Die „moderne“ Mutter soll ihr Kind in die Tagesstätte geben, so die Erwartung. Dadurch soll auch die kindliche Entwicklung möglichst früh gefördert werden. Doch die Lage ist in vielen Einrichtungen alarmierend: Dauerstress, Bindungsverlust, überforderte Erzieherinnen und Profitgier stehen dem Kindeswohl im Wege.

Das lukrative Geschäft mit der Kinderbetreuung: Die Investoren freut’s und der Staat ist froh – für die Kleinen aber ist es weniger goldig. (KI-Bild: Gemini/ZeitenSchrift Verlag GmbH)
Der erste Sohn war geboren. Es stand meiner guten Freundin förmlich ins Gesicht geschrieben, wie glücklich sie darüber war. Sie genoss ihre Mutterschaft von Anfang an. Wenige Monate später wirkte sie sehr bedrückt. Bei einem Spaziergang vertraute sie mir an, wie sehr sie unter den Kommentaren von Freundinnen und Kolleginnen litt, die sie bedrängten, ihr Kind endlich in eine Krippe zu geben. Interessanterweise waren es ausschließlich Frauen, die ihr einreden wollten, dass es an der Zeit sei, wieder in den Job zurückzukehren. Dass es für eine moderne Frau dazugehöre, Krippenbetreuung in Anspruch zu nehmen.
Meine gute Freundin war da gegensätzlicher Meinung. Sie fand nichts falsch daran, sondern es vielmehr sehr richtig, bei ihrem kleinen Sohn bleiben zu wollen, gerade in den ersten Lebensjahren. Denn noch mal, sie war – und ist! – sehr gerne Mutter. Doch es schien, als würde ihre Umgebung so langsam an ihrem Verstand zweifeln, weil sie sich dazu bekannte.
Dass sich eine Mutter in den ersten Jahren liebend gerne um ihr eigenes Kind kümmert, sollte eigentlich selbstverständlich sein. Dass sie inzwischen unter Druck gesetzt wird, es bereits im ersten Lebensjahr in fremde Hände zu geben, ist ein nächstes Indiz dafür, dass in unserer Gesellschaft ziemlich viel im Argen liegt. Noch drastischer gesagt: Die Etablierung der Kinderkrippe als „neues Normal“ ist einer der extremsten Auswüchse zivilisatorischer Fehlentwicklungen. Doch die auf feministischen Überzeugungen fußende Propaganda reißt nicht ab. Die Entwicklung der letzten Jahre zeigt deutlich: Die Kleinkindbetreuung in Krippen hat sich durchgesetzt und in vielen Köpfen als Norm verankert. Das ist gewollt: Dank externer Kinderbetreuung können Mütter wieder am Arbeitsmarkt teilnehmen, was sowohl die Wirtschaftsleistung als auch den Konsum ankurbelt.
Meine gute Freundin hielt durch, sie gab ihren Sohn erst kurz vor seinem vierten Lebensjahr in den Kindergarten, aber vorher auf gar keinen Fall in eine Krippe. Das bedeutete finanzielle Einbußen, da für die Familie in dieser Zeit ausschließlich ihr Mann arbeitete. Kritik blieb ihr auch weiterhin leider nicht erspart. Sie kam von Müttern, die auf ihren Job nicht verzichtet hatten. Die wirtschaftlichen Gründe waren hier nachrangig. Im Vordergrund stand eine ideologische Haltung, die immer mehr Mütter der heutigen Zeit teilen. Sie wollen nicht als „konservativ“ und „ewig gestrig“ gelten. Sie stehen gesellschaftlichen Erwartungen gegenüber, denen sie sich nicht widersetzen wollen oder können. Das vermeintliche Erfolgsmodell Krippe wird um jeden Preis verteidigt. Was das für die Kinder bedeutet, wird in der Regel verdrängt. Man will weder hören noch sehen, dass die Folgen fatal sind.
„Jedes schon früh fremdbetreute Kleinkind ist eines zu viel“, klagte Eva Herman bereits ab Mitte der 2000er Jahre an. Die Ex-Tagesschausprecherin gehört zu den bekanntesten deutschen Kritikern der Krippenbetreuung und hat sich diesem Thema in zahlreichen Artikeln und Büchern gewidmet. So warf sie etwa im September 2011 der damaligen Bundesfamilienministerin Kristina Schröder in einem offenen Brief vor, dass diese schon drei Monate nach der Geburt ihrer Tochter an den Arbeitsplatz zurückgekehrt sei: „Ich hätte mir gewünscht, dass das kleine Mädchen mehr von ihrer Mama gehabt hätte.“ Auch mit den Plänen der Bundesregierung, deutlich mehr Kinderkrippen zu bauen, rechnete Herman ab. Das richte „verheerenden Schaden“ an. Fremdbetreuung verhindere eine sichere Bindung an die Eltern, in jüngeren Jahren vorrangig an die Mutter, die nötig sei, damit sich das Kind zu einer stabilen Persönlichkeit entwickle. Sie stützte ihre Argumentation auf Bindungsforscher, wonach krippenbetreute Kinder sowohl unter ihrer Situation leiden würden als auch später anfälliger für unter anderem Depression, Angsterkrankungen und Drogenkonsum seien.
Zudem wirke sich die frühe Fremdbetreuung in Gruppen auch auf die Bindungen innerhalb von Familien aus, die immer weniger verlässlich seien. „Wenn wir so weitermachen wie bisher, zerschlagen wir systematisch unsere Gesellschaft“, ist sich Herman sicher. Damit spielt sie auch auf die transhumanistische Agenda an, die eben genau das zum Ziel hat: Der Mensch soll sich in keinerlei Hinsicht mehr sicher fühlen können, insbesondere nicht in seinen elementarsten Bindungen. Dadurch ist er weniger widerstandsfähig und wesentlich manipulier- und damit lenkbarer. Dass es diesen Plan tatsächlich gibt, wehrt der Mainstream allerdings weiterhin als „Verschwörungstheorie“ ab – was bekanntlich umso deutlicher darauf verweist, dass es darum geht, eine unangenehme Wahrheit gezielt zu unterdrücken. Überhaupt wird ziemlich viel verschleiert und gelogen, wenn es um das System Krippe geht. Vieles liegt immer noch im Dunkeln. Da die Leidtragenden die Kinder sind, muss gefragt werden, welchen Wert Kinder in unserer Gesellschaft tatsächlich haben. Sollte ihr Wohl nicht an erster Stelle stehen?

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