Portrait: Symphonic Sounds - Der Musik verpflichtet

Noch nie gab es so viel verschiedene Musik wie heute. Noch nie gab es so viel Lärm, der als „Musik“ unsere Seele verschmutzt. Lesen Sie hier, wozu Musik eigentlich dienen sollte – und wie wir sie nutzen, um aus unserem Seelen-Blei Gold zu machen!

Wir trainieren unsere Muskeln, indem wir im Fitnesscenter schwitzen. Wir trainieren unser Gehirn, indem wir Sudokus lösen. Wir trainieren uns auf beruflichen Erfolg und persönliche Anerkennung, indem wir schlaue Kurse besuchen, die uns fit fürs harte Leben da draußen machen sollen. Doch wie trainieren wir unsere Seele? Wie erziehen wir unsere Gedanken – auf dass sie mutig und unerschrocken aufwärts, immer aufwärts streben und nicht von den Schwären der Sümpfe eingelullt werden, in die uns die modernen Freizeitvernichter wie Facebook, Twitter etc. gerne ziehen möchten? Was muten wir unserer Gefühlsnatur täglich zu, wenn wir sie den zahllosen realen und erdachten Sensationen aussetzen, die uns das Fernsehen nonstop serviert? Fühlen wir uns wohl, wenn sie einer Achterbahn gleichen, wenn uns der pubertäre Zustand des „Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt“ das ganze Leben lang quält?

Musikform

Der hellsichtige Geoffrey Hodson (1886-1983) nahm war, welche Energieformen Musik im Äther erschafft. Es sind strahlend pulsierende Gebilde, die sich laufend verändern. Hier die Musikform der „Meistersinger von Nürnberg“ von Richard Wagner.

Ist es nicht eigenartig, wie viel Energie die Menschen heute in ihre Erscheinung und ihren äußeren Erfolg stecken – und dabei ihre Seele völlig verhungern und verludern lassen? Nun, solange wir uns in diesem Schulzimmer Erde befinden, ist sie – unsere Seele – die innere Wohnung, in der wir unser Leben verbringen. Unsere Gedanken und Gefühle sind die Möbel, die Bilder, die uns umgeben, und unsere Erinnerungen die Wände, die uns entweder einschränken können oder Halt und Sicherheit schenken. Die Sicht, die wir aufs Leben haben, bestimmt, ob unsere Wohnung große, lichte Fenster hat oder einem dunklen, engen Gefängnis gleicht und ob wir in einer lieblichen Landschaft leben oder in einem öden Ghetto vegetieren.

Mit Geld kann man sich diese innere Wohnung nicht schön machen und auch keine bevorzugte Wohnlage kaufen. Das zeigt uns klar und deutlich die Statistik: Dort wo die Menschen äußerlich komfortabel leben, in den reichen Ländern also, veröden sie innerlich am meisten. Obwohl die Schweiz schönste äußere Wohnlagen bietet und maximalen weltlichen Komfort, bringen sich hier mehr Leute um als in fast allen ärmeren Ländern. Nun, die innere Wohnung lebt, wie gesagt, eben nicht vom Geld, das sich auf dem Konto türmt. Sie lebt von der Schönheit unserer Seele: Der Liebe, der Güte, der Hingabe, des Edelmuts, den wir dem Leben schenken.

Natürlich ist die schwelende Verzweiflung vieler Menschen in reichen Ländern darin begründet, dass sie sich verloren haben in den Verlockungen der materiellen Welt, dass sie sich auf Konsum umgepolt haben, statt aufs Streben und Geben. „Haben oder Sein“ ist die Frage, und je mehr wir haben können, desto stärker verdrängen all die Dinge, die „wir uns wert sind“, jene Dinge, die uns wert machen würden. Jene Dinge, die man nicht bei Zalando oder Chanel oder Mercedes kaufen kann. Jene Dinge, die nicht immer schwächer werdende ‚Seelentröster’ sind – schnell gewonnen, noch schneller zerronnen –, sondern die unsere Seele wahrhaft nähren, indem sie sie wie eine schöne Blume erblühen lassen, leuchten lassen, egal ob draußen die Sonne scheint oder der Nebel wabert.

