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Browns Gas: Wasser als Treibstoff

Autofahren und heizen, schadstofffrei Müll verbrennen oder Metalle schweißen – und das alles mit Wasser? Was wie ein Märchen aus Tausendundeiner Nacht klingt, ist längst Realität: Browns Gas (HHO) macht es möglich. Die Frage ist einzig: Wer setzt sich durch – die Menschheit, die es sicher haben will, oder jene mächtigen Kreise, die weiter mit Öl und Gas Kohle machen wollen?

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Jules Verne, der berühmte Visionär und Autor von 20’000 Meilen unter dem Meerhatte das schon vor über hundertvierzig Jahren vorhergesehen und gesagt: „Wenn Öl und Kohle zur Neige gehen, wird das Wasser als Energieträger ihre Rolle übernehmen“. In seinem 1875 erschienenen Werk Die geheimnisvolle Insel schrieb Verne wahrlich prophetische Worte: „Wasser wird dereinst in seine ursprünglichen Elemente (Wasserstoff und Sauerstoff) zerlegt werden, zweifellos mithilfe von Elektrizität, die dann zu einer machtvollen und kontrollierbaren Kraft geworden sein wird. Ja, meine Freunde, ich glaube, dass man Wasser eines Tages als Brennstoff einsetzen wird.“

Dieses Versprechen löste Yull Brown in den 1970er und 80er Jahren ein. Brown wurde 1922 unter dem Namen Ilya Velbov in Bulgarien geboren. Sein bewegtes Leben führte ihn in russische Gefangenschaft, in die Türkei und schließlich als Auswanderer nach Australien.

Implosion statt Explosion

Dort besaß der gelernte Elektriker nahe Sydney ein kleines Labor, in dem er eines Tages bei Experimenten mit Strom auf rätselhafte Wasser-Phänomene stieß: Das Wasser brannte! In kürzester Zeit brachte Brown es zuwege, aus einem einzigen Liter Leitungswasser 1’860 Liter hochbrennbares Gas zu erzeugen, das alle seine bisherigen Erfahrungen mit Gasgemischen weit in den Schatten stellte. Das „Browns Gas“, eine Umwandlung von Wasser (H2O) in HHO-Gas, war geboren bzw. entdeckt:

Das Gas entstand, wenn Brown Gleichstrom in ein Glas mit Wasser leitete, wobei Wasserstoff (H) und Sauerstoff (O) getrennte Bläschen an der Anode bzw. Kathode bildeten (den zwei elektrisch geladenen Polen des Stromleiters).

Brown machte eine weitere Entdeckung, die ihn erstaunte. Das Gas besaß keinen fixen Brennwert. Dieser richtete sich nämlich nach dem Material, auf das Brown den Strahl des brennenden Gases gerichtet hatte, und die Temperaturen, die es erreichte, schwankten dabei von 120 bis weit über 5’000 Grad Celsius. Das ist mit der Wirkung der Sonne auf der Erde vergleichbar: Scheint sie auf Gras, kann man leicht mit nackten Füßen darüber laufen. Brennt sie hingegen auf Sand, kann das unter der gleichen Sonne schon unangenehm heiß sein – und kein vernünftiger Mensch würde sich freiwillig auf ein von derselben Strahlungsintensität besonntes Blechdach stellen!

HHO-Gas verbrennt völlig umweltfreundlich und ohne irgendwelche Schadstoffe oder -gase; es entsteht nicht einmal Kohlendioxid (CO2). Das Gas wird einfach wieder zu Wasserdampf, der rasch als Tropfen kondensiert! In geschlossenen Systemen kann man dieses Wasser nun wieder in den Prozess zurückführen und daraus erneut HHO-Gas zur weiteren Energiegewinnung herstellen.

Einmal angezündet explodierte das Gas nicht etwa, nein, es implodierte.

Browns Gas entspannt sich beim Brennen und erzeugt ein Vakuum. Füllt man es in einen geschlossenen Behälter, entspricht die nach der Zündung und Implosion entstandene Wassermenge im Vakuum dem 1860sten Teil des ursprünglichen Gas-Volumens.

