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Terror gegen Amerika

Die Attentate in New York und Washington haben die ganze Welt geschockt. Jetzt rüsten die USA zum Krieg. Doch die Wahrheit hinter den Terrorschlägen ist längst nicht so offensichtlich, wie man uns glauben machen will. Zu viele Fragen sind noch offen: – Ist Osama Bin Laden nur ein Sündenbock? – Waren die US-Geheimdienste tatsächlich nicht gewarnt? – Warum profitiert Präsident Bush ebenso von den Anschlägen wie der Staat Israel? – Und warum hatte man die Öffentlichkeit schon bei Pearl Harbor und nach dem Sprengstoffattentat in Oklahoma City belogen?

Von Benjamin Seiler

 Am 11. September 2001 blickte Amerika dem Verderben ins Auge. Zwei entführte Passagierflugzeuge wurden als riesige Geschosse mißbraucht und krachten kurz nacheinander in die Zwillingstürme des World Trade Centers in New York, wo sie in einem riesigen Feuerball explodierten - und Millionen geschockter und ohnmächtiger Menschen auf der ganzen Welt mußten am Fernsehen live mit ansehen, wie die Giganten aus Stahl, Glas und Beton schließlich in sich zusammenstürzten und Tausende von Menschen unter sich begruben.
Auch im Pentagon, der militärischen Schaltzentrale der USA, starben Menschen, als sich ein weiteres Linienflugzeug gleich einer Cruise Missile in die Trutzburg des amerikanischen Weltmachtanspruchs bohrte.
Die schlimmsten Terroranschläge der Geschichte lähmten das stolze Amerika, seine Bevölkerung steht unter Schock. Noch immer fragen sich alle voller Entsetzen: Wie konnte das passieren? Wie war es arabischen Terroristen möglich, sämtliche Sicherheitskontrollen der mächtigsten Nation auf Erden auszutricksen? Und warum haben die Geheimdienste so kläglich versagt?

Waren Militär und Geheimdienst vorgewarnt?
Doch das Schrecklichste an der Katastrophe von New York und Washington ist: Vieles deutet darauf hin, daß die Geheimdienste gar nicht versagt hatten. So unglaublich es klingen mag, man schien zu wissen, daß ein gewaltiger Terrorschlag bevorstand: Es existiert nämlich ein Telefongespräch, das ein amerikanischer Soldat kurz vor den Attentaten mit seinen Eltern geführt hatte. Der Mann rief von einem Flugzeugträger aus an und warnte seine Eltern, daß "etwas Großes" auf eine der wichtigsten US-Städte hinunterstürzen werde. Deshalb habe der Kommandant seines Flugzeugträgers neue Order bekommen, sofort Kurs auf die amerikanische Ostküste zu nehmen; dort liegen bekanntlich sowohl New York als auch Washington (mehr Infos unter http://www.inforadionet.com).
Ted Gunderson, pensionierter Leiter des FBI-Büros in Los Angeles, äußerte der US-Zeitung American Free Press gegenüber: "Es ist unmöglich, daß die US-Geheimdienste keine Kenntnisse über die geplanten Terrorschläge hatten. Damit vier Flugzeuge gleichzeitig entführt und ihre Angriffsziele mit einer solchen Koordination angesteuert werden konnten, mußten mindestens 70 bis 100 Leute daran beteiligt gewesen sein. Unser Geheimdienst und der Mossad hätten davon Wind bekommen."
Vermehrt werden Stimmen laut, die auch amerikanische Kreise hinter den schrecklichen Terrorschlägen vermuten. Sogar die britische Zeitung The Independent schrieb, die Vereinigten Staaten müßten sich an den Vorbereitungen dieser Anschläge beteiligt haben. Am 12. September 2001 fragte Robert Fisk in einem Zeitungsartikel: "Ist Osama Bin Laden wirklich ein Mann, der Amerika schädigen kann? Ist er tatsächlich so mächtig und tödlich?"
Lyndon LaRouche, der sich schon mehrmals um die US-Präsidentschaft beworben hatte, äußerte sich einen Tag nach dem Anschlag im US-Radiosender WGIR (New Hampshire) ähnlich. "Die Vorstellung, es handle sich hierbei um eine internationale terroristische Operation, ist völliger Unfug. Ich habe mich an frühere hochrangige Militär- und Geheimdienstleute rund um die Welt gewandt und mit ihnen unsere Informationen aus Amerika ausgetauscht. Schauen Sie: Die USA wären auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges nicht in der Lage gewesen, der Sowjetunion so etwas anzutun, was uns gestern angetan wurde. Es ist völlig unmöglich, daß irgend ein kleines Land oder eine Terrororganisation das getan hat. Dieser Akt trägt die Handschrift einer verdeckten strategischen Operation von Leuten mit höchsten militärischen Erfahrungen in Sondereinsätzen. Die Verantwortung muß bei einer sehr kompetenten Maschinerie in den Vereinigten Staaten selbst liegen. Es mag zwar durchaus andere Faktoren geben, aber diesen Kernpunkt dürfen wir nicht aus den Augen verlieren."

