Eike Braunroth hatte schon mit drei Jahren ein eigenes kleines Gärtchen, in dem er nichts erntete, sondern sich daran erfreute, wie es wuchs und dass die Tierchen, Wild- und Kulturpflanzen so einträchtig zusammenwirkten. Als Erwachsener machte er es zu seiner Berufung, die Menschen zu lehren, dass selbst ein „Schädling“ kein Feind ist und wie alle Schöpfung sich danach sehnt, mit dem Menschen in Eintracht zu wirken.

Wenn der Mensch sich im Garten wie ein Engel verhält, werden aus „Schädlingen“ gehorsame Freunde.
Betrachten Sie sich als friedlichen Menschen? Aber sicher doch! Sie schlagen Ihre Kinder nicht und vergiften auch nicht des Nachbarn Hund trotz seines steten Gebells. Zudem weigern Sie sich, beim Mobbing am Arbeitsplatz Auge mit Auge und Zahn mit Zahn zu vergelten. Krieg führen Sie ausschließlich am friedlichsten Ort ihres Zuhauses: im Garten. Wie bitte? Oh, Verzeihung! Ich wollte Ihnen nicht zu nahetreten. Selbstverständlich rücken Sie Schnecken und Ameisen, Kartoffelkäfern und Kohlweißlingen, Rosenkäfern und Ratten, weißen Fliegen und Maiszünslern, Wildschweinen und Wühlmäusen nie, nie, niemals auf den Leib – weder mit chemischen noch mit biologischen Vernichtungswaffen, und schon gar nicht mit solchen, die knallen.
Der Krieg beginnt jedoch schon viel früher: Im Kopf. „Werde ich dieses Jahr genug ernten? Oder werden sich meine Feinde, die Schädlinge, gütlich tun an meinem Gemüse? Meinen Beeren? Meinen Rosen? Was unternehme ich am besten, damit sie keine Chance haben, meine Pflanzen zu verwüsten, belagern, vernichten? Wird der feindselige Regen mein Land ersäufen oder eine feindselige Dürre es versteinern? Werden die Feinde mich besiegen oder werde ich diesmal stärker sein? Alles richtigmachen? Mein Erfolgserlebnis erhalten, indem sich die Zweige biegen unter Früchten und der Salat prall und voll auf dem Boden sitzt?“
Seien wir ehrlich: Haben wir nicht alle schon solche Gedanken gehegt, solche Ängste gepflegt und uns und den Garten in Frage gestellt? Wir benehmen uns, wenn wir ehrlich sind, wie Feldherren in minenverseuchtem Gebiet. Überall lauert der Feind, bis zum Tag der Ernte ist ungewiss, ob wir die Früchte unserer Arbeit in gerechtem Ausmaß erhalten – oder ob wir besiegt werden durch Schnecken, Frost oder Schädlinge.
Wir spalten uns und den Garten in zwei (feindliche) Lager. Wir versuchen, der Natur unseren Willen aufzuzwingen, und empfinden es als Ungehorsam oder gar Kampfansage, wenn die Natur nicht will, wie wir wollen. Wir schaffen Trennung zwischen uns und dem Garten. Wir begegnen ihr mit der Haltung dessen, der sich die Natur untertan macht. Das wäre im Grunde gar nicht so falsch. In der Tat setzt der Mensch in seinem Garten die Ursache, worauf die Naturgesetze unpersönlich zu wirken beginnen und eine Wirkung erzeugen, die der gesetzten Ursache entspricht.
Nanu? Das würde ja bedeuten, dass der Mensch die Verantwortung trägt für die Zustände im Garten! Dass er schuld ist an der Schneckenplage, den Wühlmäusen, den Kartoffelkäfern? Gar noch, dass er schuld ist am Wetter, das nicht tut, wie es sollte? Geht das nicht ein bisschen zu weit? „Ich soll an allem schuld sein?“
Vergessen wir die Schuld. Wir handeln entsprechend unserem Wissen und unseren Erfahrungen. Wenn wir etwas dazulernen, können wir besser handeln und allmählich zu einer wahren „Kooperation mit der Natur“ finden, die des Menschen Bestimmung und Aufgabe ist.