Weil bei einer Implosion die Energie immer nach innen gerichtet ist, kühlt sich auch Browns Gas beim „Verbrennen“ ab, wie das bei jedem Implosionsvorgang der Fall ist.1 Natürlich wirbelndes Wasser (beispielsweise in einem Bergbach) kühlt sich aus demselben Grund übrigens ebenso ab.

Vermischt man es mit anderen Brennstoffen, verbessert HHO-Gas deren Verbrennung so entscheidend, dass höhere Leistungen und sauberere Abgase entstehen, die beispielsweise einen Katalysator für Automotoren überflüssig machen.

Schlüsselpunkt für all dies ist die Vorbehandlung des Wassers, damit es quasi von selbst in seine atomaren Elemente Wasserstoff und Sauerstoff zerfällt.

Von Skeptikern und Gegnern wird oft das Totschlagargument gebracht, dass es sich bei Browns Gas um Knallgas handle. Das ist natürlich Unsinn: Bei Browns Gas entstammt der Sauerstoffanteil nicht der Außenluft, sondern dem in der Elektrolyse in H2 und O2 zerlegten Wasser. Deswegen findet hier eine implosive Verbrennung statt. Bei Knallgas verbrennt Wasserstoff mit der Außenluft, es handelt sich um eine explosive Verbrennung. Auch oft zitierte „Weisheiten“ aus alten Physik-Lehrbüchern von vor 60 Jahren – „da wird ja mehr Energie hineingesteckt als herauskommt“ – sind längst von der Wirklichkeit widerlegt. Brauchten alte Elektrolyse-Anlagen tatsächlich noch Strom im Kilowatt-Bereich, um Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff zu trennen, so genügt heute eine 12-Volt-Autobatterie, damit das Werkel anläuft.

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Ein Kubikkilometer Wasser deckt globalen Energiebedarf

Jede Wasserleitung, jeder Bach, Fluss oder See und erst recht das Meer tragen nach neuesten Erkenntnissen so viel Energie in sich, dass alle lokalen und regionalen Energie- und Umweltprobleme sauber und einfach gelöst werden können. Ein Kubikkilometer Meerwasser reicht aus – ohne dass es im Prozess verloren geht – um den gesamten jährlichen Energiebedarf des Globus zu decken! Die Zeiten, in welchen alle Welt den Mächten hinter der Öl-, Gas- und Atom-Wirtschaft hoffnungslos ausgeliefert war, sind bald Geschichte.

Browns Gas erscheint weltweit als die beste Medizin für den an Öl-Schwindsucht und vielen Umweltkrankheiten leidenden Planeten, denn man kann damit sowohl die aktuellen Energie-Kosten reduzieren als auch alle Klimaerwärmungs- und Umweltprobleme auf einen Schlag lösen. Es ist die wirkungsvollste Therapie für Ökologie und Ökonomie, weil heute schon machbar. Denn praktische Anwendungen von Browns Gas gibt es viele. Leider scheiterte der allgemeine Durchbruch am Widerstand mächtiger Kreise, die zu Recht um ihre einträgliche Pfründe fürchten.

Der Asiate Daniel Dingel erfüllte in der philippinischen Hauptstadt Manila 30 Jahre lang alle Tests, die man von ihm verlangte, starb aber erst kürzlich, ohne dass sein Toyota Corolla, den er nur mit Wasser tränkte, zum Verkaufsschlager geworden wäre (siehe Kasten). In Australien gibt es Motorräder, die vermutlich nach ähnlichem Prinzip ausschließlich mit Wasser fahren.

