17.09.2021

WHO kündigt den digitalen Impfpass an

Ein weltweit gültiger digitaler Impfpass soll so viele sensible Daten über uns enthalten, „dass er die Macht hat, Ihr Leben auszuschalten oder einzuschalten, Sie in die Gesellschaft einzubinden oder an den Rand zu drängen“.

Die WHO will mit dem Grünen Pass weit mehr als nur ein Dokument zum Impfnachweis einführen.

Ende August 2021 gab die Weltgesundheitsorganisation WHO einen detaillierten Leitfaden für die weltweite Einführung eines digitalen Impfpasses heraus. Gleich schon im ersten Satz ihrer Ankündigung wiegelt die WHO ab: Impfzertifikate seien ja gar nichts Neues. In der Vergangenheit seien mit den Papierdokumenten aber auch immer wieder Probleme aufgetreten, etwa dadurch, dass das Papier verloren gegangen oder beschädigt wurde, ja es habe sogar Betrug stattgefunden. Mit einem digitalen Zertifikat würde man diese Probleme nun lösen können. Woher die WHO die Zuversicht nimmt, dass mit digitalen Ausweisen Betrug oder Fälschung der Vergangenheit angehören sollen, ist schleierhaft. Cyberangriffe haben sich in den letzten Jahren derart vervielfacht, dass die FAZ (Frankfurter Allgemeine) im Februar dieses Jahres sogar von einem Cyberkrieg sprach. Die Attacken betreffen heute insbesondere Unternehmen und öffentliche Institutionen, und die Covid-Pässe sind da keine Ausnahme, wie etwa der kanadische Minister für digitalen Wandel, Éric Caire, schmerzhaft erfahren musste. Er hatte im August hochtrabend behauptet, der QR-Code des Covid-Passes könne weder kopiert noch gefälscht werden – drei Tage später hatten Hacker das System geknackt und die Gesundheitsdaten sowohl von Caire wie von fünf weiteren hochrangigen kanadischen Politikern öffentlich gemacht.

Die WHO hat auch eine Lösung bereit, falls jemand nicht über einen Computer oder ein Smartphone verfügen sollte. Die Person erhält dann einfach einen ausgedruckten Barcode, anhand dessen die jeweilige (Gesundheits-)Behörde Zugriff auf den digitalen Datensatz des Betreffenden erhält. Damit kann dann auch der hinterste und letzte Erdenbürger künftig digital erfasst werden.

Apropos Datensatz: Gemäß WHO soll der digitale Impfpass personenbezogene Daten über die geistige und körperliche Gesundheit enthalten, wobei dazu auch Daten gehören, die sich aus der Untersuchung eines Körperteils oder einer Körpersubstanz ergeben, „einschließlich genetischer Daten und biologischer Proben“. Weiter sollen gespeichert werden: „Name, Geschlecht, Personenstand, Geburtsdatum und -ort, Herkunftsland, Wohnsitzland, Personenkennziffer, Beruf, Religion und ethnische Zugehörigkeit, biometrische Daten wie Foto, Fingerabdruck, Gesichts- oder Irisbild, Gesundheitsdaten sowie jede Meinungsäußerung über die Person, wie Einschätzungen ihres Gesundheitszustands und/oder ihrer besonderen Bedürfnisse“. Der Begriff „Meinungsäußerungen“ lässt natürlich viel Interpretationsspielraum. Gehören dazu irgendwann vielleicht auch Arbeitszeugnisse oder ärztliche Schuluntersuchungen? Scheidungsunterlagen? Gerichtsbeschlüsse? Strafregisterauszüge?