Natürlich hat diese ganze Tragödie – und eine Tragödie ist es, auch wenn sie als der ganz normale Alltag erscheint – damit zu tun, dass die Menschen nicht nur nicht mehr wissen, woher sie kommen und wohin sie gehen, sondern dass sie es nicht einmal mehr wissen wollen. Aus die Maus, man lebt nur einmal, und wenn schon, dann bitte in vollen Zügen! Welch bitterer, welch folgenschwerer Irrtum! Denn die Art, wie wir unser Leben auf Erden verbringen, bestimmt nicht nur, welcher Art unser Aufenthalt in den jenseitigen Welten sein wird, sondern auch, wie die Bedingungen unseres nächsten Erdenlebens aussehen werden. Wie wir wissen, können wir nichts von dem, was wir haben, mitnehmen an der Schwelle des Todes, müssen aber alles mitnehmen, was wir sind. Kein teures Auto, keine erlesene Garderobe wird dann mehr darüber hinwegtäuschen können, wie wenig wir uns darum bemüht haben, ein guter, ein weiser Mensch zu werden. Und was wollen wir dagegen unternehmen, wenn wir als zu „leicht“ befunden werden und uns nicht mehr als eine nächste Verkörperung – sagen wir in Afghanistan, Somalia oder dem Sudan verdient haben? Weil wir immer nur an unser eigenes Wohl dachten und dafür gerne auch über Leichen gingen – nicht unbedingt physische, aber vielleicht emotionale?

Verzeihen Sie, dass dies kein reiner Wohlfühl-Artikel ist. Doch wie gesagt: Das wahre Wohlfühlen kommt von innen, und man muss es sich verdienen. Erarbeiten. Darum ringen. Den inneren Schweinehund bezwingen. „Wer immer strebend sich bemüht, den können wir erlösen“… nein, kein Slogan einer Werbeagentur (sondern eine Engels-Zeile aus Goethes Faust). Denn wer könnte an der Erlösung schon verdienen? (Ach, ich habe die amerikanischen Televangelisten vergessen, die Sofort-Erlösung verkaufen und leider ihr Unwesen auch schon in Europa treiben. Fallen Sie nicht auf sie herein!) Denn niemand kann Sie erlösen von Pein, Schmerz, Qual, Leere, scheinbarer Sinnlosigkeit als nur allein Sie selbst.

Doch es gibt ein paar Helfer auf dem Weg. Genauso wie wir es einem Hochleistungssportler nicht empfehlen würden, vor der Wettkampfsaison eine Nulldiät zu machen und nur im Bett zu bleiben, genauso empfehlen wir Ihnen nicht, Ihre Seele verhungern oder malträtieren zu lassen bis zum Punkt, wo Sie es in ihr nicht länger aushalten und das Leben nur eine einzige Plage wird. Machen Sie sich klar, dass Sie der alleinige Gestalter Ihrer inneren Wohnung sind. Dass Sie der Gärtner ihres inneren Gartens sind. Geröllhalde oder Gemüsebeet? Betonwüste oder Parklandschaft? Wie hätten Sie es gern? Wenn Sie sich für Parklandschaft und Gemüsebeet entscheiden, dann müssen Sie beidem den Boden bereiten. Indem Sie darangehen, Ihre Seele zu verfeinern. Ihre Gedanken zu erziehen, Ihre Gefühle zu zügeln. Indem Sie Gedanken, Gefühle und Erinnerungen von allen negativen Schlacken säubern und sie so empfänglich machen für höhere Schwingungen, sprich größere Schönheit und tieferes Glück, das dauert und keine Eintagsfliege ist und kein Kind des „glücklichen“ Zufalls.

Musik kann Ihnen dabei enorme Dienste leisten. Nicht zufällig marschierten die aufrechten Soldaten von einst zu Marschmusik in den Schlachtentod. Nicht zufällig gab es bei Rock-Konzerten schon Tote, bei Klassik-Veranstaltungen jedoch nicht.

