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(jkm) - Hormone aus Verhütungsmitteln gelangen über die Toilettenspülung in die Umwelt. Welche Folgen diese Hormonflut haben kann, zeigt nun ein verblüffendes Experiment in Kanada. Dort setzten Biologen kurzerhand einen ganzen See auf Östrogen und beobachteten die Folgen.
In den unteren Etagen des Nahrungsnetzes schienen sich keine dramatischen Veränderungen einzustellen, so das Fachblatt "Environmental Science & Technology". Ganz anders jedoch im Falle der Dickkopf-Elritze (Pimephales promelas). Schwammen zu Beginn des Versuchs noch etwa 7.000 der Karpfenfische in dem See, wird die Art vermutlich im nächsten Sommer aus dem See verschwinden.
Biologen und Mediziner warnen seit langem vor Hormonen oder hormonähnlich wirkenden Substanzen in der Umwelt. Laborexperimente hatten gezeigt, dass solche Chemikalien beispielsweise zur Verweiblichung männlicher Tiere und subtileren Störungen der Fortpflanzung führen können. Dieser Effekt stellt sich auch im natürlichen Umfeld ein, fanden Karen Kidd vom kanadischen Fischerei- und Meeresministerium und ihre Kollegen.
Bereits im Jahr 2001 hatten die Forscher begonnen, ein Hormon aus Verhütungsmitteln in einen See im Nordwesten der kanadischen Provinz Ontario einzuleiten. Schlicht "Lake 260" genannt, gehört er zu einer ganzen Reihe abgelegener Seen, die als natürliche Laboratorien für Experimente im großen Maßstab genutzt werden. In diesem Fall sorgten die Forscher dafür, dass die Konzentration von 17-Ethinylöstradiol im Seewasser stets bei 5 bis 6 Milliardstel Gramm pro Liter lag - vergleichbar Flusswasser unterhalb von Kläranlagen.
Die männlichen Dickkopf-Elritzen begannen plötzlich, das Eidotter-Protein Vitellogenin in rund 9.000 Mal größeren Mengen zu produzieren als zuvor. Wenn sich nicht an den resultierenden Nierenschäden starben, konnten sie dennoch nicht zur Vermehrung beitragen, da ihr Hodengewebe unreif oder vernarbt war. Auch die Weibchen produzierten nur wenige und unreife Eier. Scheinbar litten die Elritzen besonders stark unter dem Hormon. Dies könnte jedoch an ihrer kurzen Lebensspanne von zwei Jahren liegen, glauben Kidd und Kollegen. Sobald die langlebigeren Fische des Sees die Geschlechtsreife erreichten, sollten sich bei ihnen ähnliche Effekte einstellen.

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