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So arbeiten Terroristen und Geheimdienste

Ein kurzer Denkansatz: Als die RAF 1989 Alfred Herrhausen in Bad Homburg ermordete, war die fatale Wirkung nicht etwa der Sprengstoff selber, sondern eine Eisenplatte innerhalb dieses Sprengsatzes, die auf fast 40.000km/h beschleunigt wurde… Die hob den Wagen von Herrhausen meterhoch in die Luft und zerfetze das Auto trotz Panzerung. Die Sprengung erfolgt mittels einer Lichtschranke, deren Aufbau man als Baustelle tarnte. Interessant: Auch an Haiders Todesstrecke findet sich unmittelbar neben dem geschrotteten Auto eine Minibaustelle, die am Anfang der Presseberichterstattung – dann aber nie wieder – erwähnt wurde.

Bild 4: "Autowrack Herrhausen" Die Terroristen hatten ihr Handwerk in Speziallehrgängen beim DDR-Geheimdienst Staatssicherheit gelernt. Die Ostdeutsche Schlapphuttruppe schickte ihre Verkehrs-Opfer auch auf verdeckteren Wegen in den Tod: Der hierfür gebräuchliche Fachausdruck zu Stasizeiten nannte sich “Verblenden”. Dazu baute man eine Blendanlage auf (2 Scheinwerfer + eine Batterie). Bei Einfahren des Zielfahrzeugs schaltete man diese mit maximaler Blendwirkung ein und erreichte so die optische Täuschung eines frontal entgegenkommenden sehr breiten Fahrzeugs (LKW). Die typische Reaktion ist dann das Verreißen des Fahrzeugs nach rechts von der Straße weg. Das führt einerseits zum Verlassen der festen Straße und weiterhin meist zu einem mehrfachen Überschlag über die linke Wagenhälfte (Fahrerseite) mit maximalem Schadenseintritt. Ist die Gegend zudem baumbestanden, kann man auch noch auf ein hochgeschwindiges Auftreffen der Fahrgastzelle an ihrer schwächsten Zone (Türseite) auf einen Baum hoffen, was zu einer Maximierung der Schadenswirkung führt. Dieser Coup wurde zu DDR-Zeiten vom MfS mehrfach und erfolgreich in Westdeutschland praktiziert.
Als weitere oder begleitende "Unfallursachen" gebräuchlich waren Zeitzünderbomben, Schüsse auf die Reifen, das verdeckte Verabreichung von Drogen an den Zu-Verunfallenden oder die Gasflutung der Fahrgastzelle, die den Fahrer binnen weniger Minuten in den Todesschlaf schickt. Als bekanntes Opfer der Stasi-amtlichen Unfallstatistik gilt der "republikflüchtige" Fussballspieler Lutz Eigendorf.

Bei Anschlägen und im Sicherheitsbereich werden auch sog. Hochleistungs-Blendlampen verwendet, die in kürzester Zeit (wenige Hundertstelsekunden) eine äußerst große Lichtmenge gerichtet abgeben, sodass der Blendeffekt auch bei Tageslicht voll wirksam ist. Diese gibt es heute schon in einem recht handlichen Format. Das Opfer wird dabei für eine kurze bis mittlere Zeitspanne Zeit praktisch blind - eine äußerst gefährliche Situation z.B. in Tunnels oder allgemein bei höheren Fahrgeschwindigkeiten. Auch im militärischen Bereich kommen solche Geräte in speziellen Situationen zum Einsatz. Das Wissen hierüber hat sich bis dato in mafiöse und politisch extremistische Kreise hinein "demokratisiert". Entsprechende Blaupausen finden sich sogar im Internet: Abmessung der Kurve, Positionierung und Bauanleitung der Lichtanlage die in einen Rucksack passen muss, Zeitpunkt der Blendauslösung, Positionierung von Beobachter und Blender, Spurenminimierung etc pp. Einige linke Aktionsseiten empfehlen den Blendeinsatz als probates und vor allem spurenfreies Mittel zum Beseitigen von politischen Gegnern .


