Es gibt keinen Klimanotstand

Mehr als 2'000 Wissenschaftler und Fachleute aus aller Welt widersprechen der Vorstellung eines Klima-Notstands. In der „World Climate Declaration“ des Netzwerks CLINTEL erklären 2'079 Unterzeichner: Der Klimawandel sei real, rechtfertige jedoch weder Panik noch Alarmismus.

Der Amerikaner John Francis Clauser ist 2022 in den Kreis einer Gruppe aufgenommen worden, die so erlaucht ist, dass dieses Privileg in über einem Jahrhundert nur 229 Menschen gewährt wurde: Man hat ihm nämlich für seine Grundlagenarbeit zur Quantenphysik den Nobelpreis für Physik verliehen. Damit gehörte Clauser zu den höchstangesehenen Wissenschaftlern der Welt – zumindest für kurze Zeit. Doch dann ist er zum Ketzertum abgefallen und hat eine Todsünde begangen, welche die Priester der neuen Weltreligion des Szientismus („Wissenschaftshörigkeit“) keinesfalls tolerieren – noch jedenfalls: Der mittlerweile 84-jährige Nobelpreisträger wird nicht müde, öffentlich zu verbreiten, „dass es keinen Klimanotstand gibt“. Clauser steht nicht allein da. Mittlerweile gibt es Tausende von Wissenschaftlern, darunter bereits viele Klimatologen, die dem offiziellen Panik-Narrativ vehement widersprechen (wir haben schon mehrfach darüber berichtet).1

Wikipedia, dieser Hort der auf Kurs gebrachten Mehrheitsmeinung, bezeichnet Clauser als „Akteur der organisierten Klimawandel- Leugnerszene“ und unterstellt dem Nobelpreisträger, dass er nicht die geringste Ahnung von der Materie habe.

Das lässt sich selbstverständlich auch über Václav Klaus (85) sagen, den ehemaligen Staatspräsidenten von Tschechien. Der ist bloß Ökonom und war jahrzehntelang Politiker in den höchsten Staatsämtern – hat also ebenfalls keine Ahnung von Klimaforschung. Klaus übernahm 2025 das Präsidentenamt der niederländischen Stiftung Climate Intelligence Foundation (kurz Clintel), die sich für Wissenschaftlichkeit in der Klimadebatte einsetzt – vor allem dann, wenn Fakten mit der offiziellen Klima- und CO2-Politik kollidieren. Sein Vorgänger bei Clintel war Professor Guus Berkhout, immerhin ein Geophysiker.

Um das klarzustellen: Wir leben tatsächlich in einer Zeit des Klimawandels. Und langfristig wird es tatsächlich etwas wärmer werden auf Erden. Doch daran ist nichts Beängstigendes, weil dies Teil des kosmisch vorgesehenen Evolutionsplans der Erde ist. Deshalb können wir Menschen auch nichts daran ändern – außer die in der Tat gefährliche und klimaaufheizende Mikrowellenfunktechnologie von heute durch eine Technologie zu ersetzen, die sich an der Funktionsweise der Natur orientiert (siehe Artikel Funkstrahlung zerstört die Kohäsionskraft in der Natur). Der Einfluss des menschengemachten Klimawandels ist dennoch weit geringer als behauptet und hat herzlich wenig mit dem zu Unrecht verteufelten CO2 zu tun.

Die Hauptbotschaft von Clintel lautet denn auch: „Es gibt keinen Klima-Notstand.“ Die Stiftung leugnet den Klimawandel aber nicht, wie von Wikipedia behauptet, sondern „fördert eine offene wissenschaftliche Debatte über Klimawissenschaft und Klimapolitik“ mit dem Ziel, „Wissen und Verständnis über die Ursachen und Auswirkungen des Klimawandels sowie über die Auswirkungen der Klimapolitik auf Wirtschaft und Umwelt zu vermitteln“.2 Die Stiftung hat eine Deklaration mit dem erwähnten Titel „There Is No Climate Emergency“ veröffentlicht, welche man online auf ihrer Website unterzeichnen kann. Kürzlich hat dies auch der Physiknobelpreisträger John Francis Clauser getan. Schaut man sich die mehr als 2'000 Unterzeichner an, fällt auf, dass darunter erstaunlich viele Leute sind, die durchaus Ahnung von Klimawissenschaften und damit verwandten Fachgebieten haben. Die Deklaration betont unter anderem:

✵ Die Kleine Eiszeit endete erst im Jahr 1850. Damals begann man mit den ersten Temperaturmessungen des Klimas. Also ist es keine Überraschung, dass wir derzeit eine Phase der Erwärmung erleben. Das Klima pendelte immer schon zwischen Kalt- und Warmphasen. Dies erklärt beispielsweise, wie der karthagische Feldherr Hannibal 218 v. Chr. mit seiner Armee samt Kriegselefanten im Spätherbst die Alpenpässe überqueren konnte: Weil sie eis- und schneefrei waren; damals war es eben noch wärmer als heute (das sagen übrigens Glaziologen)!

✵ Die globale Erwärmung verläuft weitaus langsamer als vom Weltklimarat IPCC vorhergesagt. Die zugrunde liegenden Klimamodelle sind offenkundig fehlerhaft und zu pessimistisch. Dies zeigt, dass man den Klimawandel in der realen Welt noch nicht ausreichend versteht – und dass im Computer simulierte Klimaprognosen als Basis für eine verantwortungsvolle Klimapolitik nicht taugen. Dass die Macher solcher Computerprogramme häufig bereits eine vorgefasste Meinung haben, ist einer neutralen Bewertung ebenfalls nicht dienlich.

✵ „Die Modelle übertreiben die Auswirkungen von Treibhausgasen und ignorieren die Tatsache, dass eine Anreicherung der Atmosphäre mit CO2 vorteilhaft ist. Kohlendioxid ist Pflanzennahrung, die Grundlage allen Lebens auf der Erde“, steht in der Clintel- Deklaration. Dank der verstärkten Photosynthese werde der Planet grüner und die wachsende Biomasse binde nicht nur CO2, sondern ermögliche zugleich mehr Nahrung für Mensch und Tier. Darüber hinaus verdunsten Pflanzen viel Wasser. Das kühlt die Luft ab (Stichwort Verdunstungskälte).

✵ Die globale Erwärmung hat nicht zu einer Zunahme von Naturkatastrophen geführt. „Es gibt keine statistischen Belege dafür, dass die globale Erwärmung Hurrikane, Überschwemmungen, Dürren und ähnliche Naturkatastrophen verstärkt oder deren Häufigkeit erhöht. Es gibt jedoch zahlreiche Belege dafür, dass Maßnahmen zur CO2-Reduzierung ebenso schädlich wie kostspielig sind.“

Unvoreingenommen betrachtet „gibt es keinen Grund zur Panik“, schreibt Clintel. „Wir lehnen die schädliche und unrealistische Netto-Null-CO2-Politik, die für 2050 vorgeschlagen wurde, entschieden ab. Sollten sich bessere Ansätze ergeben – und das werden sie mit Sicherheit –, haben wir reichlich Zeit, darüber nachzudenken und uns neu anzupassen. Das Ziel der globalen Politik sollte Wohlstand für alle sein, indem jederzeit zuverlässige und bezahlbare Energie bereitgestellt wird.“

Wer nun versucht ist, auf den Extremsommer in diesem Jahr zu verweisen, dem sei gesagt, dass dies die Folge eines enormen Hochdrucksystems über Europa war (ein Antizyklon), das seit dem Frühling alle anderen normalen Wettersysteme vertrieben hat.