Klimastreit: Der Ausverkauf der Natur

Die Welt hat einen gemeinsamen Gegner: das CO2 und den Klimawandel. Bloß: Beim Klimaschutz geht es nicht um die Natur, sondern um die Rettung des kapitalistischen Wirtschaftssystems. Was unbezahlbar ist, soll nun einen Preis erhalten, damit Profite weiterhin möglich sind.

Wenn es sonst nichts mehr zu holen gibt, machen wir eben die Erde selbst zu Geld.

Wenn es sonst nichts mehr zu holen gibt, machen wir eben die Erde selbst zu Geld.

Und, wie stehen Sie dem Klima gegenüber? Ängstlich, skeptisch, neutral? Oder gehören Sie zu der „Handvoll Fanatiker“, wie es der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez bei der Eröffnung des Klimagipfels in Madrid am 2. Dezember 2019 nannte, welche die Beweise für den Klimawandel leugnen? – Das Klima ist aufgeheizt, wenn es ums Klima geht.1 Nicht nur ist es heute politisch absolut nicht korrekt, Zweifel am menschengemachten Klimawandel zu äußern, nein, dies gilt mittlerweile sogar schon als Menschheitsverbrechen. Skeptiker des menschengemachten Klimawandels wie der inzwischen weltbekannte Geographieprofessor Timothy Ball erhalten da auch schon einmal Todesdrohungen. Die Stimmen, welche fordern, Klimaleugner mit Holocaustleugnern gleichzusetzen und sie zu bestrafen (einige fordern sogar die Todesstrafe!), mehren sich. Andere, wie beispielsweise die deutsche Grünen-Sprecherin Annalena Baerbock fordern, Skeptiker mundtot zu machen und, nach dem Beispiel der BBC, in Sendungen nicht mehr zu Wort kommen zu lassen. Oder sie verlangen gar wie der Zukunftsforscher Jorgen Randers eine „Diktatur auf Zeit“. Denn schließlich sind sich 97 Prozent der Wissenschaftler einig, dass der Mensch, und nur der Mensch, für den Klimawandel verantwortlich ist. Oder?

Diese Zahl, 97 Prozent, die man immer wieder hört, stammt aus einer Arbeit des australischen Psychologen John Cook von 2013. Er hatte klimawissenschaftliche Artikel aus den Jahren 1991 bis 2011 untersucht und festgestellt, dass bei 97 Prozent der Veröffentlichungen ein Zusammenhang zwischen der Klimaerwärmung und dem Einfluss durch den Menschen angenommen wird. Allerdings glauben gerade mal 1,6 Prozent der Wissenschaftler, dass der menschliche Einfluss mehr als fünfzig Prozent beträgt. Die übrigen 95,4 Prozent der Forschenden sehen zwar einen Zusammenhang, können diesen aber nicht quantifizieren.

Dennoch heißt es seit dem Klimagipfel 1997 in Kyoto, die wissenschaftlichen Beweise seien klar, es brauche keine weitere Forschung und erst recht keine Diskussion. Doch besteht weder ein wissenschaftlicher Konsens, noch sind die „Beweise“ so eindeutig, wie man uns weismachen will. Zu der „Handvoll Fanatiker“ gehören allein in den USA mehr als 31'000 Wissenschaftler, die dem menschengemachten Klimawandel durch CO2 skeptisch gegenüberstehen, rund um den Globus sind es noch Tausende mehr. Demgegenüber haben rund 10'000 Wissenschaftler im November 2019 ihre „moralische Pflicht“ geäußert, die Menschen vor der katastrophalen Bedrohung der Klimaerwärmung zu warnen. Sie identifizieren als größte menschengemachte Gefahrenquellen die Zunahme der Weltbevölkerung und des Viehbestandes, die Fleischproduktion (und den Fleischkonsum), den Verlust an Baumbestand, den Verbrauch fossiler Brennstoffe, die zunehmende Anzahl Flugpassagiere, das Bruttoinlandsprodukt und natürlich die CO2-Emissionen. Daher fordern sie drastische Veränderungen bei der Wirtschafts- und der Bevölkerungspolitik, insbesondere müsse die Weltbevölkerung stabilisiert, idealerweise aber reduziert werden.