Als im März 1734 Händels Messias erstmals in London aufgeführt wurde, wohnte auch König Georg II. der Aufführung im Covent Garden bei. Als der Chor das machtvolle Hallelujah begann, war das Publikum so ergriffen, dass es sich wie ein Mann von den Sitzen erhob und alle, der König inbegriffen, stehen blieben, bis der letzte Ton verklungen war. Nach der Aufführung beglückwünschte Lord Kinnoul, ein Freund und Bewunderer Händels, den Komponisten. Er dankte ihm für die „außerordentliche Ergötzung“, die er den Zuhörern verschafft habe. „Mylord“, entgegnete Händel, „ich würde es ungemein bedauern, wenn ich Sie nur ergötzt hätte. Meine Absicht war, Sie zu bessern.“1

Wie im Rausch hatte Händel den Messias innerhalb von nur 24 Tagen niedergeschrieben und dabei sein Haus an der Upper Brook Street nicht verlassen. Bei Tag und Nacht, ohne aufzuhören, schrieb er Seite um Seite wie entrückt. Zuweilen, wenn ihm sein Diener das Abendessen brachte, stand das Mittagsmahl noch unberührt da, und an einem Nachmittag fand ihn der Mann heftig schluchzend vor: Er hatte soeben die Arie Er ward verschmäht vollendet. Als er den Hallelujah-Chor zu Papier gebracht hatte, starrte er still vor sich hin und sagte: „Ich sah alle Himmel vor mir offen und den erhabenen Herrgott selber!“

Über Jahrhunderte gab es Männer, die dem „Himmel“ als Kanal dienten, um großartige Klänge auf die Erde niederzubringen. Man nennt sie Komponisten und ihre Arbeitsweise war ebenso verschieden wie ihr Charakter, doch allen war gemein, dass sie nicht genau sagen konnten, wann und wie sie die Muse küsste, woher die Inspiration kam, die sie über ihr menschliches Selbst hinauswachsen ließ. Eine Dame fragte den amerikanischen Komponisten Aaron Copland (1900-1990), wie er arbeite, mit den Worten: „Warten Sie auf eine künstlerische Eingebung?“ Er antwortete: „So ist es, Gnädigste, und zwar jeden geschlagenen Tag!“ Hartes, beharrliches Arbeiten – der Erfinder Thomas Edison sprach einmal von „einem Prozent Inspiration und 99 Prozent Transpiration“ – bildete den Nährboden, in den die Inspiration fließen konnte. Das Gesamtwerk Johann Sebastian Bachs umfasst nicht weniger als sechsundvierzig riesige Bände, die allein herauszubringen für die Bachgesellschaft ein halbes Jahrhundert Arbeit bedeutete!

Beethoven arbeitete unablässig, selbst beim Mittagsmahl im Gasthof Schwan, und vergaß darüber ganz, ein Essen zu be­stellen. Auch Schubert war Schwerstarbeiter, so sehr, dass man nicht einmal in Ruhe ein Porträtbild von ihm anfertigen konnte. Als der Maler versuchte, ihn mit einem Shakespeare-Band zum Stillhalten zu verleiten, war es erst recht um den Komponisten geschehen, riefen die Zeilen, die er da las, doch nach musikalischer Un­­termalung … Mozart, das ewi­­ge „Wunderkind“, wurde regelmäßig von so viel Inspiration überrollt, dass er beim Schreiben kaum mit den Noten mithalten konnte, die über ihn hereinbrachen. „Ich weiß nicht“, sagte er, „woher meine Einfälle kommen, doch wenn ich nicht gestört werde, hat die Inspiration bei mir kein Ende. Sie nimmt mehr und mehr Gestalt an, bis zuletzt das ganze Gebäude klar zutage tritt.“

So schrieb Mozart die Ouvertüre zu seinem Don Giovanni in einer einzigen gesegneten Nacht. Bernard Grun erzählt in seinem Buch Beste Musiker-Anekdoten ihre Entstehung: „Zunächst konnte er sich nicht entschließen. Er hatte drei Entwürfe für diese Ouvertüre zu seiner neuen Oper he­­rumliegen. Signor Guardasoni und sein ­En­­semble waren eifrig beim Probieren des Werkes in Prag; alles schien auf einen großen Erfolg hinzudeuten, doch noch fehlte die Ouvertüre.

Guardasoni wurde nervös, doch Mozart beruhigte ihn. ‚Ich hab noch nie eine Direktion im Stich gelassen. Seien S’ nicht ungeduldig, wir haben doch noch eine Menge Zeit!’

