichfetten
(das Milchfett wird durch wesentlich billigeres Pflanzenfett
ersetzt) gibt es eine unüberschaubare Vielfalt. Der
Konsument tut sich schwer, ein Imitat von einem Originalprodukt
zu unterscheiden, da bei Aufmachung und Bezeichnung
eine Anlehnung an klassische Milchprodukte erfolgt.
Dies führt zu einer Täuschung des Verbrauchers.
Bei offener Ware muss überhaupt nichts deklariert
werden und die Verkäuferin weiß selbst nicht, was
das Produkt enthält bzw. ob es sich um ein Imitat
handelt.
Das erste Butter-Imitat war 1869 die Margarine, welche
aus Rindertalg, Milch, Wasser, zerkleinertem Kuheuter
und Natron hergestellt wurde. Verglichen mit der Herstellung
der heutigen Margarine war diese Rezeptur damals harmlos
und relativ natürlich. Die moderne Margarine Herstellung
geht durch viele fabrikatorische und chemische Prozesse
wie Extraktion, Raffination, Entlecithinierung, Entschleimung,
Entsäuerung, u.a. Das Ergebnis ist ein chemisches
Produkt, das mit Zusatzstoffen versehen ist (Fabrikfett)
und gesundheitliche Nachteile hat. Heute ist die Margarine
bereits ein eigenständiges Produkt, wird nicht als
Imitat angesehen und hat einen hohen Marktanteil.
Bei Streichfett-Imitaten ist das Milchfett durch wesentlich
billigeres und qualitativ minderwertigeres Fett ersetzt.
In Light-Margarinen wird die Hälfte des Fettes durch
Wasser ersetzt. Berechnungen ergaben, dass ein Kubikmeter
Wasser in dieser Margarine € 2.000,- kostet. Das rechnet
sich für die Hersteller ! Durch Zusatzstoffe ist es
den Nahrungsmitteltechnologen gelungen, dem Wasser
die Eigenschaften von Butterfett (Schmelz-, Streichfähigkeit,
sog. Mundausgleitung) zu geben. Europaweit erringen
die Light-Fette einen immer größeren Marktanteil,
der Butterverbrauch geht stark zurück. In England
haben die Butter-Imitate schon einen Marktanteil von
30 %, in den USA von 70% !
Leidtragende der Entwicklung sind u.a. auch die Milchbauern,
deren eigene Molkereigenossenschaften sich mit der
Imitat-Produktion befassen.
Umgeformt wird auch die Geschmacksrichtung der Konsumenten,
sodass das mit Aromastoffen versehene Imitat dem Naturprodukt
Butter vorgezogen wird. Dies bestätigten großangelegte
Versuche mit Testpersonen, denen das Imitat besser
schmeckte als das Original.
Aus dieser Entwicklung (kollektive Manipulation des
natürlichen Geschmacks - "Futterprägung") könnten
sich Absatzprobleme für Produkte, die nicht stark
verarbeitet werden und bei denen auf Zusatzstoffe
bewusst verzichtet wird (meistens Produkte aus ökologischen
Landbau aus der bäuerlichen Kleinproduktion), ergeben.
Andererseits entwickeln etliche wieder, die längere
Zeit die natürliche Ernährung praktizieren und auf
Fabrik- und Chemieprodukte verzichten, den natürlichen
Geschmackssinn und schätzen das Angebot dieser (Bio)bauern.
Auf jeden Fall ist Aufklärung notwendig.
Ein Blick aufs Kleingedruckte zeigt jedoch, worin
die Unterschiede zwischen Original und Imitat liegen.
Die Light-Produkte benötigen jede Menge Zusatzstoffe,
denn ohne diese lässt sich die Natur eben nicht kopieren.
Bei etlichen Zusatzstoffen kommt es zu krankhaften
Reaktionen (Allergien, Asthma, Hautprobleme, u.a.)
bis hin zu Erbgutschädigungen. Es werden Emulgatoren,
Farbstoffe, Aromastoffe, Konservierungsstoffe, Säureregulatoren,
künstliche Vitamine, Stabilisatoren, Antioxydantien
und vieles mehr zugesetzt.