Osama Bin Laden - ein Sündenbock?
Die amerikanische Regierung beschuldigt indes Osama Bin Laden - von Anfang an. Bereits wenige Stunden nach den Attentaten stand für die Massenmedien fest: Nur Bin Laden konnte diesen abscheulichen Plan in die Tat umgesetzt haben. Wie praktisch: Am Flughafen von Boston (wo zwei der vier Todesflugzeuge entführt worden waren) fand das FBI in einem Mietwagen einen Koran und ein Video in arabischer Sprache: ‚Wie fliege ich ein Flugzeug?'. - Für viele kritische Geister ist dieser Fund zu schön, um wahr zu sein.
Wann immer die USA von einem Terrorschlag heimgesucht worden waren, soll der Superterrorist Bin Laden der Drahtzieher gewesen sein. Als 1995 ein Bundesgebäude in Oklahoma City in die Luft gesprengt worden war, machte man ebenfalls sofort den saudi-arabischen Terroristen dafür verantwortlich. Erst später stellte sich heraus, daß ein Amerikaner das Attentat verübt hatte.
Osama Bin Laden ist in Wahrheit ein Geschöpf der anglo-amerikanisch-israelischen Geheimdienstoperationen, den sogenannten Afghanzi-Operations. Er wurde vom Westen finanziert und unterstützt, bis sich der islamische Fundamentalist gegen seine einstigen Förderer wandte.
Es ist durchaus möglich, daß Bin Laden in die jüngsten Terrorschläge verwickelt ist; allerdings sind sich diverse Geheimdienstleute einig, daß er niemals in der Lage gewesen wäre, einen solchen Kriegsakt alleine durchzuführen.
Aufhorchen lassen auch Bin Ladens angebliche Geschäftsverbindungen. Der Terrorist stammt aus einer schwerreichen saudischen Familie, deren Vermögen aus dem Immobiliengeschäft im Nahen Osten stammt. Sherman Skolnick behauptet, zu den wichtigsten Geschäftspartnern Bin Ladens würde die Familie von Sharon Percy-Rockefeller gehören. Sie ist die Frau von John D. Rockefeller IV., dem Urenkel des Gründers von Standard Oil New York und dem weltumspannenden Finanzimperium der Rockefeller. Die Geheimkonten von Bin Laden sollen angeblich bei der Harris Bank in Chicago bestanden haben. Auf diese Konten soll auch die Familie von Sharon Percy-Rockefeller Zugriff gehabt haben.
Die deutsche Zeitschrift Bunte behauptet unter Berufung auf einen iranischen Journalisten, hinter den Anschlägen würde die sogenannte ‚Terror-Holding' stehen, eine Geheimorganisation von superreichen Amerika-Hassern aus den Vereinigten Emiraten, Pakistan, Libyen, Syrien und dem Irak. Sie soll 1991 unmittelbar nach Ende des Golfkriegs gegründet worden sein und die Mitglieder treffen sich regelmäßig in europäischen Städten wie Genf. Verbindungen zu Bin Laden sind nicht ausgeschlossen.
Dieser Geheimbund soll in einem geheimen Trainingscamp auf den Philippinen bereits 155 Terroristen zu Kidnappern, Flugzeugentführern, Sprengstoffexperten und Piloten ausgebildet haben, darunter auch Nicht-Muslime. Dies behauptet Saddam Husseins Bruder Barzan Al-Takriti, der Ende Juni in Genf "ein gigantisches Blutbad noch vor Ende des Sommers" ankündigte.
So unglaublich es klingen mag, es wäre nicht das erste Mal, daß die US-Behörden in den vergangenen Jahren von bevorstehenden Terrorschlägen gewußt und nichts dagegen unternommen haben. Manchmal schienen sie sogar selbst darin verwickelt zu sein.

