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Wenn das Bewußtsein mit der Materie kommuniziert
Schrauben
werden allein durch Gedankenkraft herausgedreht, feste Objekte
tauchen aus dem Nichts auf und können sogar Wände durchdringen.
Der Zufall wird manipuliert und ein Wissenschaftler beweist,
daß das Bewußtsein Krankheiten beeinflussen kann: Die Psychokinese
gibt nach und nach das Geheimnis ihrer subtilen Kräfte preis,
obwohl noch längst nicht alles
aufgeklärt ist.
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Von Ernst Meckelburg
Ich war dabei gewesen, stand direkt neben ihm, schaute
ihm auf die Hände, auf jeden seiner Finger, als er
einen Löffel bog, den ihm ein TV-Journalist zögernd
gereicht hatte. Uri Geller, das Psi-Multitalent aus
England, demonstrierte wieder einmal eines seiner
unglaublichen Psychokinese-Kabinettstückchen. Diesmal
im Rahmen eines hochinteressanten Vortrags ‚Mind Power
- Die Kraft des Geistes', den er während der 17. Basler
Psi-Tage im Jahre 1999 gehalten hatte.
Uri hielt mit Daumen und Zeigefinger der rechten Hand
den Löffel am Stielende hoch, so daß jeder die einzelnen
Phasen des Biege-Experiments genau mitverfolgen konnte.
Mit dem Zeigefinger seiner linken Hand strich er sanft
über den Löffelstiel, immer und immer wieder, vielleicht
zwanzig-, dreißig Mal. Plötzlich, leise, seine lakonische
Bemerkung: "It softens" (er wird weich). Und dann
neigte sich die Löffelkelle, etwa ein Zentimeter hinter
dem Kellenansatz, auch schon langsam nach unten. Geller
stand da und hielt den Löffel hoch, so daß jeder deutlich
sehen konnte, wie sich der Löffel weiter bog. Nach
wenigen Augenblicken reichte er den Löffel einem der
Anwesenden, der erstaunt feststellte, daß sich dieser
immer noch bog, selbst dann, als er ihn auf einen
der Tische abgelegt hatte.
Gellers Biege- und andere Psychokinese-Experimente
kennt fast jeder, weltweit. Wir haben sie schon dutzende
Male im Fernsehen beobachten können... und doch ist
es etwas völlig anderes, ihnen unmittelbar, aus nächster
Nähe beizuwohnen, zu sehen, daß es keinen Trick, keinen
‚doppelten Boden' gibt. Taschenspielerei? Manche behaupten,
daß Geller mit seinen Fingern, denen eine Säure anhafte,
die Stieloberfläche bestreiche, bis diese ‚erweichen',
nachgeben und abbrechen würde. Wer eine solch unsinnige
Behauptung vorbringt, zeigt, daß er von chemischen
Prozessen und Werkstofftechnik keine Ahnung hat. Ich
selbst war in meiner Jugend als Chemielaborant tätig
und trotz größter Vorsichtsmaßnahmen mit allerlei
Säuren in Berührung gekommen. Im Laufe der Zeit sahen
meine Finger wie die eines Kettenrauchers aus. Uri
Geller aber hat sehr gepflegte Hände, die keinen Hinweis
auf Säuremanipulation bieten. Zudem käme es unter
Einwirkung von Säuren nicht zum Biegen, sondern zum
Materialbruch. Auch deutet der Nachbiege-Effekt auf
dem Tisch eindeutig darauf hin, daß bei PK andere
Kräfte am Wirken sind.
Spielarten der Psychokinese
Werner F. Bonin definiert im ‚Lexikon
der Parapsychologie' Psychokinese als "physikalisch
vorläufig unerklärliche, psychisch ausgelöste Bewirkungen
auf materielle Systeme" bzw. als "Bewegungen und/oder
Veränderungen von Körpern, ohne daß man deren Ursache
mit den heute bekannten Mitteln der Wissenschaft erklären
könnte". Psychokinese (PK) ist genau genommen nur
ein Sammelbegriff für eine Vielzahl von psychisch
bewirkten Phänomenen ganz unterschiedlicher Art. Der
Übersicht halber sollen hier die wichtigsten kurz
aufgezählt werden. Hierzu gehören u.a.:
-
Berührungslose
Biege- und Bewegungseffekte: Das Verformen von
Gegenständen wie Löffel, Gabel, Schlüssel usw. ohne
physische Krafteinwirkung bzw. das berührungslose
Bewegen metallischer oder nichtmetallischer Objekte
auf Distanz.