Das Angebot von Light-Produkten auf Milchbasis reicht
von LightMargarinen, Light-Aufstrichen, Kaffeeweißer,
kalorienreduzierten Yoghurt, Dessertschäumen, Desserts
auf Sojabasis bis zu künstlichen Schlagobers in Spraydosen.
Aus Einsparungsgründen wird das Molkenprotein isoliert,
welches für Yoghurtmolkenpulver, Sauermolkenpulver,
Käsepulver-Ersatz, Topfenpulver-Ersatz verwendet wird
bzw. es werden Yoghurt-Imitate hergestellt.
Die Grundstoffe der Fett-Imitate sind Kohlenhydrate,
Eiweißstoffe und die Chemie. Ein Großteil der Imitate
wird in anderen Produkten verarbeitet. Bei der Herstellung
von Fertiggerichten und Halbfertigerzeugnissen wird
verstärkt auf die preiswerten Milch- und Fettimitate
zurückgegriffen. Sie werden verwendet z.B. für Speiseeis,
Tiefkühlkost, Mayonnaisen, Salatdressings, Saucen,
Fertigbackwaren, Desserts, Streichkäse, u.a.
Nachfolgend einige Rezepturen:
Simplesse:
aus Hühnereiweiß, Magermilch, Wasser, Pektin, Zucker,
Zitronensäure. Wird in Eis, Mayonnaisen, Dressings,
Streichkäse, u.a. verarbeitet.
Olestra:
Ist ein Fettersatz aus unverdaulichen Zuckerersatzstoff
(Zuckerpolyester). Dieser passiert den Körper lediglich
und wird unverdaut wieder ausgeschieden. Es kommt
zu Durchfall. Die Ausscheidungen stellen Sondermüll
dar!
Milchshake:
Milchersatz aus diversen Abfällen und Milchrückständen.
Inhalt: flüssige Nachprodukte der modernen Molkereitechnologie
werden mit bearbeiteten Schlachtabfällen, Lederabfällen,
Abfällen der Fleisch- und Fischindustrie, Kartoffelschälabfällen
oder künstlich gezüchteten Einzeller vermengt und
in Säuren gerührt. Die Endprodukte besitzen einen
guten Geschmack und haben weißes bis gelbliches Aussehen.
Zur Verhütung von Durchfällen infolge der nicht resorbierbaren
Kunstfette wird ein "Anti-Anal-Leakage-Agend" zugesetzt
(auf Deutsch: Schließmuskel-Auslaufsperre).
Trenta:
Holländischer Kunstkäse, besteht vollständig aus Pflanzenfett
und Zusatzstoffen. Käse-Imitate sind für die Fertiggericht-Herstellung
besonders gefragt (z.B., für Pizzas).
Wie gesagt, es gibt praktisch für jedes Milchprodukt
ein Imitat und viele Patente mit verbrecherischen
Inhaltsstoffen sind bereits angemeldet und wahrscheinlich
auch schon zugelassen.
Fleisch Imitate
Für Fleisch-Imitate ist die Sojabohne der Ausgangsstoff,
sie ist überhaupt der billigste und beliebteste Grundstoff
für die Agroindustrie. Aus Angst vor Eiweißmangel
greifen viele Vegetarier (das sind Menschen, die keine
toten Tiere essen) und Vegans (das sind Menschen,
die überhaupt nichts vom Tier essen) zu diesen denaturierten
Produkten. Diese Angst ist unbegründet, da mit Getreide,
Gemüse und Obst der Eiweißbedarf und der Bedarf an
Vitalstoffen bestens gedeckt ist.
Die Sojawürferl oder das Soja TVP (textured vegetable
protein) werden in einem aufwendigen Fabrikationsprozess
gewonnen (Extraktion mit Leichtbenzin, Dampfbehandlung,
Alkohol, Extraktion, Fällbad, u.a. außerdem Zusatz
von Aromastoffen, Bindemittel, Farbstoffen, Fetten,
Gewürzen, u.a.)
Diese Produkte haben natürlich in der Vollwertküche
nichts zu suchen.
