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Wir müssen es an dieser Stelle nochmals betonen: Gegenüber allen Kommunikationen mit geistigen Wesen oder Welten sind wir extrem kritisch – das meiste davon ist nicht, was es vorgibt zu sein. Langjährige ZeitenSchrift-Leser kennen unsere diesbezügliche Haltung.1 Ein inneres Gefühl und verschiedene Hinweise sagen uns, dass die Kommunikationen von Baronin Verena Staël von Holstein mit Tieren echt sind.2 Schon als Kind konnte sie Naturwesen sehen und mit ihnen spielen. Wenn sie mit einem Tier spricht, dann wendet sie sich an die Seele dieses Tieres, die bei höher entwickelten Spezies durchaus individuelle Züge aufweist. Eine Seele, die „eigentlich ein ziemlich hochstehendes geistiges Wesen“ ist, wie die bescheidene Frau sagt.
Wie beim Menschen ist auch die Intelligenz der Tiere ganz unterschiedlich ausgebildet. Das hat sich beispielsweise in den Gesprächen der Baronin mit verschiedenen Vogelarten gezeigt. Während sich etwa der tanzbegabte Paradiesvogel und der Strauß nicht gerade als Intelligenzbestien erwiesen, sind Spechte oder Raben ziemlich klug, aber lange nicht so intelligent wie Papageien.3 Da wir in diesem Sommer ja möglichst alle zu Hause Urlaub machen sollen, entschieden wir uns dieses Mal für Tiere aus unserem Umfeld.
Der Biber: Meisterarchitekt der Gewässer
Es ist schon erstaunlich, was der Biber alles leisten kann. Als Allroundtalent im Wasser und auf dem Land ist er Spitzentaucher, Bauherr, Landschaftsarchitekt und Holzfäller in einem. Er ist auch das einzige Tier, das seinen Lebensraum selber gestaltet. So kann der Biber einen langweiligen Kanal in eine paradiesische Feuchtgebietslandschaft verwandeln – wenn wir ihn lassen.
Der Europäische Biber war ursprünglich in Europa und weiten Teilen Asiens heimisch, ist dann aber durch Bejagung wegen seines dichten Fells und dem essbaren Fleisch in weiten Teilen Europas ausgerottet worden. Durch konsequenten Schutz und Auswilderungen im 20. Jahrhundert ist der Biber nun aber wieder auf dem Vormarsch. Das bestätigt Tilinski, ein Biber, der an der Elbe in Norddeutschland wohnt. „Der Mensch merkt allmählich, dass er mit seinem Verstand doch nicht so hilfreich mit der Natur umgeht und dass die Natur dies sehr viel besser kann. Inzwischen gibt es sogar hier an der Elbe wieder Biber. Einerseits geht der Mensch aus vielen Flächen zurück, andererseits ist er aber auch so schlau geworden, dass er immer mehr Achtung vor der Natur bekommt und sich sagt: Die Natur hat es Millionen von Jahren gut gemacht, geben wir ihr doch die Chance, dies noch eine gewisse Zeit weiterzumachen“, erzählt Biber Tilinski.
Biber leben in Einehe wie die Menschen. Auf die Frage, warum er so lebe, antwortet der Biber: „Warum leben die Menschen in Einehe? Die Biber leben in Einehe, weil dies ganz praktisch ist und man sich an die Unarten seines Partners gewöhnen kann“, findet Tilinski. Junge Biber seien anfangs wasserscheu, der Grund dafür sei, dass sie noch kein so dichtes Fell hätten. Irgendwann würden dann die Weibchen ihre Jungen aber ins Wasser werfen, das sei für sie zwar unangenehm, aber die jungen Tiere würden sich sehr schnell an das Wasser gewöhnen. „Auf dem Trockenen werden wir geboren, denn unsere Mütter gebären uns nicht unter Wasser. Dort in unseren Höhlen ist es warm und kuschelig, das Wasser aber sieht kalt und nass aus … Aber wenn wir festgestellt haben, dass das Wasser uns nicht beißt, werden wir sehr schnell sehr muntere Paddler“, berichtet der Biber.
