Von Ursula und Benjamin Seiler
Wer sich nicht mit der alltäglichen Desinformation
durch die Medien zufriedengibt und nach Hintergrundinformationen
sucht, stößt irgendwann auf die berühmt-berüchtigten
Verschwörungstheorien. Davon gibt es ja auch eine
ganze Menge. Staunend liest der Uneingeweihte über
außerirdische Rassen, die die Menschheit genetisch
manipulieren, von heimlichen Nazi-Divisionen, die
von der Gegend um den Südpol aus ihre Feldzüge gegen
die Menschheit planen - und wenn der geschockte Leser
dies gerade knapp verdaut hat, liegen ihm die ‚Dracos'
(Reptilienwesen) schwer im Magen, die angeblich in
Menschengestalt auf Erden ihr Unwesen treiben.
Wieder andere Verschwörungstheoretiker vermuten hinter
den führenden Weltpolitikern sogenannte ‚Walk-In's'
-also Außerirdische, welche sich kurzerhand den Körper
beispielsweise eines Präsidenten namens Bush oder
anderer berühmter Persönlichkeiten übergezogen haben.
Trashige Hollywoodfilme wie ‚Men in Black' lassen
grüßen! Kein Wunder, daß viele politisch Interessierte
nach solcher Lektüre alle Verschwörungstheorien in
Bausch und Bogen ins Reich Fantasién verbannen.
Allerdings gibt es dann immer die rein irdischen Weltverschwörer.
Ihnen wird unterstellt, daß sie bis zu 85 Prozent
der Weltbevölkerung auszurotten trachten - und die
restlichen Überlebenden mittels Genmanipulation, Lobotomien
und dergleichen zu hirnlosen, gefühlsarmen Biorobotern
verstümmeln, die, als willige Sklavenarbeiterklasse
den Wohlstand der wenigen Herrschenden sichern.
Wer nach der (sehr empfehlenswerten) Maxime des GMV
lebt - des Gesunden Menschen-Verstandes
-, tut solche Schreckensszenarien als hirnverbrannt
ab. Denn viele Theorien, die auf dem Verschwörungsmarkt
herumgeboten werden, sind nichts weiter als eben dies
- Theorien. Papiertiger. So wendet sich dann manch
einer angewidert von allem ab, was als ‚geheime Hintergrundinformation'
feilgeboten wird, und man kann's ihm nicht einmal
verdenken. Womit der Sache aber nicht wirklich gedient
ist. Denn wer den Rücken kehrt, mischt sich nicht
länger ein, interessiert sich nicht, will nicht verändern,
akzeptiert den Status quo. Und dies wiederum würde
den Interessen allfälliger Weltverschwörer, so es
sie eben doch gäbe, wunderbar dienen.
In der Tat ist diese Taktik ebenso alt wie simpel:
Wenn man eine Tatsache nicht länger verheimlichen
kann, schmückt man sie mit so vielen, möglichst abstrusen,
leicht nachweisbaren Unwahrheiten aus, daß vernünftig
denkende Menschen sie unmöglich mehr ernst nehmen
können. Sie glauben nicht einmal mehr, daß in der
ganzen Geschichte vielleicht doch ein großes Korn
Wahrheit stecken könnte.
Auf diese Weise werden wir täglich mit größeren und
kleineren Desinformationen gefüttert, die uns von
der zugrundeliegenden, häufig offensichtlichen Wahrheit
ablenken sollen.
Die Welt - ein Sandkasten
Kocht man das Süppchen der vielen Verschwörungstheorien
auf seine Essenz ein, so entsteht ein Substrat, das
plötzlich erschreckend einfach ist: Kleine Gruppierungen
von unvorstellbar reichen und einflußreichen Personen
- die Namen dieser Gruppen variieren - möchten die
Menschheit versklaven. Hierfür soll der ganze Planet
in einen einzigen Megakonzern umgebaut werden, dessen
Management über das Werkzeug einer Weltregierung die
globalen Geschicke einheitlich lenkt. Nationalstaaten
sind dabei ebenso hinderlich wie ein relativ wohlhabender
und gebildeter Mittelstand. Deshalb muß beides zuerst
eliminiert werden, bevor die sogenannt ‚Neue Weltordnung'
fest etabliert werden kann. Eine kleine Elite von
Herrschenden und eine Masse von abhängigen, unfreien
Arbeitern ist das anvisierte Ziel jener zukünftigen
Feudalgesellschaft - ein globaler Megakonzern eben,
der seinen Besitzern möglichst viel Profit einbringen
soll.
