Die Auswirkungen, die unsere Wahrnehmung auf Körper, Gesundheit und unser ganzes Leben hat, sind unglaublich kraftvoll – und maßlos unterschätzt. In der Hektik des Alltags vergessen wir allzu leicht, wie wir mittels der Achtsamkeit unseren Gestaltungsspielraum enorm erweitern können.

Wer Achtsamkeit lebt, öffnet sich für das volle Potenzial, das in uns schlummert. | © Asiri / stock.adobe.com
Mitte Juni habe ich mir die linke Schulter gebrochen. Glück im Unglück, denn ich bin Rechtshänderin, und eine OP war nicht erforderlich – dafür mehr Auszeit, Schonung und Geduld, als ich habe. Oder besser: zu haben glaubte, denn auch ein notorisch ungeduldiger Mensch wie ich kommt gegen einen dreifachen Bruch nicht an. Selbst umtriebige Freiberufler werden durch so etwas gezwungen, das Ganze erst einmal auszusitzen. Mich störte enorm, dass mir niemand sagen wollte, wie lange es dauert, bis alles vorbei ist. Also meldete ich mich unbekümmert zu einem Yogakurs im Herbst an – den ich dann wieder absagen musste, weil ich statt dem „herabschauenden Hund“ nur einen „gefällten Baum“ zustande brachte.
Nun muss man wissen, dass ich mich für latent spirituell halte. Trotzdem bin ich auf die Idee, meinen Unfall zu hinterfragen, eine ganze Zeit lang nicht gekommen. Der „Zufall“, dass ich zuvor ebenfalls links einen Tennisarm hatte, fiel mir auf – aber nichts dazu ein. Die Frage, ob ich an die Einheit von Körper, Seele und Geist glaube, beantworte ich mit einem herzhaften Ja. Doch die aktuelle Erfahrung zeigte mir, dass dieses Wissen nicht wirklich in meinem Alltag verankert war. In einer Gesellschaft, in der das Phänomen der Scheinschwangerschaft bekannt ist, können wir eigentlich gar nicht ignorieren, wie kraftvoll unsere Gedanken und Überzeugungen auf unseren Organismus wirken. Und doch tun wir oft genug so, als wäre der Arzt für unsere Gesundheit verantwortlich. Dabei sind es unsere Gedanken und Gefühle, die unser Handeln lenken.
Vielleicht haben Sie schon von den positiven Affirmationen der Louise Hay gehört, die von folgender Prämisse ausgeht: „Die Gedanken, die wir zu denken wählen, sind die Werkzeuge, mit denen wir die Leinwand unseres Lebens bemalen.“ Jeder unserer Gedanken, jedes unserer Worte, erklärt die Bestseller-Autorin seit Anfang der 1970er, ist ein Werkzeug, das unsere Realität gestaltet – und darüber hinaus auch das Einzige, das wir wirklich kontrollieren können. Es ist einfach genug, ihren sich daraus ableitenden Ansatz zu belächeln, mit inneren Aussagen wie „Ich bin genug, es geht mir jeden Tag besser“ gegen Versagensängste, Depressionen oder Krankheiten anzugehen. Dass sich die „Queen of the New Age“ damit nicht nur vom lebenslangen Mangel an Selbstwert befreite, sondern auch von ihrem als unheilbar diagnostizierten Krebs geheilt hatte, spricht jedoch für sich.
Einer, der diese Realität mit beiden Händen ergreift und dabei auf die Einheit von Körper, Geist und Seele vertraut, ist Mirsakarim Norbekov. Der gebürtige Usbeke wurde im Alter von 18 Jahren nach einer Schlägerei mit angeblich irreparablen Schäden an Nieren, Herz und Atemwegen als „unheilbar“ aus dem Krankenhaus entlassen. Er suchte beim Sufismus und anderen östlichen Weisheitslehren nach Hilfe und schaffte es, mithilfe seiner inneren Haltung und intensiven Visualisierungen wieder zu gesunden. Ich lernte die nach ihm benannte Methode 2016 auf einem mehrtägigen Seminar kennen. Sie lockt die Leute mit dem Versprechen, dank einfacher Übungen und mentaler Arbeit auf die Lesebrille verzichten zu können.
Nach diesem ersten Erfolg – der sich bei täglicher Übung tatsächlich innerhalb kürzester Zeit einstellt – geht es dann ans Eingemachte, und man lernt, auch auf Narben und Falten, die inneren Organe und chronische Krankheiten einzuwirken. „Man muss halt daran glauben“, war der Standardspruch all jener, denen ich begeistert davon erzählt habe. Na, da glaubt man doch lieber, als ohne Not eine Brille zu tragen – oder? Allerdings gibt es etwas, das dem entgegenstrebt, und das ist der „innere Schweinehund“: die Faulheit, wie sie Norbekov konkret nennt, die „alles Neue, Ungewöhnliche, das sich außerhalb des gewohnten Rahmens ihres Verständnisses befindet“, als Bedrohung empfindet.1 Es ist nicht Unwissen, nicht Zeitmangel, nicht fehlende Kompetenz, sondern unsere „physische und geistige Brille“, die mentale Grundhaltung, die uns „im Sumpf der Krankheiten und der nicht verwirklichten Möglichkeiten hält“. Wer eine Brille trägt, ist zu faul, um an seiner vollen Sehkraft zu arbeiten, so Norbekov. Und recht hat er: Man braucht einen gewissen Leidensdruck, um dranzubleiben. Nach seinem Seminar benötigte ich ein ganzes Jahr lang keine Lesebrille. Dann kehrte ich nach zwei Monaten in Thailand nach Hause zurück – und trage sie seither wieder. So gehen sie dahin, die Eigenverantwortung und das Wissen um die unbegrenzten Heilkräfte des Körpers.
Sie sind nicht wirklich von der Kraft unserer Gedanken überzeugt? Dann lassen Sie sich von den Ergebnissen der folgenden Studien überraschen. In der „Studie gegen den Uhrzeigersinn“ wurden ältere Männer in ein Heim versetzt, das exakt wie zu den Zeiten ihrer Jugend eingerichtet war. Sie hörten die seinerzeit moderne Musik, trugen die entsprechende Kleidung und sahen das damalige Fernsehprogramm auf Video. Nach einer Woche konnten sie besser sehen und hören, waren kräftiger und beweglicher und sahen sogar besser aus.
Oder auch diese Studie: Zimmermädchen, die laut eigener Aussage keinen Sport treiben, wurden darüber aufklärt, dass und warum die Art ihrer Arbeit durchaus als Sport anzusehen ist. Die informierte Gruppe verlor in Folge Gewicht und hatte bessere Vitalwerte, während sich bei der ignoranten Kontrollgruppe nichts veränderte. Teilnehmende einer anderen Studie, die als „Piloten“, komplett mit Uniformen versehen, in einem Flugsimulator saßen, zeigten zu 40 Prozent hinterher eine verbesserte Sehkraft.

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