Vertuschung beim Terroranschlag in Oklahoma City
Am 19. April 1995 wurde ein Sprengstoff-Attentat auf das Alfred-Murrah-Gebäude in Oklahoma City verübt, bei dem 168 Menschen starben. Bis zum 11. September 2001 war dies der schlimmste Terrorschlag in den Vereinigten Staaten. Timothy McVeigh wurde als Attentäter verurteilt und in diesem Jahr hingerichtet. Er soll das eigentliche Verbrechen allein begangen haben, so die offizielle Version von McVeigh und den Behörden.
Doch diese wurde von unabhängigen Medien längst Lügen gestraft. Es existieren genügend Beweise, daß sowohl das FBI, als auch die CIA und andere US-Behörden mindestens eine Woche vor dem geplanten Anschlag informiert worden waren. Als einzige Behörde reagierte das Büro für Alkohol, Tabak und Feuerwaffen (BATF): Die Behörde räumte an jenem schicksalsschweren Morgen vor dem Attentat ihre Büros im Murrah-Gebäude, weshalb keiner ihrer Angestellten Stunden später ums Leben kam. Ansonsten wurde nichts unternommen. Im Gegenteil: Später vertuschten die Untersuchungsbehörden viele Fakten und ließen haufenweise Beweismaterial verschwinden, darunter auch eine belichtete Filmrolle, die man bei McVeigh's Verhaftung sichergestellt hatte.
So wurde beispielsweise verschleiert, daß Timothy McVeigh nicht alleine gehandelt hatte. Außerdem wurden die Bomben im Innern des Gebäudes gezündet und nicht von außerhalb durch einen mit Dünger vollgestopften Wagen, wie offiziell behauptet wird.
Die Behörden versuchten zudem, das Attentat patriotischen Milizkreisen in die Schuhe zu schieben und als rechtsextremistisch motivierte Tat darzustellen. Dabei hatte McVeigh nachgewiesenermaßen keine Verbindungen zu diesen Nationalisten. Zu jener Zeit war aber eine Gesetzesvorlage im US-Kongreß hängig, die ein schärferes Vorgehen gegen Terrorismus verlangte. Ein rechtsextremistisch motivierter Terror wäre da den Befürwortern gerade recht gekommen.
Noch mehr Fragen wirft jener Besucher auf, der den Attentäter als letzter mehrmals in der Todeszelle aufgesucht hatte: Es war Dr. Louis Jollyn West, einer der führenden CIA-Experten für Mind-Control, Spezialgebiet Gehirnwäsche (vgl. ZS 24, Seite 60). Er ‚betreute' schon Jack Ruby, den Mörder des angeblichen Kennedy-Attentäters Lee Harvey Oswald, sowie Sirhan Sirhan, der JFK's Bruder, Senator Robert Kennedy, umgebracht haben soll. Nach den Besuchen von Dr. West wandte sich Timothy McVeigh mit einem Brief an die Öffentlichkeit, worin er brav die offizielle Version der Geschehnisse nachbetete.
Timothy McVeigh, ein Golfkrieg-Veteran, hatte vor seinem Attentat auf das Murrah-Gebäude Freunden gegenüber behauptet, einen Chip im Gesäß implantiert zu haben. Die Behörden verfügten später, daß nach McVeigh's Exekution keine Autopsie an seinem Körper durchgeführt werde.

