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Denn wer da hingibt, der empfängt; wer sich selbst vergisst, der findet; wer verzeiht, dem wird verziehen, und wer stirbt, der erwacht zum ewigen Leben. Amen.
Die meisten Menschen funktionieren mehr, als dass sie wirklich leben. Doch was ist der Unterschied zwischen Leben und Funktionieren? Glückseligkeit. Ein wahres, anhaltendes Gefühl von Glück und Freude. Dass man glücklich und freudig ist, unabhängig von äußeren Situationen. Dass man Freude am Leben hat anstelle von Spaß. Und dies sieben Tage die Woche. Natürlich gibt es in jedermanns Leben Prüfungen und Situationen, in denen man sich nicht gerade wie der tollste Hund vorkommt und auch mal trauern oder ängstlich sein darf. Doch wie in der Medizin kommt es auch hier darauf an, dass man nicht dauerhaft in diesem Stadium bleibt. So wie niemand lebenslänglich irgendwelche Tabletten schlucken sollte, so sollte und darf man auch nicht für immer traurig und ängstlich sein. Wie wird man nun also anhaltend glücklich, um ein Leben zu leben, das frei von jeglichen Ängsten und Begrenzungen ist?
Das Streben nach Glückseligkeit
Wie es schon in der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung geschrieben steht, ist das Streben nach Glückseligkeit des Menschen Grundrecht. Doch wie definiert man Glück, und noch wichtiger, wie findet man es?
Unter Glück verstehen wir ein Gefühl der inneren Freude, der Sicherheit, des Im-Einklang-Seins mit allem, was uns umgibt. Ein glücklicher Mensch ist eine lebensbejahende Gegenwart, die das Leben liebt und seinem Umfeld dient. Glück hat viel mit Selbstvertrauen und Rückbesinnung zu tun. Ist diese Rückbindung (lateinisch „Religio“) an unseren wahren Urquell verloren gegangen, lebt es sich schwer.
WILL NOT BE SHOWN IN THE FINAL DESIGN
Wissenschaftler haben herausgefunden, dass verschiedenste Organismen, zum Beispiel Korallen im Meer, 80 Prozent der gewonnenen Energie und Nährstoffe an ihr Umfeld weitergeben und nur 20 Prozent für die eigene Versorgung brauchen. So funktionieren auch unsere Zellen: 80 Prozent der erhaltenen und erzeugten Energie geben sie weiter, während sie 20 Prozent für sich selbst beanspruchen müssen. Daraus kann man schließen, dass es sich beim Menschen nicht anders verhält…Was ist zum Beispiel die Eigenschaft, die allen Niedergeschlagenen gemein ist? Sie denken fast nur an sich selber. Die eigenen Probleme und Ängste liegen im Vordergrund, alles andere wird ausgeblendet. Man befindet sich förmlich auf einer Abwärtsspirale, aus der es kein leichtes Entkommen gibt. Das beste Antidepressivum ist also, sich vermehrt bewusst um andere zu kümmern und sich selbst erst einmal zu vergessen. Auch ist es wichtig, zu beten und sich selbst und sein Umfeld zu reinigen, da gerade auch Depressionen oftmals durch negative feinstoffliche Wesenheiten ausgelöst werden, die sich an einen binden. Wenn man aus innerer Verzweiflung Süchten frönt, öffnet man ihnen Tür und Tor! Wenn es Ihnen also in Zukunft psychisch schlecht geht, versuchen Sie Ihren Bekannten und Ihrem Umfeld zu helfen. Meist löst sich dann die Niedergeschlagenheit von selbst auf. Natürlich muss man sich dazu einen besonders kräftigen Ruck geben. Dennoch: Probieren Sie es aus! Wenn Sie es einmal erlebt haben, werden Sie es wieder tun wollen.
Eine amerikanische Studie ergab zudem, dass der Mensch vor allem dann glücklich ist, wenn er intensiv und konzentriert arbeitet. Das Gehirn schüttet dann über längere Zeit vehement Glückshormone aus. Dies ist auch einer der Gründe, weshalb das Altersheim so schädlich für die physische und vor allem psychische Gesundheit der Bewohner ist. Die Menschen können nichts mehr zu ihrem sozialen Umfeld beitragen und versinken förmlich in Langeweile und Unzufriedenheit. Geben ist seliger als Nehmen, behauptet nicht nur das Neue Testament, sondern auch die Wissenschaft. Eine groß angelegte US-Studie um Stephanie Brown vom Institute for Social Research konnte 2002 aufzeigen, dass selbstlose Menschen länger leben und sich langfristig besser fühlen.
Gibt man also seiner Umwelt bedingungslos, setzt man schon mal das Fundament für ein erfülltes und langes Leben. Doch mit dem Geben alleine ist es nicht getan. Grundsätzlich sollte uns eine Arbeit Freude bereiten und uns innerlich bereichern, und man sollte sie freiwillig und ohne Hintergedanken verrichten. Doch noch viel wichtiger ist die Erfüllung unseres Lebensziels – denn dazu sind wir geboren worden. Ganz richtig: Bevor wir aus dem Geburtskanal schlüpfen, haben wir „oben“ schon zu einem bestimmten Sinn und Ziel unseres Lebens „Ja“ gesagt. Und von daher sollte es uns ein Anliegen sein, dieses auch zu erkennen. Da verwundert es denn auch nicht, dass uns letztlich nur die Verwirklichung unserer einst gewählten Lebensaufgabe erfüllen und glücklich machen kann.
Wir befinden uns hier auf Erden in einem riesigen Schulzimmer, und jeder Schüler hat verschiedene Lektionen zu lernen. Daher sollten wir unseren Beruf so ausüben und mit unserer Umwelt in einer Weise umgehen, dass wir daran geistig wachsen können. Auch in der Bhagavad Gita steht geschrieben, dass wir zu allererst den Sinn und Zweck unseres Daseins erfüllen müssen, um wirklich ein erfolgreiches Leben zu leben. Schaffen Sie also mit Ihrem Berufsfeld die Rahmenbedingungen für Ihr Sein. Wer seinen Sinn des Lebens erfüllt, der trägt auch am besten zum Ganzen bei.
Wenn Sie das Gefühl haben, dass auch Ihre Arbeit nur Mittel zum Geld ist, aber keine Berufung, dann sollten Sie sich folgende Fragen stellen:
- Was kann ich an meinem Arbeitsplatz lernen?
- Welche Anlagen kann ich entwickeln?
- Wie kann ich meine Lebensaufgabe erfüllen? – und vor allem:
- Habe ich Freude an der Arbeit?
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