Ozempic: Hände weg von "Fett weg"-Spritzen

Einmal pro Woche eine Spritze in den Schwabbelbauch und schon sieht man Jahrzehnte jünger aus und passt sogar wieder ins Hochzeitskleid? Ein Wahnsinnsversprechen mit Folgen.

Ein Pieks und schon schmilzt das Fett. Aber zu welchem Preis?

Es sei eine Revolution, die für die Menschheit so tiefgreifende Auswirkungen haben werde wie die Erfindung des Penicillins, heißt es aus Fachkreisen. Die Rede ist von den sogenannten Abnehmspritzen und -pillen, um die nicht zuletzt in den sozialen Medien in den vergangenen Monaten ein riesiger Hype ausgebrochen ist. Robbie Williams hat sie genommen, ebenso wie Elon Musk, die Kardashians, Sharon Osborne oder Whoopi Goldberg. Im März wurde das Thema erst recht ins Rampenlicht katapultiert, als die TV-Ikone Oprah Winfrey im US-Sender ABC zur besten Sendezeit eine Sonderreportage mit dem Titel „Scham, Schelte und die Abnehm-Revolution“ präsentierte, worin auch hochkarätige Vertreter aus der Pharmaindustrie, Ärzte und Anwender, die begeistert von ihrem Gewichtsverlust durch die Medikamente berichteten, auftraten. Die enthusiastische Befürwortung der Abnehmspritzen in der Sendung hat in den Vereinigten Staaten, wo 42 Prozent der Erwachsenen sowie rund 20 Prozent der Kinder und Heranwachsenden stark übergewichtig sowie elf Prozent der Erwachsenen diabeteskrank sind, das Bild dieser Medikamente als Wundermittel noch weiter zementiert.

Am bekanntesten sind die Produkte der dänischen Pharmafirma Novo Nordisk, welche quasi über Nacht zu einem der wertvollsten Unternehmen Europas wurde und mit einem Marktwert von 609 Milliarden Dollar (März 2024) sogar Tesla an den Börsen überholte. Aus diesem Haus stammen die Diabetes-Medikamente Saxenda, Victoza und Ozempic, die höher dosierte und spezifisch gegen krankhafte Fettleibigkeit entwickelte Spritze Wegovy, die Abnehmtablette Rybelsus, die in diversen Dosierungen erhältlich ist, sowie das sich noch in der Testphase befindliche Amycretin. Hauptkonkurrent ist der amerikanische Konzern Eli Lilly, der mit den Produkten Zepbound, Trulicity und Mounjaro am Start steht. Und neue Hersteller drängen bereits in den vielversprechenden Markt, wie etwa der US-Konzern Viking Therapeutics, dessen Medikament VK2735 sogar fünfmal schneller wirken soll als die Verkaufsschlager Ozempic und Wegovy.

Tatsache ist, dass die Medikamente, ob als Spritze oder Tablette verabreicht, wirklich nützen, denn Anwender verlieren im Durchschnitt innerhalb eines Jahres rund 15 Prozent an Gewicht. Ozempic & Co. sind deshalb verständlicherweise für Menschen, die seit Jahren verzweifelt versuchen, ihr Hüftgold wieder loszuwerden, und dabei oft ein frustrierendes – und ja, da hat Oprah recht, oft genug mit Schamgefühlen einhergehendes – Auf und Ab hinter sich haben sowie sich durch unzählige Diäten und zahllose Sportprogramme gequält haben, die lang ersehnten Wundermittel, die ihrem Leiden ein Ende setzen. Die Frage ist: Zu welchem Preis?

Spritze fürs Gehirn

Hauptwirkstoff in den meisten dieser Medikamente ist Semaglutid.1 Es ist ein sogenannter GLP-1-Rezeptoragonist. Semaglutid aktiviert die GLP-1-Rezeptoren im gesamten Körper und verstärkt die Wirkung des natürlich vorkommenden Hormons GLP-1, welches auch als „Sättigungshormon“ bekannt ist. GLP-1 wird im Dünndarm produziert und erfüllt mehrere Schlüsselfunktionen im Körper. Es steigert die Insulinausschüttung der Bauchspeicheldrüse als Reaktion auf die Nahrungsaufnahme, was zur Kontrolle des Blutzuckers beiträgt. Ebenso reduziert es die Freisetzung von Glucagon – einem Hormon, das den Blutzuckerspiegel erhöht – und trägt so zur Kontrolle des Blutzuckers bei.