World Trade Center: Es knallte schon 1993
Am 26. Februar 1993 fand schon einmal ein Anschlag islamischer Terroristen auf das World Trade Center statt. Dabei wurden sechs Menschen getötet und über Tausend verletzt. Robert Friedman wies damals in The Village Voice, einem New Yorker Wochenmagazin, auf die Möglichkeit hin, daß der israelische Geheimdienst Mossad von jenem Anschlag gewußt haben könnte, ohne die Amerikaner zu warnen. In seinem Artikel vom 3. August 1993 lenkte Friedman die Aufmerksamkeit auf den Palästinenser Achmed Ajaj, der wenige Monate vor dem Anschlag in den USA verhaftet worden war, weil er mit einem gefälschten Paß hatte einreisen wollen. Begleitet wurde er von einem Iraker, der laut US-Behörden eine zentrale Rolle im Attentat von 1993 gespielt haben soll. Ajaj wurde später ebenfalls der Verschwörung für das Attentat auf das World Trade Center angeklagt. Offiziell galt der Palästinenser als hochrangiges Mitglied der Hamas-Bewegung und soll einer der führenden Intifada-Terroristen gewesen sein.
Robert Friedman zitierte indes israelische Geheimdienstquellen, die etwas ganz anderes behaupteten: Achmed Ajaj sei ein Kleinkrimineller gewesen, den die israelische Polizei verhaftet habe, weil er amerikanische Dollarnoten gefälscht hatte. Im Gefängnis sei er dann vom Mossad als sogenannter ‚Maulwurf' oder Doppelagent angeworben worden; Insidern zufolge rekrutiert sich der israelische Geheimdienst nicht selten aus Kriminellen.
Ajaj wurde vorzeitig aus der israelischen Haft entlassen und gab sich plötzlich als strenger Moslem und glühender Verfechter der palästinensischen Sache aus. Israelische Sicherheitskräfte verhafteten ihn erneut, weil er angeblich Waffen für die PLO in die Westbank schmuggeln wollte. Zur Strafe wurde er deportiert.
Alles nur Schwindel, behaupten Quellen aus dem israelischen Geheimdienst. Man habe diese Verhaftung und Deportation nur vorgetäuscht, um Ajaj's Ruf als angeblicher PLO-Terrorist zu festigen. In Wahrheit habe er den Auftrag gehabt, radikale Palästinensergruppen im Ausland zu infiltrieren und deren Pläne an Israel zu verraten. So soll sich Achmed Ajaj unter anderem mit der New Yorker Islamistengruppe um Scheich Abdel-Rahman angefreundet haben, dem das erste Attentat auf das World Trade Center angelastet wird.
Robert Friedman schrieb deshalb in The Village Voice: "Es wäre gut möglich, daß Achmed Ajaj von dem geplanten Anschlag auf das World Trade Center wußte und diese Information an den Mossad weiterleitete - der dieses Wissen aus welchen Gründen auch immer für sich behielt."
Ein möglicher Grund liegt auf der Hand: Wann immer sich internationale Wut über den Palästinensern oder Arabern entlädt, ist das im Interesse Israels, des Todfeindes vieler arabischer Staaten.
Informationen zufolge, welche die New York Times am 28. Oktober 1993 publizierte, hatten sogar Beamte der amerikanischen Bundespolizei ihre Finger mit im Spiel gehabt: Der FBI-Agent John Anticev und weitere Bundespolizisten sollen die Terroristen mit Geldern, Ausrüstung und Training bei den Vorbereitungen zum Anschlag auf das World Trade Center von 1993 unterstützt haben.

