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Terror gegen Amerika
(Teil 3/3)

 

 

Das Geld liebt den Krieg
Sogar der Hochfinanz könnten die Terrorschläge von New York gelegen kommen. Weil nämlich die Gefahr besteht, daß sie zum Auslöser für einen Krieg globalen Ausmaßes werden. Alan Greenspan, Chef der US-Notenbank, deutete schon vor längerer Zeit an, daß die globalen Finanzmärkte zusammenbrechen könnten. Ein großer Krieg würde die Verluste der Hochfinanz ausgleichen, denn nicht umsonst kennt man in Finanzkreisen den Spruch ‚Geld fließt da, wo Blut vergossen wird.'
Interessant ist in diesem Zusammenhang, daß in den zwei Wochen vor den schrecklichen Terroranschlägen vom 11. September 2001 sukzessive einige Milliarden US-Dollar auf eine massive Abwertung der Börse gesetzt wurden (Future-Handel). Haben da gewisse Finanzkreise dieses Verbrechen vorausgeahnt?

Können Bilder lügen?
Mit den symbolträchtigen Anschlägen auf das Pentagon (militärische Macht) und das World Trade Center (wirtschaftliche Macht) wurde der amerikanische Stolz mindestens so gedemütigt wie seinerzeit in Pearl Harbor. Und das ist gefährlich. Nicht nur für Afghanistan, sondern für die ganze Welt. Man weiß nicht, wie die USA reagieren werden und was die Antwort der islamischen Welt darauf sein wird.
Es fällt nicht leicht, besonnen zu bleiben, wenn man die schrecklichen Bilder von New York vor Augen hat. Schwer zu ignorieren sind auch die Bilder der jubelnden Palästinenser, die der Nachrichtensender CNN wiederholt über den Äther in die Welt hinaus strahlte, begleitet von den schrecklichen Bildern der beiden brennenden Hochhäuser. Palästinenser, die sich am Grauen, das New York heimsucht, freuen. Sie essen sogar Kuchen und schneiden fröhlich Grimassen in die Kamera. Wie schamlos!
Schamlos von CNN, behauptet ein Professor der Universität von Campinas in Brasilien. Er habe genau diese Bildsequenzen mit seinem Videorecorder mitgeschnitten - vor über zehn Jahren, als irakische Truppen 1991 in Kuwait einmarschiert waren.
CNN dementiert heftig: Es handle sich um Bilder, die am Tag der Katastrophe von Reuters in Ostjerusalem aufgenommen worden seien. Die Vorwürfe seien bloß Verleumdungen von Globalisierungsgegnern. Es wäre jedoch nicht das erste Mal, daß Fernsehsender Nachrichten etwas zurechtgebogen hätten (vgl. ZS 22, Seite 3). Andere Stimmen wiederum behaupten, die ‚Feier' der Palästinenser sei von den Journalisten inszeniert worden: Passanten seien von dem Kamerateam bezahlt worden, damit sie sich vor den Kameras produzierten.
Wer nun auch immer recht haben mag, eine Frage bleibt: Weshalb wurden diese Bilder jubelnder Palästinenser so oft ausgestrahlt? Die Verantwortlichen von CNN --allen voran der neue Boß Walter Issacson - mußten sich doch bewußt sein, daß sie mit dem Ausstrahlen dieser Bildsequenzen den Haß des amerikanischen Volkes auf die Palästinenser noch stärker anheizen würden. Dies unterstützt Kriegsgeheul statt Besonnenheit.

Und der Gewinner heißt - Israel
So paradox es klingen mag: Die Terroranschläge, die zumindest vordergründig von islamischen Fundamentalisten begangen wurden, waren eigentliche Befreiungsschläge für Israel. Der Besatzungsmacht im Nahen Osten blies in den letzten Wochen ein rauher Wind entgegen: Viele europäische Staaten verurteilten das harte Vorgehen der israelischen Armee auf palästinensischem Boden. An der vor wenigen Wochen in Durban, Südafrika, abgehaltenen UN-Konferenz zum Thema Rassismus gab es starke Kräfte, welche den jüdischen Zionismus und die israelische Besatzungspolitik als Rassismus eingestuft sehen wollten, wie es vor Jahren bereits einmal durch eine UNO-Resolution geschehen war.
Die neue US-Regierung unter Bush bemühte sich krampfhaft, nicht in den Strudel der Gewalt hineingerissen zu werden. Die Macht der Israellobby ist zu groß, als daß Bush es gewagt hätte, Israel in die Schranken zu weisen; also versuchte er, sich aus dem Kleinkrieg herauszuhalten.
George Friedman, Chef der internationalen Nachrichtenagentur Stratfor, brachte es am Tag des Anschlages auf den Punkt: "Ob Absicht oder nicht, der große Gewinner ist der Staat Israel. Die heutigen Ereignisse haben Arafats beinahe erfolgreichen Versuch, einen Keil zwischen Israel und die Vereinigten Staaten zu treiben, zunichte gemacht."
Nach diesen Terrorakten könnten die Amerikaner nicht länger von Israel verlangen, die Selbstmordattentate der Palästinenser einfach so zu ertragen, argumentierte Friedman weiter. Außerdem würde nun Israel ein weiteres Mal zu einem unverzichtbaren Verbündeten der USA werden in ihrem Kampf gegen die radikal islamischen Organisationen, die man hinter diesen Anschlägen vermute. "Damit haben die Vereinigten Staaten nicht nur dieselben Ziele wie Israel, sondern sie sind auch von den Israelis abhängig, deren Fähigkeiten im Bereich des Geheimdienstes und der verdeckten Operationen im Nahen Osten offensichtlich gebraucht werden."
Israels Premier Scharon nutzte sogleich die Gunst der Stunde und ließ Panzer in den autonomen Gebieten auffahren. Ein israelisches Kabinettsmitglied betonte denn auch, was mit Bomben in Israel begonnen habe, ende nun mit der Katastrophe von New York. Und der ehemalige Premier Ehud Barak gebrauchte am 13. September 2001 der französischen Zeitung Le Monde gegenüber Worte, die an Deutlichkeit nicht zu übertreffen sind: "Nach dem, was in New York und Washington geschehen ist, muß die ganze Welt einen globalen Krieg führen gegen die Feinde Israels."

Ein Kampf der Kulturen zum Ziel?
Lyndon LaRouche äußerte genau diese Befürchtung einen Tag zuvor am kanadischen Radiosender CFRB in Toronto: "Ich glaube, daß es sich bei diesen Terroranschlägen um eine künstlich herbeigeführte Krise handelt. Jemand will einen Krieg im Nahen Osten, Jemand will, daß die USA auf den Nahen Osten und andere arabische Regionen einschlagen. Das würde den geopolitischen ‚Kampf der Kulturen' auslösen, den Zbignew Brzezinski [der jüdische Sicherheitsberater von US-Präsident Jimmy Carter] und sein Freund Huntington vorgeschlagen haben."
Man wolle unter den eine Milliarde zählenden Moslems, die keineswegs eine geeinte Kraft darstellten, eine Kettenreaktion der Gewalt auslösen, so LaRouche weiter, die Eurasien ins Chaos stürzen soll, damit niemand mehr in der Lage wäre, Eurasien durch wirtschaftliche Zusammenarbeit zu einigen.
Ob diese düsteren Prophezeiungen der Wahrheit entsprechen, wird sich weisen. Eines jedoch ist gewiß: Politik ist selten das, was sie zu sein vorgibt.

- Teil 1:


- Teil 2:


- Teil 3:
 

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