‚Eine Menge Zeit?’ Guardasoni wurde immer aufgeregter. ‚Aber Maestro, morgen haben wir Generalprobe.’

Mozart lächelte. ‚Alsdann sollen Sie morgen Ihre Ouvertüre haben, Guardasoni!’
Am nächsten Nachmittag war die versprochene Ouvertüre immer noch nicht eingetroffen. Der Impresario saß wartend in der Wohnung des Komponisten, wo er er­­fahren hatte, dass der Meister mit Freunden aufs Land hinausgefahren sei. Erst gegen Abend kehrte er zurück, in der allerbesten Laune nach einem heiter genossenen Tag, da er mit seiner Frau getanzt und mit den Freunden Wein getrunken hatte. Als er den Impresario sah, rief er: „Guardasoni! Liebster Freund – keine Sorge! Sie werden Ihre Ouvertüre morgen haben!“

„Morgen? Ja haben Sie denn ganz vergessen, Maestro? Morgen ist Premiere! Das ist doch unerhört!“

„Lassen S’ mich jetzt allein. Meine Frau wird mir einen Punsch brauen. Gehen S’ schon! Ich will arbeiten.“

Der Impresario ging, und zehn Minuten später saß Mozart denn auch schon am Schreibtisch. Sein Entschluss war gefasst. Nicht die Es-Dur-Ouvertüre noch die in c-Moll würde es sein, sondern die in d-Moll, mit den feierlich-ernsten langsamen Einleitungstakten.

Constanze hatte ihm den Punsch ge­­bracht und saß neben ihm, um still seiner Arbeit zuzusehen. „Ich bin müd’, Stanzerl“, sagte er, „red’ mit mir. Erzähl mir irgendwelche Geschichten, weil ich wach bleiben muss, um fertig zu werden.“

Und so begann Constanze zu erzählen, die alten Märchen der Scheherazade, von Ali Baba und den vierzig Räubern, von Sindbad, dem Seefahrer und von Aladin mit der Wunderlampe, wobei seine Feder hurtig übers Papier glitt, Bo­gen um Bogen füllend.

Gegen drei Uhr morgens konnte er nicht mehr weiter vor Erschöpfung. „Grad eine Stunde muss ich schlafen, Stanzerl, nicht mehr“, sagte er. „Weck mich bestimmt um vier Uhr, ja?“

Constanze ließ ihn bis fünf Uhr auf dem kleinen Sofa schlafen. Als sie ihn nun weckte, begann er sofort wieder zu arbeiten, und um sieben Uhr fand der Kopist die fertige Partitur auf dem Tisch vor.

Zwölf Stunden später betrat Wolfgang Amadeus Mozart strahlend und selbstsicher den Orchestergraben der Prager Oper. Donnernder Applaus grüßte ihn, er verbeugte sich dankend vor dem Publikum, dann wandte er sich um und hob die Hände. Er gab das Einsatzzeichen, und die berühmtesten d-Moll-Akkorde der Welt erklangen zum ersten Mal für alle Ewigkeit.“

In seinem kurzen Leben von knapp 36 Jahren (27. Januar 1756 bis 5. Dezember 1791) schrieb Wolfgang ‚Amadé’ (wie er sich selbst nannte) 41 Symphonien, 21 Opern, 60 Konzerte, 15 Messen, 31 Divertimenti, 45 andere Instrumentalwerke, 88 Quartette, 23 Klaviersonaten, 15 Variationssätze, 4 Phantasien plus zahllose Lieder, Kantaten, Arien und allerhand sonst. Zu den Aufgaben des österreichischen Wunderkinds, das zum Komponieren guter Laune bedurfte, gehörte es, mit seiner melodischen, meist heiteren Musik den Menschen ihr hartes Alltagslos zu erleichtern, was ihm zweifelsohne geglückt sein dürfte. Noch heute baut Mozart vielen Klassik-Novizen eine leicht zu beschreitende Brücke in die noch unbekannten Hörwelten.

