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Denn: Wie können wir erwarten, daß sich die Menschheit von – beispielsweise – Sucht und Zwängen befreit, wenn wir selber noch nicht einmal gewillt sind, uns unsere alltäglichen ‚lieben Gewohnheiten‘, die uns fest im Griff haben (was wir oft nur ungern zugeben!) auch nur einmal genauer anzusehen? Richtig, es fängt mit dem Willen an, wie so manch anderes auch, und dieser gute Wille ist unabdingbar, wenn wir etwas verändern wollen. Alles fängt bei uns selber und unserem guten Willen an!
Da ich selber als Erzieherin (und auch als ‚Selbsterzieherin‘!) tätig bin und mit sogenannt ‚Schwererziehbaren‘ und ‚Milieugeschädigten‘ arbeite, habe ich mich während meiner Ausbildung auf den Weg gemacht, herauszufinden, was eine Erzieherin denn eigentlich ist, außerhalb dessen, was man in der Wörterbuch-Definition findet. Alle Mütter und Väter wissen, daß Mutter- und Vatersein gar nicht so einfach definiert werden kann. Mutter-, bzw. Vatersein erschöpft sich nicht darin, einfach zu Hause, bei und mit den Kindern zu sein, für ihr leibliches Wohl zu sorgen und den Haushalt instand zu halten. Vielmehr sind außerdem noch Qualitäten gefragt wie Beobachten, Unterstützen, Ermuntern, Selbständigkeit fördern, Zuhören können, Trösten, Schlichten, kleinere und größere Wehwehchen behandeln, Vorausschauen, Planen, Organisieren, Managen, Lehren, Anleiten, Motivieren, Führen, Beschützen und vieles andere mehr. Als richtige(r) Allrounder(in), was wir als Mütter und Väter ohne Zweifel sind, müssen wir also möglichst vielseitig sein, um allen Anforderungen gerecht zu werden.
Das Pädagogische Gesetz
Rudolf Steiner, der ein großer Lehrer und Erzieher war, hat erklärt, daß es ein pädagogisches Gesetz gibt, demzufolge der übergeordnete Körper des Erziehers, der Mutter, des Vaters, auf den im entsprechenden Einflußbereich nächsten Körper des Kindes wirkt. ‚Übergeordnet‘ hat in diesem Fall nichts mit Räumlichkeit oder Wertigkeit zu tun, sondern damit, welche Energie welchen der vier niederen Körper auf welche Weise beeinflußt (der Ätherkörper beispielsweise schwingt höher als der Mentalkörper).
Dies klingt komplizierter, als es ist. Einfacher gesagt: Wir haben nebst unserem sichtbaren physischen Körper einen Ätherkörper, der unseren physischen Körper umhüllt und zugleich durchdringt, ihn mit Lebenskraft versorgt und aufrechterhält (vgl. ZeitenSchrift Nr. 9, Seite 10). Er besteht aus der göttlichen Ursubstanz. Unser physischer Körper ist der sichtbare Ausdruck davon. In ihm sind unsere sämtlichen Erinnerungen und karmischen Prägungen aufgezeichnet und gespeichert. Dadurch wirkt er sowohl auf unseren physischen Körper, wie auch auf unseren Emotional- und Mentalkörper. Gemäß den Prägungen und Aufzeichnungen unserer unerlösten Schicksals-Themen (man kann sie auch karmische Lektionen nennen), die in unserem Ätherkörper enthalten sind, entwickelt sich unser physischer Körper. Ebenso ist in unserem Ätherkörper unsere seelische Veranlagung (die Früchte unserer vergangenen Erfahrungen und Gewohnheiten) enthalten, welche unseren physischen, emotionalen und mentalen Körper prägen. So kann also beispielsweise ein durch karmische Prägungen ‚verletzter‘ Ätherkörper keinen gesunden physischen Körper ausbilden. Der Ätherkörper drückt auch unsere psychische Konstitution aus, die wir uns im letzten Leben erarbeitet haben. Beispielsweise unser Temperament, welches sich nicht nur im Charakter, sondern auch durch den physischen Körper und unsere konstitutionelle Veranlagung zeigt.
Gesunde Gewohnheiten, in stetem Rhythmus wiederholt, stärken und stabilisieren den Ätherkörper.
Dann, auf der Astralebene, haben wir den Emotional- oder Gefühlskörper. Dies ist unser größter Körper. In ihm leben all unsere Gefühle, Emotionen und Empfindungen. Er ist oftmals schwer zu lenken und gebärdet sich mitunter wie ein eigenwilliges, störrisches Kind.
WILL NOT BE SHOWN IN THE FINAL DESIGN
Der Körper, welcher direkt auf den Emotionalkörper wirkt, ist der Mental- oder Gedankenkörper, in dem unsere Gedanken, Vorstellungen und mentalen Konzepte angesiedelt sind. Wir denken beispielsweise über etwas nach (Mentalkörper), und dieses wiederum provoziert mehr oder weniger schöne Gefühle und Empfindungen (Emotionalkörper). Möglicherweise löst dies dann eine Kettenreaktion aus, wo uns Situationen in den Sinn kommen, in welchen wir so etwas oder ähnliches schon erlebt haben (Ätherkörper), und möglicherweise speichern wir die eben empfundene Wut unseres Emotionalkörpers in unserem Ätherkörper. Irgendwann manifestieren sich die durch unsere Gedanken ausgelösten Gefühle und Erinnerungen in unserem physischen Körper. Im schlimmsten Fall als Krankheit; aber auch ganz alltäglich: Wer kennt nicht die ‚Wut‘ oder die ‚Schmetterlinge‘ im Bauch, einen ‚Kloß im Hals‘, ein enges Gefühl in der Brust, und weiteres mehr. Es sind uns bei weitem nicht alle Ursachen, Gefühle, Gedanken und Erinnerungen/Gewohnheiten bewußt, die sich in unserem Körper, oder besser gesagt: in unseren verschiedenen Körpern manifestieren. Und so wird oftmals unser physischer Körper gezwungen, auf der körperlichen Ebene auszudrücken, was wir im Seelischen nicht wahrhaben wollten.
Doch nicht nur unser physischer Körper, auch unsere Seele leidet, wenn wir nicht mit uns und unserem Leben in Einklang sind und an uns ‚vorbeileben‘ oder uns gar von äußeren Umständen ‚leben lassen‘. Wenn wir an ungesunden mentalen Überzeugungen (Mentalkörper) festhalten, die mit unserem inneren Wesen nicht übereinstimmen, kann die daraus entstehende Dissonanz unser Seelenleben buchstäblich vergiften. Oftmals entstehen daraus Gefühls-Blockaden und Schlimmeres. Soviel zu den Wechselwirkungen unserer vier niederen Körper.
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