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Nachfolgend können Sie als Kostprobe einige kurze Ausschnitte aus den Gesprächen mit den Tieren lesen. Lesen Sie jedoch zuerst den 1. Teil der Interviews.: Tierkommunikation - Was Tiere uns zu sagen haben 1/2.
Storch:
Affen:
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Unser Gesprächspartner ist der Dschelada-Affe aus dem Hochgebirge Äthiopiens. Die Tiere werden bis zu einem Meter groß und 20 Kilo schwer und sind die einzigen Primaten der Welt, die Gras fressen! Er teilt sein Gehege mit südamerikanischen Kapuzineraffen, welche Allesfresser sind.
Nachdem die Gorillas und Orang-Utans im Affenhaus viel zu sehr mit ihrem Spiel beschäftigt gewesen waren, um sich für uns zu interessieren, empfiehlt uns Barbara Fenner, zum Freigehege der Kapuzineräffchen zu gehen. Das sind die quirligen kleinen Dinger, die den Affenfelsen bevölkern; Mütter meist mit Baby am Bauch. Barbara Fenner: „Diese Äffchen haben mir bei einem früheren Besuch gesagt, daß die Menschen sie besonders mögen, weil sie sich so menschenähnlich benehmen: ständig einen Riesenradau machen und alles mit ihrem Abfall vermüllen!“
Heute ist es ein kauzig wirkender Dschelada-Affe aus Äthiopien, der sich zum Gespräch bereit erklärt. Seine Art lebt im selben Gehege wie die Gelbbrust-Kapuzineräffchen aus Südamerika.
Bevor ich eine Frage stellen kann, meldet er sich schon.
Fenner: Der Affe sagt, wir sollten uns nicht so aufs Individuum versteifen: Nehmt mehr die Gruppe wahr und ihr Zusammenspiel. Es braucht in einer Gruppe alle – Junge und Alte, Dicke und Dünne, Langsame und Schnelle. Erst das macht die Gruppe lebendig.
Wie findet ihr es hier im Zoo?
Abwechslungsreich. Es schaut uns immer jemand zu. Das stört uns nicht, im Gegenteil. Wir finden das höchst amüsant. Vor allem, wenn ihr über uns lacht. Im Grunde machen wir nichts anderes als ihr. Wir werfen alles in die Gegend rum und packen einander am Kragen, und manchmal machen wir ein Riesengeschrei.
Macht ihr das einfach so, oder gebt ihr den Menschen eine Vorstellung?
Es beflügelt uns, wenn man uns zuschaut. Es spornt uns an. Wir schätzen die Verbindung mit den Menschen.
Fenner: Sie zeigen mir, daß sie nicht sich als im Gehege befindend empfinden und uns als draußen. Sie empfinden es gerade umgekehrt.
Ihr kommt zwar zu uns, aber wir sind frei, und ihr seid gefangen. Weil ihr uns braucht, um euch daran zu erinnern, wer ihr wirklich seid. Die Menschen, die hierherkommen, werden anders. Sie beobachten uns, und dann beobachten sie sich selbst wieder besser. Damit ist unser Ziel erreicht.
Es hat Affen aus zwei Kontinenten in diesem Gehege: Gelbbrustkapuzineraffen aus Brasilien und Dscheladas aus Äthiopien und Eritrea in Afrika. Empfinden sie sich dennoch als Einheit?
Schau doch her! Wir sind eins. Wir beweisen euch, daß verschiedene Gruppen und Individuen miteinander leben können, und auch Wesen mit verschiedener Herkunft. Obwohl wir aus verschiedenen Kontinenten kommen, sind unsere Ansprüche ähnlich.
Affen wirken immer so verspielt. Seid ihr ausgesprochen glückliche Geschöpfe?
Die meisten von uns sind sehr beweglich und dadurch auch sehr aufgeschlossen ihrer Umgebung gegenüber. Ihr empfindet unsere Körperspiele oft als rauh, aber wir sind so beweglich, daß sich niemand wehtut, auch nicht, wenn er von einem Felsen fällt.
WILL NOT BE SHOWN IN THE FINAL DESIGN
Doktorfisch:
Bison:
Löwe:
Fenner: Er zeigt mir, daß man sich als junger Löwe mit einem erwachsenen Löwen besser nicht anlegt, denn der Erwachsene bestimmt, wie die Sachen laufen.
Die Menschen sind ja mittlerweile mit ihren Kindern nicht mehr sehr streng.
Ja, und schau die Probleme, die ihr deshalb habt!
Aus deiner Sicht funktionieren also Löwenfamilien besser als Menschenfamilien?
Ja, weil die Löwen das Familienoberhaupt respektieren und gleichzeitig in Harmonie miteinander leben. Es ist kein künstlicher Respekt, sondern einer, der aus dem Herzen kommt. Ein guter Familienvater oder ein guter Führer vereint in sich gleichzeitig das Kraftvolle, das Respekt gebietet, aber auch das Sanfte der Liebe.