Eine geheimdienstliche Hand hätte im Fall der Klagenfurter Todesfahrt wahrscheinlich auch auf die Mikroelektronik des Unfallwagens zugegriffen. Die neuen Kfz sind durch die umfangreiche Elektronik leichter zu manipulieren, als "Oldtimer". Bei dem elektronisch gesteuerten Lenksystem des Phaeton ist etwa eine Manipulation durch Austausch des Steuerchips durch einen umprogrammierten vorstellbar. Durch den CAN-Feldbus sind sämtliche relevanten Sensordaten verfügbar, so dass beispielsweise eine Programmierung dahingehend aussehen kann, bei Überschreiten einer bestimmten Geschwindigkeit und Querbeschleunigung (= Kurvenfahrt), die Sensordaten von der Lenksäule falsch zu interpretieren. Ein gutes Auslösemoment wäre ein Überholvorgang nebst Beschleunigung -wie im Fall Haider. Im Ergebnis wäre das beschleunigte Auto so zu manipulieren, das es vom Fahrer weder gesteuert noch gebremst werden kann. Auch das erinnert an die Todesfahrt vom 11.Oktober.

Ein Enfant Terrible im Fadenkreuz

Obwohl die österreichische Presse wie gesagt derartigen Überlegungen diametral entgegenwirkt, wird die Mordthese weithin diskutiert. Selbst "Bild"-Reporter Karl Wendl beginnt seinen Nachruf "So war er wirklich" mit den Worten: Der Anruf kam Samstagmorgen, kurz nach sechs Uhr: „Jörg Haider ist tot!“ Erst konnte ich es gar nicht glauben: „Ein Anschlag?“, fragte ich, schließlich galt Haider seit Jahren als der meistgefährdete Politiker Österreichs.
Die Tatsache, dass extremistische Haidergegner im In- und Ausland das Ableben des Landeschefs unverhohlen feierten, zeigt, dass die Mutmaßung einer Absicht hinter dem Geschehens nicht einfach von der Hand zu weisen ist.
Nach dem Motto "Viel Feind viel Ehr" bot Haider seinen Gegnern stets Angriffsflächen. Mehr Ecken und Kanten sind für einen Politiker kaum vorstellbar: Haider bezeichnete Bush als Kriegsverbrecher. Besuchte noch während des US-Aufmarsches gegen den Irak Saddam Hussein in Bagdad. Warb für das "palästinensische Recht auf Widerstand". Er hatte sich mehr als nur einmal mit Israel und dem Zionismus überworfen (über dessen Vertreter in Wien, Ariel Muzicant, Haider in öffentlicher Rede sagte "Ich kann nicht verstehen wie jemand Ariel heißen kann, wenn er soviel Dreck am Stecken hat"). Straffällige Ausländer schob er in Lager oder gleich über die Grenze ab. Die Nachbarschaft zu Slowenien war über die überaus restriktive Minderheitenpolitik Kärntens zutiefst vergiftet. Haider präsentierte sich - zumindest verbal - als entschiedener EU- Kritiker. Und um das Maß voll zu machen, bezeichnete er eine Woche vor seinem Tod die Bankenwelt ganz allgemein als "Mafia". Einschlägige Drohungen gegen Haider gab es zuhauf. Als seine FPÖ im Jahr 2000 zweitstärkste Partei wurde und mit der konservativen ÖVP eine Regierungskoalition bildete, führte das zu internationalen Protesten, da die Freiheitlichen im Ausland teilweise als rechtsextreme Partei angesehen wurden. In einer abgestimmten Aktion stellten die Regierungen der anderen EU-Staaten ihre diplomatische und politische Kontakte mit Österreich vorübergehend ein („Sanktionen“). Auf den Straßen Wiens kam es zu regelmäßigen Demonstrationen von Gegnern der Koalition („Donnerstags-Demonstrationen“), an denen Vertreter des kulturellen, medialen, grünen und roten Establishments teilnahmen, während mitmarschierende linke Aktivisten „Widerstand, Widerstand, stellt den Haider an die Wand“ skandierten.
Zur gleichen Zeit machten die ORF-Kabarettisten Stermann und Grissemann in verschiedenen Interviews ihrem „Antifaschismus“ Luft: „Wenn man den Haider stoppen wollte, müsste man ihn erschießen. Irgendjemand, der nur noch zwei Monate zu leben hat. Wenn Haider weg ist, ist es auch mit der Partei aus.“ Und bei einer anderen Gelegenheit: "Der einzige Tisch, an dem man sich mit Haider sehen lassen kann, ist der Obduktionstisch, auf dem er liegt." Mit einem Prozess konfrontiert, erklärt das Duo lau, man habe halt ein wenig unbedacht „vor sich hingebrabbelt“. Die linke deutsche Wochenzeitung Jungle World bedauerte die Entschuldigung und wünschte in einem Kommentar unverblümt, dass der Vision echte Taten folgen.
