Impfungen: Schwein gehabt, das Virus killt nicht!

Sollten Sie vorhaben, sich demnächst gegen die Schweinegrippe impfen zu lassen, dann sollten Sie nochmals nachdenken – und diesen Artikel lesen. Sogar die konservative britische Times warnte, die Impfungen seien ein „enormes und waghalsiges Experiment“. Auch Tamiflu stellt keinen Rettungsanker dar, sind doch 99 Prozent der gegenwärtig aktiven Grippe-Virenstämme dagegen resistent. Das ist kein Grund zur Panik, denn eine Pandemie will sich bis jetzt, aller Bemühungen zum Trotz, einfach nicht so recht einstellen.

Schweinegrippehysterie

Trotz aller Panikmache verläuft die Schweinegrippe bei Mensch und Tier harmlos.

„Menschen, die eine Schweinegrippe bei sich für möglich halten, haben keinen Zutritt zur Praxis“, steht in großen Lettern an der Eingangstür eines deutschen Arztes. Man soll statt dessen „viermal klingeln und in gebührendem Abstand draußen warten“. Und tatsächlich hört Dr. Helmut B. immer wieder diesen Klingelcode, worauf er Nase und Mund mit einer Maske verhüllt, Latex-Handschuhe überstreift und dem Patienten draußen im Hof das Fieber mißt. Der Arzt sorgt sich weniger um seine persönliche Gesundheit als vielmehr um die Vitalität seines Geschäfts. „Fünf meiner Kollegen hat das Gesundheitsamt die Praxis geschlossen“, zitiert ihn das Nachrichtenmagazin Spiegel Anfang August. Sie hätten Schweinegrippe-Patienten behandelt, ohne Schutzkleidung zu tragen, so die Begründung der Stadt Hannover.

Seit April reden Gesundheitsexperten eine Pandemie herbei, welche die halbe Welt mit Grippe niederwerfen soll. Die Medien blasen ins gleiche Horn, bombardieren ihre Leser und Zuschauer regelmäßig mit Horrorszenarien und – weil man in der heutigen Ratgeberkultur immer gleich auch eine Lösung mitpräsentieren soll – rufen den verunsicherten Menschen mit behördlichem und medizinischem Segen die Losung zu: Impfen, Impfen, Impfen – und wenn’s zu spät ist, Tamiflu schlucken.

Das Schwungrad der Angst wird beständig angeschoben und Beispiele wie die folgenden sind Legion. Mitte Mai 2009: „Die Schweinegrippe wird über den Globus fegen und innerhalb der nächsten sechs Monate ein Drittel der Weltbevölkerung anstecken, warnt Professor Neil Ferguson von der Weltgesundheitsorganisation WHO. Laut dem Experten werde die Katastrophe nicht so schlimm sein wie die Spanische Grippe-Pandemie von 1918, die 50 Millionen tötete, doch es sei durchaus möglich, daß es wie 1957 herauskomme – damals starben drei bis vier Millionen an einer weltweiten Pandemie“ (die britische Zeitung The Sun). Ende August 2009: „Mehr als zwei Milliarden Menschen könnten sie weltweit bekommen. Tausende von Schulen müssen möglicherweise geschlossen werden. Und Millionen müssen sich impfen lassen – zweimal“ (Time Magazine).

Erstmals seit Jahrzehnten rief die WHO wegen der Schweinegrippe wieder eine globale Pandemie aus, was die Dramatik in den Augen der Öffentlichkeit weiter verschärfte.

Kann Niesen tödlich sein?

