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Zu allen Zeiten haben sich Komponisten von den Elementen inspirieren lassen. Gustav Mahler sagte: „Wir schöpfen all unsere fundamentalen Rhythmen und Themen aus der Natur.“ Ein besonders imposantes Beispiel ist die 1915 begonnene Alpensinfonie von Richard Strauss. Sie nimmt uns auf eine imaginäre Bergwanderung mit, die im Morgengrauen beginnt: hinauf durch Wälder, über Almen und Gletscher hin zum Gipfel; und im Unwetter wieder hinab, bis zum Versinken des Tags.
Strauss‘ sinfonische Dichtung ist erhaben und kraftvoll; sie trägt stürmische Momente ebenso in sich wie verinnerlichtes Strahlen. Diese Musik verkörpert „moralische Reinigung durch die eigene Stärke, die Befreiung durch Werke – und die Anbetung der herrlichen, ewigen Natur!“, schrieb Richard Strauss in sein Tagebuch.
Wer sich auf die Alpensinfonie einlässt, wird das Wesen der Natur erfühlen wie in kaum einem anderen Musikstück – was könnte schöner sein?