-
Teleportation:
Das berührungslose Verbringen von Objekten von A
nach B.
-
Apporte:
Das unerklärliche Beschaffen (Materialisieren) fremder
Objekte von irgendwo her.
-
Penetration:
Ein Vorgang, bei dem (während der Teleportation
oder des Apports) Objekte feste Gegenstände (z.B.
Wände) schadlos durchdringen.
-
Levitation:
Das unerklärliche frei in der Luft Schweben von
Gegenständen oder Personen (Autolevitation).
-
Pyrokinese:
Ein Vorgang, bei dem Objekte ohne entzündet zu werden
plötzlich in Brand geraten (z.B. in Spukfällen).
-
Materialisation/Dematerialisation:
Plötzliches Ver- bzw. Entstofflichen von Gegenständen.
-
Transmutation:
Stoffumwandlungen (ein Begriff aus der Alchemie);
sie werden heute meist quantenphysikalisch interpretiert.
-
Logurgie:
(Begriff aus der Geistheilung): Geistchirurgische
Eingriffe in den menschlichen Körper zur Beseitigung
von Krankheiten.
-
Unverletzlichkeit
des Körpers: Durchstechen von Körperteilen mit
Nadeln und Haken, Schlucken von Säbeln vor Röntgenschirmen,
ohne sich zu verletzen.
-
Gedankenfotos:
Gedankliches Einwirken einer Vorstellung von einem
Objekt auf einen Film (Bewußtsein beeinflußt die
Filmemulsion).
-
Spuk/Poltergeistphänomene:
Unkontrollierte psychokinetische Einwirkung, z.
B. auf Inneneinrichtungsgegenstände, oft ausgelöst
durch pubertierende Jugendliche.
-
Biokinese:
Psychokinetische Einflußnahme des Bewußtseins auf
biologische Systeme; Auslösung von Krankheiten auf
niedrigster stofflicher Ebene (evtl. auch autosuggestiv).
Das Bewußtsein
als Realitätsmacher
Die Wirkung eines Phänomens aufzuzeigen ist eine Sache,
eine stichhaltige Erklärung hierfür zu finden, eine
andere. Sehr häufig bringen Wissenschaftler die Psychokinese
mit der Quantenrealität in Verbindung, in deren Wirkungsbereich
die physikalische Welt weniger mit der gewohnten Realität
als mit unserer Wahrnehmung von dieser zu tun
hat. Dr. Richard Broughton vom ‚Institute of Parapsychology'
in Durham, North Carolina, meinte einmal:
"Eine Interpretation der bei PK-Versuchen erzielten
Ergebnisse besagt, daß das menschliche Bewußtsein
die ‚ultimative Realität' (sic) darstellt. Denn: Daten
sind nicht real, bis daß sie von jemanden empfangen
werden. Ferner können Personen die Realität verändern,
wenn sie diese wahrnehmen." Und genau das war geschehen,
als wir Uri zuschauten. Die Verfechter der Wahrnehmungsrealitäts-Theorie
konnten punkten, als Physiker die Natur des Elektrons
studierten und dabei erkannten, daß diese sowohl Partikel-,
als auch Wellenverhalten zeigen, d.h. sich dualistisch
verhalten. Aus dieser Erkenntnis ergab sich schließlich
Werner Heisenbergs berühmtes Unbestimmtheitsprinzip
(auch Unschärferelation).
Sie besagt, daß Ort und Impuls (‚Geschwindigkeit')
eines Teilchens niemals gleichzeitig genau gemessen
werden können: Je genauer der Ort festgelegt ist,
um so ungenauer läßt sich der Impuls messen und umgekehrt.
In seinem Buch ‚Lonely Hearts of the Cosmos' erklärt
der amerikanische Autor Dennis Overbye, wie der Atomphysiker
Niels Bohr das Unbestimmtheitsprinzip bei seinen Elektronenexperimenten
gedeutet hat: "Das Elektron besitzt keine Position
(Ort) bzw. kein Moment (Impuls) bevor es gemessen
wurde. Im gewissen Sinne existiert das Elektron vor
seiner Messung im Labor überhaupt nicht (!)." Bohr
behauptet, Elektronen wären wie Wellen, die "quer
durch den Raum wischen, um Ecken kurven und durch
Wände dringen." Wenn genügend Teilchen ein wellenartiges
Verhalten zeigen, könnten, so Bohr, "ein Baseball
eine Fensterscheibe durchdringen, ohne dabei sich
oder die Scheibe zu beschädigen."