Zucker Imitate
Genau betrachtet sind Süßstoffe Zucker-Imitate. Sie
imitieren den süßen Geschmack des Fabrikzuckers. Sie
belassen jedoch den Menschen in seiner oftmals übersteigert
süßen Geschmacksrichtung und halten sein Verlangen
nach Süßem aufrecht. Studien haben ergeben, dass Süßstoffe
nicht zur Gewichtsabnahme führen, sonder genau das
Gegenteil erreichen, nähmlich mehr Appetit. Darum
werden diese sogar in der Schweinemast verwendet !
Bei empfindlichen Personen können Unverträglichkeitserscheinungen
in Zusammenhang mit der Vollwertkost hervorgerufen
werden und bei hohem Konsum kann es zu Durchfall und
Störung der Hunger-Sättigungsregulation kommen.
(Welche unglaubliche gesundheitliche Probleme diese
Süßstoffe (wie
z.Bsp. Aspartam - das "Süße Gift") mir sich bringen,
werden wir in einem eigenen Artikel darlegen.)
Alkoholfreies Bier
Alkoholfreies Bier ist ein Imitat für Bier. Es wird
bereits die Hefe gentechnisch so manipuliert, dass
sie statt Alkohol Glycerin bildet, gerade soviel,
wie zur optimalen "Geschmacksharmonisierung" notwendig
ist. Außerdem werden jede Menge Zusatzstoffe zugesetzt.
Ein weiteres Patent von Gauri und Möller: Zusatzstoff
zu alkoholischen Getränken, damit der morgendliche
Kater vermindert wird. Extrakt aus Blut, Knorpeln,
Mutterkuchen und Zusatzstoffe. Prost!
Light Produkte für
Gewichtsabnahme
"Light" heißt nicht unbedingt kalorienarm. Dass Light-Produkte
schlank machen, ist eine Illusion, die die Werbung
aufrechterhält. Versuchsreihen haben ergeben, dass
vom Light-Produkt mehr gegessen wird als vom traditionellen
Nahrungsmittel.
Light Produkte und
gesundheitliche Aspekte
Imitate sind stark verarbeitete Produkte mit vielen
Zusätzen, chemischen Hilfsstoffen (Emulgatoren, Stabilisatoren,
Farb, Aroma-, Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker,
u.a.) und führen bei regelmäßigem Verzehr zu gesundheitlichen
Störungen (z.B. Auslösung bzw. Verstärkung von allergischen
Erkrankungen).
Imitate nützen dem Hersteller und dem Handel (gute
maschinelle Verarbeitung, lange Haltbarkeit). Es lassen
sich damit große Gewinne erzielen, denn meistens wird
das Imitat, welches aus billigem Rohstoff (und Wasser
- siehe Light-Streichfette) erzeugt wird genauso teuer
oder teurer verkauft als das Original.
Leider wird durch das optische Outfit und die Bezeichnung
ein Original nur allzu oft vorgetäuscht und dem Verbraucher
fällt es immer schwerer, Original und Imitat auseinander
zu halten. Ich denke, dass sich die Frage nach all
diesen Ausführungen: Light-Produkte - Genuss ohne
Reue? eindeutig beantwortet hat.
Quelle: Natürlich Leben
Kommentar der INITIATIVE
Information Natur Gesellschaft:
Wenn Ihnen nun der Appetit vergangen ist oder sie
nicht mehr sicher sind, was Sie überhaupt noch essen
dürfen - dann gehen Sie zum (Bio)Bauern in Ihrer Nähe,
zum Naturkostladen oder ähnlichen Geschäften, in Ihren
eigenen Garten, und so weiter. Diese natürlich erzeugten
"Lebensmittel" führen zu wahren Gaumenfreuden, sorgen
für Wohlbefinden, Gesundheit und Genuss ohne Reue.
Denken Sie daran, dass Sie mit Ihrer Kaufentscheidung
alles steuern. Aber oft zählt nur der Preis und darum
wird in Billigmärkten auf diese minderwertigen Waren
gegriffen.
Für einen Liter Motoröl ist jeder bereit 20,-
Euro per Liter auszugeben, für unser Salatöl nehmen
wir aber das Billigste vom Billigen, welches vielleicht
1,- Euro kostet. Mahlzeit !
INITIATIVE Information - Natur - Gesellschaft : Oberaschau
27 - A-4882 Oberwang -
Tel. 06233/833122 - Fax. O6233/83319 - Mail. iing@aon.at
- Homepage: www.initiative.at.tf
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