Dabei ist gerade die junge Generation schon so verwirrt (oder auf Angst getrimmt), daß sie oft gar nicht mehr weiß, was eine Grippe eigentlich ist. So erklärte der britische Schauspieler Rupert Grint (alias Ron Weasley aus den Harry-Potter-Filmen) nach seiner Schweinegrippe-Erkrankung: „Zuerst dachte ich, werde ich sterben? Aber ich hatte nur Halsschmerzen.“

Sogar die größten Schwarzmaler sind sich darin einig, daß die Schweinegrippe eine harmlose Grippe mit einer sehr niedrigen Mortalität sei. Trotzdem sterben Menschen vereinzelt an dieser Grippe. Das ist normal und nicht besorgniserregend, so tragisch jeder einzelne Todesfall auch sein mag. Ganz abgesehen von der berechtigten Frage, ob die in der Statistik geführten Grippeopfer auch tatsächlich an der Grippe gestorben sind, würden selbst Zahlen von einigen Hundert oder Tausend nichts Außergewöhnliches darstellen – besonders, wenn man sie in Relation zu anderen Zahlen wie beispielsweise Unfallstatistiken, fatale Fehlbehandlungen oder Infektionen im Krankenhaus, Krebsraten etc. setzt. In Mexiko, wo die aktuelle Schweinegrippe-Pandemie ihren Anfang nahm, starben bis im April dieses Jahres offiziell 159 Menschen an der Krankheit. Im Juli reduzierten die mexikanischen Behörden diese Zahl dann klammheimlich auf sieben.

Artgerecht gehaltene Schweine erkranken normalerweise nicht an Grippe. Man muß sie schon gezielt mit dem Virus H1N1 infizieren. Genau dies taten Wissenschaftler, indem sie einem Wurf 22 Tage alter Ferkel nicht nur das Schweinegrippevirus spritzten, sondern auch das weniger ansteckende Virus H3N2. Erst dann entwickelten die Tiere dieselben Grippesymptome wie der Mensch: Nasenfluß, Husten, Niesen und entzündete Augen. Und wie wir waren sie nach weniger als einer Woche wieder gesund. Kein einziges Schwein starb.1

Der Wert von Pandemie-Prognosen

Wozu also die ganze Hysterie? Das fragt sich auch der Epidemiologe Tom Jefferson und sagte in einem Spiegel-Interview: „Eine der herausstechendsten Eigenschaften der Schweinegrippe – und der ganzen Influenza-Saga überhaupt – ist die Tatsache, daß gewisse Personen Jahr für Jahr Prognosen machen, die schlimmer und schlimmer werden. Manchmal hat man den Eindruck, als würde eine ganze Industrie nur auf den Ausbruch einer Pandemie warten.“ Der Spiegel-Journalist fragte zurück: „Wen meinen Sie? Die Weltgesundheitsorganisation WHO?“ – „Die WHO und die Gesundheitsbehörden, Virologen und pharmazeutische Firmen. Sie alle haben diese Maschinerie einer unmittelbar drohenden Pandemie aufgebaut. Dabei geht es um sehr viel Geld, um Einfluß, Karrieren und ganze Institutionen.“

Die so Beschuldigten verteidigen sich mit der Begründung, man fürchte, das zwar harmlose aber hochansteckende Schweinegrippevirus könnte mit einem gefährlicheren Virus verschmelzen, beispielsweise mit dem Vogelgrippevirus. Ein solches Supervirus wäre dann eine tödliche Bedrohung für sehr viele Menschen, und deshalb müsse man die Verbreitung des Schweinegrippevirus mit allen Mitteln eindämmen.

Entgegen der Panikmache der WHO gibt der Virologe Daniel Perez Entwarnung. Der Forscher an der Universität von Maryland hat das H1N1-Schweinegrippe-Virus zusammen mit anderen Grippeviren intensiv erforscht und erklärt, H1N1 interagiere nicht mit anderen Viren und werde demzufolge auch nicht zu einem Supervirus mutieren. Ebensowenig glaubt Perez, daß es diesen Winter zu einer Schweinegrippe-Pandemie kommen wird.

Das hören einige einflußreiche Zirkel gar nicht gern. Sie glauben nämlich, die größte Gefahr für das Überleben der Menschheit liege in ihrer ständig wachsenden Zahl. Deshalb wollen sie die Weltbevölkerung drastisch reduzieren – und was wäre dafür geeigneter als ein hochansteckendes Killervirus? Ist der Gedanke folglich so abwegig, einer offensichtlich allzu gutmütigen Natur etwas Beine zu machen und selbst Hand an Viren zu legen, um diese möglichst tödlich werden zu lassen? – Doch diese Form der verdeckten biologischen Kriegsführung ist ein anderes Thema, welches in einer kommenden ZeitenSchrift-Ausgabe behandelt werden soll.