Cui bono?
Wie so oft, stellen die Massenmedien auch bei der jüngsten Terrorkatastrophe die naheliegendsten Fragen nicht. Ein alter römischer Rechtsgrundsatz lautet: Cui bono? - Wer profitiert davon? Diese Frage wird bei jedem kleinen Verbrechen gestellt; man sollte sie auch bei schrecklichen Katastrophen nicht aus den Augen verlieren.
Wem also haben die Anschläge auf das World Trade Center genützt? Den Palästinensern sicher nicht; im Moment ist der Westen nämlich nicht gut auf Araber zu sprechen.
Innenpolitisch heißt der große Gewinner George W. Bush, 43. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Er, der unrühmlich wie kein Präsident zuvor ins Weiße Haus gerutscht ist und nach wenigen Amtsmonaten gerade mal die Hälfte der Amerikaner hinter sich wußte, ist jetzt zur Integrationsfigur der Nation geworden. 85 Prozent Zustimmung im Volk - eine Traumquote. Medien und Politiker beider Lager verkünden lautstark, daß sie hinter ihrem Präsidenten stehen; und wer hat nicht die Bilder von George Bush gesehen, wie er auf den Trümmern des World Trade Centers steht, einen Feuerwehrmann umarmt und per Megaphon zu den Bergungseinheiten spricht. "USA! USA! USA!" skandieren antwortend die erschöpften Feuerwehrleute, während Bush grimmig in die Kameras blickt. Inzwischen melden sich Tausende von Freiwilligen bei ‚Uncle Sam', um für Freiheit und Gerechtigkeit in den Krieg zu ziehen; der gedemütigte Adler wetzt seine Krallen.
Jedem Präsidenten seinen Krieg. Das ist gut für das Geschäft mit Waffen und mit Meinungen (vgl. ZS 21, Seite 12). Zynisch, aber wahr. Man kann sich irren, doch in den ersten Ansprachen nach dem Attentat schien George Bush weder sonderlich erschüttert noch überrascht zu sein. Und wo befand er sich, als er von der Tragödie erfuhr: In einer Grundschule in Florida, wo er über die Gefahren von Gewaltvideos sprach - weit weg von der Gefahrenzone. Ein Hollywood-Drehbuchautor hätte das nicht medienwirksamer arrangieren können. Zufall? Das könnte man durchaus glauben, wenn da nicht kurz vor dem Anschlag jener Telefonanruf von einem US-Flugzeugträger aus gewesen wäre.

Der Bush-Clan und das kolumbianische Drogenkartell
George Bush profitiert nicht nur als Präsident von diesem schrecklichen Anschlag, sondern soll ihm auch persönlich gelegen kommen. Dies behauptet zumindest Sherman Skolnick. Bereits eine Woche vor dem Terroranschlag berichtete er, daß ausländische Fernsehstationen eine ausführliche Dokumentation über die dunklen Machenschaften des Bush-Clans produzieren wollten. Angeblich soll die Bush-Familie in Florida führende Demokraten mit 40 Millionen Dollar bestochen haben, damit George W. Bush im Staat seines Bruders, Gouverneur Jeb Bush, als Wahlsieger hervorgehen konnte. Mehr noch: Dieses Geld soll von Carlos Lehder stammen, einem der großen Drogenbarone des Medellin-Kartells. Lehder soll ein Freund und Geschäftspartner der Familie sein.
Das wäre durchaus möglich, denn es gilt unter Insidern längst als bekannt und erwiesen, daß Bush sen., vorletzter Präsident der USA, maßgeblich am Aufbau der großen Drogenschmuggel-Routen von Kolumbien in die USA beteiligt war, als er dem amerikanischen Geheimdienst CIA vorstand (vgl. auch ZS 23, Seite 58). Zu diesem Netzwerk scheint auch US-Vizepräsident Dick Cheney zu gehören, einer der langjährigen Getreuen von Bush senior. Vor seiner Berufung zum Vizepräsidenten war Cheney Chef des weltumspannenden Konzerns Halliburton. Dies ist weltweit das größte im Ölgeschäft tätige Unternehmen, welches unzählige Niederlassungen in vielen Ländern besitzt, gerade auch in krisengeschüttelten Regionen und Drogenanbaugebieten. Seit Jahren wird Halliburton immer wieder von Insidern beschuldigt, als Fassade für den internationalen Drogenschmuggel zu dienen. Falls das stimmen sollte, wäre dies eine mögliche Erklärung, weshalb Dick Cheney als Gefolgsmann von Bush senior vor einigen Jahren an die Spitze von Halliburton gelangte.
Wären diese Anschuldigungen tatsächlich wie geplant durch TV-Berichte an eine breite Öffentlichkeit gelangt, hätte dies das politische Aus von Bush und seiner Administration bedeuten können. "Mit diesem drohenden Skandal im Nacken hatten diese Leute allen Grund, die geplanten Terroranschläge nicht zu verhindern", schreibt Skolnick. "Diese Attentate waren ein willkommenes Ablenkungsmanöver. Dem Weißen Haus lag es daran, seine Kritiker zum Schweigen zu bringen und das amerikanische Volk hinter dem Präsidenten zu wissen. Wer wagt es jetzt noch im Angesicht dieser Katastrophe, mit dem Finger auf die Bush-Familie zu zeigen?"