Eine Frage, die oft auftaucht, lautet: "Warum sollten
diese immens reichen und mächtigen Männer auch noch
die Weltherrschaft wollen? Sie haben doch ohnehin
schon mehr als genug?"
Nun - erstens haben sie sich ihr Imperium nicht durch
Genügsamkeit aufgebaut. Zweitens ist ein Zuviel von
allem ungesund. Wer zuviel Geld hat, wird geizig oder
immer noch geldgieriger, häufig auch beides zugleich.
Und wer zuviel Macht hat, der wird von einem immer
stärker werdenden Machthunger angetrieben. Wann immer
etwas nicht durch Weisheit aufgewogen wird, kippt
es ins Maßlose. Hinzu kommt die Gier, die sich bis
ins Unermeßliche steigern kann. Und drittens ist es
auf Erden immer noch so, daß das, was theoretisch
machbar ist, auch gemacht wird.
Im Grunde genommen ist es bloß die konsequente Weiterführung
der Sandkastenspiele kleiner Jungen (und Mädchen),
die groß geworden sind. Präsident Bush will nach eigenen
Aussagen nicht zögern, Atombomben auf das irakische
Volk zu werfen - nur um sicherzustellen, daß er und
seine Spezis die Kontrolle über das irakische Öl erhalten.
Große Macht korrumpiert, wenn sie nicht durch eine
starke Moral im Zaum gehalten wird. Doch ist der Hunger
nach Macht die größte Fessel überhaupt. Wer ihm verfallen
ist, kann gar nicht anders, als immer noch mehr Macht
an sich zu reißen.
Und diese Tatsache - in ihrer ganzen Banalität und
Offensichtlichkeit - ist das Fundament, auf welchem
der wahre Kern aller Verschwörungstheorien ruht. Gerade
weil die ‚Rockefellers' und ‚Rothschilds' dieser
Welt bereits über unermeßliche Macht verfügen, gieren
sie nach der absoluten Herrschaft.
Von dummen, nutzlosen Essern
Gibt es also eine Weltverschwörung? Die Antwort lautet
‚Ja'. Sie wird jedoch nicht von unheimlichen Reptilienwesen
oder Außerirdischen vorangetrieben, sondern von Männern
in maßgeschneiderten Anzügen, die die Öffentlichkeit
zwar nicht unbedingt suchen, sie aber auch nicht fliehen,
wenn es denn sein muß. Sie ist hierarchisch in verschiedenen
Logen und Geheimbünden organisiert, und es gibt viele
Spekulationen über ihre Identität. Obwohl wir hier
seitenweise Namen von Menschen, Firmen und Organisationen
publizieren könnten, die (angeblich) dazugehören,
erscheint es uns vordringlicher, die Ziele dieser
Weltverschwörer und die Wege, die dorthin führen,
zu erläutern.
Grundsätzliche Vorsicht allen Machtballungen gegenüber
- seien sie industriell, finanziell oder politisch
- ist sicher angebracht, denn natürlich verfügen jene,
die die absolute Macht wollen, heute schon über sehr,
sehr viel Macht in Form von Geld und Einfluß. Diese
Männer (nur wenige Frauen scheinen dazu zu gehören)
unterliegen jedoch zwei großen Irrtümern. Sie glauben,
daß:
-
der Mensch
ist nicht viel mehr als ein Tier sei, ausgestattet
mit etwas instinkthafter Intelligenz. Also müsse
er zu seinem eigenen Vorteil auf dieser Stufe gehalten
werden.
