Mit der Dorn-Methode haben viele Therapeuten
ein ‚Handwerkzeug' zur Verfügung, mit dem sie bei erwachsenen
Menschen mit Rücken- oder Gelenksproblemen sehr einfach, schnell,
ungefährlich, sanft und ohne Medikamente helfen können. Durch
diese manuelle Arbeit am Körper von Schmerz geplagten, in der
Bewegung eingeschränkten und kranken Menschen haben Dieter Dorn
und viele andere langjährige Dorntherapeuten einen großen Erfahrungsschatz
zusammengetragen, der weit über die Beseitigung von Ischias
oder Hals- und Wirbelsäulenproblemen hinausgeht (vgl. ZS 10,
Seite 10). Durch die vielen Dorn-Selbsthilfeübungen ist fast
jeder in der Lage, nach einer Dornbehandlung zukünftige Rücken-
und Gelenksprobleme zu vermeiden.
Aber auch bei den Babys und Kleinkindern wäre es besonders wichtig,
die Wirbelsäule und Gelenke immer wieder zu kontrollieren und
allenfalls zu korrigieren, damit eine solide Basis für das zukünftige
Leben dieses Menschen gelegt wird. Viele Probleme in späteren
Jahren werden in der Kindheit gesät. .
Das Knochengerüst hat in der körperlichen Entwicklung eines
Menschen eine grundlegende Bedeutung. Es ist das starke Gerüst,
in dem sich alle Organe und Nerven-, Muskel-, Sehnen-, Bindegewebe-,
Hormon-, Verdauungs- und Kreislaufsysteme entwickeln. .
Das komplizierte Knochengerüst in unserem Körper gibt uns nicht
nur unsere Form, Stabilität, Beweglichkeit und Belastungsfähigkeit,
sondern es beeinflußt bei Fehlhaltungen auch in hohem Maße die
Organe und Steuerungssysteme unseres Körpers. .
Feste Zuordnungen zwischen speziellen Wirbeln und Organen wurden
erkannt. Ebenfalls auch die Zusammengehörigkeit mehrerer Wirbel
zu bestimmten Meridianen unseres Körpers, die örtlich manchmal
weit auseinander liegen. Hier finden wir eine Übereinstimmung
mit der allgemeinen Meridianlehre. .
Diese Zusammenhänge machen deutlich, wie stark und mannigfaltig
ein verschobener Hals-, Brust- oder Lendenwirbel, ein verdrehtes
Kreuzbein oder ein schiefes Becken unser Wohlbefinden beeinträchtigen
können. .
.
Beschwerden aller Art.
Welche Auswirkungen haben verschobene Wirbel und Gelenke gerade
bei Babys, Kleinkindern und großen Kindern? Sie befinden sich
in der Phase der körperlichen Entwicklung und Fehlstellungen
des Knochengerüstes bedeuten häufig eine Behinderung oder Blockade
in der Entwicklung der Organe und aller Körpersysteme. Bei Erwachsenen
zeigen häufig Schmerzen an, daß irgend etwas verrutscht ist.
Babys und Kleinkinder können dies jedoch noch nicht artikulieren.
.
Verschobene Wirbel oder verrutschte Gelenke können im Kind eine
Vielzahl von Reaktionen hervorrufen: Häufiges Schreien, Unruhe,
Trägheit, Durchschlafprobleme, Verdauungsstörungen, ungewöhnliches
Verhalten, erhöhte Krankheitsanfälligkeit, verzögerte Entwicklung,
Kleinwuchs, Schiefhals, kindliche Skoliose (eine seitliche Verkrümmung
der Wirbelsäule), Schwäche, unsymmetrische Bewegungen (beim
Zappeln, Krabbeln, Laufen, Greifen, Kopfdrehen), unsymmetrische
Haltung (Fußstellungen, Pofalten), Hautprobleme (Neurodermitis),
Augen- und Ohrprobleme, Seh- und Hörschwächen, vermeintliche
Erbkrankheiten, Lernschwäche, Konzentrationsstörungen, Überaktivität,
Blasenprobleme, Bettnässen, Bewegungsunlust, schlechte sportliche
Leistungen, Neigung zum Übergewicht, häufige Erkältungen, Husten,
Asthma, Bronchitis, Herzprobleme, Bluterkrankungen. .
Meist werden diese Symptome schulmedizinischen Erkrankungen
zugeordnet, was sie aber häufig nicht sind. So können bloß verschobene
Wirbel, ein verdrehtes Kreuzbein oder verrutschte Gelenke dahinter
stecken. Das wäre dann sehr leicht und ohne den Einsatz von
Medikamenten zu korrigieren, wenn die Eltern, der Therapeut
oder Arzt nur wüßten, wie! .
Bei Erwachsenen ist es nach einer Dornbehandlung wichtig, durch
ständiges Anwenden der Selbsthilfeübungen nach Dorn in einem
ausgeglichenen körperlichen Zustand zu bleiben. Ebenso muß man
auch bei den Kleinen das Knochengerüst und die Gelenke immer
wieder kontrollieren und korrigieren. Wir sehen immer wieder,
daß bei Erwachsenen durch kleinste Verschiebungen der Wirbel
und Gelenke über einen längeren Zeitraum gravierende Probleme
auftauchen, die häufig gar nicht mehr mit dem Knochengerüst
in Verbindung gebracht werden. Diese Probleme verschwinden aber
in vielen Fällen, wenn nach Dorn behandelt wurde. Bei den Babys
und Kleinkindern zeigen sich die Probleme durch verschobene
Wirbel und Gelenke anders als bei den Erwachsenen. .
Das Wissen um diese Zusammenhänge ist für alle, die mit kleinen
und großen Kindern zu tun haben, besonders wichtig. Man sollte
ihre Beinlängen periodische überprüfen und nötigenfalls die
Gelenke wieder reinschieben, wenn Längendifferenzen auftreten.
Das dürfen wir nicht den Ärzten überlassen. Gerade die Mütter
sollen ermutigt werden, es bei Ihren Kindern selber zu tun.
.
Bei den heutigen Geburten kommt es manchmal zu starken Krafteinwirkungen
vor allem am kindlichen Kopf. Das kann zu Verschiebungen an
der Halswirbelsäule und oberen Brustwirbelsäule führen. Vor
allem bei großen Babys kann die Entwicklung der Schulter manchmal
durch den Geburtsvorgang erschwert sein. Der untere Körperteil
des Babys ‚flutscht' meist ohne äußere Kraftwirkung heraus.
Häufig rutschen die Hüftgelenke aus den meist noch nicht voll
entwickelten Hüftgelenkspfannen, weil die Eltern das Baby nach
der Geburt falsch hochheben, halten und ablegen. So kann es
leicht zu Hüftgelenks-, Lendenwirbel- und Kreuzbein-Verschiebungen
kommen. Vieles wird durch das Baby von selbst wieder durch unbewußte,
natürliche Bewegungen eingerenkt, aber das hat seine Grenzen.
.
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In unserem Artikel erfahren Sie, wie man schon Babys nach Dorn
therapieren kann. Spreitzhöschen und dergleichen werden damit
überflüssig. Wir berichten von Fällen, wo Kinder und Jugendliche
so starke Rückenschmerzen hatten, daß eine Operation unumgänglich
schien, von chronischen, kaum aushaltbaren Kopfschmerzen, Asthmaanfällen
und chronischen Magenkrämpfen bei Kleinkindern, die alle ohne
Medikamente oder chirurgische Eingriffe behoben werden konnten
- allein durch das Einrenken der Wirbelsäule und Gelenke.