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Die meisten Gefühle des Unverstandenseins sind aus negativem, verkrampftem Denken erquollen, aus ichhaften Gedankenschwingungen, die gesetzmäßig ähnliches anziehen mussten.
Untersuche einmal in der Stille Deine vorherrschenden Gedankenströmungen und Gefühle und suche zu erkennen, dass und warum Du an Deiner Vereinsamung mitschuldig bist und wie Du sie in Gemeinsamkeit, gegenseitiges Verstehen, Harmonie und Liebe zu verwandeln vermagst.
Es ist unmöglich, anderen Menschen Gefühle entgegenzubringen, die sie nicht früher oder später unwillkürlich und unbewusst erwidern!
Einsamkeit ist immer die Folge einer Selbsteinkapselung, einer Selbstabschließung aus unbewusster Ichsucht, aus Gekränktsein oder ähnlichen Motiven. Du willst, dass die anderen Dich glücklich machen – und ziehst Dich zurück, weil sie es nicht tun. Sie können es gar nicht, weil die Voraussetzung fehlt, die darin besteht, dass Du zuerst die anderen glücklich zu machen suchst. Denn immer gilt: nur glücklich machen macht glücklich! Nur Freund sein bringt Freunde! Nur Liebe macht liebenswert!
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Wer sich gedanklich von anderen abschließt und sich in eine seelische Igelstellung zurückzieht, der sieht sich bald auch äußerlich von ihnen getrennt. Niemand empfängt Liebe, außer er gäbe sie vorher. Darum denke um, strahle Sympathie, Harmonie und Liebe aus, dann wirst Du zu einem Magneten, der alles anzieht, was mit Deiner Seele gleichschwingt. Hilf anderen, dann wird auch dir geholfen. Jeder zieht das an, was er vorwiegend denkt: der Ichhafte das Alleinsein, der Allverbundene die All-Gemeinsamkeit.
Du erwiderst, dass, weil die anderen Dich nicht verstehen, Du auch keinerlei Neigung fühlst, die anderen zu verstehen. Nun, auch in diesem Falle gibt es den rettenden Ausweg: Wenn die anderen Dich nicht verstehen, dann versuche, Dich selbst zu verstehen. Beschreite also den entgegengesetzten Weg: nach innen statt nach außen. Du wirst sehen, dass das gleiche Ergebnis herauskommt.
Versuche, Dich selbst zu erkennen. Gehe in Dich, versenke Dich in der Meditation in Deinen innersten Wesenskern, bis Du Dich selbst, Dein innerstes Selbst, Deinen inneren Helfer gefunden hast. Denn ihn finden heißt, Dich selbst finden und verstehen. Es bewirkt zugleich, dass die anderen Dich verstehen.
Auf dem Wege nach innen erkennst Du, dass Du gar nicht allein bist und auch nie sein kannst, weil einer immer in Dir, mit Dir und bei Dir ist: der innere Freund und Helfer. Er ist das Allerinnerste – und zugleich das, was Du mit den anderen Menschen gemeinsam hast. Sowie Du Dich mit ihm fühlst, erlebst Du auch Dein Einssein mit den anderen Menschen und beendest damit die Not des Vereinsamt- und Unverstandenseins.
Also auch auf dem entgegengesetzten Weg – nach innen – weckst Du die schlummernden Kräfte der Liebe zu allem Lebendigen – Mensch und Tier – der Sympathie zu den Wesen um Dich herum – mit dem Ergebnis, dass die gleichen Kräfte der Sympathie und Liebe auch in ihnen angesprochen und auf Dich zurückgestrahlt werden. Das wirkt sich bald auch in Deinem Leben aus: eines Tages findest Du Dich wieder mitten im Strom des Lebens und hast am Lieben und Leiden der anderen teil – und zwar um so rascher, je williger Du Dich mit dem Inneren Helfer verbündest und ihn bittest, die Kräfte der Liebe und Harmonie in Dir und um Dich herum zu wecken. Er kennt alle Wege zum Glück und verlässt Dich nie. Bejahe in der Meditation täglich aufs neue Dein Einssein mit ihm:
„Ich bin eins mit dir, meinem Inneren Helfer, und habe teil an allem, was das Leben seinen Kindern zubestimmt hat an Liebe, Freude, Schönheit, Harmonie, Gesundheit und Fülle. Ich bin Liebe, Kraft, Harmonie. Allen, die krank sind oder müde, schwach oder verzagt, sende ich Gedankenströme der Liebe, Kraft und Hilfe zu. Im gleichen Maße vervielfachen sich meine Liebeskräfte. Je mehr ich gebe, desto mehr empfange ich!“
Auf dem Weg nach innen kommst Du immer irgendwann an den Punkt, wo Du Dir Deines Einsseins mit allen Wesen bewusst wirst und weit mehr danach verlangst, andere zu verstehen und an ihrem Leben teilzuhaben, als danach, dass die anderen Dich verstehen. Damit ist der von Dir selbst unterbrochene Kontakt mit der Umwelt wiederhergestellt: Dein Innerer Helfer nimmt die Fäden des Schicksals in die Hand und bewirkt, dass eben die Menschen Deinen Lebensweg kreuzen, die Dich verstehen und die Du verstehst.
Nun gibt es Existentialisten, die mit Kierkegaard sagen: „Zuinnerst in jedem Menschen wohnt doch die Angst, dass er vergessen sein könnte vor Gott. Er hält diese Angst zwar dadurch von sich fort, dass er sich mit vielen umgibt, die ihm durch Verwandtschaft und Freundschaft verbunden sind; aber sie ist dennoch da und er darf kaum daran denken, wie ihm zumute würde, wenn alle diese weggenommen würden.“
Aber auch diese Existenzangst, dies Gefühl des Verlorenseins vor Gott, wird zunichte in dem Augenblick, wo Du der Gegenwart des Inneren Helfers bewusst wirst und Dich mit ihm eins weißt. Das Gefühl des Verlassenseins wandelt sich dann in das beglückende Bewusstsein des Geborgenseins, das Dich zur freudigen Bejahung des Lebens führt, weil Du nun weißt, dass alles gut ist.
Der Himmel, den Du auf Erden haben möchtest, muss in Dir seinen Anfang nehmen. Indem Du ihn in Dir aufschließt, erschließt er sich Dir auch außerhalb Deiner selbst. Wenn Du das Gute in allen bejahst, kann Dir jeder Mensch zum Engel werden.
Lesen Sie auch das Buch Der geheimnisvolle Helfer in Dir von K. O. Schmidt, welches für diesen Artikel verwendet wurde.