Der Effekt von Abnehmspritzen wie Ozempic oder Wegovy ist ein doppelter. Einerseits verlangsamen sie die Geschwindigkeit der Magenentleerung und verlängern das Sättigungsgefühl nach den Mahlzeiten. Andererseits beeinflussen sie die Hungerzentren im Gehirn (insbesondere im Hypothalamus) und reduzieren so Hunger, Appetit und Heißhunger. Tatsächlich sind diese Medikamente zur Gewichtsreduktion in erster Linie Medikamente für das Gehirn. Das Magazin The Atlantic erklärte in einem Artikel: „Medikamente gegen Fettleibigkeit unterscheiden sich in einem entscheidenden Punkt von dem natürlichen Molekül, das sie nachahmen sollen: Sie wirken sehr viel länger. GLP-1, das im Darm freigesetzt wird, hat im Blutkreislauf eine Halbwertszeit von nur wenigen Minuten, während Semaglutid und Tirzepatid [das Fettleibigkeitsmedikament von Eli Lilly] Halbwertszeiten von mehreren Tagen haben. Dies ist beabsichtigt. Beide Medikamente wurden speziell so entwickelt, dass sie nicht abgebaut werden, sodass sie nur einmal pro Woche injiziert werden müssen. [...] Die Medikamente werden außerdem in viel höheren Konzentrationen verabreicht, als das natürliche GLP-1 jemals im Blutkreislauf erreicht. [...] Indem sie den Körper wahllos mit langlebigen Molekülen überschwemmen, ermöglichen die Injektionen den künstlichen GLP-1-Medikamenten wahrscheinlich, in Teile des Körpers einzudringen, die das natürliche Darmhormon nicht erreichen kann – nämlich tief ins Gehirn.“

Weil die Medikamente in unsere Gehirnchemie eingreifen, scheinen sie auch einen Einfluss auf gewisse andere Verhaltensweisen zu haben. So berichten Anwender, dass neben dem Appetit auch ihre Lust auf Alkohol, Shopping oder Zigaretten verschwand. Während dies durchaus begrüßenswerte Effekte wären, weiß niemand, was der dauerhafte Eingriff in unser Hirn letzten Endes für Auswirkungen haben wird. Denn wer schlank und rank bleiben möchte, muss die Schlankheitsspritzen oder Tabletten ein Leben lang einnehmen, sonst kommt es auch hier zum gefürchteten Jo-Jo-Effekt. In dieser Hinsicht ist es besonders bedenklich, dass in den USA Semaglutide bereits ab zwölf, zum Teil sogar schon ab acht Jahren verschrieben werden dürfen und bereits Zehntausende übergewichtige Kinder und Jugendliche diese Medikamente erhalten. Bei den Erwachsenen wird davon ausgegangen, dass dies bis 2030 bei rund zehn Prozent der Bevölkerung der Fall sein wird.

Schlank wie ein Zombie

Wie gesagt sind die Langzeitwirkungen einer dauerhaften Einnahme von Semaglutid, Tirzepatid und ähnlichen Wirkstoffen durch gesunde Personen unbekannt. Denn als Medikamente zum Schlankwerden waren sie ursprünglich ja nicht gedacht, sondern vielmehr für krankhafte Prozesse wie Diabetes oder Adipositas. Keiner weiß, was längerfristig geschieht, wenn ein Mensch, der diese Krankheiten gar nicht hat, Medikamente zu deren Behandlung einnimmt. Die explodierende Nachfrage nach den Schlankheitsspritzen durch Menschen, die nicht unter Diabetes oder krankhafter Fettleibigkeit leiden, jedoch aufgrund normierter Schönheitsvorstellungen ein paar Pfunde verlieren wollen, hat dazu geführt, dass massive Lieferengpässe für Diabetiker entstanden sind. Zudem werden Rezepte gefälscht, durch fachfremde Ärzte ausgestellt oder gefälschte Spritzen verkauft, beispielsweise umetikettierte Insulin-Pens, denn die Mittel haben auf dem internationalen Schwarzmarkt enorm an Wert gewonnen.

Und es gibt nun zunehmend Berichte, dass die Nebenwirkungen der „Wunderspritzen“ eben doch nicht so mild sind, wie gerne behauptet wird. Betroffen ist vor allem der Verdauungstrakt, wo es zu diversen Beschwerden kommen kann: Übelkeit, Erbrechen und Verstopfung, Magenlähmung, akute Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis), Darmverschluss, Gallenblasenprobleme und Nierenprobleme. Ebenfalls berichtet wird von schweren allergischen Reaktionen, erhöhtem Herzschlag, Selbstmordgedanken, Veränderungen der Sehkraft, Schilddrüsentumoren und Krebs.

Außerdem geistern die Begriffe „Ozempic-Hintern“, „Ozempic-Brust“ und vor allem auch „Ozempic-Gesicht“ in den Medien herum. Denn der Gewichtsverlust geschieht nicht zwingend (nur) an Bauch und Hüften, sondern auch die Brust, die (bei Frauen) zu rund 70 Prozent aus Fettgewebe besteht, der Po oder eben auch das Gesicht können betroffen sein. So sind viele Bilder von Hollywood-Berühmtheiten aufgetaucht, die so ausgezehrt aussehen, als hätten sie eine mehrmonatige Geiselhaft hinter sich oder wären gerade knapp einer tödlichen Krankheit entronnen.

