DMSO: Die Sehkraft stärken

Von lästigen „Mouches volantes“ bis zu vermeintlich unheilbaren Augenleiden: DMSO sorgt mit erstaunlichen Behandlungserfolgen für Aufsehen. Und hilft, den sprichwörtlichen Durchblick zu bewahren.

Augenleiden sind keine Begleiterscheinung des Alterns und können gelindert werden.

Unsere Augen leisten Tag für Tag Erstaunliches. Ganz ohne unser Zutun passen sie sich an unterschiedliche Lichtverhältnisse an, stellen auf verschiedene Entfernungen scharf und nehmen Farben, Kontraste, Formen und Bewegungen wahr. All das geschieht so selbstverständlich, dass wir kaum einen Gedanken daran verschwenden – bis die Sehkraft nachlässt. Wenn Diagnosen wie Grauer Star (Katarakt), altersbedingte Makuladegeneration (AMD) oder Grüner Star (Glaukom) im Raum stehen, rückt die Gesundheit unserer Augen plötzlich in den Mittelpunkt. Dann stellt sich die Frage, welche Möglichkeiten es gibt, die Funktion der Augen zu unterstützen und die Sehkraft möglichst lange zu erhalten. Je nach Erkrankung reichen die konventionellen Behandlungsmöglichkeiten vom Beobachten über medikamentöse Therapien bis hin zu operativen Eingriffen. Weniger bekannt ist dagegen eine Substanz, deren mögliche Anwendung am Auge bereits seit Jahrzehnten Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen und zahlreicher Erfahrungsberichte ist: Dimethylsulfoxid, kurz DMSO.

DMSO ist eine organische Schwefelverbindung, die natürlicherweise in den Weltmeeren vorkommt und unter anderem von Phytoplankton und Algen gebildet wird. Über den natürlichen Schwefelkreislauf gelangt sie in die Atmosphäre und mit dem Regen zurück auf die Erdoberfläche. Auch Lebensmittel wie Mais, Hafer, Rote Bete, Zwiebeln, Tomaten, Himbeeren und Milch enthalten Spuren von DMSO.

Erstmals synthetisch hergestellt wurde DMSO 1866 vom russischen Chemiker Alexander Zaitsev. Nachdem es lange vor allem als industrielles Lösungsmittel genutzt worden war, begann der amerikanische Arzt und Chirurg Stanley W. Jacob Anfang der 1960er-Jahre, seine medizinischen Eigenschaften intensiv zu erforschen.

Unter den zahlreichen Eigenschaften von DMSO stechen zwei besonders hervor: Als bipolares Lösungsmittel ist es sowohl wasser- als auch fettlöslich.

Zudem kann DMSO biologische Membranen durchdringen und dabei die Aufnahme bestimmter gelöster Stoffe erleichtern. Bildlich gesprochen fungiert es als „Türöffner“ für andere Substanzen. Die pharmakologische Fachliteratur nennt zudem weitere wichtige Wirkmechanismen:

✵ entzündungshemmend und immunmodulierend: DMSO kann die Freisetzung bestimmter entzündungsfördernder Botenstoffe hemmen und dadurch überschießende Entzündungsreaktionen abschwächen.

✵ antioxidativ: Eine besondere Fähigkeit liegt im Abfangen hochreaktiver Hydroxylradikale, die Proteine, Fette sowie andere Zellbestandteile schädigen können.

✵ schmerzlindernd: DMSO kann die Erregbarkeit und Reizweiterleitung von Nerven beeinflussen und dadurch die Übertragung von Schmerzsignalen vermindern.

✵ gefäßerweiternd: Durch eine Erweiterung der Blutgefäße kann die lokale Durchblutung des Gewebes (und Mikrozirkulation) gesteigert werden.

✵ muskelentspannend: DMSO kann die Spannung der Muskulatur herabsetzen und dadurch zur Entspannung verkrampfter oder verspannter Muskeln beitragen.