Parapsychologen behaupten, daß, indem jemand einen
so genannten Zufallsgenerator (engl. Random
Event Generator; REG-Gerät) beobachte und auf dessen
Monitor die Verschiebung einer Kurve willentlich betreibe,
diese sich dann auch tatsächlich verschieben würde.
Broughton meint, die Ergebnisse seiner Experimente
würden nicht darauf hindeuten, daß eine mentale
Kraft die Atome des REG-Gerätes beeinflussen.
Er ist vielmehr der Meinung, das menschliche Bewußtsein
würde in den Zufallsgenerator Informationen einbringen
und dadurch die Wahrscheinlichkeit verändern, d.h.
das Gerät würde auf die eine oder andere Weise reagieren.
Dieser Ansicht sind auch die beiden Princeton-Wissenschaftler
Professor Robert Jahn und Brenda Dunne. Sie stellen
fest, daß das Bewußtsein, nicht die äußere Realität,
der ultimative Faktor jeglicher Beobachtung ist, und
daher könne das Bewußtsein das Verhalten der Wellen
und Partikel verändern - selbst in Apparaturen und
Maschinen. Hierzu Brenda Dunne: "Die REG-Geräte erzeugen
auf dem Bildschirm eine Zufallskurve. Es ist wie beim
Werfen einer Münze. Niemand kann das Ergebnis - Kopf
oder Zahl - voraussagen. Wenn aber die Testperson
ihre Absicht bekundet, mit der Maschine zu interagieren,
scheint dies die statistische Verteilung so zu beeinflussen,
daß es ein paar mehr Kopf- oder Zahlergebnisse gibt.
Es ist jedenfalls eine meßbare Veränderung. Wie dies
genau geschieht, wissen wir nicht. Es hat jedoch den
Anschein, als ob die Information (eine Abweichung
vom Normalen zu veranlassen) eingespeist und dadurch
die Entropie vermindert werden würde (was die Verschiebung
der Kurve bedeute). Auch scheint dabei die Entfernung
keine Rolle zu spielen... ganz gleich, ob die Testperson
nur ein Meter entfernt ist oder ob sie sich am anderen
Ende der Welt befindet. Am Resultat ändert sich nichts."
Jahn und Dunne gehen davon aus, daß es sich bei PK
nicht um eine physikalische Kraft im eigentlichen
Sinne handelt, sondern um eine Änderung des fundamentalen
Informationsgehalts. Auf irgendeine geheimnisvolle
Weise verbinden die Testpersonen ihre Absichten mit
einem Gefühl der Erweiterung ihres Selbst. Es ist,
als ob sie zu einem Teil der zu beeinflussenden Maschine
(hier das REG-Gerät), mit ihm verschmelzen würden.
Genau diesen Eindruck gewinnt man, wenn man Geller
beim ‚Biegen' beobachtet.
Dr. Dean Radin vom ‚Consciousness Research Laboratory'
der Universität Nevada spekuliert bereits, daß Bewußtsein
und Maschine die gleiche energetische Basis haben
könnten. Er sinniert: "Wenn man sein Bewußtsein auf
eine physikalische Einrichtung konzentriert, wird
ein Aspekt der betreffenden Person mit einem Teil
des Gerätes identisch."
Der bekannte Buchautor Ernst Meckelburg beschreibt
im folgenden viele sogenannte PK-Experimente, mit
denen die Existenz sogenannt ‚subtiler Kräfte' zweifelsfrei
wissenschaftlich bewiesen wurde. Manche von ihnen
sind ebenso faszinierend wie die Zaubertricks von
David Copperfield - nur daß sie unter streng wissenschaftlichen
Bedingungen durchgeführt wurden. Meckelburgs Bericht
ist nicht nur ein interessanter Streifzug durch das
Grenzgebiet der Parapsychologie, sondern enthält auch
den wissenschaftlichen Beweis, daß Krankheiten durch
das Bewußtsein beeinflußt werden.
Lesen Sie weitere interessante
Artikel in unserer Ausgabe
Nr. 39.
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2003 ZeitenSchrift
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