Der Erfolg von Ozempic & Co. spiegelt sehr den Zeitgeist wider: nichts am eigenen Lebensstil ändern zu müssen, keinen Sport treiben oder auf Zucker verzichten zu müssen, keine Ruhepausen einlegen zu müssen und trotzdem eine Taille wie Barbie oder einen Waschbrettbauch wie Ken vorweisen zu können – einfach, indem man einmal täglich eine Tablette einwirft oder sich einmal pro Woche eine Spritze setzt.

Laktat kann das auch

Dabei wäre es wichtig zu verstehen, dass unser Appetit von Hormonen reguliert wird, welche von Bauchspeicheldrüse, Fettgewebe und von der Schleimhaut des Magens und Dünndarms ausgeschüttet werden. Diese Signalstoffe regulieren dann über Rezeptoren im Gehirn unsere Kalorienaufnahme, sodass unser Körpergewicht stabil bleibt. Dass sich unser Körper naturgemäß mit dem Älterwerden verändert, weil sich der Hormonhaushalt ändert, ist die eine Sache. Andererseits legen viele Menschen an Gewicht zu, weil ihre Mitochondrien, die Zellkraftwerke, durch Faktoren wie Stress, hochverarbeitete Produkte mit viel Weißmehl, Zucker und raffinierten Pflanzenölen (Linolsäure!), Umweltgifte, Mikrowellenstrahlung oder Parasiten in ihrer Funktion dauerhaft eingeschränkt sind, was auch eine Insulinresistenz zur Folge haben kann.

Wer gesund sein will, braucht in erster Linie gesunde und einwandfrei funktionierende Mitochondrien. Denn diese sind nicht nur die Hauptenergiequelle für den Körper, sondern sie steuern auch dessen Abwehrreaktionen und Heilungsprozesse. Wir haben diese Zusammenhänge in mehreren Artikeln („Mitochondrien-Power I, II und III“) bereits beschrieben und bieten in unserem Shop verschiedene Produkte zur Mitochondrienstärkung an. Besonders erwähnen möchten wir an dieser Stelle unser „Sport aus der Flasche“, denn Studien zeigen, dass dieses dieselbe Wirkung hat wie die beliebten Abnehmspritzen. Der Hauptinhaltsstoff in „Sport aus der Flasche“ ist nämlich das Magnesiumlaktat und dieses hemmt die Wirkung des Hungerhormons Ghrelin, verzögert die Magenentleerung und stimuliert die Freisetzung des Sättigungshormons GLP-1!

Laktat (früher Milchsäure genannt) wird bei körperlicher Anstrengung in der Muskulatur freigesetzt, unterdrückt gleichzeitig den Appetit und verbessert durch die Freisetzung von Noradrenalin die Hirnleistung. Es ist evolutionär bedingt wohl ein Überbleibsel unserer nomadisierenden Vorfahren, wenn diese hungrig zur Jagd aufbrachen. Spannend ist, dass das Laktat auch die Stimmung verbessert und „insbesondere die Anhedonie verringert“, wie es Jean-Luc Martin vom Schweizerischen Nationalen Kompetenzzentrum für die Erforschung psychischer Erkrankungen, Synapsy, an der Universität Lausanne schreibt. Anhedonie ist der Zustand, der dazu führt, dass das Interesse oder die Freude an all jenen Aktivitäten verloren geht, die zu früheren Zeiten als angenehm galten – Sport zum Beispiel.

Wie gesagt, die Gewichtsreduktion ist bei der Einnahme von Magnesiumlaktat nur ein positiver Nebeneffekt, denn wichtiger und anstrebenswerter ist die Verbesserung der Mitochondrienfunktion. Um einen sichtbaren Abnehm-Effekt zu erreichen, muss das flüssige Magnesiumlaktat zudem in höheren Mengen (20 ml vor jeder Mahlzeit) eingenommen werden. Wer mit den Kilos kämpft, ist sicherlich besser beraten, zu einer gesundheitsfördernden und nebenwirkungsfreien Methode wie „Sport aus der Flasche“, kombiniert mit Bewegung, Ruhe, gesunder Ernährung usw., zu greifen, anstatt zu den sehr teuren Spritzen und Tabletten, die einen zum chronischen, lebenslänglichen Patienten machen, wobei die Nebenwirkungen potenziell tödlich und weitgehend unbekannt sind.

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Quellenangaben

  • 1 bei einigen Produkten auch Liraglutid oder Tirzepatid