Denn wer sein Ohr niemals anderem als der heute allgegenwärtigen Popmusik geliehen hat, muss es erst für die „ernste“ Musik trainieren. Der Aufwand lohnt jedoch – denn auf einmal schwingt sich die Seele auf diese hohen Klänge ein, empfindet sie nicht mehr als fremd, einengend, überfordernd oder angestaubt, sondern lässt sich berühren, schwingt mit und wird so transformiert.

Musik ist nämlich nicht dazu gedacht, die – ebenfalls kostbare – Stille zu verlärmen. Musik ist dazu gedacht, den Menschen an das Höhere, das Edle, das Feine anzubinden. Ihn aus den Schlacken des Allzumenschlichen herauszulösen, ihm hilfreiche Mächte zuzugesellen, ihn zu schützen vor Unbill, ihm wahre, erquickende Freude erlebbar zu machen, ihn zu ergreifen und spüren zu lassen, dass da so viel mehr ist zwischen Himmel und Erde, als sich unsre Schulweisheit träumen und der stete Dudelteppich aus dem Radio vermuten lässt.

Vor einigen Jahren schon wurde eine Firma gegründet, die diese Bezeichnung eigentlich nicht verdient, weil sie nicht zum Zwecke des Geschäftemachens entstanden ist, sondern um „die Welt mit der Musik des Lebens“ zu erfüllen und „der Menschheit dabei behilflich zu sein, gemeinsam schöne Musik zu machen“ („Filling the World with the Music of Life“ – „Instrumental in Helping Humanity to Make Beautiful Music Together“). Ihre Ziele sind rein ideeller Art – nämlich den Menschen wieder jene Mu­­sik zuzuführen, die zu hören sich wirklich lohnt. Musik, die uns hilft, ein besserer Mensch zu werden. Musik, die uns fröhlich macht oder entspannt, wenn wir gestresst sind, Musik, die eine heilende Wirkung auf Körper und Seele ausübt. Denn je größer die Auswahl, desto größer die Qual der Wahl. Noch nie gab es so viel, was sich Mu­­sik nennt, so leicht zu kaufen (oder eben zu downloaden). So einfach, wie es ist, mit der Masse zu gehen und das Gängigste zu wählen, so schwierig ist es geworden, in ­diesen riesigen Klanghalden noch die wahren Perlen zu finden, die dem Menschen helfen, seine Seele zu vergeistigen, seine innere Woh­­­nung zu verschönern, auf dass er in ihr ein erfüllteres, sinnreicheres, glücklicheres Leben führen möge.

Diese Idee nennt sich Symphonic Sounds. Und wie es so schön heißt – „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“ –, hat sich die ZeitenSchrift dazu entschlossen, dieser kleinen, kostbaren Blüte ein wenig beim Wachsen und Gedeihen zu helfen – auch weil wir eine Leserschaft haben, die umsetzt, was sie liest, die nach dem Höheren und Besseren strebt, die ein wenig besser Bescheid weiß über die wahren Ur- und Hintergründe des irdischen Daseins als die große Masse. Wäre es nicht wunderbar, die Menschheit würde irgendwann einmal dahin kommen, das Geschenk der Musik in einer vollkommenen Weise zu verwenden – und die Kunst be­­herrschen, die richtige Musik zur richtigen Zeit zu spielen – allem damit größere Tiefe, Schärfe, Wachheit, Träumerei, Liebe, Güte, Beseeltheit verleihend – gerade so, wie es das Erfordernis der Stunde ist? Und auch die wunderbare, von den Klängen der Natur sanft begleitende Stille walten zu lassen, wenn Stille angesagt ist – und sie nicht dauernd mit Lärm zu zerstören, der den Namen Musik nicht verdient?

Masaru Emotos Wasserkristallbilder zeigen, welche Schwingungen Musik hat: Links Schuberts "Ave Maria", rechts oben Hardrockmusik, rechts unten ein Text wie aus einem Rap-Song: "Ich werde dich töten!".