Zwischen diesem ersten großen Wahlsieg im Jahr 2000 und seiner Renaissance im Oktober 2008 hat der prägende Kopf des Freiheitlichen Lagers wahrscheinlich mehr Anfeindungen, Drohungen und anonyme Briefe auf sich vereinigt als der Rest seiner mitteleuropäischen Kollegen zusammengenommen.
Auch radikale Muslime bedrohten den Volkstribunen, nachdem dieser - um eine angeblich “schleichende Islamisierung” zu verhindern - in Kärnten eine Kampagne für ein Minarettverbot angestoßen hatte; fast auf den Tag genau ein Jahr vor dem folgenschweren Unfall meldete die Österreichische Presseagentur APA unter der Überschrift „Terrordrohung gegen Landeshauptmann Haider bestätigt“: Die Bedrohung durch radikale Islamisten wird immer größer. Nun ist eine Liste mit potentiellen Terrorzielen in Österreich aufgetaucht. Aus dieser Terrorziel-Liste geht hervor, dass auch Landeshauptmann Haider bedroht wird, er gehört zu den gefährdeten Personen.
Als das Nationalliberale Lager schließlich bei den Bundeswahlen 2008 einen neuen Erdrutschsieg verzeichnete und wie 2000 als möglicher Koalitionspartner gehandelt wurde, erreichte Haiders Konfliktpotential einmal mehr paneuropäische Ausmaße. Diesmal lag der Zündstoff in dem immer stärker aus der Bahn geratenden EU-Einigungsprozess. Gerade erst hatten sich die Iren nach einem Referendumsentscheid aus dem dümpelnden europäischen Kahn verabschiedet. Internationale Beobachter hielten nun ein ähnliches Ausscheren auch in Österreich für möglich, wo die den Kanzler stellenden Sozialdemokraten die Große Koalition nicht zuletzt mit der Forderung hatten platzen lassen, das Volk über die Europäisierung ihres Landes abstimmen zu lassen. FPÖ und BZÖ, die sich seit vielen Jahren für ein solches Plebiszit aussprachen, drängten in die Regierung, was die Aussichten der Abstimmung aus Eurokratischer Sicht noch verschlechterten. Ein Schlinger- oder Abnabelungskurs nun auch der Österreicher aber musste weitreichendste Folgen für die Europäische Union als ganzes haben. In Brüssel lagen die Nerven blank: Über die Staatsgrenzen hinweg diskutierte die regierungsnahe europäische Presse in einer konzertierten Aktion verdeckte geopolitische Hintergründe des irischen „Scheiterns“. So erfuhr die mit Geheimdienstenthüllungen ansonsten nicht gerade verwöhnte Öffentlichkeit, dass die Vereinigten Staaten hinter dem europäischen Aufspaltungsprozess steckten. Das Pentagon versuche das Heranwachsen einer neuen – konkurrierenden – Supermacht zu bremsen. Die aufwändig betriebene „No“-Kampagne in Irland sei mehr oder weniger im Alleingang von dem Multimillionär Declan Ganley bezahlt worden, einem Strohmann des CIA. Dieser beispiellose Vorgang – die westliche Diplomatie versagt sich seit jeher das gegenseitige Waschen schmutziger Wäsche, da allerorten zu viele Leichen im Keller liegen - musste der mutmaßlich ebenfalls ferngesponserten österreichischen Rechten eine letzte Warnung sein.
Dass selbst demokratiegebundene Staaten zu drastischen Mitteln greifen können, wenn sie vitale Interessen tangiert sehen, zeigt der Fall des Niederländischen Rechtspopulisten Pim Fortuyn, der ermordet wurde, als er einen Milliardenschweren amerikanisch-holländischen Luftwaffendeal blockierte (was Haider 2002 ebenfalls tat- und ihm Morddrohungen eintrug) Den Mörder verkaufte man der Öffentlichkeit als verschrobenen Exzentriker. Als der prominente Regiesseur Theo van Gogh die komplottösen Hintergründe des Mordes in einem Politthriller darstellen wollte, wurde er gleichfalls ermordet. Ebenfalls von einem Einzeltäter ohne Hintermänner.

