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Gedanken sind Magie

Himmel und Hölle stehen uns täglich offen. Mit unseren Gedanken kaufen wir das Eintrittsticket in eine von ihnen. Erfahren Sie, welche Szenerie ein Psychometrist im Feinstoff lichen sieht, wenn jemand im Büro Mobbing betreibt. Lesen Sie, wie festgefügte Gedanken uns im Jenseits an absurdeste Situationen fesseln können. Und wie derjenige, der sein Schicksal zu lenken versteht, sich vor "glücklichen Zufällen" gar nicht mehr retten kann!

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Unser Leben ist das Produkt unserer Gedanken!
— Marcus Aurelius

„Unsere ganze Existenz ist mit der Magie verflochten. Jede Handlung (Geste, Blick, Wort), jedes Gefühl, jeder Gedanke ist magisch. Alles was der Mensch auch tun mag, sei es auf der Mental-, Astral- (Gefühls-) oder physischen Ebene, gehört der Magie an. Je nach der guten oder schlechten Beschaffenheit seiner Taten – ob er aufbaut oder zerstört, zur Gestaltung der Harmonie oder des Chaos beiträgt – tritt der Mensch als weißer oder schwarzer Magier auf“, erklärt der bulgarische Weise Omraam Michael Aivanov in seinem Buch der göttlichen Magie.

Er führt aus: „Ein Magier ist ein Medium, das die Geister mit einer besonderen Substanz versorgt; dank dieser Substanz können sie eine Verbindung mit der materiellen Ebene anknüpfen; ist diese Substanz nicht vorhanden, so sind sie nicht imstande, sich auf der materiellen Ebene zu manifestieren. Je nach der Beschaffenheit seiner geistigen wie auch materiellen Beschäftigungen werden bestimmte Fluida ausgelöst, die die Geister befähigen, eine Gestalt anzunehmen und folglich auf der materiellen Ebene zu wirken. Durch seine bloße Präsenz zieht schon ein Mensch mit kriminellen Vorsätzen eine Unzahl Geister an, die alle von ihm ausgelösten Miasmen1 verwenden, um Schaden anzurichten. Er selber ist es nicht, der Böses stiftet, den anderen aber stellt er die nötigen Mittel, die notwendige Substanz zur Verfügung. Und umgekehrt: Durch die Anwesenheit eines weißen Magiers wird den lichtvollen Geistern die unentbehrliche Substanz bereitgestellt. So ist es ihnen möglich, überall Glück und Segen zu erteilen. Ihr habt den Entschluss gefasst, für das Licht, für das Gute zu wirken? Aus euch löst sich dann eine geläuterte Substanz, die die Geister der unsichtbaren Welt ansammeln, genauso wie die Bienen den Nektar aus den Blüten, um Honig zu erzeugen.“

Unsere Gedanken und Gefühle verpuffen also nicht im Nichts. Sie prägen die Elektronen unserer Umgebung und werden damit zur Nahrung für himmlische oder höllische Wesen. Letztere wurden und werden genauso geschaffen: durch die bösen, gierigen, wütenden, zügellosen, hasserfüllten, neidischen, verachtenden, arroganten Gefühlsgedanken der Menschen. Sie können sich zu gewaltigen feinstofflichen Entitäten zusammenballen, welche die Alten Dämonen oder Astralwesen nannten. Sie gehen in Resonanz mit ihnen ähnlicher Schwingung. Das ist es, was eine Wut rasend macht, einen Hass tödlich und eine Gier unersättlich: Sie schüren die Glut destruktiver Emotionen und entfachen sie zu einer wild lodernden Feuersbrunst.