Die Lüge von Pearl Harbor
Wer nun nicht glauben kann, daß in Amerika Tausende von Menschen kaltblütig politischen Zielen geopfert werden können, der sei an Pearl Harbor erinnert, auf das sich amerikanische Medien und Politiker in den letzten Tagen so häufig berufen haben:
Am 7. Dezember 1941 - vor fast genau 60 Jahren - überfielen japanische Kampfflugzeuge den US-Stützpunkt Pearl Harbor auf Hawaii und richteten ein Blutbad unter den völlig ahnungslosen Amerikanern an. 3'000 Menschen kamen bei diesem Angriff ums Leben und der Stolz der US-Pazifikflotte war zu einem Haufen geborstenen Stahls reduziert worden. - Das ist noch heute die offizielle Version.
Es läßt sich jedoch längst nicht mehr widerlegen, daß Präsident Roosevelt von dem geplanten Angriff auf Pearl Harbor wußte. Deshalb wurden die unersetzlichen Flugzeugträger vom Hafen aufs offene Meer hinaus beordert, wo sie dem japanischen Angriff entgingen. Sie sollten in den kommenden Seeschlachten entscheidend zum Sieg über die japanische Flotte beitragen.
Hätte Roosevelt den Marinestützpunkt von Pearl Harbor gewarnt, wäre der japanische Angriff fehlgeschlagen. Doch der Präsident entschied, die auf Hawaii stationierten Menschen zu opfern, weil er genau wußte, daß Amerika nur nach einem Schock und einer Demütigung wie Pearl Harbor es werden sollte, bereit war, in den Krieg einzutreten. - Einen Tag nach Pearl Harbor konnte Roosevelt denn auch tun, was gewisse Kreise zuvor jahrelang vergeblich gefordert hatten: Er verlas die Kriegserklärung und gab damit den Befehl zum Anlaufen der amerikanischen Kriegsmaschinerie.
Wenn amerikanische Politiker heute also die Terrorschläge von New York und Washington mit Pearl Harbor vergleichen, sollte uns das zu denken geben.
Präsident Roosevelt war aber beileibe nicht der erste, der diese Taktik anwandte. Hitler tat das gleiche, als seine Schergen den deutschen Reichstag in Brand steckten und Hitlers politische Gegner der Tat beschuldigten. Dies benutzten dann die Nazis, um ihre Diktatur zu errichten. Dies sind die infamen Spiele der Macht.

Ein Hoch auf den Polizeistaat!
Auch ‚Big Brother' gehört zu den Profiteuren von solchen Katastrophen, wie man sie in New York hat geschehen lassen. Geheimdienste und Polizeiorganisationen haben Aufwind. Bereits drei Stunden nach den Terrorschlägen vom 11. September 2001 sind FBI-Beamte laut US-Magazin Wired.com bei Internet-Providern aufgetaucht, um das umstrittene und bisher verbotene Überwachungsprogramm Carnivore zu installieren. Damit kann das FBI sämtliche Emails abhören. Auch Telefone und Faxe dürfen jetzt völlig legal im großen Stil angezapft werden. Ein Großteil der vom US-Kongreß für die Terrorbekämpfung gesprochenen 40 Milliarden Dollar fließt in die Taschen der Geheimdienste, deren Machtbefugnisse nach solchen Katastrophen enorm zunehmen.
Wenig bekannt ist in diesem Zusammenhang auch die amerikanische Notstandsbehörde FEMA (Federal Emergency Management Administration). Sollte der US-Präsident wegen einer noch größeren Katastrophe im ganzen Land das Notrecht ausrufen, so wird damit die amerikanische Verfassung mit ihren Bürgerrechten außer Kraft gesetzt. Sämtliche Bundesbehörden werden dann der FEMA untergeordnet, welche faktisch diktatorische Befugnisse in einem Polizeistaat erhält.
Auch in Europa will man ‚Big Brother' unter die Arme greifen. An einer EU-Konferenz von Sicherheitsberatern forderte ein deutscher Experte, nun müsse man puncto Überwachung noch über die orwellschen Dimensionen hinausgehen - selbstverständlich alles nur zum Schutz der Bevölkerung. Fehlt bloß noch, daß man uns allen künftig Mikrochips implantieren will, zwecks leichterem Aufspüren von Terroristen. Bei den Hunden sind wir ja bereits soweit. Bei den Hunden sind wir ja bereits soweit.