Der Dammbau machte den Biber einerseits berühmt, andererseits aber auch berüchtigt. Denn durch den Stauprozess werden benachbarte flache Uferbereiche überflutet. Dadurch sterben Bäume ab, die keine lang andauernde Überflutung ertragen, wie zum Beispiel die meisten Nadelhölzer, aber auch Eichen und Buchen. Weichhölzer wie Weiden und Pappeln hingegen sind auf periodisch überflutete Gebiete spezialisiert. Ihre Wurzeln können auch längere Zeit im Wasser stehen. Der Biber verändert so Fluss- und Bachlandschaften vollkommen. Und ist deshalb bei den Menschen nicht so geliebt, da er in Konkurrenz mit der Forstwirtschaft steht. Wie ist das für den Biber? „Das sehe ich anders: Die Menschen begreifen immer mehr, dass wir gute Wesen sind und die Natur vernünftig gestalten. Man bietet uns sogar wieder alte Landschaftsräume an. Die Überheblichkeit des Menschen gegenüber der Natur ist generell nicht gerade das, was ihn auszeichnet“, meint Tilinski. Und was können die Menschen tun, um zu einem noch besseren Einvernehmen zwischen Mensch und Biber zu kommen? „Hier ganz in der Nähe soll eine Biberanlage so entstehen, dass der Mensch uns kennenlernen kann. Menschen haben hauptsächlich vor dem Angst, was sie nicht kennen. Wenn ihr es schafft, uns bekannt zu machen, wird es immer mehr Menschen geben, die uns auch erhalten wollen, weil sie zu uns eine Verbindung aufbauen können. Solche Schritte sind ganz wichtig“, sagt der Biber.
Es gibt jedoch noch weitere Bereiche, wo es zwischen Biber und Menschen zu Problemen kommt. Biber legen ihre Wohnungen gerne in Deichen an, was zu deren Instabilität und dann zum Deichbruch führen kann. Wie sieht das Tilinski? „Viele landwirtschaftliche Maßnahmen und Wasserschutzmaßnahmen der Menschen halten wir für überzogen, denn das Wichtigste für das Wasser ist eigentlich, dass es sich ausbreiten kann. Ihr Menschen versucht heutzutage, das Wasser mehr oder weniger einzusperren. Das kann nicht wirklich gutgehen. Folglich erkennen wir Biber, dass solche Wasserbaumaßnahmen nicht wirklich im Sinne des Wassers und der Natur sind. Und speziell bei Deichen, die überhöht sind und an falschen Stellen liegen, greifen wir auch ein, um das zu berichtigen, was der Mensch im Prinzip falschgemacht hat. Ihr Menschen lebt nicht mit dem Wasser wie wir Biber, sondern ihr lebt gegen das Wasser. Das kann auf Dauer nicht gutgehen. Wenn ihr gegen das Wasser lebt, lebt ihr gegen das Leben. Eigentlich müsstet ihr an einer solchen Stelle schon merken, wie sinnlos das ist.“
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siehe dazu u. a. unseren Artikel: „Medialität: Die Geister, die ich rief…“
Die Arbeit der norddeutschen Baronin und Anthroposophin Verena Staël von Holstein hat nichts mit Mediumismus zu tun. Sie „spricht“ mit den Naturwesen nicht in einem wörtlichen Sinn, sondern erfasst das, was sie meinen, in einem übersprachlichen Begriffsraum, gewissermaßen auf der Ebene der Ideen oder der reinen Begriffe. Sie musste erst durch langes Üben lernen, in diese Ebene hineinzugelangen und ihre Mitteilungen dann in menschliche Sprache zu übersetzen. Dieses Projekt, sagten die beteiligten Naturgeister einmal, sei von großer Bedeutung, da es wichtig sei, dass die Menschen das Naturreich wieder neu verstehen lernen. Es habe eine nicht weniger als fünfhundertjährige Vorbereitungszeit gehabt. Die „Gespräche“ wurden in den Flensburger Heften publiziert. Weitere Artikel mit Gesprächen mit Tieren oder Naturgeistern finden Sie unter anderem in folgenden Artikeln: Kommunikation mit der Natur
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