„Schaue ich mir das Verhalten gewisser Menschen an, so wird mir alles klar“, sagt Aivanov. „Sie haben eine Unmenge dunkler Wesenheiten in sich aufgenommen; durch schmeichelnde Worte bemühen diese sich nun, ihnen die Mitwirkung in ihrer Sippschaft abzugewinnen: ‚In Geld wirst du schwelgen, eine Spitzenstellung in der Gesellschaft innehaben, an die höchste Macht kommen; alle Frauen, die du dir wünschst, werden dir gehören! Schließe dich uns an!’ Und die Menschen stimmen zu, so groß ist ihre Ignoranz, ihre Dummheit. Vielleicht werdet ihr einwenden: ‚So etwas habe ich noch nie gesehen!’ Es spielt sich aber jeden Tag vor meinen Augen ab. Die Geister der Finsternis sind von raffinierter Schlauheit: sie kreuzen nicht mit Hörnern und Gabelschwanz auf, sie ziehen keine Kochkessel aus der Hölle hinter sich her. Erschrockene Menschen würden ihnen keinen Vorteil verschaffen, im Gegenteil; mit dem Versprechen, all eure Wünsche zu erfüllen, treten sie unermüdlich an euch heran, bis ihr ihnen wie eine überreife Frucht in die Falle geht. So gelingt es ihnen, die Menschen zu verführen, durch Aussicht auf Macht, Lust und Geld. Und auf diese Weise stellen sich ebenfalls viele als Kandidaten für die Schwarze Loge auf, denn derartige Vorteile kann man sich nicht kurzfristig verschaffen, ohne Egoismus, Hartherzigkeit und Unredlichkeit an den Tag zu legen.

Auch die Weiße Loge entsendet eine Delegation exzeptioneller Wesen; diese betrachten es als ihre Aufgabe, die Menschen aufzuklären über den besonders glückseligen und segensreichen Zustand, der ihnen bevorsteht, vorausgesetzt sie sind bereit, den Weg des Lichtes einzuschlagen. Die Geister des Guten arbeiten genauso wie die Bösen, aber in der entgegengesetzten Richtung. Sie verwenden dieselben Methoden; der einzige Unterschied liegt im Ziel, in der Richtung. So sprechen die guten Geister die Menschen an: ‚Vielleicht wird es euch weder Ruhm noch Reichtum einbringen, denn diese sind beim Fürsten der Finsternis aufbewahrt; wir aber können euch Wertvolleres schenken, nämlich die Erleuchtung, den Frieden, die Erkenntnis und vor allem das Leben, das reichhaltige unerschöpfliche Leben. Wollt ihr nicht mitkommen?’ Seid ihr erleuchtet und mit gutem Entscheidungsvermögen ausgestattet, so hört ihr den himmlischen Stimmen zu. Wenn nicht, werdet ihr den dunklen Geistern zum Opfer fallen, das liegt auf der Hand.“

Jeder Mensch steht in seinem Leben immer wieder an diesem Scheideweg. Weigert er sich, den aufsteigenden Weg zu wählen, wird bald etwas Mittelmäßiges, Trübes, ja Zerstörerisches von ihm ausgehen. Was er auch tut, verursacht Schaden. Denn seine eigenen schlechten Gedanken und Gefühle verstärken die Massen-Negativität auf Erden. Aivanov bringt das Beispiel eines Menschen, der einen anderen so sehr hasst, dass er ihm ab und zu den Tod wünscht. Er bringt ihn natürlich nicht um, doch sind seine Gefühle vielleicht gerade der Tropfen, der weit entfernt das Fass eines anderen hasserfüllten Individuums überlaufen lässt, das dann tatsächlich zum Messer greift und einen Menschen ermordet. Obwohl wir keine Ahnung davon haben, werden wir einst doch auch für diese Tat mit verantwortlich gemacht werden.

