Aurachirurgie: Heilen auf höchster Ebene

Brüche heilen, Mandeln und Gallensteine entfernen, Knochensubstanz aufbauen, Muskeln operieren, ohne auch nur einen Tropfen Blut zu vergießen? Wie geht denn das?

Das Licht aus den Händen: Die Aurachirurgie überträgt Heilimpulse in Körper und Seele.

Der Mann, der solche „Wunderheilungen“ vollbringt, heißt Gerhard Klügl, und er ist Aurachirurg. Der ehemalige Patentbeamte aus Bayern hat mittlerweile über 18'000 Patienten behandelt und etwa 800 Ärzte, Naturheilpraktiker und therapeutisch tätige Menschen zu praktizierenden Aurachirurgen ausgebildet. Geplant war das alles nicht. Doch im Alter von 42 Jahren nahm das Leben des bodenständigen Deutschen eine ungeahnte Wendung. Nach Übersiedlung in ein neues Haus plagten seine Frau plötzlich Asthmaanfälle. Interessanterweise jedoch nur, wenn sie sich im Schlafzimmer aufhielt. Ganz im Sinne des gewissenhaften Patentrechercheurs fand Klügl alsbald die Ursache für das Leiden: Der alte Teppich im Schlafzimmer schien das Corpus Delicti zu sein. Kaum war der Teppich entfernt, verschwand auch das Asthma. Begeistert durch diese Erfahrung begann Klügl als Hobby ein Baubiologiestudium, welches ihm den Weg zur Geobiologie-Ausbildung ebnete. Klügl widmete sich fortan den erstaunlichen Wechselwirkungen zwischen Lebewesen und nichtbelebter Materie. Der ursprüngliche Skeptiker begann, sich mit Astrologie, den Heilwirkungen von Planetentönen und der Resonanz des Menschen auf das Universum zu befassen. Dabei führte ihn das Leben wie zufällig immer näher an seine spätere Berufung. Auf einem Seminar eines englischen Heilers hatte der Bayer ein weiteres Aha-Erlebnis. In einem Gruppen-Experiment sollte der „gesunde“ Teil der Anwesenden bewusst um Heilenergie für die Kranken bitten. Klügls Handflächen wurden dabei immer wärmer und wärmer, als hielte er eine heiße Münze. Als er dann seine Hände einem kranken Teilnehmer auflegte, konnte dieser schon nach wenigen Momenten endlich wieder die Arme schmerzfrei über den Kopf heben. Beflügelt von dieser Erfahrung „experimentierte“ Klügl weiter und realisierte, dass er mit seinen Händen tatsächlich ganz gezielt Heilenergie übertragen und Menschen Linderung verschaffen konnte.

Gegen Ende der 90er-Jahre besuchte der Deutsche dann auf Empfehlung zusammen mit einer Gruppe ein Seminar des bekannten Aurachirurgen Stephen Turoff in London. Klügls Freunde bearbeiteten ihn schon länger, er möge sich doch unbedingt auch in der Aurachirurgie versuchen. Doch der Patentbeamte konnte mit Operationen außerhalb des Körpers nicht viel anfangen. Als er beim Seminar mit Turoff ins Gespräch kam, berichtete er von seinen eigenen Heilerfolgen durch Handauflegen. Eher beiläufig und insgeheim der Hoffnung, dass dies sowieso nicht möglich sei, fragte er den Experten, ob sich Aurachirurgie denn erlernen ließe. Als Turoff verneinte, freute sich Klügl, das Thema nun endlich ad acta legen zu können. Doch da hatte er die Rechnung ohne Turoff gemacht. Dieser wollte nämlich, dass sich Klügl sofort selbst an der Aurachirurgie versuchte. Dazu sollte er zurück in sein Hotel gehen, Turoff würde ihm dann all seine deutschen Mitreisenden zur Behandlung schicken.

Verletzungen aus früheren Leben

Die erste vorstellige Patientin war ein paar Jahre zuvor an der Galle operiert worden und litt seither unter schweren chronischen Schmerzen im Bauchbereich. Die Ärzte konnten jedoch nie eine Ursache lokalisieren. Klügl hörte den Schilderungen der Frau aufmerksam zu und verharrte regungslos wie im Zustand der Meditation, den Blick ins Leere gerichtet. Plötzlich kam ihm intuitiv der Gedanke „Klammer“ in den Sinn. Hatte man etwa Klammern im Bauch der Frau vergessen? Das konnte eigentlich nicht sein, denn das hätte man bei den ärztlichen Untersuchungen festgestellt. Eine nicht verheilte energetische Verletzung oder Blockade, verursacht von den Klammern, also? Doch wie nun diese „Klammern“ beseitigen? Lösungsorientiert nahm er Pinzette und Nagelschere als „Operationsbesteck“ und griff symbolisch in Höhe der Galle nach einer Klammer. Als er daran zog – wohlgemerkt mit einigen Zentimetern Abstand zum Körper der Patientin –, zuckte diese plötzlich zusammen: Sie konnte das Ziehen physisch im Körper spüren. Ermutigt durch diese Reaktion packte Klügl weitere imaginäre Klammern und schnitt diese symbolisch mit der Schere durch. Dies wiederholte er sechs- bis siebenmal, bis die Patientin kein Ziehen mehr spürte. Für Klügl war dies das Zeichen, dass die Behandlung abgeschlossen war.