Der Beste musste für seine Entwicklung sterben

Der bisher erfolgreichste HHO-Pionier in der Mobilität war Stanley Meyer. Nach 25 Jahren Bastlerei wollte er mit einem umgebauten Serien-VW-Buggy aller Welt beweisen, dass Autos problemlos mit Wasser unterwegs sein können. So versprach er 1998 medienwirksam, seinen VW ausschließlich mit diesem Nass betrieben von der einen zur anderen Küste der USA zu fahren. Das ist ihm im Wesentlichen auch gelungen. Doch seinen Triumph konnte der wie ein Volksheld gefeierte und von verschiedenen Journalisten begleitete Meyer leider nicht mehr auskosten. Gerade als seine Vorfreude auf den zu erwartenden Sieg über die gesamte Auto- und Energiewelt am größten war, bestellte sich Meyer– wie an jedem Tag während seiner Werbetour quer durch den amerikanischen Kontinent – in einem Restaurant ein Abendessen, das jedoch sein letztes werden sollte: Der von vielen bewunderte „Selfmademan“ starb am 21. März 1998 unverhofft an einem „zerebralen Aneurysma“ – an einer geplatzten Hirnarterie. So lautet jedenfalls die offizielle Todesursache gemäß einer Autopsie. Viele Insider behaupten indes bis heute, Meyer sei vergiftet worden. Denn sein Bruder Stephen war ein Augenzeuge gewesen und hatte später über jenen schicksalhaften Abend gesagt: „Stanley nahm einen Schluck Cranberry-Saft, griff sich plötzlich an seinen Nacken und stürzte aus der Tür, um auf die Knie zu fallen und sich heftig zu übergeben. Ich rannte ihm nach und wollte wissen, was er habe“, erzählte Stephen Meyer. „’Sie haben mich vergiftet’, keuchte er. Das waren seine letzten Worte.“

So hat das japanische Unternehmen Genpax der Wasserauto-närrischen Welt schon vor zwei Jahren einen kleinen Stadtwagen präsentiert, über den im Fernsehen berichtet wurde (zu finden auch auf Youtube). Das Auto besitzt keinen „normalen“ Otto-Motor wie Stanley Meyers Modell, der mit „Benzin nach Bedarf“ fuhr, sondern weist einen E-Motor auf Wasserbasis auf. Der Strom wird während der Fahrt mit dem im Generator gewonnenen Wasserstoff erzeugt und kommt aus einer Brennstoff-Zelle, die Wasserstoff (aus dem Gas-Generator) direkt in Strom umwandeln kann. Das japanische Gefährt bewegt sich daher viel eleganter als seinerzeit der knatternde VW von Meyer – fast lautlos und völlig geruchlos. Ein weiterer Vorteil: Elektrische Motoren haben neben dem höchsten Wirkungsgrad bei der Umwandlung von Energie in Bewegung auch das für die Fortbewegung beste Drehmoment.2 Man kann daher auf ein Getriebe verzichten. Der Nachteil: Die Brennstoffzellen zur Umwandlung von Wasserstoff in Strom sind noch sehr teuer – und sicher nicht der Weisheit letzter Schluss.

Nach dem gleichen Prinzip sind unbestätigten Berichten zufolge bereits 200 Busse in der kanadischen Stadt Ottawa im Test-Einsatz. Sie fahren geräuschlos elektrisch, beziehen den Strom aber nicht aus einer üblichen Oberleitung, sondern aus Brennstoffzellen, die den nötigen Wasserstoff von einem Gas-Generator erhalten, der das Wasser während der Fahrt in Wasserstoff und Sauerstoff zerlegt.Die meisten Browns-Gas-Nutzer sind aber unter den privaten Autofahrern zu finden, die ihr nach wie vor mit Diesel oder Benzin betriebenes Vehikel sparsamer machen wollen und es nach Bauplänen, die im Internet zu finden sind, umbauen. In der Praxis zeigt sich: je einfacher das Auto, desto einfacher und erfolgreicher der Umbau. Erreicht wird in den meisten Fällen eine Sprit-Ersparnis von zehn bis maximal 40 Prozent, nie ein völliger Ersatz.

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Fussnoten

1.

Lesen Sie dazu den großen Report über die Erkenntnisse des Wasserforschers Viktor Schauberger, worin auch die grundsätzlichen Unterschiede zwischen Implosion und Explosion erklärt werden: ZeitenSchrift-Druckausgabe Nr. 14

2.

vgl. Artikel über Elekro-Autos in ZS 68: Das Elektroauto, das nicht überleben durfte

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