Dasselbe Gesetz wirkt auch auf positive Weise: Wenn wir dann im Jenseits ankommen, wird uns gezeigt, wie viel Gutes wir allein durch unsere positive, licht- und liebevolle Gemütsstimmung verursacht haben. Aivanov: „In einem gewissen Jahr seid ihr auf einer gewissen Straße gegangen, wo bestimmte Leute gerade dabei waren, ein Verbrechen zu begehen. Da haben sich eure guten, positiven Ausstrahlungen beim Vorübergehen derart verbreitet und ausgewirkt, dass die Verbrecher von ihrem Plan abgelenkt wurden und endgültig darauf verzichteten. Die Ausführung eines Plans oder der Verzicht darauf ist oft an eine Geringfügigkeit gebunden, und solche Geringfügigkeit eben mag wohl von den guten oder schlechten Einflüssen abhängen, die ein Mensch unbewusst in sich aufnimmt.“

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WILL NOT BE SHOWN IN THE FINAL DESIGN

Das Gesetz der Einprägung

Alles, was wir denken, fühlen und tun, prägt die Welt um uns herum. Beständig strahlen wir feinstoffliche Energien ab, welche die unsichtbaren Ätherteilchen konstruktiv oder destruktiv qualifizieren – geradeso, wie sich Töne und Bilder auf Datenträgern speichern lassen. In Wirklichkeit, so Aivanov, „kann man auf der sichtbaren Welt nichts vorfinden, was nicht schon in der unsichtbaren Welt seinesgleichen hat.“ Die geistige Welt „wollte Archivalien zur Verfügung haben; daher beschloss sie, die gesamte Geschichte des Universums festzuhalten. Die Schöpfung hat sie derart konzipiert, dass die Erde, die Berge und vor allem die Steine diese Geschichte in sich eingeprägt haben.“

Jede Begebenheit, die sich jemals abspielte, ist auf allen Objekten und Elementen gespeichert, die sich damals in der Nähe befanden. Selbst wenn seither Äonen vergangen sind, existieren sie noch immer und können von neuem zutage gefördert werden. Aus diesen Spuren besteht die Akasha-Chronik. Man muss sich das vorstellen: Alles, was die Menschen jemals getan haben, sei es vollkommen alltäglich oder von weltgeschichtlicher Bedeutung, hat in unserer Umgebung Spuren hinterlassen – auf den Wänden, Möbeln, Kleidern, Steinen etc.! Deren ‚ätherisches Doppel’ kann also eine wunderbare strahlende, aber auch eine düstere, stinkende ‚Aura’ aufweisen. Nur schon unsere Ausstrahlung imprägniert alles um uns herum, auch wenn wir es nicht einmal berühren. Auch bei den Menschen, denen wir begegnen, hinterlassen wir dunkle oder lichtvolle Spuren – je nachdem, wie wir eingestimmt sind.

Daher ist große Vorsicht geboten, wenn wir alte, gebrauchte Dinge kaufen, denn wir kaufen das Schicksal, das um sie herum tobte, gleich mit. Manche Kultgegenstände aus fernen Ländern wurden zusätzlich mit einem Fluch belegt, so dass man sich damit geradezu das Unglück ins Haus holt. Versuche mit eigenartigen Figuren aus Lehm, Stein und Knochen, die in Acámbaro im mexikanischen Staat Guanajuato gefunden wurden, belegen dies eindrucksvoll. Die Figurinen ließen sich keiner bekannten mexikanischen Kulturstufe zuordnen, waren also vermutlich sehr, sehr alt. Als man jedoch einige der am grässlichsten aussehenden in die Käfige von Mäusen legte, wurden bei einigen Mäusen die Schwänze schwarz und fielen ab; andere Tiere starben nach nur einer Nacht mit einer solchen Figur im Käfig!2 Der hellsichtige Psychometrist Gijsbert van der Zeeuw bemerkt in seinem Buch Hellsichtig in Raum und Zeit dazu: „Wenn das ätherische Doppel eines Objekts den Begriff ‚Angst’ enthält, dann verstärkt es die eigenen Ängste des Besitzers erheblich.“ Daneben gibt es auch Gegenstände, die vielleicht einmal kraftvoll gesegnet wurden, und die dann gute und segensvolle Gefühle ausstrahlen.