Das Geld liebt den Krieg
Sogar der Hochfinanz könnten die Terrorschläge von New York gelegen kommen. Weil nämlich die Gefahr besteht, daß sie zum Auslöser für einen Krieg globalen Ausmaßes werden. Alan Greenspan, Chef der US-Notenbank, deutete schon vor längerer Zeit an, daß die globalen Finanzmärkte zusammenbrechen könnten. Ein großer Krieg würde die Verluste der Hochfinanz ausgleichen, denn nicht umsonst kennt man in Finanzkreisen den Spruch ‚Geld fließt da, wo Blut vergossen wird.'
Interessant ist in diesem Zusammenhang, daß in den zwei Wochen vor den schrecklichen Terroranschlägen vom 11. September 2001 sukzessive einige Milliarden US-Dollar auf eine massive Abwertung der Börse gesetzt wurden (Future-Handel). Haben da gewisse Finanzkreise dieses Verbrechen vorausgeahnt?

Können Bilder lügen?
Mit den symbolträchtigen Anschlägen auf das Pentagon (militärische Macht) und das World Trade Center (wirtschaftliche Macht) wurde der amerikanische Stolz mindestens so gedemütigt wie seinerzeit in Pearl Harbor. Und das ist gefährlich. Nicht nur für Afghanistan, sondern für die ganze Welt. Man weiß nicht, wie die USA reagieren werden und was die Antwort der islamischen Welt darauf sein wird.
Es fällt nicht leicht, besonnen zu bleiben, wenn man die schrecklichen Bilder von New York vor Augen hat. Schwer zu ignorieren sind auch die Bilder der jubelnden Palästinenser, die der Nachrichtensender CNN wiederholt über den Äther in die Welt hinaus strahlte, begleitet von den schrecklichen Bildern der beiden brennenden Hochhäuser. Palästinenser, die sich am Grauen, das New York heimsucht, freuen. Sie essen sogar Kuchen und schneiden fröhlich Grimassen in die Kamera. Wie schamlos!
Schamlos von CNN, behauptet ein Professor der Universität von Campinas in Brasilien. Er habe genau diese Bildsequenzen mit seinem Videorecorder mitgeschnitten - vor über zehn Jahren, als irakische Truppen 1991 in Kuwait einmarschiert waren.
CNN dementiert heftig: Es handle sich um Bilder, die am Tag der Katastrophe von Reuters in Ostjerusalem aufgenommen worden seien. Die Vorwürfe seien bloß Verleumdungen von Globalisierungsgegnern. Es wäre jedoch nicht das erste Mal, daß Fernsehsender Nachrichten etwas zurechtgebogen hätten (vgl. ZS 22, Seite 3). Andere Stimmen wiederum behaupten, die ‚Feier' der Palästinenser sei von den Journalisten inszeniert worden: Passanten seien von dem Kamerateam bezahlt worden, damit sie sich vor den Kameras produzierten.
Wer nun auch immer recht haben mag, eine Frage bleibt: Weshalb wurden diese Bilder jubelnder Palästinenser so oft ausgestrahlt? Die Verantwortlichen von CNN --allen voran der neue Boß Walter Issacson - mußten sich doch bewußt sein, daß sie mit dem Ausstrahlen dieser Bildsequenzen den Haß des amerikanischen Volkes auf die Palästinenser noch stärker anheizen würden. Dies unterstützt Kriegsgeheul statt Besonnenheit.