Im Körper wird DMSO teilweise zu Dimethylsulfid (DMS) und teilweise zu Dimethylsulfon (MSM) umgewandelt. Während das flüchtige DMS vorwiegend über die Atemluft ausgeschieden wird, liefert MSM organisch gebundenen Schwefel, der unter anderem für Proteine, Enzyme und Bindegewebe sowie für die Bildung des wichtigen Antioxidans Glutathion benötigt wird. Trotz all dieser herausragenden Eigenschaften ist DMSO kein Allheil- oder Wundermittel. Zwar wird die Substanz auch schulmedizinisch eingesetzt und ist je nach Land sowohl selbst als Arzneistoff als auch als Bestandteil zugelassener Arzneimittel in Gebrauch. Dennoch gibt es für viele der diskutierten Einsatzgebiete vergleichsweise wenige Humanstudien; ein großer Teil der Forschung wurde an Tieren oder Zellkulturen durchgeführt. Zahlreiche weitere Anwendungen stützen sich daher bis heute vorwiegend auf Erfahrungswissen.

Wie bereits erwähnt wird DMSO seit vielen Jahren medizinisch eingesetzt, etwa bei Schwellungen und Entzündungen nach stumpfen Verletzungen, bei Beschwerden des Bewegungsapparats oder bestimmten urologischen Erkrankungen.

In den 1960er-Jahren machten Ärzte dabei eine erstaunliche Zufallsentdeckung: Bei zahlreichen Anwendern verbesserte sich auch die Augengesundheit, obwohl DMSO eigentlich zur Behandlung von Beschwerden des Bewegungsapparats eingesetzt wurde (zum Beispiel am Knie). Diese Beobachtung weckte das Interesse von Augenärzten. Sie begannen, DMSO gezielt bei Erkrankungen wie altersbedingter Makuladegeneration, Retinitis pigmentosa oder diabetischer Retinopathie einzusetzen, und verzeichneten dabei große Erfolge.

Doch wie kommt es überhaupt zu diesem Phänomen? DMSO hat die Eigenschaft, sehr schnell über Haut und Schleimhäute in den Blutkreislauf zu gelangen. Von dort verteilt es sich nahezu im gesamten Körper, wobei es sich besonders stark in den Augen und dort vor allem in der Hornhaut anreichert. Interessanterweise steigt die DMSO-Konzentration im Auge nicht mit jeder Anwendung weiter an. Vielmehr erreicht sie kurzzeitig ein hohes Niveau und fällt anschließend relativ schnell wieder ab. Dabei wirkt es gleich auf verschiedenen Ebenen positiv auf die Augengesundheit.

Ein allgemeinmedizinisch praktizierender amerikanischer Arzt, der aus naheliegenden Gründen anonym bleiben möchte, veröffentlicht unter dem Pseudonym A Midwestern Doctor regelmäßig detaillierte Artikel und Abhandlungen über die Wirkung von DMSO – auch in Bezug auf die Augen. Nach eigenen Angaben hat er rund 50'000 wissenschaftliche Arbeiten zu DMSO gesichtet und Tausende davon in seinen Artikeln ausgewertet und zitiert. Dies lässt ihn zum Schluss kommen, dass DMSO bei vielen schwer behandelbaren oder als unheilbar geltenden Augenproblemen Verbesserungen bewirken kann. Oft auch über das hinaus, was die konventionelle Augenheilkunde erreicht. Zudem weist der Arzt darauf hin, dass sich in den von ihm ausgewerteten Untersuchungen keine Hinweise auf eine Schädigung der Augen fanden, auch nicht in Studien mit höheren Dosierungen an Menschen und Primaten. Neben den Erkenntnissen aus den wissenschaftlichen Studien kann A Midwestern Doctor viele Behandlungserfolge bei seinen Patienten sowie zahlreiche zugesandte Erfahrungsberichte vorweisen.