Besucht ein Psychometrist ein Museum, gleicht das für ihn leicht einem Horrortrip. Van der Zeeuw: „Die zahllosen Gegenstände aus der Urzeit, imprägniert mit meist emotionalen Gedanken und Ereignissen, rufen derart viele Bilderreihen hervor – manche mit schrecklichen Ereignissen gepaart – dass man nach wenigen Minuten die Flucht ergreift. (…) Wenn ein Gegenstand, dessen ätherisches Double mit schrecklichen Bildern und Erinnerungen imprägniert wurde, sich neben einem anderen Objekt befindet, das beispielsweise aus einer Kirche oder einem Kloster stammt, dann wehrt sich der ‚gute’ Gegenstand und leidet sozusagen an ‚körperlichen’ Schmerzen. Diese umgeben den Gegenstand als Wolke, die mitunter so plastisch sein kann, dass man sich fragt, ob sie bei etwas größerer Dichte nicht für jeden sichtbar wäre.“

Wie viel Vergangenheit ein älterer Gegenstand in sich trägt, mag das folgende Beispiel illustrieren, das van der Zeeuw erzählt: „Ich war bei Bekannten zu Besuch, und mein Blick fiel auf eine besondere Vase. Während ich sie betrachtete und betastete, empfing ich plötzlich verschiedene Eindrücke und Bilder. Ich sah Szenen, die sich in China abspielten. Die Bilder folgten einander wie im Film. Ich wusste einiges über eine alte chinesische Kaiserin, die alle Angehörigen hatte umbringen lassen, damit man sie nicht vom Thron stoßen konnte. Ein etwa sechs Jahre alter Enkel wurde jedoch von treuen Anhängern seiner Großmutter versteckt und später aus dem Land geschmuggelt.

Durch Nordchina, durch Wüsten und öde Landstriche ging es in die Berge, wo die Gruppe sicher war. Die Bilderserie kam zum Stillstand, als ich mich selbst sah. Besser gesagt, ich war der Mann, der ein Kamel an der Leine führte und sich nach den anderen umschaute. Alle Bilder waren scharf und deutlich. Würde ich die Reise vollständig beschreiben, wäre ein ganzes Buch erforderlich. Zuerst wurden die Familienangehörigen gefangengenommen, dann suchten Soldaten nach dem jungen Prinzen und schließlich floh der Knabe in ein kleines Kloster am Fuße eines Berges, wo man ihn verkleidete und verbarg. Er unternahm Schiffsreisen über mehrere Flüsse und machte noch eine Reise mit Kamelen.

Wie bereits gesagt, ich könnte daraus einen Roman machen. Dennoch empfing ich die ganze Geschichte auf einmal. Es war, als wisse ich plötzlich alles. Der Prinz wurde später Kaiser, und ich wusste das in diesem Moment.“ Van der Zeeuw nahm wahr, was die „Seele“ des Objekts in jener Zeit miterlebt hatte; das feinstoffliche Gegenstück davon hält diese Ereignisse bis heute fest. Natürlich hat diese alte Vase noch Hunderte anderer Geschichten um sich herum gespeichert, und möglicherweise war die Tatsache, dass van der Zeeuw bei einer von ihnen selbst mit dabei gewesen war, ausschlaggebend dafür, welche dieser Geschichten als erste ‚aktiviert’ wurde.

Nun verstehen wir, weshalb Flohmärkte und Brockenhäuser so eine muffige, schmierige, düstere Schwingung aussenden. Es sind Lagerhäuser unzähliger, meist unschöner vergangener Begebenheiten.

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Fussnoten

1.

Das Miasma bedeutet so viel wie „übler Dunst“, „Verunreinigung“, „Befleckung“ oder „sich mit etwas angesteckt haben“.

2.

Aus: Tompkins/Bird, Das geheime Leben der Pflanzen, S. 168

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