Eike Braunroth (1940–2025): Ein Botschafter der Liebe zur Natur!
(Quelle: naturkooperation.org)
Es gab einen Mann, der diesen Weg gegangen ist. Er hieß Eike Braunroth1 und hat ein ebenso einfaches wie wunderbares, ebenso beglückendes wie erfolgreiches Konzept (wobei dies das falsche Wort ist, man müsste eher Verhalten sagen) entwickelt, bei welchem Schnecken- oder Ameisenplage, Ratten oder Silberfische, Blattläuse und Borkenkäfer von selber verschwinden. Das Konzept bedeutet, wahren Frieden mit der Natur zu schließen. Sich selber nicht von ihr zu trennen, sondern sich als Teil des Ganzen zu begreifen – als prägender und leitender Teil vielleicht, aber eben als Teil und nicht als Feudalherrscher oder Feldherr.
Eike Braunroth wurde in eine Familie hineingeboren, die der Schöpfung sehr zugetan war. „Schon als Kind verband mich ein inniges Verhältnis zur Natur“, erzählte er. „Ich nahm Blumenelfen und Tier-Devas wahr und kommunizierte mit ihnen. Ich fühlte mich mit allem, was ich da sah und hörte, eins.“ Sein erstes Gartenbeet erhielt er 1946 zur Einschulung geschenkt. Er säte Ringelblumen, Bohnen, Erbsen, Radieschen und viele Wildkräuter wie Hirtentäschel und Löwenzahn. „Hier gab es keine Schädlinge. Alle Tiere waren willkommen.“
Als er erwachsen wurde, verlor er die innere Sicht erst mal. „Ich befand mich in einem Bewusstseinszustand der Abtrennung von der Natur. Ab der Pubertät machten sich mehr und mehr Schnecken, später auch Kartoffelkäfer, Amseln und Blattläuse durch Vielfraß bemerkbar.“ Wie wir alle begann er, diese Schädlinge zu bekämpfen und seinen Garten zu verteidigen. Erfolglos. Die Wende kam erst, als er von Findhorn hörte. „Aus meinem und jenem Wissen schöpfte ich eine neue Beziehung zur Natur. Nicht kämpfen, auch nicht gewähren lassen, sondern einen liebevollen Umgang pflegen.“ So entstand seine Methode der Kooperation mit der Natur®, die jeder erlernen kann. Wie erwähnt, beginnt unser Fehlverhalten bereits im Kopf. Mit unseren Erwartungen der Angst, des Zweifels: Werde ich genügend ernten? Werden die weißen Fliegen diesen Sommer fernbleiben oder mir wieder die Freude an den Pflanzen vermiesen?
Wenn wir solches denken, sagte Eike Braunroth, erschaffen wir ein ätherisches, also feinstoffliches Energiefeld, das destruktiv geladen ist. „Auf feinstofflicher Ebene wird im morphogenetischen Feld2 die Angst auch in der Pflanze manifestiert. Die Kulturpflanzen sind auf diese Weise direkt von dem zugehörigen Menschen abhängig. Sie können selbst nicht entscheiden. Sie reagieren einfach auf seine Angst. Sie werden geschwächt. Sie werden krank. Nach einem kosmischen Gesetz müssen in der Folge andere Organismen – die wir Schädlinge nennen – die Pflanzen vernichten, d.h. in einen anderen, höheren Seinszustand transformieren.“
Dasselbe, sagte Braunroth, geschehe mit Kindern, um die sich die Eltern dauernd ängstigen. Ihre Angst ziehe das Verderben geradezu an: Die Angst vor dem Zeckenbiss zieht Zecken an! „Menschen, die Stechmücken, Zecken, Läuse, Flöhe, Motten, Kakerlaken, Ameisen, Silberfischchen bekämpfen, ziehen damit solche Tierchen in ihre Wohnung, in ihre Kleidung, an ihre Haustiere, an ihre Kinder und auch an sich selbst,“ wusste Braunroth.
Wie arrogant ist es jedoch, gewisse Wesen der Schöpfung einfach zu „Schädlingen“ zu erklären! Was wissen wir schon von den Aufgaben, die diese Tierchen zu erledigen haben? Eike Braunroths Erfahrung war, dass Schädlinge erstens die direkte Folge unserer eigenen negativen Gedankenmuster sind. Und dass sie, zweitens, mit Krieg antworten, wenn wir ihnen den Krieg erklären. Schaffen wir es aber – was zugegeben nicht einfach sein mag –, sie als Partner in unserem Garten zu sehen, die ihre volle Daseinsberechtigung haben, die irgendeine, uns vielleicht nicht erkennbare Aufgabe zu erfüllen haben – und schaffen wir es sogar, sie mit demselben Respekt und derselben Liebe zu behandeln, wie wir das mit unserem Hund oder unserer Katze tun, dann verändert sich ihr Verhalten vollkommen.
„Als ich vor Jahren für einen Vortrag viele Schnecken benötigte, unser Garten aber nicht so viele hergab, bestellte ich bei einem damaligen Schneckenfeind eine Menge“, erinnerte sich Eike Braunroth. „Er versprach mir einen ganzen Karton voll und schickte dafür sogar seine Kinder in den Garten. Als die Schnecken geliefert wurden, hieß ich sie willkommen, nahm den durchlöcherten Deckel ab und überbrauste die erschöpften Tierchen mit Regenwasser. Sogleich begann eine riesige Schneckeninvasion in den Garten – und ward nicht mehr gesehen. Auch bei näherem Hinsehen waren nicht mehr Schnecken im Garten anzutreffen als vorher, noch wurden Nutz- oder Nahrungspflanzen angefressen. Der Garten eines friedvollen Gärtners mit seiner friedvollen Atmosphäre hatte aus den angeblich gefräßigen Monstern genügsame Tierchen gemacht.“
Eike Braunroth besaß einen ganzen Korb voll solch schöner Erfahrungen. Eine handelte vom Kartoffelkäfer.

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