Mit Diäten kommen wir niemals zu einem gesunden Essverhalten, das schlicht bedeutet: essen, was uns guttut, wenn wir Hunger haben. Lesen Sie hier, wie wir unserem Körper helfen, sein Idealgewicht zu erreichen.

Wenn wir unsere emotionalen Wunden und inneren Sehnsüchte verstehen und uns selbst dabei liebevoll und emotional kompetent begleiten, normalisiert sich unser Umgang mit dem Essen.
In diesen unsicheren Zeiten können wir uns nach wie vor wenigstens auf zwei Dinge verlassen: Dass wir alle irgendwann sterben und dass die meisten von uns auf dem Weg dahin mindestens einmal versucht haben werden, an Körpergewicht zu verlieren. Das liegt hauptsächlich an zwei Faktoren: in erster Linie natürlich am gängigen Schönheitsideal, das Attraktivität auf der Waage messen möchte, und nur in zweiter, deutlich seltener Linie an der Gesundheit, die ab einem gewissen Körperfettanteil in Mitleidenschaft gezogen wird. Dies reicht vollkommen aus, um der Branche, die mit unserem Wunsch nach Weniger massiv viel Geld verdient, zu einem unvorstellbaren Wachstum zu verhelfen. Dabei zahlen wir allerdings nicht für die ersehnten Erfolge, sondern allein für das Versprechen. Am liebsten natürlich das Folgende in unzähligen Varianten: „Sie brauchen nichts an Ihrem Lebensstil zu verändern, können essen, was Sie wollen, und werden trotzdem innerhalb kürzester Zeit an den genau richtigen Stellen abnehmen.“
Vorneweg: Unsere Körper sind so individuell, dass es unsinnig ist, an alle die gleichen Kriterien anzulegen. Mal ganz abgesehen davon, dass die einzigen Kriterien, die gelten sollten, unsere eigenen sind. Ein Apfel ist keine Birne und eine Gurke keine Tomate, das sehen wir ein. Aber alle Frauen sollen schlank und gleichzeitig kurvig sein, die Männer breitschultrig und muskulös, beide mit extrem niedrigem Körperfettanteil? Wie sind wir auf dieses schwachsinnige Ideal gekommen, dem ohne Bildbearbeitung, Extremdiät oder operative Eingriffe weniger als zehn Prozent aller Frauen und Männer entsprechen? Könnte es sein, dass geldgieriges Kalkül dahintersteckt, unser Mangelbewusstsein zu füttern? Innerhalb gewisser Normbereiche hat jeder Körper eine individuelle biochemische Zusammensetzung, eine ganz eigene Struktur von Knochen, Fett und Muskeln. Entsprechend kann kein allgemeingültiger Maßstab für alle gelten. Ein Gewicht, das für den einen Menschen ideal ist, wäre für den anderen suboptimal. Daher beraubt das aktuelle Ideal uns der natürlichen Vielfalt der Körperformen.
Bizarrerweise gibt es in unserer Gesellschaft immer mehr Übergewicht, je mehr Wert auf ein niedriges Idealgewicht gelegt wird. Die Ursachen sind vielerlei: Wir essen zu viel denaturierte Nahrung und nehmen zu viel Schadstoffe mit Medikamenten, Essen und Umweltgiften auf; wir haben uns von einer natürlichen, gesunden Lebensweise zu sehr entfernt; unser Hormonhaushalt ist komplett durcheinander; und nicht zuletzt werden wir von einem Überangebot an zu süßer und zu fetter Nahrung bei gleichzeitig meist sitzender Arbeitsweise und zu viel Stress in Versuchung geführt. Unterm Strich hängt das Körpergewicht eines gesunden Menschen vor allem von der Ernährung ab. Wir sind in der Regel zu dick, weil wir zu viel und zu falsch essen. Weshalb nun die wirklich wichtige Frage nicht sein sollte, wie viel Protein wir zu uns nehmen oder wann wir essen oder ob wir nur Rohkost knabbern, sondern einfach die: Warum essen wir, auch wenn wir keinen Hunger haben? Warum essen wir Dinge, die uns schaden? Längst ist Nahrung nicht nur das, was uns nährt, sondern eine Ersatzdroge, eine Überlebensstrategie, ein Ventil für Stress, Schamgefühle, Wut und Widerstand – ungelebte Gefühle, ungelebtes Leben.
Das Ideal sollte nicht der „ideale Körper“ sein, dessen Aussehen mit der Mode wechselt. Lasst uns als Ideal einen gesunden Körper sehen, der über die Nahrung genau das bekommt, was er braucht. Wenn wir lernen, seine Signale wie Hunger, Durst und Sättigung wahrzunehmen und ihnen zu folgen (siehe auch den Artikel "Unser Körper und die Verhaltensökonomie" auf Seite 61 in dieser Ausgabe), brauchen wir keine Diäten, die uns vorschreiben, was wir essen sollen und was nicht. Dann ist aller schädlicher Druck von uns genommen, der uns nur daran hindert, mit uns selbst Frieden zu schließen und zufrieden zu sein.
In den letzten Jahrzehnten haben die verschiedensten Ernährungsansätze unser Verhältnis zum Essen erforscht. Hier ein kurzer Überblick, der keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt.

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