Während der nächsten zwei Tage erlöste er insgesamt 18 Menschen von den unterschiedlichsten Leiden.

Nach seiner Rückkehr nach Deutschland verbreitete sich die Nachricht über den Aurachirurgen in der bayrischen Provinz rasant. Immer mehr Menschen suchten ihr Glück beim ehemaligen Patentbeamten. So auch Herr Schneider. Diesen plagte schon länger heftige Übelkeit nach jedem Frühstück. Die ratlosen Ärzte konnten zwar ein Problem mit dem Zwerchfell feststellen, schlossen dies jedoch als Ursache für die Übelkeit aus. Klügl entdeckte bei seiner Behandlung eine Aurastörung auf Höhe des Magens. Sofort bekam er die erstaunliche Eingebung: Schneider war in einem früheren Leben durch eine Stichverletzung in den Bauch getötet worden und es tropfte noch immer Blut aus einer winzigen Stelle im Zwerchfell in den Magen. Der Aurachirurg zog daraufhin einen imaginären Dolch aus Schneiders Aura und verschloss die Wunde mit Energie.

Schneiders ebenfalls anwesender Sohn Jörg hatte eine wahre Odyssee hinter sich: Ärzte, Spezialisten, Chiropraktiker, Röntgenbilder und CT-Aufnahmen; nichts und niemand konnte Jörgs chronische Rückenschmerzen erklären oder gar lindern. Klügl hörte sich die Krankengeschichte konzentriert an und trat wortlos hinter Jörg. Er nahm eine Pinzette, drehte sie mit etwa zwanzig Zentimetern Abstand vom Rücken einmal herum und zog daran. Was Jörg mit einem lauten „Au verreck …!“ quittierte. Klügl schmunzelte lediglich und wiederholte das Prozedere weitere zehn- bis fünfzehnmal, nicht ohne entsprechende Reaktionen von Jörg. Als er fertig war, eröffnete er seinem Patienten, dass dieser aus einem früheren Leben noch Schrotkugeln im Körper hatte, diese nun aber alle entfernt seien. Sowohl Vater als auch Sohn waren nach dieser einmaligen Behandlung beschwerdefrei.

Endlich schmerzfrei

Der ganzheitliche Zahnarzt Thomas Zell beschreibt in seinem Buch1 die phänomenale Zusammenarbeit zwischen ihm und Klügl. Auf einem Ausbildungsseminar Klügls lernte Zell eine Teilnehmerin kennen, die in Klügl ihre letzte Chance sah. Seit Jahren litt sie an Schmerzen im linken Kiefergelenk, die sie letztlich dazu zwangen, eine Kieferoperation durchführen zu lassen, bei der Ablagerungen entfernt und der Gelenkkopf verkleinert wurden. Doch statt Linderung trat genau das Gegenteil ein. Aufgrund der starken Schmerzen konnte die Frau ihren Mund nach der Operation nur noch fünf Millimeter weit öffnen. Jeder Kuss, jede Umarmung, jede Mahlzeit bereiteten ihr extreme Qualen. Sowohl Klügl als auch Zell wussten, dass sie aurachirurgisch helfen mussten. Während der Behandlung hielt die Frau einen Anatomieatlas in den Händen. Als Erstes entspannten die zwei Experten die Muskulatur und Sehnen im Kieferbereich mittels einer Klangtherapie-Stimmgabel.2 Die Stimmgabel übertrug ihre heilende Schwingung rein energetisch über die Abbildung im Körperatlas in die Aura und von dort in die Muskulatur der Patientin. Danach machte sich Klügl daran, systematisch alle linksseitigen Sehnen und Muskelstränge zu verlängern und zu dehnen. Bereits zehn Minuten nach der ausschließlich über das Buch stattfindenden Behandlung war der Schmerz auf ein erträgliches Maß reduziert und der Mund ließ sich um das Doppelte öffnen. Nun musste Klügl den Gelenkkopf wieder aufbauen und auch den Gelenkknorpel rekonstruieren. Zahnarzt Zell instruierte dafür den Aurachirurgen genauestens, wo und wie dieser zu arbeiten hatte. Nach zwanzig Minuten war die Pein von achtzehn Monaten wie von Geisterhand verschwunden. Zwar brauchte es noch etwas Zeit, bis Muskeln und Gelenk sich an die neu erlangte Bewegungsfreiheit gewöhnten, aber jeder Tag brachte Besserung.

Quellenangaben