Denn Musik ist Magie, ist Mystik, ist Schöpferkraft. Denken wir nur an die Sphärenmusik, die jede kosmische Schöpfung gebiert und umgibt! Alles, was ist, besitzt Schwingung, Farbe und Ton. Alles! Auch wenn wir es nicht sehen oder hören können. Und so gibt es in der Tat eine „Musik des Lebens“, die allem Leben hilft zu blühen, Früch­­te zu tragen und selig zu sein, und es gibt eine ‚Musik des Todes’, die das Leben vernichtet, mit Füßen tritt, in Grund und Boden stampft. Die Wasserkristallbilder Masaru Emotos haben es gezeigt, welch wunderschöne Formen ein Tropfen annimmt, wenn er von göttlichen Klängen geprägt wird, und wie schauerlich er sich verwandelt, wenn Hardrockmusik auf ihn einprügelt. Nun, wir verstehen, wenn Sie sich an solch eine Musik gewöhnt haben. So vieles wird Gewohnheit, und Ge­­wohnheit suggeriert uns immer, wir könnten nicht ohne sie. Kein Grund, sich schlecht zu fühlen. Die Erkenntnis jedoch, dass das, was man sich täglich zu Ohre führt, möglicherweise Gift für die Seele ist und unsere innere Wohnung zu einem öden, verzweifelten Ort werden lässt, sollte uns motivieren, un­ser Ohr für andere Klänge zu trainieren. Ganz langsam. Erst mit schöner Filmmusik, sanften ‚New Age’-Klängen, die uns nicht innerlich versäuern, sondern entspannen. Und dann vielleicht ein bisschen Mozart, als Türöffner zu den Klassikwelten. Keine Überdosis, schön langsam, Tag für Tag. Wann immer wir uns einer Sucht entwöhnen wollen, müssen wir das behutsam tun, sonst gibt’s eine „Palastrevolution“! Und irgendwann ­spüren wir vielleicht, dass die innere Wohnung ein behaglicherer Ort wird, wir uns sicher fühlen in uns selbst, ohne stetige Berieselung, ständiges Telefonieren, andauerndes Twittern und Simsen. Wie wir uns geborgen fühlen, selbst wenn wir mal alleine sind – und wenn nicht, wissen wir, welche Musik diese geborgene Atmosphäre für uns schaffen kann. Welche Musik uns aufmuntert, uns motiviert, uns siegesgewiss Prüfungen bestehen lässt. Welche Musik unser Kind in den Schlaf wiegt, die Engel herbeiruft, die Pflanzen freudig wachsen lässt, die Tiere beruhigt. Denn sie ist da, diese Musik, bereit, dem Menschen das Leben leichter, tiefer, schöner zu machen. Wir müssen sie nur ganz einfach in unser Leben holen.

Da wir von der ZeitenSchrift es großartig finden, welche Ziele Symphonic Sounds hat – ein kleines Pflänzchen, das erst noch voll erblühen muss –, unterstützen wir diese „symphonischen Klänge“ künftig. Schon in dieser Ausgabe stellen wir Ihnen eine Anzahl schöner CDs vor und sagen Ihnen, welche Wirkung sie haben. In jeder kommenden Ausgabe wollen wir für Sie eine – vielleicht etwas kleinere – Auswahl zusammenstellen, jeweils zu einem besonderen Thema, damit wir alle lernen können, welche Musik für welche Stimmung, welches Ziel und welche Gelegenheit die richtige ist. Damit wir Musik verwenden, um zu bes­seren Menschen zu werden – wie es Händel sagte: „Ich würde es ungemein bedauern, wenn ich Sie nur ergötzt hätte. Meine Absicht war, Sie zu bessern.“ Denn diese Macht hat Musik – wenn es eben die richtige ist!

Besuchen Sie die Homepage von Symphonic Sounds: ­www.symphonic-sounds.com. Sie finden dort bereits eine Auswahl von Musik zum Heilen, Entspannen, Motivieren, Fröhlichsein. Plus Filmmusik, klassische, sakrale Musik, Chöre und und und. Sie können in fast jede CD hineinhören, damit Sie wissen, was Sie kaufen. Das Sortiment wird laufend erweitert werden. Und Sie können auch eine CD Ihrer eigenen Wahl (die noch nicht im Angebot ist) über Symphonic Sounds bestellen. Geben sie ein­­fach genau an, worum es sich handelt.

Lassen Sie uns die Welt mit der „Musik des Lebens“ erfüllen – und so zu einem besseren Ort machen!

Quellenangaben

  • 1 Diese und andere Anekdoten aus: Beste Musiker-Anekdoten von Bernard Grun; vergriffen