Und der Gewinner heißt - Israel
So paradox es klingen mag: Die Terroranschläge, die zumindest vordergründig von islamischen Fundamentalisten begangen wurden, waren eigentliche Befreiungsschläge für Israel. Der Besatzungsmacht im Nahen Osten blies in den letzten Wochen ein rauher Wind entgegen: Viele europäische Staaten verurteilten das harte Vorgehen der israelischen Armee auf palästinensischem Boden. An der vor wenigen Wochen in Durban, Südafrika, abgehaltenen UN-Konferenz zum Thema Rassismus gab es starke Kräfte, welche den jüdischen Zionismus und die israelische Besatzungspolitik als Rassismus eingestuft sehen wollten, wie es vor Jahren bereits einmal durch eine UNO-Resolution geschehen war.
Die neue US-Regierung unter Bush bemühte sich krampfhaft, nicht in den Strudel der Gewalt hineingerissen zu werden. Die Macht der Israellobby ist zu groß, als daß Bush es gewagt hätte, Israel in die Schranken zu weisen; also versuchte er, sich aus dem Kleinkrieg herauszuhalten.
George Friedman, Chef der internationalen Nachrichtenagentur Stratfor, brachte es am Tag des Anschlages auf den Punkt: "Ob Absicht oder nicht, der große Gewinner ist der Staat Israel. Die heutigen Ereignisse haben Arafats beinahe erfolgreichen Versuch, einen Keil zwischen Israel und die Vereinigten Staaten zu treiben, zunichte gemacht."
Nach diesen Terrorakten könnten die Amerikaner nicht länger von Israel verlangen, die Selbstmordattentate der Palästinenser einfach so zu ertragen, argumentierte Friedman weiter. Außerdem würde nun Israel ein weiteres Mal zu einem unverzichtbaren Verbündeten der USA werden in ihrem Kampf gegen die radikal islamischen Organisationen, die man hinter diesen Anschlägen vermute. "Damit haben die Vereinigten Staaten nicht nur dieselben Ziele wie Israel, sondern sie sind auch von den Israelis abhängig, deren Fähigkeiten im Bereich des Geheimdienstes und der verdeckten Operationen im Nahen Osten offensichtlich gebraucht werden."
Israels Premier Scharon nutzte sogleich die Gunst der Stunde und ließ Panzer in den autonomen Gebieten auffahren. Ein israelisches Kabinettsmitglied betonte denn auch, was mit Bomben in Israel begonnen habe, ende nun mit der Katastrophe von New York. Und der ehemalige Premier Ehud Barak gebrauchte am 13. September 2001 der französischen Zeitung Le Monde gegenüber Worte, die an Deutlichkeit nicht zu übertreffen sind: "Nach dem, was in New York und Washington geschehen ist, muß die ganze Welt einen globalen Krieg führen gegen die Feinde Israels."

Ein Kampf der Kulturen zum Ziel?
Lyndon LaRouche äußerte genau diese Befürchtung einen Tag zuvor am kanadischen Radiosender CFRB in Toronto: "Ich glaube, daß es sich bei diesen Terroranschlägen um eine künstlich herbeigeführte Krise handelt. Jemand will einen Krieg im Nahen Osten, Jemand will, daß die USA auf den Nahen Osten und andere arabische Regionen einschlagen. Das würde den geopolitischen ‚Kampf der Kulturen' auslösen, den Zbignew Brzezinski [der jüdische Sicherheitsberater von US-Präsident Jimmy Carter] und sein Freund Huntington vorgeschlagen haben."
Man wolle unter den eine Milliarde zählenden Moslems, die keineswegs eine geeinte Kraft darstellten, eine Kettenreaktion der Gewalt auslösen, so LaRouche weiter, die Eurasien ins Chaos stürzen soll, damit niemand mehr in der Lage wäre, Eurasien durch wirtschaftliche Zusammenarbeit zu einigen.
Ob diese düsteren Prophezeiungen der Wahrheit entsprechen, wird sich weisen. Eines jedoch ist gewiß: Politik ist selten das, was sie zu sein vorgibt.