Geheime Pläne dieser Art wären eine mögliche Erklärung, weshalb man uns seit Jahren mit angstschürenden Prognosen auf die mögliche Ankunft dieser aggressiven Killerviren „einstimmt“. So richtig begonnen hatte es in den Achtziger Jahren, als die Menschheit wegen dem Aids-Virus unterzugehen drohte, angeblich. So verkündete Oprah Winfrey 1988 in ihrer TV-Show, daß „bis 1990 jeder fünfte Heterosexuelle an Aids sterben könnte“. Statt dessen war die Weltgesundheitsorganisation aufgrund eindeutiger Fakten gezwungen, die heterosexuelle Aids-Pandemie im Juni 2008 für beendet zu erklären.

Nach dem HIV folgten weitere Schlagwörter: Hanta-Virus, West-Nil-Virus, SARS, Vogelgrippe und jetzt eben die Schweinegrippe. Sie alle erschienen plötzlich unter viel Getöse auf der Weltbühne, um bald darauf wieder sang- und klanglos zu verschwinden. Zwischen 2003 und 2009 steckten sich nicht einmal 500 Menschen mit dem angeblichen Vogelgrippevirus an, weniger als dreihundert starben. Zum Vergleich: Die normale Grippe fordert jedes Jahr 250’000 bis eine halbe Million Menschenleben (WHO-Zahlen).

Riesige Fleischfabriken als Seuchenschleudern?

Die Öffentlichkeit soll glauben, „böse Viren“ würden plötzlich aus heiterem Himmel mutieren und mit Heißhunger über eine unschuldige Menschheit herfallen, deren einziger Schutzschild die milliardenschweren Pharmakonzerne sind. In Wahrheit hat der Mensch immer auf die eine oder andere Weise seine schmutzigen Finger im Spiel. Da macht die aktuelle Schweinegrippehysterie keine Ausnahme:

Die weltweit ersten Fälle von Schweinegrippe tauchten im mexikanischen Städtchen La Gloria auf, das im mexikanischen Bundesstaat Veracruz liegt. Weshalb gerade dort? Wahrscheinlich, weil auf dem Gebiet dieser Kommune riesige Schweinemastfarmen liegen, welche vom weltgrößten Schweinefleischproduzenten, Smithfield Food, in einem Joint Venture mit der mexikanischen Firma Granjas Carroll de Mexico (GCM) betrieben werden. In diesen Fleischfabriken züchtet man jährlich eine knappe Million Schweine, eingepfercht unter den gräßlichsten Bedingungen und vollgepumpt mit Antibiotika und Medikamenten. Täglich werden allein in diesen Fabriken 2’300 Tiere geschlachtet. Ihr Fleisch landet dann unter anderem in den amerikanischen Fastfood-Ketten von McDonald’s und Subway.

Der US-Konzern Smithfield Food macht sich das Nordamerikanische Freihandelsabkommen NAFTA zunutze und läßt in Mexiko produzieren, wo die Löhne billiger, die Behörden korrupter und die Umweltschutzgesetze lascher sind als in den Vereinigten Staaten. Dort wurde das Unternehmen im Jahr 2000 nämlich zu einer Strafe von 12,6 Millionen Dollar verurteilt, weil es den Pagan River in der Nähe von Smithfield, Virginia, verseucht hatte.

Bereits seit März 2009 klagten die Bewohner von La Gloria über eine „seltsame“ Atemwegsinfektion, die in manchen Fällen zu einer bronchialen Lungenentzündung führte. Gleichzeitig lag unerträglicher Gestank aus den offenen Jaucheseen der umliegenden Schweinemästereien in der Luft. Die meisten Erkrankten litten an schwerem Husten, Schleimfluß und Fieber. 400 Personen suchten deshalb medizinische Hilfe, wobei die Gesundheitsbehörden schätzen, daß etwa 1’800 der insgesamt 3’000 Einwohner von La Gloria an dieser sonderbaren Krankheit litten. Sonderbar deshalb, weil solche Grippesymptome in Mexiko normalerweise nicht zu jener Jahreszeit auftreten.