Denn die WHO schließt keineswegs aus, dass sich der digitale Impfpass auch auf andere Bereiche ausweiten ließe: Der Ausweis könne zum Schutz vor Covid-19 verwendet werden, oder aber auch als „Impfnachweis für andere Zwecke als die Gesundheitsversorgung“. Sollten durch den Pass die Bewegungsfreiheit oder andere Menschenrechte eingeschränkt werden, sei das nur zur Verfolgung eines rechtmäßigen Ziels während einer Gesundheitskrise und basierend auf wissenschaftlichen Nachweisen gerechtfertigt, wobei dies nicht auf willkürliche, unvernünftige oder diskriminierende Art und Weise geschehen solle.

Im Lichte der derzeit geführten Diskussionen darüber, ob ungeimpfte Personen überhaupt noch Autofahren oder im Supermarkt einkaufen dürfen, wie groß ist Ihr Vertrauen, dass Ihre Menschenrechte in Zukunft nicht willkürlich oder unvernünftig eingeschränkt werden?

Bei den möglichen Anwendungen des digitalen Impfpasses nennt die WHO die Gesundheitsfürsorge, worunter sie beispielsweise versteht, dass die Person jeweils daran erinnert wird, „ob eine weitere Dosis und welcher Impfstoff benötigt wird, und wann die nächste Dosis fällig ist“. Auch im Bereich des internationalen Reiseverkehrs, einer universitären Ausbildung oder für den Arbeitsplatz sieht die WHO einen möglichen Einsatz des digitalen Impfpasses.

Falls Sie immer noch finden, der Nutzen eines solchen Zertifikats würde doch sicherlich dessen Risiken übersteigen, sollten Sie auch lesen, was Naomi Wolf, Autorin und CEO eines Technologieunternehmens, dazu zu sagen hat: „Impfpass klingt nach einer schönen Sache, wenn man nicht versteht, was diese Plattformen anrichten können … Es geht nicht um den Impfstoff, es geht nicht um das Virus, es geht um Ihre Daten … Wenn das erst einmal eingeführt ist, haben Sie keine Wahl mehr, ob Sie Teil des Systems sein wollen. Was die Leute verstehen müssen, ist, dass jede andere Funktionalität auf diese Plattform geladen werden kann ... Sie kann mit Ihrem Paypal-Konto, mit Ihrer digitalen Währung zusammengelegt werden … [Anm. der Redaktion: Der Impfpass wird übrigens auf der Blockchain-Technologie beruhen, die auch die Basis für digitale Währungen bildet.] Microsoft spricht bereits darüber, ihn mit Zahlungsplänen zu verbinden. Ihr Netzwerk kann aufgesaugt werden. Es ortet Sie überall, wo Sie hingehen. Ihre Kreditgeschichte kann einbezogen werden. Ihr gesamter medizinischer und gesundheitlicher Werdegang kann einbezogen werden ... Es ist so viel mehr als ein Impfpass ... Ich kann nicht genug betonen, dass er die Macht hat, Ihr Leben auszuschalten oder einzuschalten, Sie in die Gesellschaft einzubinden oder an den Rand zu drängen.“

Wie ein Blick in das WHO-Dokument zeigt, waren nicht weniger als 14 Personen, die direkt oder indirekt für die Weltbank arbeiten, als Berater am WHO-Projekt zur Einführung des digitalen Impfpasses beteiligt. Warum? Und wenn wir schon beim Geld sind: Finanziert wurde das neue WHO-Projekt von der Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung, der Regierung von Estland, der Botnar-Stiftung (einer in der Schweiz ansässigen Stiftung, die nach eigenem Bekunden mittels künstlicher Intelligenz und digitaler Technologien die Gesundheit und das Wohlbefinden von Kindern und Jugendlichen verbessern will), dem Staat Kuwait und der Rockefeller-Stiftung. Selbstverständlich hätten die Ansichten der Geldgeber den Inhalt des WHO-Leitfadens zur globalen Einführung des digitalen Impfpasses in keiner Weise beeinflusst …

 

Weitere wichtige und lebensrettende Informationen rund um die Covid-Impfung finden Sie in den nachfolgenden Artikeln sowie in unserem Corona-Dossier:

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