26. September Enthüllungen zum Irland-Referendum im Wiener Kurier: Declan Ganley ist bereits EU-weit aktiv, um eine Plattformder EU-Kritiker für die Europa-Wahlen 2009 zu bilden: Mit ihm im Boot sitzen Rechtspopulisten... 28. September Die nationalliberalen Parteien FPÖ (Strache)und BZÖ (Haider) erringen bei den Nationalratswahlen einen Erdrutschsieg. 8. Oktober Treffen der konkurrierenden Parteichefs Strache und Haider führt zu Annäherung beider Seiten. Bereitschaft miteinander an einer Koalition teilzuhaben, vorzugsweise mit der ÖVP 8.-10. Oktober Radikaler Einsturz der Wiener Börse, die zeitweise geschlossen wird. In einem seiner letzten Fernsehauftritte hatte Haider gesagt: „In Wirklichkeit sind die Banken eine riesige Mafia, die die ganze Welt vergiftet.“ 11. Oktober Haiders Todesfahrt beendet die Aussicht auf eine tragfähige Koalition unter Einschluss der Nationalliberalen, da dem BZÖ ohne ihr Zugpferd kein langer Bestand vorausgesagt wird.



Haider für EU-kritisches-Referendum (englisch)





Haider gegen die Bankenmafia, durch satirische Untertitel nachberarbeitet




Sicher, Haider wurde nicht ermordet. Er fiel „nur“ einem Umfall zum Opfer. Aber: Auch Verunfallungen dissidenter Politiker sind nicht so selten, wie man gemeinhin denken mag. Erst im August 2005 starb Robin Cook, britischer Außenminister der Jahre 1997-2001, "an Bluthochdruck" während einer leichten Bergwanderung in Schottland.

"Beim Kollabieren infolge des Bluthochdrucks" zog sich der 59ährige Labourpolitiker außerdem einen Genickbruch zu. Cook hatte nur vier Wochen zuvor die Al Kaida als “wörtlich übersetzt ‘die Datenbank’ des CIA” bezeichnet und ihr Relevanz außerhalb des Einflusses westlicher Geheimdienste abgesprochen. (Robin Cook, The struggle against terrorism cannot be won by military means, The Guardian, 8. Juli 2005) Für eine Beteiligung an einer die Blair-Regierung ablösende Regierung unter Gordon Brown wurde der Name Robin Cook hoch gehandelt. Die auf Staatsräson festgelegte und nicht selten von Geheimdiensten geschmierte öffentlich-rechtliche Medienmaschinerie fragte nie nach möglichen politischen Gründen, die das Genick des populären Volkstribunen gebrochen haben mögen.

Nicht anders wird es im Fall Haider sein.


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