-
Die größte
Bedrohung dieser Erde sei die Übervölkerung. Also
müsse die Reproduktionsrate gesenkt, bzw. die Erde
von ‚nutzlosen Essern' (ihr Jargon) befreit werden.
Wie schon erwähnt, ist das Ziel
dieser Weltverschwörer eine relativ kleine Weltbevölkerung
(etwa eine Milliarde Menschen), aufgeteilt in zwei
Klassen: Eine kleine, erlesene Elite von Machthabern
und ein riesiges Heer von ‚Arbeitsbienen', das, indem
seine Triebe mit freiem Sex und freien Drogen gefüttert
werden, leicht regier- und lenkbar ist.
Dieses hier bloß angedeutete Schreckensszenario läßt
dem Menschen weder Wahl noch Würde noch irgendeine
Freiheit - und schon gar nichts von dem, wofür zu
leben es sich lohnte. Das Wort ‚Sklave' wäre angemessen
für die Art von Leben, die die Leibeigenen der Zukunft
zu fristen hätten. Glücklicherweise wird sich der
Wille ‚Jener' nicht erfüllen, wenn wir es ihnen nicht
zugestehen.
Mit unserem 16-seitigen Report wollen wir mit vielen
Fakten aufzeigen, was hier und heute unternommen wird,
um dieses Schreckensszenario zu verwirklichen. Warum
es sich trotzdem nicht verwirklichen wird, was der
Einzelne tun kann, und was sozusagen sein ‚Rettungsseil'
ist - darüber können Sie in einem weiteren Artikel
in derselben ZeitenSchrift-Ausgabe
lesen.
Um ein mittelalterlich anmutendes Feudalsystem einer
kleinen, exklusiven Herrscherklasse und einer riesigen,
recht- und machtlosen Arbeiterklasse zu erschaffen,
müssen die Verschwörer auf drei Ebenen wirken:
-
Erstens
werden sie versuchen, die gesamte Mittelschicht
zu zerstören.
-
Zweitens
greifen sie die Moralvorstellungen und die moralischen
Werte wie Ehe und Familie an, um diese vollkommen
zu zerrütten.
-
Drittens
werden sie das Bildungsniveau stetig weiter hinuntersenken,
bis es dem Status von ‚Tier-Menschen' entspricht.
Denn Wissen ist Macht, und die Arbeiterklasse soll
in Ohnmacht gehalten werden.
Unser in fünf Artikel gegliederte Report
befaßt sich mit folgenden Schwerpunktthemen:
Die Zerstörung des Mittelstandes:
Immer mehr Menschen werden arbeitslos. Längst trifft es auch
die gut Ausgebildeten, deren Jobs als sicher galten. Eine schleichende
Verarmung weiter Bevölkerungsschichten ist die Folge. Gleichzeitig
findet eine gigantische Umverteilung des Vermögens statt, zugunsten
der wenigen Superreichen. Unter dem Deckmantel der Globalisierung
fusionieren die Konzerne zu Mega-Konglomeraten, die den Arbeitnehmer
auf der ganzen Welt immer schlechter behandeln. Wir bringen
die gesammelten Fakten und Zahlen.
Ausserdem decken wir am Beispiel der Vereinigten Staaten von
Amerika auf, wie die US-Staatsfinanzen nichts anderes sind als
ein Betrug am Volk und wie der Steuerzahler um Tausende von
Dollarmilliarden betrogen wird. Nicht grundlos bezeichnet ein
führender US-Ökonom das Weiße Haus als korrupt und Teil jener
Plutokratie, welche das amerikanische Volk um sein Geld bringt.
Gebt ihnen Drogen statt Arbeit:
Obwohl Milliarden in den Kampf gegen Drogen gesteckt werden,
wird man ihnen je länger je weniger Herr. Das will man auch
gar nicht, denn durch den Drogenhandel kann die Machtelite nicht
nur viel Geld verdienen (eine der größten Drogenorganisationen
ist beispielsweise der US-Geheimdienst CIA), sondern auch den
rebellischen Geist einer verzweifelten und verarmten Bevölkerung
brechen. Drogensüchtige sind bekanntlich nur noch auf ein Ziel
fixiert - die Droge.