Fakten werden unterschlagen

Doch kehren wir zunächst zurück zur Behauptung des UNO-Weltklimarats IPCC2 (in seinem Bericht von 2018), dass ausschließlich menschliche Aktivitäten für die globale Erwärmung um 0,9 Grad seit 1850 verantwortlich seien. Als Hauptbeweis für diese Aussage dient dem IPCC das berühmtberüchtigte Hockeystick-Diagramm von Michael Mann, erstmals publiziert 1998 und weitum bekannt geworden durch den Film „Eine unbequeme Wahrheit“ von Al Gore. Das Diagramm zeigt ein während Jahrhunderten sehr stabiles Klima mit gleichbleibender Durchschnittstemperatur, die mit der Industrialisierung plötzlich stark ansteigt, wobei CO2 die Hauptursache sein soll (vgl. Darstellung). Merkwürdigerweise fehlen in Michael Manns Darstellung sowohl die Mittelalterliche Warmperiode (ca. 950 bis 1450), in der die Temperaturen in Europa zwischen 1,5 bis 3 Grad höher lagen als heute (und die im UNO-Bericht von 1996 noch erwähnt wurde), wie auch die anschließende Kleine Eiszeit, die vom 15. bis ins 19. Jahrhundert dauerte.

Noch bis in die achtziger Jahre warnten Forscher übrigens, dass das Fortbestehen der Menschheit schon in den nächsten Jahrzehnten durch eine neue Eiszeit bedroht sei … Auch die Kleine Eiszeit kam in den ersten Klimaberichten des IPCC noch vor, war aber ab 2001 ebenfalls plötzlich verschwunden. Diese Wärme- und Kälteperioden zeigen, dass das Klima auf der Erde schon immer Schwankungen unterlag, unabhängig vom CO2-Gehalt der Luft. Warum Michael Mann zu einem anderen Schluss kommt, konnte bis anhin nicht überprüft werden, da sich Mann weigert, seine Daten zur Begutachtung durch Fachkollegen (Peer Review) freizugeben.

Hunderte von Forschern haben bereits darauf aufmerksam gemacht, dass das CO2 für die Veränderung des Klimas eine untergeordnete Rolle spielt. Nur 0,038 Prozent der Atmosphäre sind Kohlendioxid. Davon beträgt der menschengemachte Anteil wiederum bloße zwei bis vier Prozent, einen viel größeren Teil machen zum Beispiel die CO2-Freisetzung durch die Meere oder Naturereignisse wie ein Vulkanausbruch aus – Vorkommnisse, die der Mensch gar nicht steuern kann.

Die Sonne – der ignorierte Faktor

Trotzdem hält der Klimarat hartnäckig an der Theorie des durch CO2 verursachten Treibhauseffektes fest. Diese Theorie wurde übrigens maßgeblich um 1896 vom schwedischen Nobelpreisträger Svante Arrhenius bestimmt, einem Urahn väterlicherseits der Klimaaktivistin Greta Thunberg. Er nahm an, dass sich alles CO2 wie ein Gürtel in ungefähr sechs Kilometern Höhe um den Erdball legen würde. Dies ist allerdings falsch. Da CO2 schwerer ist als Luft, sammelt es sich in Bodennähe, nämlich dort, wo die Pflanzen es für ihr Wachstum benötigen. Bis in die siebziger Jahre herrschte in Wissenschaftskreisen denn auch ein Konsens, dass es sich bei Arrhenius’ Theorie um reine Spekulation handelte. Erst mit dem Club of Rome-Bericht von 1972 wurde diese Idee wieder aufs Tapet gebracht. Dennoch ließ beispielsweise 2003 das Umweltbundesministerium in Berlin hinsichtlich der CO2-Klimaprognosen noch verlauten, es handle sich dabei gar nicht um Prognosen, sondern nur um „ein Spektrum von Annahmen über zukünftige Entwicklungen und des begleitenden Einflusses auf das globale Klima“. Und Die Welt titelte noch 2011 „Die CO2-Theorie ist nur geniale Propaganda“. Denn nicht nur gehen die Berechnungen bezüglich der Erwärmung von der Erde als Scheibe statt als Kugel aus, die UNO ignoriert auch gewichtige Faktoren wie beispielsweise Wolken oder Wasserdampf, besonders aber den Einfluss der Sonne.

Lebenselixir für Pflanzen: Dank CO2 hat die globale Laubfläche in den letzten Jahrzehnten zugenommen (sämtliche grün gefärbte Bereiche).

Lebenselixir für Pflanzen: Dank CO2 hat die globale Laubfläche in den letzten Jahrzehnten zugenommen (sämtliche grün gefärbte Bereiche).

Dass dieses Gestirn, welches unserem Planeten Wärme und Energie und somit Leben spendet, eine maßgebliche Rolle für das Klima auf der Erde spielen dürfte, liegt eigentlich auf der Hand. Forscher wie der israelische Astrophysiker Nir Shaviv können belegen, dass zwischen fünfzig Prozent und zwei Dritteln der globalen Erwärmung direkt auf die Sonnenaktivitäten zurückzuführen sind!