Erst Wochen später sprach man dann in der ganzen Welt von einem plötzlichen und unerklärlichen Ausbruch der „Schweinegrippe“. Anwohner, sowie lokale Zeitungen, Umweltschutzverbände und Mediziner halten jedoch die Schweinemast-Konzerne für die wahren Schuldigen, weil ihre Betriebe Luft und Wasser der Gegend verseuchen. Ein lokaler Gesundheitsbeamter wies denn auch darauf hin, erste Abklärungen hätten ergeben, daß die Krankheit von einer Fliege übertragen werde, welche sich in den Schweineexkrementen vermehre.

2003 warnte das Science-Magazin, das Schweinegrippe-Virus befinde sich auf einer evolutionären „Überholspur“, aufgrund der ständig größer werdenden Schweinemastbetriebe und des damit einhergehenden viel häufigeren Einsatzes von Impfungen an Tieren. Und im April 2009 publizierte die landwirtschaftliche Organisation GRAIN einen Bericht, wonach „die riesigen industriellen Mastbetriebe in Nordamerika den perfekten Nährboden für das Auftreten und die Verbreitung neuartiger, hoch-virulenter Influenza-Virenstämme geschaffen haben“.

Bereits 1998 kam eine von der EU finanzierte Studie zum selben Schluß: Je mehr Schweine in der industriellen Tierhaltung dichtgedrängt auf artwidrige Weise gehalten werden, desto schlechter ist deren Gesundheitszustand und desto größer das Risiko, daß unter ihnen die Schweinegrippe ausbricht.

Experten haben errechnet, daß die Schweine von Smithfield Foods jährlich mindestens 26 Millionen Tonnen Jauche und Kot produzieren. Müßte der Konzern dieselben Auflagen erfüllen, wie sie für Großstädte und deren Abwässer gelten, so würde Smithfield Foods Verluste machen. Statt dessen fließt die Jauche beispielsweise ungefiltert in die Gülleseen um das mexikanische La Gloria.

Jauche und Mist sind mit Unmengen an Antibiotika und giftigen Chemikalien gesättigt, wie man sie in Großmästereien einsetzt, um die „Effizienz zu maximieren“. Jeff Tietz, der sich intensiv mit dieser Problematik befaßt, findet klare Worte: „Bezogen auf die Schadstoffe ist das wahrscheinlich eher radioaktiver Abfall als organischer Dünger.“

Es wäre nicht das erste Mal, daß Smithfield Foodsfür den Ausbruch der Schweinegrippe verantwortlich ist. 2007 kam heraus, wie der Milliardenkonzern in Rumänien versucht hatte, eine Schweinegrippe-Epidemie zu vertuschen, welche in seinen Mastbetrieben ausgebrochen war. Dort ließ man Hunderte von verendeten Schweinen in den Ställen verrotten und verweigerte den örtlichen Behörden den Zutritt, obwohl sich die Anwohner über den gräßlichen Gestank beklagten.

Ganz ähnlich wie im mexikanischen La Gloria trug es sich beim Ausbruch der Vogelgrippe vor einigen Jahren zu. Nur waren es damals industrielle Geflügelfarmen in Asien, welche mit ihren katastrophalen Hygiene- und Zuchtbedingungen zur Brutstätte des Vogelgrippe-Virus „mutierten“.

Seit dem 1. Mai 2009, also keinen Monat nach dem Ausbruch der Schweinegrippe in La Gloria, verwenden die amerikanischen Gesundheitsbehörden und die WHO – und mittlerweile der Rest der Welt – ein unverfängliches, da wertneutrales Wort für dieses (Schweine)Grippe-Virus: H1N1. Die Lobby der Schweinebarone hatte erstaunlich schnell und erfolgreich reagiert…

Quellenangaben

  • 1 nachzulesen im Virology Journal 2009; 6:34.