Die Zerrüttung von Ehe und Familie:
Eine der größten Ängste der Machtelite ist die angebliche Bevölkerungsexplosion.
Wir legen nicht nur dar, ob diese Furcht tatsächlich begründet
ist, sondern belegen auch durch viele Fakten, was alles geplant
ist, um die Weltbevölkerung zu reduzieren. Ein Aspekt unter
vielen stellt beispielsweise die Untergrabung von Moral und
Ethik dar, deren Grundpfeiler sich in der Institution der Ehe
und Familie offenbaren. Ganz nach dem Motto: Have Sex, not Babies!
Überwachung total:
Der 11. September 2001 wurde dazu mißbraucht, überall in der
Welt eine Polizeistaat-Mentalität einzuführen. Unter dem Vorwand
der Terrorismusbekämpfung verlieren die Menschen immer mehr
von ihren Bürgerrechten. Das geschieht nirgendwo schlimmer als
in den USA, dem einstigen Land der Freien. Wir zeigen detailliert
auf, wie sich die innenpolitische Lage in Amerika - und nicht
nur dort - verschlechtert hat. Die Konsequenzen jagen einem
eisige Schauer über den Rücken.
Der Angriff auf die Erziehung:
Gerade das amerikanische Erziehungssystem hat versagt. Studien
belegen, daß die Schulabgänger immer dümmer und ungebildeter
werden. Wir haben diese seit Jahrzehnten andauernde Tendenz
eingehend betrachtet und analysiert. Der Schluß liegt auf der
Hand: Hinter dem Niedergang des Bildungswesens steckt Absicht
- ebenso, wie hinter der subversiven Jugend- und Drogenkultur,
die in den Sechziger Jahren von der Machtelite bewußt eingeführt
wurde. Lesen Sie, auf welch vielfältige Weise uns zu gut funktionierenden
Rädchen des Systems machen will - zu Robotern statt Gelehrten,
die alles glauben, was in den Medien steht und Präsident Bush
in seinen Reden zur Lage der Nation sagt.
Die Politik der ständigen Schocks:
Ob Attentate in den Ferien, Morde zuhause durch Heckenschützen
oder globaler, unfaßbarer Terrorismus - wir scheinen nirgends
mehr sicher zu sein. Die Massenmedien schüren diese Angsthysterien
nicht bloß aus Quotengeilheit, sondern auch, weil sie längst
Teil des Systems sind. Laufend falsche Terrorwarnungen, beispielsweise
durch die US-Regierung, sollen die Menschen in einem Zustand
der ständigen Angst halten - dann nämlich rufen sie freiwillig
nach Bewachern. Und während die Sicherheitskräfte wegen der
angeblichen Terrorgefahren massiv aufgestockt werden, versucht
man gleichzeitig, das Volk durch immer restriktivere Waffengesetze
zu entwaffnen.
Wir entlarven nicht nur, wie man die Gesellschaft durch systematische
Schocks destabilisiert - eine Taktik, die übrigens von führenden
Think Tanks schon vor Jahren beschrieben und gefordert wurde,
sondern gehen auch der Frage nach, ob ein grundsätzliches Waffenverbot
in Privatbesitz, wie man es beispielsweise in Großbritannien
kennt, die Gesellschaft tatsächlich sicherer macht - oder ob
die Kriminalität im Gegenteil dadurch nicht erst recht ansteigt.
Wie sagte doch Benjamin Franklin, einer der Gründerväter Amerikas:
"Wer bereit ist, grundlegende Freiheiten aufzugeben, um sich
kurzfristig Sicherheit zu verschaffen, der hat weder Freiheit
noch Sicherheit verdient."
Lesen Sie den vollständigen Report mit vielen Fakten in unserer Ausgabe Nr.
38.
© 2003 ZeitenSchrift
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