Unser Sonnensystem „hängt“ nicht irgendwo stationär am Himmelszelt, es bewegt sich in spiralförmigen Bahnen und mit großer Geschwindigkeit durch den Weltraum, wobei die Sonne ihre Planeten wie einen Schweif hinter sich herzieht. Immer, wenn die Erde dabei auf einen der Spiralarme der Milchstraße trifft, was ungefähr alle 135 Millionen Jahre der Fall ist, intensiviert sich die kosmische Strahlung. Shaviv konnte zusammen mit dem Geologen Ján Veizer nachweisen, dass sich dabei die Erdtemperatur jedes Mal deutlich verändert(e). Auch die Meere reagieren auf die Sonne: Bei aktiver Sonne steigt der Meeresspiegel, bei inaktiver Sonne fällt er. Andere Forschungen zeigen, dass sich zudem das Magnetfeld der Sonne in den letzten hundert Jahren verdoppelt hat und dass jeweils zuerst die Temperatur anstieg und anschließend erst die CO2-Menge; also kann das Kohlendioxid nicht die Ursache sein.

Nir Shaviv geht mit dem Klimarat hart ins Gericht. Es gebe keinen direkten Beweis dafür, dass CO2-Schwankungen zu großen Temperaturschwankungen führten, der Weltklimarat versuche aber mit Tricks seine vorgefassten Theorien zu beweisen. Es sei naiv anzunehmen, dass das Klima von einem einzigen Faktor gesteuert werde. Außerdem deute die große Bandbreite des Temperaturanstiegs von 1,5 bis 4 Grad, der vom Klimarat bei einer Verdoppelung des CO2-Gehalts vorhergesagt wird, darauf hin, dass sich die „Experten“ keineswegs sicher sind, wie sich ein CO2-Anstieg wirklich auf das Klima auswirkt. Grundsätzlich muss man sich bewusst sein, dass es sich bei den Vorhersagen des Klimarats um Modelle und vom Computer erstellte Hochrechnungen handelt. Und diese Modelle sind fehlerhaft, wie nun auch Forscher der kalifornischen Stanford University belegt haben. Ihre Studie zeigt, dass die Klimamodelle am Ende eines 100-Jahre-Zyklus jeweils einen Fehler von plus/minus fünfzehn Grad Celsius aufweisen und somit für Temperaturprognosen völlig unbrauchbar sind!

In der aktuellen Klimadebatte wird der Eindruck erweckt, Kohlendioxid sei giftig und umweltschädlich. Doch CO2 ist für das Leben auf der Erde unerlässlich, wie fünfhundert Wissenschaftler im September 2019 vor dem UN-Klimagipfel betonten: „CO2 ist pflanzliche Nahrung, die Grundlage allen Lebens auf der Erde. CO2 ist kein Schadstoff. (…) Die Photosynthese ist ein Segen. Mehr CO2 ist vorteilhaft für die Natur, indem es die Erde grün macht.“ Tatsächlich: Professor Ranga Myneni von der Universität Boston hat nachgewiesen, dass sich in den letzten dreißig Jahren durch die Zunahme an CO2 die Grünflächen weltweit (ob Regenwälder, Grasland, Halbwüsten, Taiga oder landwirtschaftliche Gebiete) um vierzehn Prozent ausgedehnt haben – so, als wäre der Erde ein grüner Kontinent hinzugefügt worden, doppelt so groß wie die USA.

In der Tat hat der Anstieg des CO2 seit Beginn der Industriellen Revolution beispielsweise dafür gesorgt, dass bei Weizen der Ernteertrag um 61 Prozent gestiegen ist, bei Gemüse um etwa 51 Prozent. Außerdem sind bei höherem CO2-Gehalt die Pflanzen widerstandsfähiger und brauchen weniger Wasser, deshalb wird auch in den Treibhäusern CO2 zugeführt. Man kann durchaus sagen, dass dank dem CO2-Anstieg überhaupt erst ein genügend hoher landwirtschaftlicher Ertrag möglich ist, um die wachsende Weltbevölkerung zu ernähren. Nicht zu vergessen, dass die Pflanzen ja das CO2 brauchen, um für uns den lebenswichtigen Sauerstoff bereitzustellen. Wird der CO2-Gehalt der Luft gesenkt, könnte dies hingegen zum Problem werden.

Wie kommt es, dass der Weltklimarat IPPC alle diese Faktoren außer Acht lässt? Nun, das hat sicher auch damit zu tun, dass dieser gemäß Statuten explizit nur den menschengemachten Klimawandel untersucht. Hier sollten wir ein wenig genauer hinschauen, unter welchen Umständen und von wem der IPCC überhaupt gegründet wurde. Eine gewichtige Rolle dabei spielte Maurice Strong.

Quellenangaben